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Ich verstehe das nicht ganz....

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  1. Ich verstehe das nicht ganz....

    Autor: Tylon 30.01.20 - 12:55

    Eine expandierende Firma in einer expandierenden Branche die aus Eigenantrieb viele Bemühungen macht, sowenig wie möglich zu emmitieren, wird an der Pranger gestellt.

    Sicher kann jeder mehr für das Klima machen, aber eigentlich muss gar kein Unternehmen da was unternehmen, da die Gesetzgebung nicht so viel wiederspiegelt. Daher könnten die wenn sie denn den Shitstorm aushalten, alles auch mit Braunkohle betreiben.

    Würde man mehr Videokonferenzen machen (=IT) müsste man weniger fliegen. Braucht aber Strom, nicht gut. Aber man spart Kerosin. Gut. Aber das eine Unternehmen erzeugt dann mehr, das andere weniger.

  2. Sehe das ähnlich.

    Autor: Pecker 30.01.20 - 14:30

    Tylon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Würde man mehr Videokonferenzen machen (=IT) müsste man weniger fliegen.
    > Braucht aber Strom, nicht gut. Aber man spart Kerosin. Gut. Aber das eine
    > Unternehmen erzeugt dann mehr, das andere weniger.

    Überhaupt bieten diese ganzen Dienste eine enorme Erleichterung an. Eine Suchanfrage mag zwar Energie kosten, aber der Druck einer Zeitung und deren Verteilung nicht? Netflix mag Energie verbrauchen, aber mehr als eine Fahrt mit dem Auto zur Videothek, oder das Ansehen von Werbung bei normalen Kabel TV? Ja, solche Dienste verbraten Energie, aber der Mehrwert rechtfertigt das. Wenn wir sowas in Frage stellen, dann können wir auch warmes Wasser und Kochen in Frage stellen. Geht schließlich auch ohne.

  3. Re: Ich verstehe das nicht ganz....

    Autor: miauwww 30.01.20 - 14:50

    Tylon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine expandierende Firma in einer expandierenden Branche die aus
    > Eigenantrieb viele Bemühungen macht, sowenig wie möglich zu emmitieren,
    > wird an der Pranger gestellt.
    >
    > Sicher kann jeder mehr für das Klima machen, aber eigentlich muss gar kein
    > Unternehmen da was unternehmen, da die Gesetzgebung nicht so viel
    > wiederspiegelt. Daher könnten die wenn sie denn den Shitstorm aushalten,
    > alles auch mit Braunkohle betreiben.
    >
    > Würde man mehr Videokonferenzen machen (=IT) müsste man weniger fliegen.
    > Braucht aber Strom, nicht gut. Aber man spart Kerosin. Gut. Aber das eine
    > Unternehmen erzeugt dann mehr, das andere weniger.

    Es geht vor allem darum, dass G. und dergleichen Firmen sich auf die Schulter klopfen, indes es bei den genauen Zahlen dann alles etwas arg unklar wird.

  4. Re: Sehe das ähnlich.

    Autor: lestard 30.01.20 - 15:14

    Es geht im ersten Schritt darum, ein Bewusstsein zu schaffen. Deine Vergleiche gehen ja in eine richtige Richtung, sind aber erstmal nur Spekulationen, denn die wirklichen Daten fehlen. Die bräuchte man aber damit Menschen ihr Verhalten wirklich einschätzen können und sich bewusst werden, wo sie wieviel Energie verbrauchen und wie groß ihr Umwelt-Fussabdruck ist.
    Wie viel verbraucht denn ein Netflix-Film wirklich? Wieviel die Fahrt zur Videothek? Und wie sieht es bei Amazon Prime oder einem anderen Anbieter aus? Wenn diese Information vorliegen, können Leute ihr Verhalten einordnen und dann im zweiten Schritt auch Handlungen ableiten. Vielleicht lohnt sich ja ein Wechsel. Dann kann jeder selbst entscheiden, wieviel ihm eine bestimmte Sache wert ist und wo er vielleicht sparen kann.
    Manche Dinge kann man auch intuitiv wissen aber leider führt und unsere Intuition auch häufig an der Nase herum.

  5. Re: Ich verstehe das nicht ganz....

    Autor: lestard 30.01.20 - 15:17

    Wie der Artikel schon sagt, geht es nicht um einen Pranger sondern darum, dass aus der Klimakrise auch Risiken für die Unternehmen folgen und dass Unternehmen (und deren Investoren) das Wissen sollten.
    Viel CO2 zu Produzieren wird für Unternehmen mehr und mehr zum Risiko.

  6. Re: Sehe das ähnlich.

    Autor: Pecker 30.01.20 - 15:24

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht im ersten Schritt darum, ein Bewusstsein zu schaffen. Deine
    > Vergleiche gehen ja in eine richtige Richtung, sind aber erstmal nur
    > Spekulationen, denn die wirklichen Daten fehlen. Die bräuchte man aber
    > damit Menschen ihr Verhalten wirklich einschätzen können und sich bewusst
    > werden, wo sie wieviel Energie verbrauchen und wie groß ihr
    > Umwelt-Fussabdruck ist.
    > Wie viel verbraucht denn ein Netflix-Film wirklich? Wieviel die Fahrt zur
    > Videothek? Und wie sieht es bei Amazon Prime oder einem anderen Anbieter
    > aus? Wenn diese Information vorliegen, können Leute ihr Verhalten einordnen
    > und dann im zweiten Schritt auch Handlungen ableiten. Vielleicht lohnt sich
    > ja ein Wechsel. Dann kann jeder selbst entscheiden, wieviel ihm eine
    > bestimmte Sache wert ist und wo er vielleicht sparen kann.

    Die Realität sieht aber eher so aus, dass die Leute nur beim Geld ausgeben sparen. Mal davon abgesehen, dass ein Ökoabdruck bei solchen IT Diensten eh kaum seriös berechnet werden kann, würde der nur bei den allerwenigsten eine Verhaltensänderung bewirken.

    > Manche Dinge kann man auch intuitiv wissen aber leider führt und unsere
    > Intuition auch häufig an der Nase herum.

    Richtig. Aber bei Netflix und Co kann man den Energiebedarf durchaus bis zu einem gewissen Maximum schätzen. Strom kostet nunmal Geld und auch Unternehmen müssen den bezahlen. Netflix kostet pro Nutzer rund 8¤ (geteilte Abos und so). Die Stromkosten müssen da enthalten sein und die machen ganz sicher den aller geringsten Anteil aus. Was soll da auch groß Strom kosten, Daten zu übertragen? Am meisten Strom wird sicherlich der TV in der ganzen Kette verbraten. Die Konsequenz wäre, nur noch auf dem Smartphone Netflix schauen, das spart neben dem Verzicht am meisten.

  7. Re: Ich verstehe das nicht ganz....

    Autor: gadthrawn 30.01.20 - 15:32

    Tylon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine expandierende Firma in einer expandierenden Branche die aus
    > Eigenantrieb viele Bemühungen macht, sowenig wie möglich zu emmitieren,

    Entschuldige - aber genau das stimmt nicht.

    Die Entscheidung für viele kleine PC ähnliche Systeme die bei Fehler einfach ausgetauscht werden statt weniger großer Server war eine Entscheidung mehr Energie einzusetzen, dafür aber bei der Hardware zu sparen. Dadurch wurde auch die große Klimalösung bei google erst nötig - weniger, dafür potentere Hardware ließe sich auf weniger Raum effizienter kühlen. Aber Energie kostet halt so gut wie nichts.

  8. Re: Sehe das ähnlich.

    Autor: gadthrawn 30.01.20 - 15:45

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > (geteilte Abos und so). Die Stromkosten müssen da enthalten sein und die
    > machen ganz sicher den aller geringsten Anteil aus. Was soll da auch groß
    > Strom kosten, Daten zu übertragen? Am meisten Strom wird sicherlich der TV
    > in der ganzen Kette verbraten. Die Konsequenz wäre, nur noch auf dem
    > Smartphone Netflix schauen, das spart neben dem Verzicht am meisten.

    Wenn du dich da nicht täuschst.
    Lawrence Berkeley National Laboratory und der McCormick School of Engineering hatten eine Studie bei der sie eine Fertigung einer DVD mit Netflix verglichen. Bei Postversand war beides gleich Energieaufwendig, bei persönlichem Abholen hätte Netflix einen Vorteil.

    Du hast
    -Server die den Stream on demand kodieren
    -Router (eine Menge)
    -Leitungen
    -Backbone mit etlichen Redundanzen
    -...
    -Hardware zum dekodieren und Anzeigen bei dir

    Stromkosten der Server und der eigenen Router ... zahlt Netflix selbst. Aber im Normalfall in einem deutlich niedrigeren Tarif als Großverbraucher.
    Stromkosten der Infrastruktur dazwischen zahlst du (Backbone, Provider etc.pp.))
    Stromkosten der Infrastruktur zuhause (Router, Modem, Anzeigegerät..) zahlst auch du

    Das bisschen Fernseher am Ende macht den Kohl nicht fett.

  9. Re: Ich verstehe das nicht ganz....

    Autor: Tylon 30.01.20 - 17:10

    Aber nochmal, die könnten mit 100% braunkohle ihre Serverräume heizen, wenn sie Bock haben. das wäre noch viel billiger. Machen sie aber nicht. Sicher liese sich hier und da in jedem Unternehmen viel optimieren, aber jetzt kommt es - es sind Unternehmen. Wirtschaftsbetriebe mit dem Auftrag was zu erwirtschaften. Ob ich Kapitalismus gut finde oder nicht, finde ich, dass man laut klassischem Whataboutism vielleicht bei Rituals Duschschaum anfangen sollte.
    Wieso brauchts nen Duschschaum in ner Alu-Dose mit Treibgas? Dagegen ist sogar die Axe-Plastikpulle Gold.
    Unternehmen die ganz klare Klimaziele verfolgen, sollten vielleicht nicht in erster Hand angeprangert werden.

  10. Re: Sehe das ähnlich.

    Autor: ImBackAlive 31.01.20 - 14:14

    Naja, wenn Netflix den Strom zahlt, zahlst du ihn ja am Ende als Endverbraucher auch. Das ist quasi teil des Abos.

  11. Re: Sehe das ähnlich.

    Autor: lestard 31.01.20 - 17:10

    Aber eben nur einen Teil des Stroms, der in der gesamten Kette verbraucht wird. Man kann also nicht einfach so die Rechnung aufmachen "Netflix kostet nur 8¤, da muss der Strom enthalten sein, kann also nicht viel Strom verbraucht worden sein".

  12. Re: Sehe das ähnlich.

    Autor: ImBackAlive 03.02.20 - 11:17

    Ah, okay - habe das Argument wohl falsch verstanden. Da hast du natürlich Recht - das Abo beinhaltet natürlich nur den Strom, den Netflix selber verbraucht.

  13. Welcher Pranger?

    Autor: Shismar 03.02.20 - 23:27

    Der Artikel bemängelt zwar die Intransparenz in vielen Bereichen, aber beurteilt die Bestrebungen Google's doch recht wohlwollend.

    Dass manche Leser das anders sehen, naja, Google ist eben der böse Datenkrake. Ob der dann klimaneutral krakt, ist denen egal.

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