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"ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

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  1. "ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

    Autor: jones1024 10.02.20 - 11:48

    Mal abgesehen davon, dass ich ein Ausbau im ländlichen Bereich befürworte - schon allein um der Landflucht vorzubeugen bzw. diese zu bremsen, glaube ich, dass dieses Leute von Ökonomie nicht viel verstehen. Naja, sei es drum. Wichtig ist, dass etwas auf dem Land passiert.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.02.20 11:49 durch jones1024.

  2. Re: "ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

    Autor: ikhaya 10.02.20 - 12:43

    Solange sie dabei sich nicht verheben und pleite gehen,ok

  3. Re: "ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

    Autor: BudeII 10.02.20 - 13:08

    jones1024 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal abgesehen davon, dass ich ein Ausbau im ländlichen Bereich befürworte -
    > schon allein um der Landflucht vorzubeugen bzw. diese zu bremsen, glaube
    > ich, dass dieses Leute von Ökonomie nicht viel verstehen. Naja, sei es
    > drum. Wichtig ist, dass etwas auf dem Land passiert.

    Ich seh' das genau andersrum. Gerade auf dem Land ist es attraktiv ein Glasfasernetz aufzubauen, weil:

    - die kupferbasierte Infrastruktur aufgrund langer Leitungswege oft miserabel ist, das mit dem "bis zu" bei allen DSL/VDSL-Verträgen hat ja durchaus einen Sinn
    - es typischerweise kein Kabelnetzwerk gibt, der Konkurrent fällt weg
    - die Telekom den VDSL-Ausbau nicht gemacht oder nur die Dorfzentren damit beglückt hat
    - jeder Bewohner weiß das wenn man jetzt den Glasfaserausbau nicht bekommt man etwas länger warten muss bis irgendwann in ferner Zukunft der Gesetzgeber das einfordert
    - jeder Hausbesitzer weiß das ein Glasfaseranschluss den Wert des Gebäudes signifikant steigert
    - der soziale Zusammenhalt auf dem Dorf noch da ist, die Mund zu Mund-Propaganda klappt! Das ist für die DG ein Hauptgrund, musste z.B. meinen Nachbarn mit analogem Telefon und ohne PC überzeugen den Glasfaseranschluss nicht zu bestellen - aber das machen doch alle!
    - Es gibt eher selten große Wohnkomplexe mit eigener Leitungsinfrastruktur. Deswegen hat z.B. die Telekom so viele ungenutzte Glasfaseranschlüsse. Da liegt zwar so ein Glasfaserkabel im Keller eines Gebäudes aber solange nicht ein Mieter seine eigene Leitung in den Keller legt und auch bezahlt kriegt er trotzdem keinen Glasfaseranschluss. Das der Gebäudeeigentümer da zustimmen muss kommt noch dazu,

  4. Re: "ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

    Autor: nightmar17 10.02.20 - 13:10

    ikhaya schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solange sie dabei sich nicht verheben und pleite gehen,ok

    Wenn man das halbwegs gut umsetzt, sollte das ein "sicheres" Ding sein.
    In der Regel wird ja kein zweiter ausbauen, wenn schon Glasfaser liegt. Also hat man quasi ein Monopol in den Gegenden. Irgendwann wird sich auch diese Investition rechnen.
    Beispiel bei uns:
    2-8 Mbit kommen bei den Einwohnern an. Die Telekom hat schon gesagt, dass die nicht ausbauen werden.
    Wenn jetzt z.B. die Deutsche Glasfaser hier ausbauen würde, dann würden wohl alle bei denen einen Vertrag abschließen, weil die meisten Einwohner wollen kein langsames Internet.
    Es gibt natürlich Ausnahmen, aber auf Dauer würde hier also kein zweiter Anbieter ausbauen, weil sich das so gar nicht lohnen würde.

  5. Re: "ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

    Autor: senf.dazu 10.02.20 - 13:23

    Mal gut das die Investoren das mit der Wirtschaftlichkeit offenbar anders sehen.

    Auf jeden Fall sind 6 Mrd Investitionssumme für reines FTTH gegenüber den bislang zugesagten 1.5 Mrd der vorherigen Investoren mal ne Ansage !

    Die sich nun wirklich auch mit den von der Telekom ab 2021 angekündigten 2..3 Mrd (?) für jährlich 2 Mio zusätzliche (FTTH/B?) Homes passed messen können ..

    Da fehlt jetzt nur noch das Vodaphone auch vermehrt auf dem FTTH/B Sektor tätig wird .. aber vielleicht kooperieren die ja auch lieber mit DG ?

    ;)



    9 mal bearbeitet, zuletzt am 10.02.20 13:33 durch senf.dazu.

  6. Re: "ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

    Autor: chewbacca0815 10.02.20 - 13:36

    jones1024 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... glaube ich, dass dieses Leute von Ökonomie nicht viel verstehen. ...

    Ökonomie und Internetzugang sollten strikt getrennt sein, ebenso wie bei Wasser- und Stromversorgung. Was mit Ökonomieansätzen beim Internet am Ende rauskommt, sieht man ja anhand unseres Internet nur zu deutlich.

  7. Re: "ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

    Autor: gaym0r 10.02.20 - 13:39

    jones1024 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal abgesehen davon, dass ich ein Ausbau im ländlichen Bereich befürworte -
    > schon allein um der Landflucht vorzubeugen bzw. diese zu bremsen, glaube
    > ich, dass dieses Leute von Ökonomie nicht viel verstehen. Naja, sei es
    > drum. Wichtig ist, dass etwas auf dem Land passiert.

    Und warum siehst du das so? In der Stadt würde niemand DeutscheGlasfaser buchen, weil es schon entsprechend schnelles DSL gibt (>16 Mbit/s)

  8. Re: "ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

    Autor: Mydgard 10.02.20 - 14:09

    gaym0r schrieb:
    > Und warum siehst du das so? In der Stadt würde niemand DeutscheGlasfaser
    > buchen, weil es schon entsprechend schnelles DSL gibt (>16 Mbit/s)

    Du solltest nicht von Dir auf andere schließen ... ich wohne in Hamburg (bin bei Willy-tel mit 100/20) und ich würde DG buchen ... weil nicht mehr geht (liegt nicht an Willy-tel sondern an der Genossenschaft die sich weigert die vorhandenen Leerrohre bis in die Wohnungen mit Glasfaser zu bestücken, weil das zu teuer wäre, Gärten aufhübschen ist momentan wichtiger ... und 100 Mbits würde ja wohl noch für Jahre JEDEM reichen "O-Ton Technischer Leiter DHU").



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.02.20 14:10 durch Mydgard.

  9. Re: "ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

    Autor: gaym0r 10.02.20 - 15:01

    Mydgard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gaym0r schrieb:
    > > Und warum siehst du das so? In der Stadt würde niemand DeutscheGlasfaser
    > > buchen, weil es schon entsprechend schnelles DSL gibt (>16 Mbit/s)
    >
    > Du solltest nicht von Dir auf andere schließen ... ich wohne in Hamburg
    > (bin bei Willy-tel mit 100/20) und ich würde DG buchen

    Falsch. Umgekehrt: Du solltest nicht von dir auf andere schließen ;-)
    ICH würde auch DG buchen. Aber Leute wie du und ich sind eine Rarität. Die Leute würden auch 50 Mbit/s DSL nehmen wenn FTTH nur 10¤ teurer wäre und um Faktoren schneller. Die brauchen weder viel Download, noch weniger brauchen sie viel Upload. Die Leute wollen abends Netflix gucken und auf Facebook surfen. Man siehts ja in der Praxis.

  10. Re: "ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

    Autor: LinuxMcBook 10.02.20 - 15:45

    Das dürften tatsächlich die relevanten Punkte sein!

    Insbesondere die (oft fehlende) Zustimmung der Vermieter wird noch ein enormes Hindernis beim Glasfaserausbau in den Städten. Ohne einen gesetzlichen Zwang für Vermieter sehe ich da wirklich schwarz. Die deutsche Glasfaser hat ja auch schon bekräftigt, dass die auf FTTB Quatsch keine Lust haben...

    Außerdem halte ich es für ziemlich schwer mit Glasfaser gegen Kabel-Internet anzustinken. Da das ein shared medium ist, haben die praktisch keine Fixkosten für zusätzliche Kunden...
    Das schafft maximal die Telekom, weil die finanziell einen ganz langen Atem haben.

    Aber es wurde ja immer nur VDSL als Glasfaser-Killer bezeichnet

  11. Re: "ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

    Autor: Faksimile 10.02.20 - 19:33

    Auch diese Aussage pauschalisiert. Wirklich zutreffende Aussagen kann man nur mit einer vorhandenen GF- Infrastruktur (möglichst PtP) und SDN machen, bei der der Kunde jede Kombination von Bandbreite asymetrisch oder symetrisch zu identischen Kosten wie bei der CuDA buchen kann. Nur dann kann man sehen, was der Kunde wirklich haben will.

    Nur weil wenige Ferrari verkauft werden, heißt das nicht, das nicht viele den gerne haben wollen.

  12. Re: "ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

    Autor: Anonymer Nutzer 11.02.20 - 08:14

    gaym0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mydgard schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > gaym0r schrieb:
    > > > Und warum siehst du das so? In der Stadt würde niemand
    > DeutscheGlasfaser
    > > > buchen, weil es schon entsprechend schnelles DSL gibt (>16 Mbit/s)
    > >
    > > Du solltest nicht von Dir auf andere schließen ... ich wohne in Hamburg
    > > (bin bei Willy-tel mit 100/20) und ich würde DG buchen
    >
    > Falsch. Umgekehrt: Du solltest nicht von dir auf andere schließen ;-)
    > ICH würde auch DG buchen. Aber Leute wie du und ich sind eine Rarität. Die
    > Leute würden auch 50 Mbit/s DSL nehmen wenn FTTH nur 10¤ teurer wäre und um
    > Faktoren schneller. Die brauchen weder viel Download, noch weniger brauchen
    > sie viel Upload. Die Leute wollen abends Netflix gucken und auf Facebook
    > surfen. Man siehts ja in der Praxis.

    Es geht ja nicht darum ob einzelne Leute die DG buchen. Die DG baut im ländlichen Raum auch nicht auf gut Glück aus, sondern tut dies nur, wen sie ca. 40% einer Stadt/Dorf mit einem konkreten Vertragsabschluss vor Ausbaubeginn für sich gewinnen können. Natürlich macht man das vornehmlich dort, wo die Leute <= 16 MBit bekommen und ihnen der Wunsch nach schnellem Internet auch in der Breite unter den Nägeln brennt. In einer Großstadt haste halt das Problem, dass der eine 8 MBit bekommt, und eine Straße weiter liegt bereits 100 MBit. Deshalb ist die DG eher in kleineren Gemeinden erfolgreich, als in Großstädten. Da wird ja dann auch viel Marketing gemacht und mit der Lokalpolitik zusammengearbeitet. So viele Menschen vorab zu einem Wechsel zu bewegen, ist jetzt nicht ohne.

  13. Re: "ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

    Autor: LinuxMcBook 11.02.20 - 18:01

    nweeiqr schrieb:
    > dort, wo die Leute <= 16 MBit bekommen und ihnen der Wunsch nach schnellem
    > Internet auch in der Breite unter den Nägeln brennt. In einer Großstadt
    > haste halt das Problem, dass der eine 8 MBit bekommt, und eine Straße
    > weiter liegt bereits 100 MBit.

    Und die Leute in der Großstadt mit 8 MBit haben kein Glasfaser verdient oder wie? Dort lohnt es sich einfach nicht für die Deutsche Glasfaser, das sind dann die unattraktiven Orte, wo die Telekom wieder ran muss...
    Aber die Deutsche Glasfaser ist doch der Heilsbringer fürs deutsche Internet, so doch zumindest die Meinung hier im Forum?

  14. Re: "ökonomisch sinnvoll ist, sich auf den ländlichen Bereich zu konzentrieren"

    Autor: Anonymer Nutzer 11.02.20 - 19:11

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nweeiqr schrieb:
    > > dort, wo die Leute <= 16 MBit bekommen und ihnen der Wunsch nach
    > schnellem
    > > Internet auch in der Breite unter den Nägeln brennt. In einer Großstadt
    > > haste halt das Problem, dass der eine 8 MBit bekommt, und eine Straße
    > > weiter liegt bereits 100 MBit.
    >
    > Und die Leute in der Großstadt mit 8 MBit haben kein Glasfaser verdient
    > oder wie?

    Habe ich etwas in diese Richtung geschrieben?

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dort lohnt es sich einfach nicht für die Deutsche Glasfaser, das
    > sind dann die unattraktiven Orte, wo die Telekom wieder ran muss...

    Nein, das sind die Orte, an denen die Telekom bereits die Infrastruktur liegen hat und nur ein weiterer Straßenzug angeschlossen werden müsste. Die DG hat dort hingegen nichts liegen und müsste erstmal ein komplettes Glasfasernetz aufbauen, was sich logischerweise nicht mit einem Straßenzug gegenfinanzieren lässt. Aber ja, wenn die DG bereits Infrastruktur liegen hat, ist sie auch bemüht die nicht perfekt angrenzenden Grundstücke anzubinden. Die DG hat bei uns beispielsweise einen angrenzenden ländlichen Ortsteil angebunden, wo nicht einmal 80 Familien wohnen.

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber die Deutsche Glasfaser ist doch der Heilsbringer fürs deutsche
    > Internet, so doch zumindest die Meinung hier im Forum?

    Kann ich nichts zu sagen. Ich spreche nicht für das Forum und das Forum spricht auch nicht für mich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.02.20 19:12 durch nweeiqr.

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