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Keine Ahnung warum dies nötig war ...

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  1. Re: Keine Ahnung warum dies nötig war ...

    Autor: neocron 07.02.18 - 16:05

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man will es anderen leichter machen die es im Normalfall nicht so leicht
    > haben.
    nein, man moechte mehrere Zahlungsbereitschaften abschoepfen ... um mehr Umsatz zu haben, als wenn man eben nur einen Preis bereitstellen wuerde!
    Es hat nichts damit zu tun anderen etwas leichter zu machen, sondern schlicht damit auch von anderen Umsatz zu erzielen, von denen man bei keiner Preisdifferenzierung eben auf den Umsatz verzichten muesste!

    > Hier hat man aber einfach anderen Ländern eine Art Strafzoll verpasst genau
    > das was man innerhalb der EU nicht mehr haben wollte.
    nein, hat man nicht. Denn das Geld geht NICHT an den jeweiligen Staat, sondern an den Verkaeufer der, oh ueberraschung, mehrere Zahlungsbereitschaften abschoepfen moechte um mehr Umsatz zu generieren ...

  2. Re: Keine Ahnung warum dies nötig war ...

    Autor: neocron 07.02.18 - 16:59

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um das mal kurz zu machen.
    >
    > Nein nicht nur wir Profitieren davon, es ist auch gut aus möglich das es in
    > Deutschland seiten gab die anderen Ländern einen Aufpreis verpasst haben,
    > ungeachtet der Wirtschaftlichen stärke. Das Pro Kopf einkommen in Norwegen
    > ist ja auch höher als in Deutschland (auch wen das ein schlechtes beispiel
    > ist da Norwegen nicht zu EU gehört).
    Richtig, jeder moechte einen Stueck vom Kuchen abhaben ...
    und so wie man den Nicht-Studenten eine hoehere Zahlungsbereitschaft zuschreibt, so tut man dies bestimmten anderen Laendern eben auch!
    Und wenn man merkt, dass man mit seinem Preis einen gewissen Umsatz in einem Land erzielt, in anderen Laendern jedoch nicht nutzt man entsprechende Preisunterschiede eben um auch dort Umsaetze zu generieren ...
    Das muss nichteinmal etwas mit dem Einkommen zu tun haben.
    Und das wird ueberall praktiziert. Nur Auslaender erhalten in Japan den Japan Rail Pass zu den Konditionen, die es gibt. Einheimischen wird dieses nicht angeboten.
    In gewissen asiatischen Laendern werden fuer die Schweiz Tickets fuer das Jungfraujoch zu einem Bruchteil von dem verkauft, was von allen anderen verlangt wird ...
    Preisdifferenzierung ist voellig normal.
    Und der Grund hier liegt wohl nicht - so vermute ich - darin, dass man sich um den Markt sorgt. Der Grund hier ist wohl schlicht ein populistischer Natur. Einige Kunden freuen sich ueber moegliche guenstigere Preise ... eine "Kundenfreundliche" Aktion bleibt im Gedaechtnis ...

    Man kann das ganze auch super verstecken ... eine Bahncard 50 lohnt sich wohl nicht fuer vereinzelte Fahrten ... ein Auslaender in Deutschland hat schlicht schlechte Chancen ein guenstiges Ticket der DB in Deutschland zu erhalten. Fuer einen Einheimischen ist es jedoch leichter moeglich oefter Bahnfahrten zu geniessen, und somit in den Genuss guenstigerer Preise zu kommen.
    Maut in anderen Laendern aehnlich ... wer einmal fuer 2 Wochen eine Vignette braucht zahlt meist wesentlich mehr pro gefahrenem km als jemand, der in dem Land wohnt ... und fuer unwesentlich mehr Geld eine Jahresvignette ergattert.
    Oesterreich hat nicht umsonst eine 10 Tages Vignette, wohlwissend dass viele wohl eher 2 Wochen Urlaub machen werden und somit zur 2-Monatsvignette greifen muessen.
    Die Korridorvignette fuer 2 Euro gibt es auch nicht mehr fuer Bregenz, da muss man nun zur 10 Tagesvignette greifen ... die den Preis fuer 2 Durchfahrten mehr als verdoppelt!
    Preispolitik/Preisdifferenzierungen sind in so vielen Bereichen der Maerkte voellig normal, teils versteckt, teils offen.
    Ich kann jetzt beim besten Willen nicht erkennen wo diese Art der nationalen Preisdifferenzierung ein Problem sein soll ggue. allen anderen Moeglichkeiten ...

  3. Re: Keine Ahnung warum dies nötig war ...

    Autor: teenriot* 07.02.18 - 17:41

    Dann treiben wir das doch mal anders rum auf die Spitze. Warum nicht den Preis einer Ware erst nach Vorlage des Gehaltscheck bestimmen? Klasse Model!

  4. Re: Keine Ahnung warum dies nötig war ...

    Autor: neocron 07.02.18 - 19:15

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann treiben wir das doch mal anders rum auf die Spitze. Warum nicht den
    > Preis einer Ware erst nach Vorlage des Gehaltscheck bestimmen? Klasse
    > Model!
    richtig ... warum nicht!
    Und ich nehme mal an, der einzige Grund, warum du dieses extrembeispiel so bringst ist, weil du Verzicht, gar nicht mal mehr als Moeglichkeit in Betracht ziehst ...
    Ich MUSS mich auf solche Angebote nicht einlassen ... es steht mir frei es einfach zu ignorieren! Sollen solche Angebote doch kommen, niemand kann mich zwingen es anzunehmen! Ist es die fehlende Disziplin oder warum kommt dir Verzicht bei soetwas nicht in den Sinn?

    All diese Systeme sind genau so viel wert, wie die Leute sich darauf auch einlassen!
    Genau das ist ja das schoene an der freien Wirtschaft ...
    es wird das gemacht, was die Mehrheit mit seinen Kaeufen legitimiert ... es ist ein Spiegel der Gesellschaft!
    Wer es nicht moechte, verzichtet ... verzichten zu viele, aendert sich das Modell!
    Dass dieses System nicht bei notwendigen Guetern funktioniert ist absolut richtig ... wir reden hier jedoch wohl ausschliesslich von Luxus. Dinge auf die jeder verzichten kann, wenn ihm das Angebot nicht passt.
    Problem ist hier aber, dafuer fehlt meist die Disziplin ... die Schuld ist wohl eher bei den Kunden zu suchen ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.02.18 19:17 durch neocron.

  5. Re: Keine Ahnung warum dies nötig war ...

    Autor: teenriot* 07.02.18 - 20:25

    neocron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > teenriot* schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dann treiben wir das doch mal anders rum auf die Spitze. Warum nicht den
    > > Preis einer Ware erst nach Vorlage des Gehaltscheck bestimmen? Klasse
    > > Model!
    > richtig ... warum nicht!

    Alles klar, deine Meinungen ist eine Einzelmeinung die so ziemlich niemand vertritt und nicht mal im Ansatz mit unserer Wirtschaft kompatibel ist. Sprich es geht bei dir nicht darum was und ob es einen europäischen Binnenmarkt gibt und es geht auch nicht darum was die EU falsch gemacht hat oder nicht, es geht darum das du Diskrepanz aus Realität und Wunschvorstellung in Form von EU-Bashing formulierst.

  6. Re: Keine Ahnung warum dies nötig war ...

    Autor: neocron 08.02.18 - 01:55

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alles klar, deine Meinungen ist eine Einzelmeinung die so ziemlich niemand
    > vertritt
    natuerlich nicht, weil Heuchelei den meisten gemuetlicher ist ...

    > und nicht mal im Ansatz mit unserer Wirtschaft kompatibel ist.
    was genau ist an "unserer Wirtschaft" bitte anders als an jeder anderen Wirtschaft?
    Das ist nicht nur kompatibel, das ist die Basis auf der Wirtschaft fusst!
    Nachfrage und Angebot!
    Das ist das System, von dem so dermassen viele profitierten und noch immer profitieren! Nur wenn andere mal besser in dem Spiel sind, wird geheult ...
    Solange profit schlagen, bis mal ein anderer cleverer ist, nicht wahr?

    > Sprich es geht bei dir nicht darum was und ob es einen europäischen
    > Binnenmarkt gibt
    richtig, die Frage ist auch bescheuert, denn der Binnenmarkt existiert bereits ...


    > und es geht auch nicht darum was die EU falsch gemacht hat
    > oder nicht, es geht darum das du Diskrepanz aus Realität und
    > Wunschvorstellung in Form von EU-Bashing formulierst.
    ich bitte dich einfach mal richtig zu lesen ... ich habe eine Vermutung geaeussert und diese aeusserst klar als diese formuliert!
    Meine Wunschvorstellung habe ich hier obendrein nicht einmal geaeussert ... lerne mal zwischen einem Wunsch und der interpretierten Beobachtung zu unterscheiden!

  7. Re: Keine Ahnung warum dies nötig war ...

    Autor: teenriot* 08.02.18 - 11:17

    neocron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > und nicht mal im Ansatz mit unserer Wirtschaft kompatibel ist.
    > was genau ist an "unserer Wirtschaft" bitte anders als an jeder anderen
    > Wirtschaft?
    > Das ist nicht nur kompatibel, das ist die Basis auf der Wirtschaft fusst!
    > Nachfrage und Angebot!
    > Das ist das System, von dem so dermassen viele profitierten und noch immer
    > profitieren! Nur wenn andere mal besser in dem Spiel sind, wird geheult ...

    Unsere Wirtschaft lässt sich eben nicht auf lediglich Nachfrage und Angebot reduzieren. Auch das fällt unter "freier Markt":

    https://de.wikipedia.org/wiki/Jevons’_Gesetz
    "Jevons’ Gesetz von der Unterschiedslosigkeit der Preise ist ein nach William Stanley Jevons benanntes Gesetz der Mikroökonomie und besagt, dass ein Gut überall den gleichen Preis haben muss."

    > > Sprich es geht bei dir nicht darum was und ob es einen europäischen
    > > Binnenmarkt gibt
    > richtig, die Frage ist auch bescheuert, denn der Binnenmarkt existiert
    > bereits ...

    Eine Unterscheidung nach EU-Nationalität zerteilt den Markt in nationale Märkte. Wie kann man da etwas anderes behaupten? Was ist daran nicht zu verstehen? Ein EU-Binnenmarkt gibt es erst dann wenn es nur die Lokalität EU & Nicht-EU gibt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Preisdifferenzierung
    "Die Ziele der Preisdifferenzierung bestehen in der Bildung von Teilmärkten mit spezifischem Nachfrageverhalten"

    TEILMÄRKTE!!!!

  8. Re: Keine Ahnung warum dies nötig war ...

    Autor: Dwalinn 08.02.18 - 13:33

    >Man kann das ganze auch super verstecken ... eine Bahncard 50 lohnt sich wohl nicht fuer vereinzelte Fahrten ... ein Auslaender in Deutschland hat schlicht schlechte Chancen ein guenstiges Ticket der DB in Deutschland zu erhalten. Fuer einen Einheimischen ist es jedoch leichter moeglich oefter Bahnfahrten zu geniessen, und somit in den Genuss guenstigerer Preise zu kommen.
    >Maut in anderen Laendern aehnlich ... wer einmal fuer 2 Wochen eine Vignette braucht zahlt meist wesentlich mehr pro gefahrenem km als jemand, der in dem Land wohnt ... und fuer unwesentlich mehr Geld eine Jahresvignette ergattert.
    >Oesterreich hat nicht umsonst eine 10 Tages Vignette, wohlwissend dass viele wohl eher 2 Wochen Urlaub machen werden und somit zur 2-Monatsvignette greifen muessen.
    >Die Korridorvignette fuer 2 Euro gibt es auch nicht mehr fuer Bregenz, da muss man nun zur 10 Tagesvignette greifen ... die den Preis fuer 2 Durchfahrten mehr als verdoppelt!
    >Preispolitik/Preisdifferenzierungen sind in so vielen Bereichen der Maerkte voellig normal, teils versteckt, teils offen.
    >Ich kann jetzt beim besten Willen nicht erkennen wo diese Art der nationalen Preisdifferenzierung ein Problem sein soll ggue. allen anderen Moeglichkeiten ...

    Hier findet allerdings keine Diskriminierung statt. Auch ein Deutscher kann sich gerne die Jahresvignette kaufen.
    Und ja es gibt je nach Land unterschiedliche Preise in Österreich ist eine Zeitschrift auch teurer als in Deutschland allerdings zahlt der Österreicher in Deutschland auch den deutschen und nicht den österreichischen Preis. Es findet vor Ort keine Diskriminierung statt

  9. Re: Keine Ahnung warum dies nötig war ...

    Autor: neocron 08.02.18 - 13:57

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier findet allerdings keine Diskriminierung statt. Auch ein Deutscher
    > kann sich gerne die Jahresvignette kaufen.
    nach der Begruendung findet auch bei den Unterschiedlichen Preisen im Internet keine Diskriminierung statt ... auch ein Deutscher kann dort alles kaufen, was er moechte ...
    Es ging um Preisunterschiede, nicht darum "ob" man etwas kaufen kann!

    > Und ja es gibt je nach Land unterschiedliche Preise in Österreich ist eine
    > Zeitschrift auch teurer als in Deutschland allerdings zahlt der
    > Österreicher in Deutschland auch den deutschen und nicht den
    > österreichischen Preis. Es findet vor Ort keine Diskriminierung statt
    doch findet sie, wie direkt auch benannt, ist diese jedoch versteckt.
    In form von extrem hohen Preisen fuer Vignetten kuerzerer Gueltigkeitsdauer ...

  10. Re: Keine Ahnung warum dies nötig war ...

    Autor: neocron 08.02.18 - 14:22

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unsere Wirtschaft lässt sich eben nicht auf lediglich Nachfrage und Angebot
    > reduzieren. Auch das fällt unter "freier Markt":
    > "Jevons’ Gesetz von der Unterschiedslosigkeit der Preise ist ein nach
    > William Stanley Jevons benanntes Gesetz der Mikroökonomie und besagt, dass
    > ein Gut überall den gleichen Preis haben muss."
    das faellt vor allem auf eine ganz spezielle Art des Marktes, naemlich den vollkommenen Markt, der so nicht existiert!
    warum du dieses fantasievolle Konstrukt nun versuchst hier mit einzubringen, obwohl es voellig klar ist, dass kein existierender Markt in der Realitaet auch nur annaehernd den Bedingungen eines vollkommenden Marktes genuegt, weisst du vermutlich selbst nicht ...
    Ablenkung?

    > Eine Unterscheidung nach EU-Nationalität zerteilt den Markt in nationale
    > Märkte.
    aha, und eine Unterscheidung nach Studenten/nicht-Studenten unterteilt den Markt also in Studenten und nichtStudenten Maerkte?
    da muessen wir dann als naechstes eingreifen!

    > Wie kann man da etwas anderes behaupten?
    Indem man nicht nur von der Wand bis zur Tapete denkt, sondern schlicht einen Markt sieht, in dem nicht nur Produkte existieren, sondern an jedes Produkt auch Bedingungen geknuepft sind, die somit ein Angebot formen!
    Exakt so, wie Studenten/nicht-Studenten Preise, Rentnerrabatte und sonstige Preisdifferenzierungen bestehen, ohne dass man gleich einen getrennten Markt hineininterpretieren muss!

    > Was ist daran nicht zu
    > verstehen?
    nicht zu verstehen ist, dass du zwei oekonomisch deckungsgleiche Konstrukte verzweifelt versuchst getrennt zu betrachten und zu behandeln!
    Ein Widerspruch ... um es beim Namen zu nennen!

    > Ein EU-Binnenmarkt gibt es erst dann wenn es nur die Lokalität
    > EU & Nicht-EU gibt.
    nein, dann gibt es einen EU-Binnenmarkt, der deinen Wunschvorstellungen entspricht ... und nicht mehr :)

    > de.wikipedia.org
    > "Die Ziele der Preisdifferenzierung bestehen in der Bildung von Teilmärkten
    > mit spezifischem Nachfrageverhalten"
    > TEILMÄRKTE!!!!
    Richtig, Teilmaerkte ... das hast du super erkannt.
    Teilmaerkte sind jetzt wo nochmal das Problem?
    Es existieren unzaehlige Teilmaerkte innerhalb von Deutschland ... sie sind ein voellig normaler Teil der Wirtschaft, und auch TEIL (evtl. verstehst du das Wort ja nicht, dann google es ...) des innerdeutschen Marktes.
    Von Teilmaerkten hast du vorher gar nicht gesprochen ... du hast behauptet es bestuende KEIN Binnenmarkt!
    Du hast mit keinem Wort erwaehnt, dass ein Binnenmarkt NATUERLICH besteht und dieser sich aus Teilmaerkten zusammensetzt.
    Gruende fuer Teilmaerkte gibt es viele ...
    Deine laecherlichen Ablenkungsversuche, nennen wir es Rabulistik, kannst du dir sparen.
    Teilmaerkte sind voellig normal, vermutlich hast du gerade erst von diesen gelesen und versuchst diese nun willkuerlich als ein Uebel darzustellen, weil dir die Begruendung fehlt warum derzeit kein EU-Binnenmarkt existieren sollte ...
    Bleib beim Thema, und bleib bei dem, was du behauptet hast, oder lasse es ...
    also warum sollte dieser Teilmarkt nun schlecht sein, wenn ein Studentenrabatt-, oder Rentnerrabattteilmarkt ploetzlich gut ist?
    warum laesst man einem freien markt entsprechend nicht einfach grundsaetzlich wiederverkaeufe zu? die entstehende Arbitrage-Geschaefte wuerden genauso der Teilmarktbildung entgegen wirken, koennte man meinen!? Da muesste man nicht erst kuenstlich versuchen irgend welche Preispolitik zu unterbinden ...

  11. Re: Keine Ahnung warum dies nötig war ...

    Autor: teenriot* 08.02.18 - 15:00

    neocron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > teenriot* schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Unsere Wirtschaft lässt sich eben nicht auf lediglich Nachfrage und
    > Angebot
    > > reduzieren. Auch das fällt unter "freier Markt":
    > > "Jevons’ Gesetz von der Unterschiedslosigkeit der Preise ist ein
    > nach
    > > William Stanley Jevons benanntes Gesetz der Mikroökonomie und besagt,
    > dass
    > > ein Gut überall den gleichen Preis haben muss."
    > das faellt vor allem auf eine ganz spezielle Art des Marktes, naemlich den
    > vollkommenen Markt, der so nicht existiert!
    > warum du dieses fantasievolle Konstrukt nun versuchst hier mit
    > einzubringen, obwohl es voellig klar ist, dass kein existierender Markt in
    > der Realitaet auch nur annaehernd den Bedingungen eines vollkommenden
    > Marktes genuegt, weisst du vermutlich selbst nicht ...
    > Ablenkung?

    Der vollkommene Markt ist ein Ideal das angestrebt wird. Das dieser nicht erreichbar werden kann spielt keine Rolle für die Gesetzmäßigkeiten. Das ist kein esoterischer Mumpitz sondern auf diesen Prinzipien beruht unser System. Das zitierte Gesetz ist ein bedeutendes, "Vollkommenen" Kapitalismus, einer gewissen Lesart nach gibt, es übrigens auch nicht, zumindest nicht bei uns. Oder gibt's hier legalen Organ- & Menschhandel.

    Das zitierte Gesetz ist kein Widerspruch zum Prinzip Angebot & Nachfrage sondern das genaue Gegenteil. Du kannst nicht von Angebot & Nachfrage sprechen und dann nur einseitig Attribute heranziehen.

    > > Eine Unterscheidung nach EU-Nationalität zerteilt den Markt in nationale
    > > Märkte.
    > aha, und eine Unterscheidung nach Studenten/nicht-Studenten unterteilt den
    > Markt also in Studenten und nichtStudenten Maerkte?
    > da muessen wir dann als naechstes eingreifen!

    Ja richtig, der Markt in diesem Punkt geteilt. Nur das dieser Punkt nicht Gegenstand der EU ist. Die EU will einen Markt der frei von nationalen Barrieren ist. Das kannst du gut oder schlecht finden, aber gemäß diesem Anspruch war der jetzige Schritt einfach nur folgerichtig. Bis jetzt hat die Fusion der Märkte jedenfalls prächtig funktioniert.

    > > Wie kann man da etwas anderes behaupten?
    > Indem man nicht nur von der Wand bis zur Tapete denkt, sondern schlicht
    > einen Markt sieht, in dem nicht nur Produkte existieren, sondern an jedes
    > Produkt auch Bedingungen geknuepft sind, die somit ein Angebot formen!
    > Exakt so, wie Studenten/nicht-Studenten Preise, Rentnerrabatte und sonstige
    > Preisdifferenzierungen bestehen, ohne dass man gleich einen getrennten
    > Markt hineininterpretieren muss!

    Was du machst ist schlicht unzulässig. Nur weil nach Personengruppen getrennt wird ist es noch lange nicht immer das gleiche und hat schon gar nicht die gleichen Auswirkungen. Einen Behindertenrabatt hat eine soziale Komponente. Eine Trennung nach Nationalität nicht. Wenn du es ganz dumpf haben willst, das eine ist sozial, das andere nationalistisch in den Auswirkungen.

    > > Was ist daran nicht zu
    > > verstehen?
    > nicht zu verstehen ist, dass du zwei oekonomisch deckungsgleiche Konstrukte
    > verzweifelt versuchst getrennt zu betrachten und zu behandeln!
    > Ein Widerspruch ... um es beim Namen zu nennen!

    Apfel und Birnen sind auch beides Obst. Und weiter?
    Die EU ist ein transnationales Konstrukt.
    Muss ich dir jetzt TRANSNATIONAL erklären?

    > > Ein EU-Binnenmarkt gibt es erst dann wenn es nur die Lokalität
    > > EU & Nicht-EU gibt.
    > nein, dann gibt es einen EU-Binnenmarkt, der deinen Wunschvorstellungen
    > entspricht ... und nicht mehr :)

    Märkte die durch Ländergrenzen getrennt sind, sind keine Binnenmarkt, sondern nur ein Bündel an Märkten. Wenn Angebote sich unterscheiden, dann bedeutet das was deinem Angebot & Nachfrage - Mantra nach?

    Es gibt aus dem Selbstverständnis heraus dessen was die EU sein will keinen Sachgrund Preise an Nationalitäten auszurichten, schlicht weil es den Begriff Nation gar nicht geben soll, wenn es um den Binnenmarkt geht. Verbraucher sollen gleichgestellt sein überall, unabhängig von der Nation. Da kannst du mir jetzt gerne wieder mit Behinderten kommen, aber das ist kein Argument. Denn der deutsche behinderte Verbraucher wird dem polnischen behindertem Verbraucher gleichgestellt.

    Und hör doch bitte auf so zu tun als seien die Auswirkungen von Behindertenrabatten und nationalen Trennungen die gleichen. Es geht hier nicht um theoretische Haarspalterei sondern um ganz konkrete Praxis. Praxis ist nie ideal, aber das ist kein Grund Weiß auf Schwarz abzurunden, weil man einen grauen Krümel gefunden hat. Justiz ist nicht ideal, Polizei ist nicht ideal, Parlamente sind nicht ideal, dennoch existent und Prinzipien folgend.

    > > de.wikipedia.org
    > > "Die Ziele der Preisdifferenzierung bestehen in der Bildung von
    > Teilmärkten
    > > mit spezifischem Nachfrageverhalten"
    > > TEILMÄRKTE!!!!
    > Richtig, Teilmaerkte ... das hast du super erkannt.
    > Teilmaerkte sind jetzt wo nochmal das Problem?
    > Es existieren unzaehlige Teilmaerkte innerhalb von Deutschland ... sie sind
    > ein voellig normaler Teil der Wirtschaft, und auch TEIL (evtl. verstehst du
    > das Wort ja nicht, dann google es ...) des innerdeutschen Marktes.
    > Von Teilmaerkten hast du vorher gar nicht gesprochen ... du hast behauptet
    > es bestuende KEIN Binnenmarkt!
    > Du hast mit keinem Wort erwaehnt, dass ein Binnenmarkt NATUERLICH besteht
    > und dieser sich aus Teilmaerkten zusammensetzt.
    > Gruende fuer Teilmaerkte gibt es viele ...

    Das Ziel der EU ist aber nicht Teilmärkte zu bilden sondern diese zusammenzuschweißen. Ist deine Eingangsfrage damit beantwortet warum das nötig war? Es war nötig weil die EU und die Mitgliedsländer ein wirtschaftspolitisches Ziel verfolgen und das nicht gegen den freien Markt gerichtet ist sondern diesen zum Ziel hat.

    > Deine laecherlichen Ablenkungsversuche, nennen wir es Rabulistik, kannst du
    > dir sparen.

    Rutsch dir ja zum glück nie unter.

    > Teilmaerkte sind voellig normal, vermutlich hast du gerade erst von diesen
    > gelesen und versuchst diese nun willkuerlich als ein Uebel darzustellen,
    > weil dir die Begruendung fehlt warum derzeit kein EU-Binnenmarkt existieren
    > sollte ...
    > Bleib beim Thema, und bleib bei dem, was du behauptet hast, oder lasse es
    > ...
    > also warum sollte dieser Teilmarkt nun schlecht sein, wenn ein
    > Studentenrabatt-, oder Rentnerrabattteilmarkt ploetzlich gut ist?
    > warum laesst man einem freien markt entsprechend nicht einfach
    > grundsaetzlich wiederverkaeufe zu? die entstehende Arbitrage-Geschaefte
    > wuerden genauso der Teilmarktbildung entgegen wirken, koennte man meinen!?
    > Da muesste man nicht erst kuenstlich versuchen irgend welche Preispolitik
    > zu unterbinden ...

    Hatten wir schon. Du willst in theoretische Haarspalterei verbleiben? Von mir aus. Mit der Praxis hat das nichts zu tun.

    Warum werden Preise nicht erst nach Vorlage des Gehaltschecks bestimmt. Warum verkaufen wir Hosen nicht nur noch an Männer, das gute Brot nur an die Reichen und überhaupt sollte es meine Entscheidung als Händler sein ob ich farbige Kleidung nur an Menschen verkaufe, die eine adelige Herkunft nachweisen können. Farbige müssen in meinem Bus übrigens hinten sitzen und wer die falsche Religion hat zahlt Extrapreise. Das alles natürlich der Freiheit wegen. Denn Freiheit ist ist die Freiheit des Einzelnen die Gesellschaft unfrei zu machen.

    Unreguliert in die Anarchie in die totale Freiheit, die Freiheit des Recht des Stärkeren. Hipp Hipp Hurra.

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