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Noch besser: kein SAP

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  1. Noch besser: kein SAP

    Autor: Vanger 05.02.19 - 13:07

    SAP hat seinen Ruf nicht von ungefähr - es ist langsam (SAP HANA: "Performance" indem man den Festspeicher durch RAM ersetzt - und trotzdem zu langsam), unflexibel (Treppenwitz: wer Abstraktion auf die Spitze treibt ist am Ende wieder unflexibel), unbedienbar (Drittfirmen entwickeln aber gerne eine kundenspezifische UI) und der Markt strotzt nur so von fünftklassigen Beratern.

    SAP-Projekte scheitern *auch* aus den drei im Artikel genannten Gründen, den wohl wichtigsten Grund blendet der Artikel aber aus: In den meisten Fällen ist SAP schlicht die falsche Lösung. Natürlich "kann" SAP auch Einzelhandel, Logistik und Dienstleistungen. Aber nicht gut. Und da liegt die Krux begraben. "Jeder" kennt SAP, gefühlt nutzt "jeder" SAP, dann muss es auch gut sein. Scheiternde SAP-Projekte sind vermeintliche Einzelfälle - in Realität aber die Regel.

    Gefühlt gibt es nur SAP. Das ist meistens aber sehr falsch. SAP ist der Marktführer weil sie vermeintlich alles abdecken - nur decken sie es eben schlecht ab. Wer ein erfolgreiches ERP-Projekt umsetzen möchte muss mehr Zeit in die Marktrecherche investieren. Niemals sollte man sich zu Projektbeginn SAP-Berater (oder de-facto SAP-Berater) ins Haus holen, da steht die vermeintliche Lösung schon fest. Stattdessen sollte man nach Branchenlösungen Ausschau halten - denn paradoxerweise berücksichtigen diese die Eigenheiten der Branche. Zahlreiche Probleme vor die man in einem SAP-Projekt gestellt wird stellen sich bei Branchenlösungen schlichtweg nicht.

    Der Markt der Branchenlösungen ist kleiner - neben dem Hersteller gibt es noch eine Hand voll Berater, die meist auch einen intensiveren Erfahrungsaustausch pflegen. Auch bei der Einführung einer Branchenlösung wird man vor Probleme gestellt werden - doch die Wahrscheinlichkeit, dass Hersteller oder Berater schon mal vor diesen Problemen standen und Lösungen haben, ist um ein Vielfaches größer. Das ist bei SAP-Projekten nicht anders, die wenigsten Probleme sind wirklich neu - nur hat der "eigene" SAP-Berater diese Erfahrung nie gemacht, das benötigte Know-how hat leider nur einer der anderen zigtausend SAP-Berater.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 05.02.19 13:14 durch Vanger.

  2. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: quasides 05.02.19 - 13:21

    wichtiger noch als ERP recherche wäre mal recherche im eigenen betrieb
    was ist notwendig
    was wäre noch besser

    danach sucht man wasmachbar und vernüftig wäre.
    irsinnigerweise wäre wohl für einige unternehmen eine lösung im eigenbau günstiger und schneller als so manches SAP projekt sofern man die leute dafür findet

    umgekehrt ist in der ganzen erp branche eines überall das selbe. die entwickler verstehen im regefall nicht den anwendungsfall. da gibts immer ein riesengefälle zhwischen kundenwunsch und art der umsetzung. oft auch weil der kunde selbst nicht wirklich weiß was und wie er es wirklich will.

  3. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: Sharra 05.02.19 - 13:28

    Och SAP kann auch mittelständische Betriebe. Aber die können oft kein SAP. Da wird gewollt, getan, gemacht, aber keiner hat eine Ahnung, was man eigentlich braucht. Un die Leute, die das wissen könnten, werden nicht gefragt, weil die kosten ja Geld. Also geht es zwangsläufig schief.

    Ich habe SAP Software schon in kleineren Betrieben gesehen (gut ich komme auch aus der Ecke um Walldorf, dort hat man natürlich einen besseren Draht zu den kleineren Unternehmen, als z.B. im hintersten Eck von Sachsen). Und ja, es funktioniert tatsächlich gut. Perfekt? Nein. Aber zeige man mir ein Stück Software, das nicht zu 100% auf den Kunden maßgeschneidert wurde, das perfekt laufen würde.

    Und warum hat das funktioniert? Weil man die passenden Leute, mit dem nötigen Fachwissen, direkt vor Ort hatte. Man musste sich nicht auf irgendwelche externen "SAP-Berater" verlassen, die eigentlich selbst keine Ahnung von nichts haben.

  4. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: glsaft 05.02.19 - 13:29

    Vanger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SAP hat seinen Ruf nicht von ungefähr - es ist langsam (SAP HANA:
    > "Performance" indem man den Festspeicher durch RAM ersetzt - und trotzdem
    > zu langsam), unflexibel (Treppenwitz: wer Abstraktion auf die Spitze treibt
    > ist am Ende wieder unflexibel), unbedienbar (Drittfirmen entwickeln aber
    > gerne eine kundenspezifische UI) und der Markt strotzt nur so von
    > fünftklassigen Beratern.
    >
    > SAP-Projekte scheitern *auch* aus den drei im Artikel genannten Gründen,
    > den wohl wichtigsten Grund blendet der Artikel aber aus: In den meisten
    > Fällen ist SAP schlicht die falsche Lösung. Natürlich "kann" SAP auch
    > Einzelhandel, Logistik und Dienstleistungen. Aber nicht gut. Und da liegt
    > die Krux begraben. "Jeder" kennt SAP, gefühlt nutzt "jeder" SAP, dann muss
    > es auch gut sein. Scheiternde SAP-Projekte sind vermeintliche Einzelfälle -
    > in Realität aber die Regel.
    >
    > Gefühlt gibt es nur SAP. Das ist meistens aber sehr falsch. SAP ist der
    > Marktführer weil sie vermeintlich alles abdecken - nur decken sie es eben
    > schlecht ab. Wer ein erfolgreiches ERP-Projekt umsetzen möchte muss mehr
    > Zeit in die Marktrecherche investieren. Niemals sollte man sich zu
    > Projektbeginn SAP-Berater (oder de-facto SAP-Berater) ins Haus holen, da
    > steht die vermeintliche Lösung schon fest. Stattdessen sollte man nach
    > Branchenlösungen Ausschau halten - denn paradoxerweise berücksichtigen
    > diese die Eigenheiten der Branche. Zahlreiche Probleme vor die man in einem
    > SAP-Projekt gestellt wird stellen sich bei Branchenlösungen schlichtweg
    > nicht.
    >
    > Der Markt der Branchenlösungen ist kleiner - neben dem Hersteller gibt es
    > noch eine Hand voll Berater, die meist auch einen intensiveren
    > Erfahrungsaustausch pflegen. Auch bei der Einführung einer Branchenlösung
    > wird man vor Probleme gestellt werden - doch die Wahrscheinlichkeit, dass
    > Hersteller oder Berater schon mal vor diesen Problemen standen und Lösungen
    > haben, ist um ein Vielfaches größer. Das ist bei SAP-Projekten nicht
    > anders, die wenigsten Probleme sind wirklich neu - nur hat der "eigene"
    > SAP-Berater diese Erfahrung nie gemacht, das benötigte Know-how hat leider
    > nur einer der anderen zigtausend SAP-Berater.
    Ach, dass ist so pauschal, wie falsch. Gut möglich, dass eine dedizierte Branchenlösung besser geeignet ist. Aber was ist dann mit den ganzen anderen Unternehmensbereichen? HR, FI, Controlling, Marketing, etc. pp. Auch die muss man irgendwie abdecken. Und dann habe ich am Ende 5 Branchenlösungen im Haus und muss sehr viel Geld ausgeben für Schnittstellen und Anpassungen weil halt die Software A nicht mit B reden kann. Und ob ich dann immer eigenständig kundenindivduelle Anpassungen machen kann, ist auch nicht gesichert und ggf. brauche ich dann 5 Entwickler Teams, statt eine SAP Entwicklung.
    Ich sehe den Vorteil jetzt gerade nicht so. Die Stärke von SAP ist es gerade, sehr viele Unternehmensbereiche abzudecken und alles aus einer Hand zu haben. Man kann halt nicht nur die Software als Solches betrachten, sondern auch das Umfeld.

    Überhaupt schonmal an großen SAP Projekten teilgenommen? Und so wirklich Ahnung von SAP?

    glsaft

  5. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: Anonymer Nutzer 05.02.19 - 13:37

    letzteres unterschreibe ich, dann startet man mit nem prototyp und macht salami bis es auf die eine oder andere weise reicht, und bei laufenden prozessen, bei denen der wunsch nach weiterer optimierung steht musste ich schon oft zu mir und dem abnehmer sagen, dass es nicht besser geht sofern man keine der als notwendig erachteten schritte weglässt, gab dann schon mal verdatterte blicke, dann muss man die offensichtliche sinnlosigkeit eines jeden versuches noch extra herausstellen ... wenn man nett ist, ansonsten wird noch mehr energie verprasst.

  6. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: Vanger 05.02.19 - 13:44

    glsaft schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------.
    > Ach, dass ist so pauschal, wie falsch. Gut möglich, dass eine dedizierte
    > Branchenlösung besser geeignet ist. Aber was ist dann mit den ganzen
    > anderen Unternehmensbereichen? HR, FI, Controlling, Marketing, etc. pp.

    Gerade Branchenlösungen haben in der Praxis sehr gut funktionierende Schnittstellen zu Softwarelösungen die andere Unternehmensbereiche abdecken. Schnittstellen sind kein außergewöhnliches Problem - jedes Unternehmen, das auf eine Branchenlösung setzt, hat dieses Problem, entsprechend gibt es dafür auch Lösungen. Im Unterschied zu SAP ist eine sehr viel kleinere Zahl von Schnittstellen notwendig, weil der Spread kleiner ist. Das ist kein Problem von Branchenlösungen, sondern ganz im Gegenteil eine der Stärken.

    Anekdote am Rande: Es gibt SAP-Berater die sich auf die Entwicklung von Makro-Schnittstellen für SAP spezialisiert haben. Ja, mit solcher Software die Maus-Bewegungen und Tastatureingaben aufzeichnen und automatisiert abspielen. Ziel des ganzen ist es automatisiert Daten in SAP zu importieren. Vollkommen absurd... Aber Realität. Soviel zum Thema Interoperabilität von SAP.

  7. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: Vanger 05.02.19 - 13:47

    quasides schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > umgekehrt ist in der ganzen erp branche eines überall das selbe. die
    > entwickler verstehen im regefall nicht den anwendungsfall.

    Genau das ist bei Branchenlösungen ja anders - die verstehen die Branche weil sie sich tatsächlich nur in dieser Branche bewegen und nicht noch in 20 Anderen. Das ist einer der großen Vorteile von Branchenlösungen.

  8. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: Jakelandiar 05.02.19 - 13:49

    glsaft schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sehe den Vorteil jetzt gerade nicht so. Die Stärke von SAP ist es
    > gerade, sehr viele Unternehmensbereiche abzudecken und alles aus einer Hand
    > zu haben. Man kann halt nicht nur die Software als Solches betrachten,
    > sondern auch das Umfeld.

    Gerade dann eher was Branchen eigenes. SAP deckt vieles aber. Aber aus eigener Erfahrung hier in der Firma kann ich dir sagen, wie im Anfangs post erwähnt ist das eher schlecht als recht.
    Und dann hat man SAP teuer eingekauft und braucht dann trotzdem Schnittstellen zu anderen Systemen die man braucht da man SAP da einfach nicht vernünftig nutzen kann.

    Wird hier immer wieder erlebt.

  9. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: Vanger 05.02.19 - 13:50

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Och SAP kann auch mittelständische Betriebe. Aber die können oft kein SAP.

    Das ist doch nicht der Fehler der mittelständischen Betriebe, dass SAP für sie zu komplex ist?

  10. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: glsaft 05.02.19 - 14:04

    Vanger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > glsaft schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----.
    > > Ach, dass ist so pauschal, wie falsch. Gut möglich, dass eine dedizierte
    > > Branchenlösung besser geeignet ist. Aber was ist dann mit den ganzen
    > > anderen Unternehmensbereichen? HR, FI, Controlling, Marketing, etc. pp.
    >
    > Gerade Branchenlösungen haben in der Praxis sehr gut funktionierende
    > Schnittstellen zu Softwarelösungen die andere Unternehmensbereiche
    > abdecken. Schnittstellen sind kein außergewöhnliches Problem - jedes
    > Unternehmen, das auf eine Branchenlösung setzt, hat dieses Problem,
    > entsprechend gibt es dafür auch Lösungen. Im Unterschied zu SAP ist eine
    > sehr viel kleinere Zahl von Schnittstellen notwendig, weil der Spread
    > kleiner ist. Das ist kein Problem von Branchenlösungen, sondern ganz im
    > Gegenteil eine der Stärken.
    Es geht mir ja nicht um die Technologie der Schnittstelle (CSV Dateien, Webservices, ...) sondern um die Befüllung der Felder und das Bereitstellen der Daten.
    Und warum sollte bei einer Branchenlösung weniger Schnittstellen nötig sein? Das Retailmodul der SAP braucht keine separate Schnittstelle z.B. zum FI Modul um jede Materialbewegung zu buchen. Aber eine Nicht-SAP Branchenlösung Retail braucht dann doch eine Schnittstelle zum FI Modul von Hersteller XY.
    Verstehe das gerade nicht.

    >
    > Anekdote am Rande: Es gibt SAP-Berater die sich auf die Entwicklung von
    > Makro-Schnittstellen für SAP spezialisiert haben. Ja, mit solcher Software
    > die Maus-Bewegungen und Tastatureingaben aufzeichnen und automatisiert
    > abspielen. Ziel des ganzen ist es automatisiert Daten in SAP zu
    > importieren. Vollkommen absurd... Aber Realität. Soviel zum Thema
    > Interoperabilität von SAP.
    Argh, ja. Nennt sich Batch Input. Eine sehr alte Technologie und gerade bei alten SAP Systemen noch praktisch. Es gibt für fast alle SAP Objekte (also sowas wie Material, Mitarbeiter, BANF, etc. pp. ) mittlerweile fest APIs mit denen man das ersetzen könnte.
    Aber wenn man alte SAP Systeme hat, mit sehr stark angepassten Oberflächen, kann dir Batch Input das Leben retten, weil dann halt alle Prüfungen die in direkt in die GUI gebaut sind, mit durchlaufen werden.
    Und was hat das mit Interoperabilität zu tun? Es ist kein Problem, einen Webservice bereitzustellen, der am Ende die Daten via BI ins System klopft - aber muss man ja nicht machen. Womit wir wieder bei guten Beratern wären und bei schlechten.

    Aber Du wirst mir sicher nicht erzählen wollen, dass es bei einer Branchenlösung automatisch nur gute und sehr gute Berater gibt, oder?

    glsaft

  11. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: Gromran 05.02.19 - 14:20

    Wer schon das erste "das" falsch schreibt, hat sowieso schon verschissen.

  12. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: glsaft 05.02.19 - 14:33

    Jakelandiar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > glsaft schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich sehe den Vorteil jetzt gerade nicht so. Die Stärke von SAP ist es
    > > gerade, sehr viele Unternehmensbereiche abzudecken und alles aus einer
    > Hand
    > > zu haben. Man kann halt nicht nur die Software als Solches betrachten,
    > > sondern auch das Umfeld.
    >
    > Gerade dann eher was Branchen eigenes. SAP deckt vieles aber. Aber aus
    > eigener Erfahrung hier in der Firma kann ich dir sagen, wie im Anfangs post
    > erwähnt ist das eher schlecht als recht.
    > Und dann hat man SAP teuer eingekauft und braucht dann trotzdem
    > Schnittstellen zu anderen Systemen die man braucht da man SAP da einfach
    > nicht vernünftig nutzen kann.
    >
    > Wird hier immer wieder erlebt.
    Naja, bisher hat mir noch kein SAP Berater erzählt, SAP kann ALLES. Und billig ist wohl keine Software in dem Umfeld, auch Branchenlösungen nicht. Und ja, viele Dinge kann SAP nicht und dafür braucht es Schnittstellen. Ist jetzt aber kein SAP spezifisches Problem. Ein Unternehmen mit einer gewissen Größe hat immer einen ganzen Zoo an Softwareprodukten im Haus. die Frage ist, kommt der Zoo von SAP oder von jemand anderem :)

    glsaft

  13. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: Vanger 05.02.19 - 14:45

    glsaft schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und warum sollte bei einer Branchenlösung weniger Schnittstellen nötig
    > sein? Das Retailmodul der SAP braucht keine separate Schnittstelle z.B. zum
    > FI Modul um jede Materialbewegung zu buchen. Aber eine Nicht-SAP
    > Branchenlösung Retail braucht dann doch eine Schnittstelle zum FI Modul von
    > Hersteller XY.

    Das ist so schlichtweg falsch.

    Zunächst ist ein Vendor-Lock-In niemals eine wünschenswerte Situation, deine Grundprämisse, dass SAP grundsätzlich "alles" anbiete, ist aber auch schon falsch. SAP hat als ERP-Lösung zweifelsohne die eierlegende Wollmilchsau geschaffen die irgendwie "alles" kann (wenn auch häufig mit sehr zweifelhafter Qualität), das ist bei den übrigen Modulen aber schlichtweg nicht der Fall. Die sind, je nach Ausprägung und Umfang der Branchenbesonderheiten, in der Praxis häufig schlichtweg unzureichend. Entsprechend ist ihr Marktanteil auch sehr viel geringer.

    Ansonsten sind "mehr" oder "weniger" Schnittstellen vermutlich die falschen Begriffe. Worum es geht ist die Anzahl der Softwarekombinationen für die Schnittstellen entwickelt werden müssen. Da SAP in allen Branchen unterwegs ist, muss SAP auch eine entsprechende Vielzahl von Schnittstellen schaffen und mit einer entsprechenden Vielzahl von Drittsoftware interagieren zu können. Wobei das ja schon falsch ist, nicht SAP schafft Interoperabilität, alle andere Software muss Interoperabilität mit SAP schaffen - aber das ist nun mal die Position die der Marktführer natürlicherweise einnimmt.

    Bei einer Branchenlösung ist dieses Problem nicht derart ausgeprägt - innerhalb einer einzelnen Branche gibt es weniger Softwarekombinationen. Da schlägt dann auch der kleinere Kreis der Know-how-Träger zu: Die Wahrscheinlichkeit, dass der beauftragte Berater diese Kombination schon mal gesehen hat, ist größer - und dementsprechend auch die Wahrscheinlichkeit, dass er dafür eine Lösung parat hat.

    > Aber Du wirst mir sicher nicht erzählen wollen, dass es bei einer
    > Branchenlösung automatisch nur gute und sehr gute Berater gibt, oder?

    Nein, natürlich nicht. Entscheidend sind aber zwei Dinge: Die Zahl der schlechten Berater ist bei SAP größer - sowohl in absoluten Zahlen, als auch relativ. Zum anderen haben Berater für Branchenlösungen ein größeres Branchen-Know-how - was das mit Abstand wertvollste in diesem Geschäft ist.

  14. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: Sharra 05.02.19 - 15:11

    Vanger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sharra schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Och SAP kann auch mittelständische Betriebe. Aber die können oft kein
    > SAP.
    >
    > Das ist doch nicht der Fehler der mittelständischen Betriebe, dass SAP für
    > sie zu komplex ist?

    Nein zu komplex ist es gar nicht. Aber zu vielfältig. Und die Betriebe wissen oft selbst gar nicht, was sie eigentlich brauchen. Und wenn am Berater gespart wird, hocken sie am Ende meist mit einer völlig falschen Lösung da. Aber geliefert wird eben, was bestellt wird.

  15. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: Vanger 05.02.19 - 15:17

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein zu komplex ist es gar nicht. Aber zu vielfältig. Und die Betriebe
    > wissen oft selbst gar nicht, was sie eigentlich brauchen. Und wenn am
    > Berater gespart wird, hocken sie am Ende meist mit einer völlig falschen
    > Lösung da. Aber geliefert wird eben, was bestellt wird.

    Ach Quatsch, das ist doch nur eine Umschreibung für genau das: SAP ist häufig nicht die beste (wenn überhaupt eine gute) Lösung. Sobald das offenbar wird ist nicht SAP daran Schuld, sondern der Anwender. Sorry, aber das ist einfach nur Blödsinn und hat übrigens auch nichts mit Beratung zu tun.

  16. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: glsaft 05.02.19 - 15:22

    Vanger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > glsaft schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und warum sollte bei einer Branchenlösung weniger Schnittstellen nötig
    > > sein? Das Retailmodul der SAP braucht keine separate Schnittstelle z.B.
    > zum
    > > FI Modul um jede Materialbewegung zu buchen. Aber eine Nicht-SAP
    > > Branchenlösung Retail braucht dann doch eine Schnittstelle zum FI Modul
    > von
    > > Hersteller XY.
    >
    > Das ist so schlichtweg falsch.
    Nein, ist es nicht. Wenn man SAP Retail hat und SAP FI, dann muss man die Kontenfindung und so einrichten, dann läuft das aber. Zu einem anderem FI System ist das sicherlich anders.


    > Zunächst ist ein Vendor-Lock-In niemals eine wünschenswerte Situation,
    > deine Grundprämisse, dass SAP grundsätzlich "alles" anbiete, ist aber auch
    > schon falsch. SAP hat als ERP-Lösung zweifelsohne die eierlegende
    > Wollmilchsau geschaffen die irgendwie "alles" kann (wenn auch häufig mit
    > sehr zweifelhafter Qualität), das ist bei den übrigen Modulen aber
    > schlichtweg nicht der Fall. Die sind, je nach Ausprägung und Umfang der
    > Branchenbesonderheiten, in der Praxis häufig schlichtweg unzureichend.
    > Entsprechend ist ihr Marktanteil auch sehr viel geringer.
    Würde mich mal interessieren, die Marktanteile. Finde dazu leider nichts im Internet, nur so "generell ERP". Hast Du da was besseres?
    Und die SAP Kunden die ich kenne, sind recht zufrieden mit SAP - sind aber zugegebenermassen auch schon lange SAP Kunden und damit alte Hasen mit dem entsprechenden KnowHow und der Erfahrung. Zumal sie in einer Zeit angefangen haben, als es eh nichts anderes gab.

    > Ansonsten sind "mehr" oder "weniger" Schnittstellen vermutlich die falschen
    > Begriffe. Worum es geht ist die Anzahl der Softwarekombinationen für die
    > Schnittstellen entwickelt werden müssen. Da SAP in allen Branchen unterwegs
    > ist, muss SAP auch eine entsprechende Vielzahl von Schnittstellen schaffen
    > und mit einer entsprechenden Vielzahl von Drittsoftware interagieren zu
    > können. Wobei das ja schon falsch ist, nicht SAP schafft Interoperabilität,
    > alle andere Software muss Interoperabilität mit SAP schaffen - aber das ist
    > nun mal die Position die der Marktführer natürlicherweise einnimmt.
    Ah ok, so war das mit dem Schnittstellen gemeint. Ich bleibe aber trotzdem dabei. wenn man eine Branchenlösung von SAP hat, hat man meist auch den Rest von SAP, zumindest sowas wie FI oder HR. Und da sind die Schnittstellen ja da. Und eine andere Branchenlösung muss ja Schnittstellen zu FI von wem auch immer bereitstellen. Und ja, natürlich hast Du Recht - Anbieter müssen zu SAP kompatibel sein, und nicht SAP zu Anbieter X.
    Und wenn das SAP nicht kann, nimmt man eine Middleware dazu wie SEEBURGER oder so. die machen dann den Rest :)

    > Bei einer Branchenlösung ist dieses Problem nicht derart ausgeprägt -
    > innerhalb einer einzelnen Branche gibt es weniger Softwarekombinationen. Da
    > schlägt dann auch der kleinere Kreis der Know-how-Träger zu: Die
    > Wahrscheinlichkeit, dass der beauftragte Berater diese Kombination schon
    > mal gesehen hat, ist größer - und dementsprechend auch die
    > Wahrscheinlichkeit, dass er dafür eine Lösung parat hat.
    Ja, dass verstehe ich. Ok, hatte ich so nicht auf dem Schirm, mein Fokus ist eher SAP lastig - ist Dir bestimmt nicht entgangen ;) Aber was ist, wenn eine Kombi kommt, die es bisher nicht gab? Und wenn alle Firmen in der Branchen die gleiche Kombi haben, wo ist dann der Vorteil gegenüber SAP, ist ja dann auch Marktführer und alle gleich :D

    > > Aber Du wirst mir sicher nicht erzählen wollen, dass es bei einer
    > > Branchenlösung automatisch nur gute und sehr gute Berater gibt, oder?
    >
    > Nein, natürlich nicht. Entscheidend sind aber zwei Dinge: Die Zahl der
    > schlechten Berater ist bei SAP größer - sowohl in absoluten Zahlen, als
    > auch relativ. Zum anderen haben Berater für Branchenlösungen ein größeres
    > Branchen-Know-how - was das mit Abstand wertvollste in diesem Geschäft ist.
    Verdammt! Leider muß ich Dir, was die Qualität der Berater angeht, vollumfänglich recht geben. Es gibt echt nur eine Handvoll wirklich guter Berater die was drauf haben. Und nicht nur das Wohl der eigenen Firma im Blick haben, sondern auch Kundenorientiert arbeiten. Aber ich kenne das mit dem SAP Beratern auch so, dass die eher Branchenspezifisch unterwegs sind - also die guten :)

    Guck, ich würde ich nicht sagen, dass SAP branchenspezifische Lösungen ohne wenn und aber schlägt - oder überhaupt. Und ja, es gibt sehr sehr viel Mist im SAP Umfeld - und nicht immer ist alles Gold was die machen. Aber so schlecht wie es oft dargestellt wird, ist es auch nicht.
    Aber ehrlich gesagt, ich glaube auch nicht so ohne Weiteres das eine Branchenlösung immer günstiger oder besser ist. Hängt vermutlich sehr vom spezifischen Anwendungsfall ab.

    glsaft

  17. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: Anonymer Nutzer 05.02.19 - 15:22

    naja, manche können halt sehr schön, viel künstlich aufgeblasenes von sich geben ... manche auch 5x das gleiche (wie beim artikel auf seite 1) ... und doch liegt der unterschied darin, ob man was von relevanz sagt.

  18. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: Vanger 05.02.19 - 15:40

    glsaft schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, ist es nicht. Wenn man SAP Retail hat und SAP FI, dann muss man die
    > Kontenfindung und so einrichten, dann läuft das aber. Zu einem anderem FI
    > System ist das sicherlich anders.

    Das meinte ich nicht, das war eher ein einleitender Satz für die folgenden Absätze.

    > Ah ok, so war das mit dem Schnittstellen gemeint. Ich bleibe aber trotzdem
    > dabei. wenn man eine Branchenlösung von SAP hat, hat man meist auch den
    > Rest von SAP, zumindest sowas wie FI oder HR.

    Selbstverständlich sind einige Module von SAP weiter verbreitet als andere. Konkrete Zahlen habe ich dafür allerdings leider auch nicht, nur Erfahrungen.

    > Aber was ist,
    > wenn eine Kombi kommt, die es bisher nicht gab? Und wenn alle Firmen in der
    > Branchen die gleiche Kombi haben, wo ist dann der Vorteil gegenüber SAP,
    > ist ja dann auch Marktführer und alle gleich :D

    Zweifelsohne, das kommt vor. Allerdings nicht derart häufig. Das eigentliche Problem ist die Fragmentierung bei SAP. Auch im SAP-Umfeld sind wahrscheinlich alle denkbaren Kombinationen schon mal irgendwann irgendwo aufgetreten. Aufgrund der schieren Größe des Marktes fragmentiert dieses Know-how aber unglaublich stark. Das ist bei Branchenlösungen nicht ganz so stark ausgeprägt. Die Märkte sind kleiner und häufiger enger vernetzt (im Sinne von intensiverem Erfahrungsaustausch).

  19. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: pumok 05.02.19 - 15:42

    Wie man hier sehr gut sieht ;-)

  20. Re: Noch besser: kein SAP

    Autor: gadthrawn 05.02.19 - 15:58

    Vanger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich "kann" SAP auch
    > Einzelhandel, Logistik und Dienstleistungen. Aber nicht gut. Und da liegt
    > die Krux begraben. "Jeder" kennt SAP, gefühlt nutzt "jeder" SAP, dann muss
    > es auch gut sein. S

    Ja, SAP kann vieles. Um es vernünftig einzusetzen, muss man halt erstmal Geld in die Hand nehmen.

    Dann kann es sogar teilweise herrlich unkompliziert zu nutzen sein.

    SAP ist ein Workflowsystem. Heißt: der Workflow wird passend konfiguriert um deinen Prozess nachzubilden. Das kostet erstmal:
    - Aufnahme der eigenen Prozesse
    - Modellieren der Prozesse
    - Konfigurieren der Prozesse (da ist meist nichtmal ABAP notwendig)

    Dann ist der Prozess so da, wie er im Haus gelebt wird. (Oder eventuell sogar an einem Best Practice optimiert worden)

    Nur machen das irritierenderweise kaum Firmen. Die gehen davon aus, dass eine Software teuer ist und dann einfach läuft. Oder sie sehen dass es extra Teile z.B. für Archivierung direkt von SAP zum Kaufen gibt - entschließen sich aber: das geht anders bestimmt günstiger.

    Das Sparen an diesen Punkten ist dann das Hauptproblem.

    Ich hab das Gefühl du hast wenig Ahnung von SAP und eben die billigsten Berater gefunden die es gibt. Du kannst statt Makros für Oberflächen ( kenne niemanden der so blöd ist auf die Idee zu kommen) Batch Importe, API Aufrufe oder eigene Programmierung in ABAP machen ...

    Branchenlösungen sind teilweise schlicht teure Nischenprodukte die vieles nur so halb enthalten. Mit gar nicht mal so viel Pech erwischst du welche, die schon einfache Buchführungsaufgaben nicht an aktuelles Recht angepasst haben. Die irgendwas was so tut als wäre es HR bieten. Und bezüglich Datenschutz von Klitschen stammend die gar nicht genug Manpower haben um aktuell zu sein. Best practices in workflows werden dann ebenso schlicht verschlafen. Man kennt ja die "Branche" (oder auch nur den Hauptkunden) und wie dieser etwas macht. Und braucht dann wieder zu anderen Systemen teure, noch nicht vorhandene Schnittstellen. Hat z.B. auch heute noch keine Ahnung wie man das Warenwirtschaftssystem außer vielleicht durch Austausch von Textdateien mit dem Internetshop koppelt - kennt die Branche ja erst seit kurzem...

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  2. "Eindeutiger Beweis" US-Regierung holt ihre "Smoking Gun" gegen Huawei heraus
  3. 5G Unionsfraktion lehnt Verbot von Huawei einstimmig ab

Frauen in der Technik: Von wegen keine Vorbilder!
Frauen in der Technik
Von wegen keine Vorbilder!

Technik, also auch Computertechnik, war schon immer ein männlich dominiertes Feld. Das heißt aber nicht, dass es in der Geschichte keine bedeutenden Programmiererinnen gab. Besonders das Militär zeigte reges Interesse an den Fähigkeiten von Frauen.
Von Valerie Lux

  1. Arbeit Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen
  2. Arbeit Was IT-Recruiting von der Bundesliga lernen kann
  3. Arbeit Wer ein Helfersyndrom hat, ist im IT-Support richtig

Galaxy Z Flip im Hands-on: Endlich klappt es bei Samsung
Galaxy Z Flip im Hands-on
Endlich klappt es bei Samsung

Beim zweiten Versuch hat Samsung aus seinen Fehlern gelernt: Das Smartphone Galaxy Z Flip mit faltbarem Display ist alltagstauglicher und stabiler als der Vorgänger. Motorolas Razr kann da nicht mithalten.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Isocell Bright HM1 Samsung verwendet neuen 108-MP-Sensor im Galaxy S20 Ultra
  2. Smartphones Samsung schummelt bei Teleobjektiven des Galaxy S20 und S20+
  3. Galaxy Z Flip Samsung stellt faltbares Smartphone im Folder-Design vor

  1. Eisenbahn: Alstom will Bahnsparte von Bombardier übernehmen
    Eisenbahn
    Alstom will Bahnsparte von Bombardier übernehmen

    Eine Fusion mit der Zugsparte von Siemens untersagte die europäischen Wettbewerbsbehörde vor drei Jahren. Jetzt will der französische Schienenfahrzeughersteller Alstom durch einen Kauf der Bahnsparte von Bombardier wachsen.

  2. Microsoft: Windows Terminal v0.9 kann beim Start mehrere Tabs öffnen
    Microsoft
    Windows Terminal v0.9 kann beim Start mehrere Tabs öffnen

    Das Windows Terminal 0.9 ist die letzte große Preview-Version vor der fertigen Software. Anwender können die Applikation über die Kommandozeile jetzt mit zwei oder mehr Tabs starten. Außerdem sollte durch einen Dialog verhindert werden, dass Nutzer aus Versehen alle geöffneten Tabs schließen.

  3. Echo und Co.: Armband stört Mikrofone von smarten Lautsprechern
    Echo und Co.
    Armband stört Mikrofone von smarten Lautsprechern

    Wissenschaftler haben in den USA ein Gerät entworfen, das mittels Ultraschall sämtliche Mikrofone in der Umgebung stört und um das Handgelenk getragen wird. Unter anderem können smarte Lautsprecher Unterhaltungen nicht mehr verstehen, wenn das Gerät aktiviert ist.


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