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Typisches Agency-Problem
Autor: Wohlhabender Manager 23.04.10 - 11:05
Da haben wir es wieder. Ericsson ist Opfer des Underinvestmentproblems geworden, welches Aufgrund eines zu hohen Anteils an Fremdkapital im Unternehmen zustande kommt.
Nun, dies kann jetzt zweierlei bedeuten: Entweder ist Ericsson eine schlechte Firma und können die Schulden in Höhe von D>D* (wobei D=debt und D*=Maximale Schuldenlast die ein schlechtes Unternehmen tragen kann) eben nicht tragen. Dann sollten sie aus dem Markt ausscheiden.
Oder aber Ericsson muss diesen kick-in-the-pants JETZT ernst nehmen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Sie könnten ein winning Team bilden, welches die Low hanging fruits pflückt, oder sie könnten in einen Angelina Jolie Stock Index investieren, um wenigstens ein paar Rücklagen zu haben. Mit diesem neu generierten Free Cash Flow könnten sie die Firma dann sogar wieder zu einem echten Player auf dem Markt machen.
Eine weitere Möglichkeit wären natürlich outresolvende Lösungen, die auch den Abbau von Humankapital beinhalten. Das ist zwar immer ein schlechtes Signal in der Öffentlichkeit, aber auf die Meinung des Pöbels DARF ein gutes Management eben keine Rücksicht nehmen, ansonsten würde der Markt innerhalb kürzester Zeit zusammenbrechen (der Großteil der Bevölkerung versteht eben einfach nichts vom Kapitalmarkt, und wer hört schon auf Laien?).
Hoffentlich hat Ercisson nun verstanden, dass die Strategie des Umbrella Wawi es nicht auf ewig rausreißen wird. -
Re: Typisches Agency-Problem
Autor: bofhsmall 23.04.10 - 12:40
Ericsson wird so agieren wie immer - so viele Leute wie möglich in den verschiedenen Nicht-Schwedischen Niederlassungen raus'schmeißen, eventuell gleich eine ganze Niederlassung schließen, die nicht od. noch nicht (genug) Geld einbringt!
Und natürlich wieder neue (schwedische) Chefs in die Niederlassungen - jeder soll ja mal lernen, Leute feuern! -
Re: Typisches Agency-Problem
Autor: Shareholder 23.04.10 - 16:13
Könnt ihr Kellerkinder nicht einfach mal die Klappe halten, wenn sich erwachsene Menschen der Führungsetage unterhalten?



