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Azure.
Autor: logged_in 09.07.19 - 21:47
Wie hat es eigentlich MS geschafft, mit Azure vor Google zu landen?
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Re: Azure.
Autor: Compufreak345 09.07.19 - 22:55
So mal aus dem Bauch geschossen fallen mir da ein paar Dinge ein.
Im Unternehmensumfeld sind Dinge wie Active Directory, Exchange (Online), Office (Online) und Sharepoint (Online) durchaus verbreitete Tools und die hat Microsoft nach und nach recht gut in ihre Cloud integriert, inklusive Synchronisation zwischen On Premise - Lösungen und der Cloud.
Im Entwicklungsumfeld bietet Microsoft mit Dingen wie Azure DevOps (ehemals TFS), MS SQL (Server/Management Studio) und Visual Studio (Code) ebenfalls eine gut und leicht in Azure einbettbare Toolchain. Dinge wie Application Insights und Remote Debugging sind auch tief in Cloud und Toolchain integriert. Mit Dotnet Core hat man inzwischen auch eine große Open Source - Programmiersprache / SDK was dank .NET Standard auf eine Vielzahl von teilweise über Jahrzehnte entstandenen und gepflegten Bibliotheken bauen kann und neben der Unterstützung der meisten modernen Standards auch entsprechend gute Integration in die Microsoft-Infrastruktur bietet.
Was Datenschutz u.ä. angeht hat Microsoft wahrscheinlich auch keinen schlechteren Ruf als Google, auch im (Enterprise) Serverbereich haben sie eine lange Historie und sicher nicht weniger Erfahrung als ein Konzern der im wesentlichen seine Wurzeln in einer Suchmaschine hat.
Wenn man gerne alles aus einer Hand hat und sich nicht zig Tools zusammenstückeln will gibt es kaum eine komplettere Chain als die von Microsoft.
Jetzt fände ich ein paar Argumente interessant wo Google besser ist - da fehlt mir die Erfahrung ;) -
Re: Azure.
Autor: Anonymer Nutzer 09.07.19 - 23:05
naja die wenigsten brauchen wirklich alles und von den komponenten die sie nutzen meist nur einen bruchteil der funktionen, ansich ist das alles overkill, gekauft wirds trotzdem, vorallem von denen die garnicht wissen was sie brauchen oder überwiegend nicht brauchen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.07.19 23:06 durch ML82. -
Re: Azure.
Autor: Compufreak345 09.07.19 - 23:42
Worauf genau willst du hinaus? Meine Erfahrung aus größeren Unternehmen ist da eine andere, da wird eher zu lange evaluiert ob man etwas wirklich braucht bevor es mal angeschafft wird... Oder versucht ein existierendes System für alles Mögliche und Unmögliche zu verwenden anstatt mal zu schauen ob es nicht eine bessere / langfristig stabilere Alternative gibt.
Und hier geht es ja darum warum sich Entwickler / Software-Architekten für eine bestimmte Cloud entscheiden - wenn man an dem Punkt ist sollte man eigentlich prinzipiell Bedarf an einer vernünftigen Entwicklungsumgebung, Codeverwaltung sowie Build- und Deploymentpipeline haben - und je nach Größe des Projektes kann man sich da etwas kostenfreies suchen oder Geld auf den Tisch legen. Das ist unabhängig vom Ökosystem so und die "großen 3" (Amazon, Google, Microsoft) bieten immer mehr als ein Einzelner braucht - es ist die Aufgabe des Anbieters sein Angebot entsprechend modular zu gestalten sodass der "Overkill" keine negativen Auswirkungen hat und Aufgabe des Entwicklers/Architekten sich die Funktionalitäten zu Nutze zu machen die er braucht.
Übrigens sind alle von mir aufgezählten Systeme derzeit bei uns produktiv im Einsatz, klar sind wir ein großes Unternehmen aber ich brauche nur in meinem 8-Mann-Büro zu einem beliebigen Zeitpunkt auf die Bildschirme zu schauen und sehe locker 4-6 der genannten Systeme irgendwo auf einem Bildschirm. Sicherlich wird da oft auch nur ein Subset der Funktionen genutzt, aber es kommt ganz sicher der Tag wo man sich über ein selten genutztes Feature freut was man anderswo nur durch ein Plugin oder weiteres (eventuell in langfristigen Prozessen zu evaluierendes) Drittanbietertool bekommen würde.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.07.19 23:47 durch Compufreak345.



