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Zahlen wir alle

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  1. Zahlen wir alle

    Autor: splash42 05.12.23 - 10:03

    Klar, passt nicht immer alles, aber gibt genug, die sich absichtlich zig Sachen zum "Mal gucken" nach Hause liefern lassen. Letztendlich findet sich das alles in den Preisen wider und die Umweltbilanz ist da auch nicht so pralle.

  2. Re: Zahlen wir alle

    Autor: timecop 05.12.23 - 10:17

    Das wird ja gerne übersehen, dass das alle bezahlen. Aber manchmal geht es nicht anders (wenn man so will).

    Winterschuhe gesucht, hier in der knapp 200.000 Einwohner-Stadt im gewünschten Modell nicht zu finden (erstaunlich), also bestellt man, obwohl man schon viel durch die Gegend gegurkt ist.
    Die alten waren mittlerweile etwas eng (die Plattfüße kommen halt langsam). Recherchiert, viel zu lange natürlich und viel zu viele Server damit beschäftigt (Umweltbilanz), mal sind se kleiner, mal größer, mal genau richtig. Da hilft auch eine Amazon-ähnliche Empfehlung "fällt üblich aus" nicht wirklich weiter...

    Dann wäre die Frage: Brauche ich die, tun es auch andere? Vielleicht. Aber die letzten hab ich über 15 Jahre bei passendem Wetter getragen und das kompensiert auch wieder ne ganze Menge.

    Definitiv aber habe ich einkalkuliert die falschen Größen zurückzuschicken. Dann ist das halt manchmal so - und manchmal vielleicht auch simpler.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.12.23 10:19 durch timecop.

  3. Re: Zahlen wir alle

    Autor: Oktavian 05.12.23 - 10:41

    > Klar, passt nicht immer alles, aber gibt genug, die sich absichtlich zig
    > Sachen zum "Mal gucken" nach Hause liefern lassen. Letztendlich findet sich
    > das alles in den Preisen wider

    Natürlich, aber der Effekt ist doch hinreichend klein, dass die Vorteile überwiegen.

    Marktwirtschaftliche Argumentation: Wäre der Effekt hinreichend groß, dann wäre die Ware online teurer als im Laden. Damit würden wieder mehr Leute in die Geschäfte gehen. Genau das passiert aber nicht, die meisten Waren sind online deutlich günstiger als im Laden. Also ist der Effekt zumindest deutlich kleiner als die Kosteneffekte im Laden.

    Argumentation aus Kundensicht: Die Rücksendemöglichkeit ist essentiell, damit Kunden das Risiko Online-Shopping eingehen. Könnte der Kunde nicht oder nur mit hohen Kosten Ware zurückgeben, würde das Risiko deutlich mehr auf seiner Seite liegen. Er würde die Katze im Sack kaufen. Unseriöse Händler würden daraus ein Geschäftsmodell machen. Um den Kunden zu schützen und um Online-Shopping überhaupt zu einer Alternative zu machen, muss es leichte Widerrufsmöglichkeiten geben. Lustigerweise gab es die auch schon lange bevor das in Gesetze gegossen wurde. Bei Otto konnte man schon in den 80ern problemlos Waren/Kleidung zurückgeben. Es gab sogar spezielle Ladengeschäfte, über die das dann kostenlos ging, quasi die frühe Form der Packstation. Und lustigerweise tritt Amazon nicht mit den günstigsten Preise an, ist aber über seinen guten Service und seine erweiterten Rücksendemöglichkeiten überaus erfolgreich.

    Argumentation aus Händlersicht: Kein seriöser Händler wünscht die Abschaffung der Rücksendemöglichkeit. Jeder weiß, damit ist das Geschäftsmodell tot. In aller Regel wird nicht einmal eine Kostenbeteiligung des Kunden gewünscht, denn auch das würde das eigene Geschäftsmodell im Vergleich zur Konkurrenz töten. Die Händler ergreifen wie im Artikel steht proaktive Maßnahmen. Bessere Artikelbeschreibungen, bessere Fotos, bessere Kontaktmöglichkeiten, bessere Beratung. Das ist doch alles sehr löblich.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.12.23 10:45 durch Oktavian.

  4. Re: Zahlen wir alle

    Autor: scrumdideldu 06.12.23 - 00:27

    Du brauchst Dir doch nur mal die Umfrage anschauen!
    Nur 28% gehen den Gründen der Rücksendung nach!

    So schlimm kann das also für die Onlinehändler nicht sein.

    splash42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aber gibt genug, die sich absichtlich zig
    > Sachen zum "Mal gucken" nach Hause liefern lassen.
    Das ist bspw. das Geschäftsmodell von Otto!

    > und die Umweltbilanz ist da auch nicht so
    > pralle.
    Ist die wirklich viel besser, wenn ich 25km in die nächste Stadt mit adäquatem Geschäftsangebot fahre, auf den wagen Verdacht hin, dort etwas das ich will auch in meiner Größe und gewünschter Farbe zu finden?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.23 00:33 durch scrumdideldu.

  5. Re: Zahlen wir alle

    Autor: scrumdideldu 06.12.23 - 00:37

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Argumentation aus Kundensicht: Die Rücksendemöglichkeit ist essentiell,
    > damit Kunden das Risiko Online-Shopping eingehen.

    > Kein seriöser Händler wünscht die
    > Abschaffung der Rücksendemöglichkeit. Jeder weiß, damit ist das
    > Geschäftsmodell tot.

    Das ist doch das wichtige! Ich sende im Verhältnis zu dem was ich bestelle (mal Kleidung ausgenommen wegen der Größenproblematik) eher selten etwas zurück.

    ABER: Ich bestelle quasi nicht bei Shops, wo ich für die Rücksendung zahlen muss (außer Kleinkrams). Das ist für mich ein Hinderniss!

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