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IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

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  1. IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: truuba 12.09.17 - 17:06

    Gibt es meiner Meinung wie Sand am Meer. Uns ist erst einer untergekommen, der nur einen Haufen BullS**t hinterlassen hat. Anders kann man solch eine Code Qualität nicht beschreiben. Und das wievielfache von meinem Lohn was der für den Müll bekommen hat, will ich erst gar nicht wissen.

  2. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: twothe 12.09.17 - 17:14

    Die spannende Frage die man sich an der Stelle fragen sollte ist: warum konnte er den Müll produzieren, warum hat es niemand gemerkt, und wurde dafür auch noch bezahlt?

  3. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: Tuxraxer007 12.09.17 - 17:22

    Ich sehe es doch bei uns in der Firme, da wird alle Nase lang nach Freelancers geschrieben um Projekte usw. abzuwickelnt, aber es ist keiner in der Lage mal den Freelancern ordentliche Anforderungskataloge zu schreiben, damit die wissen was die machen sollen und was erwartet wird.

    Ende vom Lied: Freelancer ist 3 Monate da, kosten einen Haufen Geld und am Ende ist eine Grossbaustelle übrig, den die Festangestellten dann neben ihrem normalen Tätigkeiten auch noch abarbeiten können. Das erzeugt nur Frust und noch mehr Choas und währe besser direkt durch eigene Leute gemacht worden.

    Daher sollte sich viele Unternehmen erst mal an die eigenen Nase fassen bevor.

  4. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: schap23 12.09.17 - 17:22

    Das ist doch das typische: Man kommt als Freiberufler in ein Team. Die Leute dort haben wenig Lust, einen einzuarbeiten. Vielleicht hat auch wirklich niemand irgendeine Ahnung von dem Thema, für das man den Freiberufler eingestellt hat. Dann sitzt der Freiberufler wochenlang in seiner Ecke und macht so vor sich hin. Irgendwann ist er nicht mehr da und das Team muß sich plötzlich mit fremden Code auseinandersetzen.

    Wenn man stattdessen zumindest zeitweilig Pair-Programming praktiziert hätte, wüßten die Leute im Team, was da entsteht.

  5. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: quineloe 12.09.17 - 20:33

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die spannende Frage die man sich an der Stelle fragen sollte ist: warum
    > konnte er den Müll produzieren, warum hat es niemand gemerkt, und wurde
    > dafür auch noch bezahlt?


    Weil Chef sich nicht vor Chefchef anmerken lassen will, dass er scheiße darin ist Qualifikationen zu checken.

  6. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: Kleine Schildkröte 12.09.17 - 20:46

    truuba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gibt es meiner Meinung wie Sand am Meer. Uns ist erst einer untergekommen,
    > der nur einen Haufen BullS**t hinterlassen hat. Anders kann man solch eine
    > Code Qualität nicht beschreiben. Und das wievielfache von meinem Lohn was
    > der für den Müll bekommen hat, will ich erst gar nicht wissen.

    Wenn das wirklich so ist, dann kannst du nicht sehr clever sein! :-)

    Überleg mal, da macht einer das doppelte von deinem Gehalt und ist schlechter als du. Warum verdienst du nicht doppelt und hinterlässt zur Abwechslung keinen Bullshit? Ist doch gerade eine Freelancerstelle bei euch frei geworden... .

    Mach mal ein LinkedIn/Xing Profil mit deiner echten Qualifikation und einem anderen Wohnort als deinem Richtigen und schau mal welche Anfragen du bekommst und wieviel dein Startergehalt wäre. Kostet nichts, du bekommst Kontakte und kannst die ersten Schritte in deiner neuen Welt gehen. Freelancertum lohnt sich auch mit Familie. Einfach in einen möglichst grossen Ballungsraum ziehen und du hast genug zu tun. Du verdienst doppelt und daher kannst du in der hälfte der Zeit oftmals das 10fache aufs Konto packen bzw. in die Aktien deines Vertrauens.

    Kein Freelancer arbeitet im Alter (ab 45) weil er es muss, sondern weil er es möchte.

  7. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: scrumdideldu 12.09.17 - 21:00

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kein Freelancer arbeitet im Alter (ab 45) weil er es muss, sondern weil er
    > es möchte.
    Es sei denn er hat erst mit 40 angefangen Freelancer zu sein. Dann muss er bis 50!

    Ne. Ernsthaft. Je nachdem wie man bereit ist Einsatz zu zeigen braucht man schon Richtung 15 Jahre um seine Schäfchen sicher ins Trockene zu bringen.

  8. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: Kleine Schildkröte 12.09.17 - 21:16

    scrumdideldu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleine Schildkröte schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kein Freelancer arbeitet im Alter (ab 45) weil er es muss, sondern weil
    > er
    > > es möchte.
    > Es sei denn er hat erst mit 40 angefangen Freelancer zu sein. Dann muss er
    > bis 50!
    >
    > Ne. Ernsthaft. Je nachdem wie man bereit ist Einsatz zu zeigen braucht man
    > schon Richtung 15 Jahre um seine Schäfchen sicher ins Trockene zu bringen.

    Du bist in Deutschland oder? In der Schweiz machst du mit Dienst nach Vorschrift minimum ca. 100k netto netto (nach abzug der Nebenkosten und Unterstützung deiner Familie, die in Deutschland an der Grenze auf dich wartet). (kannst du dich nicht aus der Deutschen Steuer befreien, zahlst du zwar mehr aber deine Miete ist billiger (von Waldshut nach zürich sind es nur 30min mit dem Auto, von Konstanz sind es eine Stunde).

    Du arbeitest dabei 11 Monate. Du investierst alles in Aktien bzw. baust in Deutschland nahe München oder wo auch immer dein eigenes Haus, was deine Familie bewohnt. Nach drei Jahren wohnen, verkaufst du dein haus und ziehst in das Haus was du schon vorsorglich neu gebaut hast.

    Deine Aktien werfen ca. 5% Dividenden ab und entwickeln sich mit Inflationsausgleich und einer ungefähren durchschnittlichen Vermögenszugewinn von 3%.

    Wer länger als 7 bzw. 8 Jahre zur Millionen braucht, macht was falsch. Nach einer Millionen hast du ein Dividendeneinkommen von über dem Daumen 50k. Dividenden musst du zwar versteuern (weshalb sich Schweiz als Wohnsitz immer lohnt), aber du hast immerhin 30k nettoeinkommen fürs nichtstun. Hast du nicht gerade eine gierige Frau geheiratet und bei den Kindern versagt, würde ich meinen du hast deine Schäfchen im Trockenen. Dazu kommt noch, dass du ca 250 bis 1000 pro Monat Rentenansprüche in der Schweiz erworben hast (je nach dem wie deine zweite bis dritte säule aussieht). Natürlich kannst du dir mit einem kurzfristigen Wegzug aus der Schweiz deine Rentenbeiträge auch auszahlen lassen (die du dann nachversteuern musst... .).

    PS: Einfacher Plan, funktioniert, kann man so tun. Ich hab noch drei Jahre die ich für das eigene Unternehmen zeit habe. Wenn ich es bis dahin nicht geschafft habe selbstständig meine Idee durchzuziehen, fange ich auch mit diesem Plan an. Bin aber noch zu Jung (noch keine 40) und daher gönn ich mir diese Chance noch. Halt Frau jahrelang krank gewesen..., hat sich aber auch gelohnt, hat überlebt.

  9. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: bolzen 12.09.17 - 21:50

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > scrumdideldu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kleine Schildkröte schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Kein Freelancer arbeitet im Alter (ab 45) weil er es muss, sondern
    > weil
    > > er
    > > > es möchte.
    > > Es sei denn er hat erst mit 40 angefangen Freelancer zu sein. Dann muss
    > er
    > > bis 50!
    > >
    > > Ne. Ernsthaft. Je nachdem wie man bereit ist Einsatz zu zeigen braucht
    > man
    > > schon Richtung 15 Jahre um seine Schäfchen sicher ins Trockene zu
    > bringen.
    >
    > Du bist in Deutschland oder? In der Schweiz machst du mit Dienst nach
    > Vorschrift minimum ca. 100k netto netto (nach abzug der Nebenkosten und
    > Unterstützung deiner Familie, die in Deutschland an der Grenze auf dich
    > wartet). (kannst du dich nicht aus der Deutschen Steuer befreien, zahlst du
    > zwar mehr aber deine Miete ist billiger (von Waldshut nach zürich sind es
    > nur 30min mit dem Auto, von Konstanz sind es eine Stunde).
    >
    > Du arbeitest dabei 11 Monate. Du investierst alles in Aktien bzw. baust in
    > Deutschland nahe München oder wo auch immer dein eigenes Haus, was deine
    > Familie bewohnt. Nach drei Jahren wohnen, verkaufst du dein haus und ziehst
    > in das Haus was du schon vorsorglich neu gebaut hast.
    >
    > Deine Aktien werfen ca. 5% Dividenden ab und entwickeln sich mit
    > Inflationsausgleich und einer ungefähren durchschnittlichen
    > Vermögenszugewinn von 3%.
    >
    > Wer länger als 7 bzw. 8 Jahre zur Millionen braucht, macht was falsch. Nach
    > einer Millionen hast du ein Dividendeneinkommen von über dem Daumen 50k.
    > Dividenden musst du zwar versteuern (weshalb sich Schweiz als Wohnsitz
    > immer lohnt), aber du hast immerhin 30k nettoeinkommen fürs nichtstun. Hast
    > du nicht gerade eine gierige Frau geheiratet und bei den Kindern versagt,
    > würde ich meinen du hast deine Schäfchen im Trockenen. Dazu kommt noch,
    > dass du ca 250 bis 1000 pro Monat Rentenansprüche in der Schweiz erworben
    > hast (je nach dem wie deine zweite bis dritte säule aussieht). Natürlich
    > kannst du dir mit einem kurzfristigen Wegzug aus der Schweiz deine
    > Rentenbeiträge auch auszahlen lassen (die du dann nachversteuern musst...
    > .).
    >
    > PS: Einfacher Plan, funktioniert, kann man so tun. Ich hab noch drei Jahre
    > die ich für das eigene Unternehmen zeit habe. Wenn ich es bis dahin nicht
    > geschafft habe selbstständig meine Idee durchzuziehen, fange ich auch mit
    > diesem Plan an. Bin aber noch zu Jung (noch keine 40) und daher gönn ich
    > mir diese Chance noch. Halt Frau jahrelang krank gewesen..., hat sich aber
    > auch gelohnt, hat überlebt.

    Wo ich diesen perfekten Lebensplan gelesen habe... dachte ich nur unwillkürlich: und dann Diagnose: Krebs.
    Naja ich hoffe bei euch wars nicht ganz so schlimm.
    VG

  10. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: scrumdideldu 12.09.17 - 22:27

    "Schäfchen sicher im Trockenen" ist für mich nicht eine Million. Und um als Einzelkämpfer eine Million in 7 -8 Jahren zu machen musst Du nicht in die Schweiz. Das geht auch in Deutschland.

    Deine Million mit 5% ist in 10 Jahren noch so viel wert wie heute vielleicht 850K da Du die 5% Dividende ja zum Leben brauchst vermehrt sich das Kapital nicht mehr und durch die Inflation steigen Deine monatlichen Ausgaben. Und 30K zum Leben zu Zweit oder mit Mitte 40 auch noch mit Kindern ist nun auch nicht grade für große Sprünge. Du hast dann schließlich Freizeit. Willst ja auch in Urlaub oder sonstigen Hobbies nachgehen können.

    Schäfchen sicher im Trockenen heißt für mich dass genügend Kapital da ist so dass Du auch trotz einer Inflation von 1,7-1,9% bis etwa 70 von den Kapitalerträgen leben kannst ohne das Kapital anzugreifen. Es muss schließlich bis zum Ende reichen.

    Ich kalkuliere da für mich selbst also nicht mit einer sonder mit knapp zwei Millionen die mit nicht ganz 50 zur Verfügung stehen werden.

  11. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: quineloe 12.09.17 - 22:37

    Wenn du es nicht schaffst mit ner Millionen Barvermögen bis ins Grab zu kommen, dann solltest du vielleicht weniger verprassen. Selbst wenn du noch 50 Jahre lebst sind das allein 20k pro Jahr, oder 1666¤ im Monat.

    Allein damit liegst du nicht mehr im untersten Bereich der Haushaltseinkommen.

    Reden wir von nur 40 Jahren sind wir schon bei über 2000¤ im Monat.

    Und dabei ignorieren wir Zinsen und andere Einnahmen und Einkommen.

    Aber klar, wenn man das Kapital selber komplett vererben will (weil Leistungslose Einkommen ja toll sind), dann braucht man deutlich mehr.

  12. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: Geistesgegenwart 12.09.17 - 22:41

    bolzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Wo ich diesen perfekten Lebensplan gelesen habe... dachte ich nur
    > unwillkürlich: und dann Diagnose: Krebs.

    Das wäre natürlich extrem hart, aber ganz ehrlich: Der Freelancer hat seine Rente meist flüssig, bzw. kann seine Altersvorsorge innerhalb von 7 Tagen zu Bargeld machen (ggf. mit Abschlägen beim Zinsgewinn). Bekäme ich in ein paar Jahren wenn ich dann 40 bin die Diagnose Krebs oder ähnlich, hab ich innerhalb einer Woche mehr als 100.000¤ Cash die eigentlich fürs Alter vorgesehen waren direkt in der Hand. Und DANN kann ich richtig auf den Putz hauen in er Zeit die noch bleibt.

    Versuch das mal mit einer gesetzlichen Rente, die Rentenversicherung interessiert das nämlich nicht wenn du das 67. Lebensjahr nicht erreichst.

    Weiterer Vorteil: Die Rücklagen die du bildest als Freelancer sind vererbbar - an Frau, Kinder, Bruder whoever. Selbst wenn also ein frühes Ableben erfolgt, ist das Geld nicht weg - anders als in der gesetzlichen Rente.

  13. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: Cohiba 12.09.17 - 22:49

    Wer glaubt denn heute noch dass ein Freelancer sein Rentengeld auch bekommen wird? Im Gegensatz zu den gesetzlich Rentenversicherten ist das Geld der Freelancer sichtbar auf einem Konto und nicht in Gummipunkten in der Rentenkasse. Bis zur Rente sind dann so viele raffgierige Regierungen über diesen Geldhaufen gelaufen, dass nichts mehr übrig sein wird.

  14. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: Silberfan 12.09.17 - 23:02

    Tuxraxer007 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ende vom Lied: Freelancer ist 3 Monate da, kosten einen Haufen Geld und am
    > Ende ist eine Grossbaustelle übrig, den die Festangestellten dann neben
    > ihrem normalen Tätigkeiten auch noch abarbeiten können. Das erzeugt nur
    > Frust und noch mehr Choas und währe besser direkt durch eigene Leute
    > gemacht worden.
    >
    > Daher sollte sich viele Unternehmen erst mal an die eigenen Nase fassen
    > bevor.


    Das Unterschreibe ich Anstandslos mit

  15. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: ernstl 12.09.17 - 23:16

    truuba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gibt es meiner Meinung wie Sand am Meer. Uns ist erst einer untergekommen,
    > der nur einen Haufen BullS**t hinterlassen hat. Anders kann man solch eine
    > Code Qualität nicht beschreiben. Und das wievielfache von meinem Lohn was
    > der für den Müll bekommen hat, will ich erst gar nicht wissen.

    Klar, es gibt viele schlechte Freelancer, allerdings sind mir davon weitaus weniger begegnet, als Interne, die seit dem Ende des Studiums in den Unternehmen ihr mühsam auswendig gelerntes Basiswissen veralten lassen und technologisch in einer längst vergangenen Zeit leben. Die dürfen dann in (möglichst vielen) Meetings rumhängen oder einfache Bugs in alter Zombie-Software beheben, während andere die Arbeit machen. Angebote, neue Software und die Konzepte dahinter mal vorzustellen und zu erläutern, werden - wenn überhaupt - halbherzig wahrgenommen. Dafür kommen dann aber später die Beschwerden, dass das alles so kompliziert und anders ist, als das gewohnte "das haben wir schon immer so gemacht".
    Mir scheint aber auch, dass viele Führungskräfte kein Interesse daran zu haben scheinen, dass Wissen von Externen ins Team übernommen wird.

    Naja, scheint eine Frage der Perspektive zu sein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.09.17 23:17 durch ernstl.

  16. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: Hawk321 13.09.17 - 10:58

    ernstl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar, es gibt viele schlechte Freelancer, allerdings sind mir davon weitaus
    > weniger begegnet, als Interne, die seit dem Ende des Studiums in den
    > Unternehmen ihr mühsam auswendig gelerntes Basiswissen veralten lassen und
    > technologisch in einer längst vergangenen Zeit leben. Die dürfen dann in
    > (möglichst vielen) Meetings rumhängen oder einfache Bugs in alter
    > Zombie-Software beheben, während andere die Arbeit machen. Angebote, neue
    > Software und die Konzepte dahinter mal vorzustellen und zu erläutern,
    > werden - wenn überhaupt - halbherzig wahrgenommen. Dafür kommen dann aber
    > später die Beschwerden, dass das alles so kompliziert und anders ist, als
    > das gewohnte "das haben wir schon immer so gemacht".
    > Mir scheint aber auch, dass viele Führungskräfte kein Interesse daran zu
    > haben scheinen, dass Wissen von Externen ins Team übernommen wird.

    Genau so sind meine Erfahrungen...überall, diverse Branchen. Diese gelebte "scheissegal" Einstellung.

  17. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: Kleine Schildkröte 13.09.17 - 11:32

    Hawk321 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ernstl schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Klar, es gibt viele schlechte Freelancer, allerdings sind mir davon
    > weitaus
    > > weniger begegnet, als Interne, die seit dem Ende des Studiums in den
    > > Unternehmen ihr mühsam auswendig gelerntes Basiswissen veralten lassen
    > und
    > > technologisch in einer längst vergangenen Zeit leben. Die dürfen dann in
    > > (möglichst vielen) Meetings rumhängen oder einfache Bugs in alter
    > > Zombie-Software beheben, während andere die Arbeit machen. Angebote,
    > neue
    > > Software und die Konzepte dahinter mal vorzustellen und zu erläutern,
    > > werden - wenn überhaupt - halbherzig wahrgenommen. Dafür kommen dann
    > aber
    > > später die Beschwerden, dass das alles so kompliziert und anders ist,
    > als
    > > das gewohnte "das haben wir schon immer so gemacht".
    > > Mir scheint aber auch, dass viele Führungskräfte kein Interesse daran zu
    > > haben scheinen, dass Wissen von Externen ins Team übernommen wird.
    >
    > Genau so sind meine Erfahrungen...überall, diverse Branchen. Diese gelebte
    > "scheissegal" Einstellung.

    Das "scheissegal" ist aber auch unter mandatory (muss ja hip sein) in der Stellenausschreibung aufgezählt. Wenn dir mal was nicht scheissegal ist, dann eckst du überall an und jeder beschwert sich.

    Sowas mach ich immer, wenn ich einen Kurzauftrag annehme und Kontakte will. Richtig engagiert gegen den Strom schwimmen und mein klassiches hochbegabt bla bla aber sozialkatastrophe abhole. Da hast du plötzlich die 20% offensiven Leistungsträger in der Mailliste und manchmal bewegt sich auch etwas. Ausserdem kommt man so aus den Meetings raus. Ich bin kein Assi in dem Moment, ich sage einfach welche Probleme, da sind und addressiert werden müssen, die sehen, dass sie keine Features durchbekommen und schon bist du Sozialkatastrophe. So bekomme ich immer meinen Teamleiter zwischen mich und den Meetings.

    Ich hab mich mal von nem Entwickler-Chef vor 20 Mann anlügen lassen und dann nach theatralischer Pause eine Verbalbombe platzen lassen. Völlig sachbezogen aber den Knall hat man bis zur Konzernzentrale gehört, da ich noch ein Video nachgeschoben habe, das von Kundensicht den Stand der Software demonstrierte, mit allen Fehlern, während dieser Chef ein 20Mio Marketingbudet authorisiert hatte für den geplanten Release in drei Monaten... . Danach hat er die Firma gewechselt.

    Es sind solche kleinen Geschichten, die man mal erlebt haben muss, um wirklich zu verstehen, wie die Wurst der Softwareentwicklung wirklich gemacht wird.

    Es ist wirklich eine Schande, wenn dort die Mitarbeiter, die natürlich jede Ausgabe der Java World gelesen haben, dort von einem Problem ins nächste gleiten.

    Was aber noch verwunderlicher ist, irgendwo bekommen viele doch etwas brauchbares zusammen und haben etwas vorzuweisen. Nur wenn man draufkuckt, da ist dieses Gefühl von Stolz was dort manchmal ausgedrückt wird, geradezu lächerlich.

    10MB Sourcen, Projektstruktur zum Schreien (Nanodienste, OSGi, 6GB 3rdparty Sourcen als Grundframework) und dann dritte Versuch und schon bei 20 Mann zwei Jahre in der mache. Ich schau drauf, Hälfte Codeduplikation (was da dupliziert wurde reicht bei mir zur fristlosen Kündigung), weg damit, sachen drin wie if(methode) return true else return false (kein Witz! :-()) und ich denke mir drei Leute, drei Monate bis zum ersten Release nochmal drei Monate und man hat das Projekt eingeholt. Die quälen sich heute noch damit. Ich bin froh wieder da raus zu sein, ich habs ehrlich versucht was zu ändern, ging nicht... .

  18. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: thorsten thorben kai uwe 13.09.17 - 12:37

    .



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.09.17 12:38 durch thorsten thorben kai uwe.

  19. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: thorsten thorben kai uwe 13.09.17 - 12:38

    Sehr interessant als angehender Master-Absolvent, wenigstens mal etwas direkt von den Leuten zu erfahren. Wenn auch natürlich viele wohl die Schokoladenseite ihrer Tätigkeiten hier erzählen, aber das ist ja bei jeder Angelegenheit normal so. Bisher habe ich in meinen Praktikas nur die Seite der Festangestellten mitbekommen.

    Ich wäre an weiteren Insider-Geschichten interessiert, macht Spaß zu Lesen ;-)

    Gibt es für so etwas auch ein Forum irgendwo?

    Und stimmt ihr mit der obigen Meinung überein, dass man -rückblickend/retroperspektivisch aus eurer bisherigen Erfahrung- als jetziger Absolvent erst einmal in einem größeren Beratungshaus anfangen und ein paar Jahre Erfahrung ansammeln sollte, um dann weiter entscheiden zu können, ob man lieber den Weg des Freelancers oder des Festangestellten geht?

  20. Re: IT Freiberufler mit zu wenig Qualifikationen

    Autor: Melanchtor 13.09.17 - 12:48

    Ja, der Meinung bin ich. Ein Beratungshaus ist für Berufsanfänger das richtige.

    Wenn Du eines brauchts -> PN ;-)

    cu
    Aleco

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