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Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

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  1. Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

    Autor: Lemo 06.09.16 - 10:24

    Liest man hier immer wieder, man sei doch mündig, man will Freiheit, man wisse doch eh alles.

    Ich bring mal ein Beispiel aus dem Arbeitsleben. Ein Betriebsrat hat dafür zu sorgen, dass niemand durch eigene Dummheit benachteiligt wird, wenn es zB um Nutzungsregeln für Internet oder Verarbeitung persönlicher Daten geht. Daher müssen Regeln aufgestellt werden, die den einfach gestrickten Arbeitnehmer schützen, das ist das Prinzip der sozialen Gesellschaft.

    Bei diesem Gesetz verhält sich das ähnlich, man muss die Bürger des Staates davor schützen, unwissend horrende Preise zu bezahlen, wenn sie zudem gar nicht so genau wissen, dass ein Druck auf den Knopf Geld kostet.

    Jetzt kommt ihr wieder und sagt selber Schuld, gut, aber dann habt ihr unser Gesellschaftsprinzip nicht verstanden.
    Es gibt eindeutige Gesetze zu diesem Thema und Amazon darf diese nicht umfahren. Ich habe von Anfang an, schon beim anderen Artikel zum Thema, gefragt, wie das rechtlich ablaufen soll, ich erhalte nirgends ein Angebot, nirgends einen Preis und gehe somit einen Vertrag ein, zu dem mir die Bedingungen beim Knopfdruck nicht mal ansatzweise genannt werden.

    Und im Sinne des Wettbewerbs MUSS man zwangsläufig Preise vergleichen können.

  2. Re: Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

    Autor: wasabi 06.09.16 - 10:57

    > Liest man hier immer wieder, man sei doch mündig, man will Freiheit, man
    > wisse doch eh alles.
    Ja, sehe ich in der Tat so :-) Ich finde es eher zum Kopfschütteln und weniger als Sieg für den armen Verbraucher, dass Ferrero 30Millionen Dollar zahlt, weil Menschen dachten, Nutella sei gesund. Wobei ich da ja in gewisser Weise noch nachvollziehen kann, dass hier mit irreführender Werbung gearbeitet wird und man ausnutzt, dass mancher Durschnittsbürger das glaubt (das tut Ferrero gerne, z.B. auch bei der Milchschnitte).

    Aber im Falle des Dash-Buttons ist es albern.

    > Bei diesem Gesetz verhält sich das ähnlich, man muss die Bürger des Staates
    > davor schützen, unwissend horrende Preise zu bezahlen, wenn sie zudem gar
    > nicht so genau wissen, dass ein Druck auf den Knopf Geld kostet.

    Doch, sie wissen es! Das ist kein Button, der ungefragt Bestandteil der neuen Miele-Waschmaschine ist und dessen Funktion unklar ist. Stattdessen wird auf der Amazon-Website erklärt, wie das Ding funktioniert. Da wird auch nicht verheimlicht, dass Drücken = bestellen ist. Das ist ja gerade Sinn des Buttons. Diesen Button kauft man sich also, weil man eben diese Funktion möchte.

    > Jetzt kommt ihr wieder und sagt selber Schuld, gut, aber dann habt ihr
    > unser Gesellschaftsprinzip nicht verstanden.
    In der Tat sehe ich das mit der Gesellschaft etwas anders, aber auch wenn ich zugestehe, dass die Gesellschaft die Menschen schützen soll, die "naiver" sind, dann gibt es da gewisse Grenzen. Die hast doch hoffentlich auch du, oder? Ab irgendeinen Punkt wirst du doch auch den Kopfschütteln. Z.B. bei so Dingen wie "Haustier in der Mikrowelle trocknen". Und meiner Meinung nach ist bei dieser Kritik an den Dash-Buttons der Punkt auch schon überschritten.


    > ich erhalte nirgends ein Angebot, nirgends einen Preis und gehe somit einen Vertrag ein, zu dem mir die Bedingungen beim Knopfdruck nicht mal ansatzweise genannt werden.

    Es ist also genauso, als wenn ich mir in der Kneipe ein Bier bestelle, ohne vorher in die Karte zu kucken.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.09.16 11:00 durch wasabi.

  3. Du klingst wie ein Amazon-Troll, der das auf Bestellung macht

    Autor: fb_partofmilitcomplex 06.09.16 - 11:32

    Großer Schwachsinn. Du hast überhaupt nicht begriffen, was der OpenPoster geschrieben hat. Lies Dir nochmal seine Sätze zum Betriebsrat durch. Es geht auch darum Nutzer vor ihrer eigenen Dummheit zu schützen.

    Es ist und bleibt mit geltendem Recht nicht vereinbar. Da kannst Du Dich auf den Kopf stellen. Und das wird amazon am Ende auch nichts nutzen. Wenn ein derartiger Fall mal vor Gericht kommen sollte, wird amazon keine Chance haben, weil derartige Verträge nichtig sind.

  4. Re: Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

    Autor: DrWatson 06.09.16 - 11:46

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Liest man hier immer wieder, man sei doch mündig, man will Freiheit, man
    > wisse doch eh alles.
    >
    > Ich bring mal ein Beispiel aus dem Arbeitsleben.

    Finde ich kein gutes Beispiel. Es gibt praktisch keinen gesellschaftlichen Aspekt in dem du mehr eingeschränkt wirst als im Beruf.

    Bei einer politischen Wahl wäre z.B. unvorstellbar dass jemand kommt und dir die Hand hält während du dein Kreuz machst oder dass dir jemand bei deiner Partnerwahl hilft dass du nicht an die falsche Person gerätst.

    > gehe somit einen Vertrag ein, zu dem mir die
    > Bedingungen beim Knopfdruck nicht mal ansatzweise genannt werden.

    Die Vertragsbedingungen kennst du wenn du den Knopf bestellt und eingerichtet hast.
    Bei einem Handyvertrag musst du auch nicht bei jedem einzelnen Anruf alles neu bestätigen.

  5. Re: Du klingst wie ein Amazon-Troll, der das auf Bestellung macht

    Autor: SebastianMoehn 06.09.16 - 11:47

    Die Diskussion darum ist doch trotzdem lächerlich.

    Ich stimme "wasabi" vollkommen zu.
    Man bestellt sich doch aus eigener Überzeugung solch einen Button und bekommt genau mitgeteilt wie sich das Produkt verhält. Die Beschreibung ist klar: Jemand drückt den Button -> Ware bestellt. Preis = aktueller Preis der Seite (den man beim Knopfdruck nicht kennt).

    Und selbst wenn es mal eine Fehlbestellung ist oder der Preis auf einmal deutlich zu hoch ist, dann bekommt der Eigentümer des Buttons doch sowieso nochmals eine E-Mail und kann den Kauf innerhalb von Sekunden stornieren. Es ist ja kein Knebelvertrag.

    Es ist weder so als würde Amazon die Dinger jetzt einfach an jeden Haushalt schicken, noch ist es ab sofort nur noch möglich darüber zu bestellen. Und sie schicken schon gar nicht klammheimlich sofort nach Knopfdruck die Ware ohne zu informieren.

    Hab ich Kinder im Haus oder Gäste denen ich nicht trauen kann, dann hol ich mir eben keinen Button. FERTIG

  6. Re: Du klingst wie ein Amazon-Troll, der das auf Bestellung macht

    Autor: cobana 06.09.16 - 11:57

    SebastianMoehn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Diskussion darum ist doch trotzdem lächerlich.

    jup.

    Koennte man in eine Grundsatzdiskussion ueberfuehren.
    Der Staat muss also die "dummen" Menschen schuetzen, und vor ihren eigenen dummheiten bewahren. - Soweit ok
    Problem ist, das die "schlauen" Menschen sich dann bevormundet und eingeschraenkt fuehlen. - Hab ich auch verstaendnis fuer.

    Und was machen wir jetzt?

    Ich werd mir nen Dash Button bestellen und auseinander nehmen.
    Ma schaun was da so alles drin is

  7. Re: Du klingst wie ein Amazon-Troll, der das auf Bestellung macht

    Autor: daZza 06.09.16 - 11:59

    fb_partofmilitcomplex schrieb:
    Und das wird amazon am Ende auch nichts nutzen. Wenn
    > ein derartiger Fall mal vor Gericht kommen sollte, wird amazon keine Chance
    > haben, weil derartige Verträge nichtig sind.

    Werden wir dann sehen, ich denke da wird Amazon eindeutig gewinnen. Hier liegt m.E. eindeutig ein konkludentes Handeln vor, d.h. ein Vertrag kommt stillschweigend zu Stande.

    Anderes Beispiel: Ein Stammgast hebt wortlos die Hand, der Kellner bringt ein Glas Bier. Dadurch kommt ein rechtsverbindlicher Kaufvertrag zustande.

    Arm heben und Knopf drücken ist sogar fast die selbe Bewegung ;-)

  8. Re: Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

    Autor: wasabi 06.09.16 - 12:04

    > Die Vertragsbedingungen kennst du wenn du den Knopf bestellt und
    > eingerichtet hast.
    > Bei einem Handyvertrag musst du auch nicht bei jedem einzelnen Anruf alles
    > neu bestätigen.

    Exakt, genau das Beispiel habe ich auch schon in einem anderen Thread genannt. Ich sehe auch nicht, dass das hier eine andere Situation ist. Ich finde die Situation eigentlich beim Handyvertrag aus verbraucherschutzsicht sogar noch problematischer. Vor allem früher, als es noch so komischer Tarife gab wie "Montags bis Freitags von 8:00 - 16:00 Uhr nur 5 Cent pro Minute, anonsten 30 Cent". Oder dass es nur ins eigene Netz kostenlos war, in andere nicht. Mittlerweile habe ich eine Allnet-Flat, früher dagegen wusste ich in der Tat meist nicht, was mich ein Anruf jetzt kosten wird.

    Aber hier ist es doch so klar. Jemand kauft sich diesen Button, gerade WEIL er mit einem Knopf bestellen will. Das ist der Sinn des ganzen. Und das wird auch nirgends verheimlicht.

  9. Re: Du klingst wie ein Amazon-Troll, der das auf Bestellung macht

    Autor: Peter Brülls 06.09.16 - 12:13

    fb_partofmilitcomplex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es ist und bleibt mit geltendem Recht nicht vereinbar. Da kannst Du Dich
    > auf den Kopf stellen. Und das wird amazon am Ende auch nichts nutzen. Wenn
    > ein derartiger Fall mal vor Gericht kommen sollte, wird amazon keine Chance
    > haben, weil derartige Verträge nichtig sind.

    Amazon wird in solchen Fällen überhaupt nicht klagen. Amazon wird rückabwickeln und fertig. Wie so ziemlich jeder Versender.

    Und dann ggf. das Kundenkonto sperren. Wie so ziemlich jeder Versender.

  10. Re: Du klingst wie ein Amazon-Troll, der das auf Bestellung macht

    Autor: wasabi 06.09.16 - 12:19

    > Großer Schwachsinn. Du hast überhaupt nicht begriffen, was der OpenPoster
    > geschrieben hat. Lies Dir nochmal seine Sätze zum Betriebsrat durch. Es
    > geht auch darum Nutzer vor ihrer eigenen Dummheit zu schützen.
    Ja, aber wie weit soll das gehen? Soll Red Bull in der Werbung einen Hinweis machen, dass man davon keine Flügel bekommt? Denn es könnte ja Menschen geben, die so dumm sind und von einer Brücke springen, nachdem sie Red Bull getrunken haben?

    > Es ist und bleibt mit geltendem Recht nicht vereinbar. Da kannst Du Dich
    > auf den Kopf stellen. Und das wird amazon am Ende auch nichts nutzen. Wenn
    > ein derartiger Fall mal vor Gericht kommen sollte, wird amazon keine Chance
    > haben, weil derartige Verträge nichtig sind.

    Erstens bin ich mir sicher, dass so ein Fall nicht vor Gericht kommt. Selbst jemand, der seine Katze zum trocknen in die Mikrowelle steckt oder glaubt das Milchschnitte gesund ist, wird meiner Meinung nach schlau genug sein. Er würde sich nämlich diesen Button erst gar nicht kaufen. Wenn ich das richtig verstanden habe ist es sogar so:
    - ich muss mir diesen Button kaufen, der wird damit beworben, dass man damit mit einem Knopfdruck direkt was bestellt, das ist der Sinn des ganzen
    - man muss die Amazon App auf dem Smartphone haben und das Ding dort einrichten, also das produkt wählen was gekauft werden soll, da sieht man auch den Preis
    - wenn man etwas bestellt bekommt man eine Nachricht auf sein Smartphone, dass etwas bestellt wurde. Und man hat dann sogar 30 Minuten Zeit, zu stornieren

    Was ist daran problematisch? Ich wüsste auch keine massivts naiven oder dummen Menschen, die da betrogen werden. Und versehentlich kann da auch nichts passieren (es sei denn durch Katze/Kleinkind/Gäste; aber das Risiko ist auch jedem Käufer bewusst).

    Und falls es doch vor Gericht landet, hoffe ich, dass da ein weiser Richter ist, der sagt, dass in diesem Fall das gesetz anders ausgelegt oder angepasst werden muss. Weil es eben vielleicht kein normaler Online-Kauf ist, wo aus verbraucherschutzgründen gewisse Dinge gelten. Denn wie schon oft gesagt wird ein Kaufvertrag in der Kneipe auch dann gültig, wenn ich mir die Preise vorher nicht angekuckt habe.

  11. Re: Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

    Autor: picaschaf 06.09.16 - 12:26

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Liest man hier immer wieder, man sei doch mündig, man will Freiheit, man
    > wisse doch eh alles.
    >
    > Ich bring mal ein Beispiel aus dem Arbeitsleben. Ein Betriebsrat hat dafür
    > zu sorgen, dass niemand durch eigene Dummheit benachteiligt wird, wenn es
    > zB um Nutzungsregeln für Internet oder Verarbeitung persönlicher Daten
    > geht. Daher müssen Regeln aufgestellt werden, die den einfach gestrickten
    > Arbeitnehmer schützen, das ist das Prinzip der sozialen Gesellschaft.
    >
    > Bei diesem Gesetz verhält sich das ähnlich, man muss die Bürger des Staates
    > davor schützen, unwissend horrende Preise zu bezahlen, wenn sie zudem gar
    > nicht so genau wissen, dass ein Druck auf den Knopf Geld kostet.
    >
    > Jetzt kommt ihr wieder und sagt selber Schuld, gut, aber dann habt ihr
    > unser Gesellschaftsprinzip nicht verstanden.
    > Es gibt eindeutige Gesetze zu diesem Thema und Amazon darf diese nicht
    > umfahren. Ich habe von Anfang an, schon beim anderen Artikel zum Thema,
    > gefragt, wie das rechtlich ablaufen soll, ich erhalte nirgends ein Angebot,
    > nirgends einen Preis und gehe somit einen Vertrag ein, zu dem mir die
    > Bedingungen beim Knopfdruck nicht mal ansatzweise genannt werden.
    >
    > Und im Sinne des Wettbewerbs MUSS man zwangsläufig Preise vergleichen
    > können.

    Schutz in vernünftigem Rahmen, meinetwegen. Aber es ist NICHT sozial oder in irgendeiner Form vorteilhaft für eine Gesellschaft wenn die Dummheit mancher Menschen auch noch gefördert wird. Ziel muss es sein diese "einfach" gestrickten Menschen entsprechend intelligent zu bekommen damit sie ihr Leben leben können, oder wenigstens nachkommende Generationen. Es ist heute schon erstaunlich wie hilflos manche bei den einfachsten Dingen des Lebens sind, wenn das so weitergeht, na dann gute Nacht! Dann haben wir in max. 10 Generationen einen verdummten Mob der die paar verbleibenden Intelligenten - die ihnen ihr "heiles" Leben ermöglichen - wegen Hexerei ans Kreuz nageln.

  12. Re: Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

    Autor: Peter Brülls 06.09.16 - 12:35

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bei einer politischen Wahl wäre z.B. unvorstellbar dass jemand kommt und
    > dir die Hand hält während du dein Kreuz machst

    Leider falsch, wenn man sich die Praxis mancher Pflegeheime ansieht.

    > oder dass dir jemand bei deiner Partnerwahl hilft dass du nicht an die falsche Person
    > gerätst.

    Auch das gibt es. Und historisch gesehen sind arrangierte Ehen (nicht Zwangsehen) nicht erfolgloser als Liebesheiraten. Selbst bei der freien Partnerwahl gibt es genug Feedback aus dem Familien- und Freundeskreis und es gibt auch genug Leute, die den Rat anderer zumindest einholen.

  13. Re: Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

    Autor: heidegger 06.09.16 - 13:10

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider falsch, wenn man sich die Praxis mancher Pflegeheime ansieht.

    Viele Bewohner von Heimen sollten aber auch gar nicht mehr wählen dürfen. Vor allem demente Menschen die nicht mal mehr wissen wo links oder rechts ist, oder ihre eigenen Kinder/Verwanden nicht mehr erkennen, aber haupt sache sie dürfen wählen (entweder kreuzen sie irgendwas an (viele wissen nicht mal was sie da machen), oder es macht oftmals ein Verwander von ihnen). Das ist das eigentliche Problem.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.09.16 13:11 durch heidegger.

  14. Re: Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

    Autor: DrWatson 06.09.16 - 13:11

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Bei einer politischen Wahl wäre z.B. unvorstellbar dass jemand kommt und
    > > dir die Hand hält während du dein Kreuz machst
    >
    > Leider falsch, wenn man sich die Praxis mancher Pflegeheime ansieht.

    Klingt nicht gut. Weißt du mehr darüber?

    > Selbst bei der freien
    > Partnerwahl gibt es genug Feedback aus dem Familien- und Freundeskreis und
    > es gibt auch genug Leute, die den Rat anderer zumindest einholen.

    Jemanden um Rat fragen finde ich legitim, aber nicht die Anmaßung, dass jemand anderes für dich entschiedet.

  15. Re: Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

    Autor: Peter Brülls 06.09.16 - 13:14

    heidegger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Peter Brülls schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Leider falsch, wenn man sich die Praxis mancher Pflegeheime ansieht.
    >
    > Viele Bewohner von Heimen sollten aber auch gar nicht mehr wählen dürfen.

    Nach welcher Rechtsnorm?

    > Vor allem demente Menschen die nicht mal mehr wissen wo links oder rechts
    > ist, oder ihre eigenen Kinder/Verwanden nicht mehr erkennen, aber haupt
    > sache sie dürfen wählen (entweder kreuzen sie irgendwas an (viele wissen
    > nicht mal was sie da machen)

    Das ist nicht mal ein Problem, weil dann auch ungültige Zettel entstehen und der Rest einfach nur Rauschen ist.

    > , oder es macht oftmals ein Verwander von ihnen). Das ist das eigentliche Problem.

    Das eigentliche Problem ist also der Wahlbetrug durch Verwandte. Das ist allerdings schon verboten.

  16. Re: Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

    Autor: heidegger 06.09.16 - 13:16

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Klingt nicht gut. Weißt du mehr darüber?

    Viele Bewohner von Pflegeheimen sind dement bis schwerst dement, sind aber vom Wahlrecht nicht ausgenommen. Obwohl die aufgrund ihrer Erkrankung gar nicht mehr wissen was sie da tun und dürfen wählen.

    Sehr oft machen dann irgendwelche Verwande von denen das Kreuzerl. Ein Bekannter von mir ist auch Pfleger, ist in dem Heim ganz normal - er dokumentiert das aber im Pflegebericht wenn er das sieht (er wird aber vermutlich einer der wenigen sein die das tun, weil viele sich gar nichts dabei denken).

    Das Problem liegt aber eindeutig beim Gesetzgeber, da er Leuten das wählen erlaubt, die des wählens nicht mal im Ansatz mehr mächtig sind.

  17. Re: Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

    Autor: Peter Brülls 06.09.16 - 13:21

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Peter Brülls schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > DrWatson schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > >
    > > > Bei einer politischen Wahl wäre z.B. unvorstellbar dass jemand kommt
    > und
    > > > dir die Hand hält während du dein Kreuz machst
    > >
    > > Leider falsch, wenn man sich die Praxis mancher Pflegeheime ansieht.
    >
    > Klingt nicht gut. Weißt du mehr darüber?

    Zum Beispiel https://www.unzensuriert.at/content/0020590-Gesamtes-Wiener-Pflegeheim-waehlt-heute-mit-Wahlkarte

    Entsprechende Artikel gehen eigentlich alle paar Jahre durch die Presse.

    > > Selbst bei der freien
    > > Partnerwahl gibt es genug Feedback aus dem Familien- und Freundeskreis
    > und
    > > es gibt auch genug Leute, die den Rat anderer zumindest einholen.
    >
    > Jemanden um Rat fragen finde ich legitim, aber nicht die Anmaßung, dass
    > jemand anderes für dich entschiedet.

    Das wäre dann ja auch Zwang, den ich dann ausgeschlossen haben.

    Die Praxis der meisten arrangierten Ehen – auch wenn die Nachrichten aus Pakistan und ähnlichen Kandidaten es anders aussehen lässt – ist eben, dass mit Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Kandidaten passende Partnerkandidaten ausgesucht und präsentiert werden. Dass diese Vorschläge dann öfter akzeptiert werden als es für die meisten Westler verständlich ist liegt daran, dass das Konzept der romantischen Liebe als Vorbedingung für eine Ehe ehe ein modernes westliches ist, während man anderswo davon ausgeht, dass Liebe dann eben auch entsteht, denn die Partner zueinander passen und sich Mühe geben. Bei uns dagegen gibt es dann den festen Glauben, dass Liebe ausreicht und man schwer überrascht ist, dass es dann doch nicht klappt, wenn die Partner zu deutlich unterschiedlich sind und auch nicht dran arbeiten.

  18. Re: Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

    Autor: heidegger 06.09.16 - 13:21

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das eigentliche Problem ist also der Wahlbetrug durch Verwandte. Das ist
    > allerdings schon verboten.

    Interessiert aber niemanden. Auch nicht dem Gesetzgeber (das ist jedem bekannt das das unter der Hand so gehandhabt wird). In Österreich muss auch ein Behördlicher Vertreter anwesend sein (in Deutschland nehme ich an ist es genauso) - den Rest kannst du dir denken.

  19. Re: Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

    Autor: Peter Brülls 06.09.16 - 13:24

    heidegger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das Problem liegt aber eindeutig beim Gesetzgeber, da er Leuten das wählen
    > erlaubt, die des wählens nicht mal im Ansatz mehr mächtig sind.

    Naja, dann kommt da eben Unsinn raus, wahrscheinlich ein ungültiger Stimmzettel. Ist weniger kritisch als das Wahlrecht zu beschneiden.

    Wobei, es hätte schon seinen Charme, wenn man vor der Wahl nachweisen müsste, dass man die Wahlprogramme gesehen hat und mindestens drei von fünf Fragen dazu richtig beantwortet hat.

  20. Re: Blauäugige User und der Hass auf den Vebraucherschutz

    Autor: Rabenherz 06.09.16 - 13:32

    Was wollt ihr nun, einen Staat der euch beschützt? Sicher aber wie weit soll der Schutz gehen?

    Sobald videoüberwachung bei Bodycams der Polizei kommt oder es um TOR Browser geht heisst es Überwachungstaat. Dagegen ist der Knopf von Amazon etwas wovor man den Bürger schützen muss.

    Man legt sich sowas halt gern wie man es gerade selbst gebrauchen kann.
    Wer meint er braucht einen Knopf wird auch wissen wofür er da ist.

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