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zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

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  1. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: bbk 19.07.17 - 15:38

    Aber selbst in 20 Jahren Schaffst du nicht genug für ein Haus um die Großstädte.

  2. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 15:41

    Vor 30 oder 40 Jahren schon. Das ist das Pech der Spätgeborenen. Die Familie meiner Freundin besitzt im Raum Frankfurt über drei Häuser. Meine eigene Familie besitzt in Nordbaden über zwei Häuser.

    Ich selbst werde niemals ein aus eigener Arbeit bezahltes Haus besitzen.

  3. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 15:45

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Freut mich dass ich mit meiner Sichtweise da nicht alleine stehe. Schade
    > ist es ja eigentlich schon. Ein brauchbares Fertighaus kostet 100K
    > schlüsselfertig. Der dafür notwendige Grund und Boden ist aber absolut
    > nicht zu bezahlen und an Dinge wie noch Fläche für einen Garten zu haben
    > braucht man gleich zwei Mal nicht zu denken.
    >
    > Eigentlich zum Haare raufen. Dieses Gefühl für Miete und für Essen zu
    > arbeiten (und halt Kram wie Gadgets, Freizeitkram, Urlaub) - befriedigend
    > ist das nicht.

    Also bei den momentan günstigen Zinsen ist der Hausbau doch kein Problem. Klar, wenns in Münchner Randlage sein soll, man aber weit weg von München arbeitet ist das etwas schwierig. Aber sonst? Häuser werden auf 25-30 Jahre abbezahlt, bei 500.000¤ Gesamtanschaffungskosten (Zinsen und Grunderwerbsteuer inkl) krichst du schon sehr wohl war ordentliches. Auf 30 Jahre abbezahlt macht das 1380¤/Monat, also weniger als 700¤ p.P. bei Doppeltverdienern. Wer alleine verdient, wird ja wohl auch kein Haus für ne halbe Million anschaffen...

  4. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 15:50

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ckerazor schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Freut mich dass ich mit meiner Sichtweise da nicht alleine stehe. Schade
    > > ist es ja eigentlich schon. Ein brauchbares Fertighaus kostet 100K
    > > schlüsselfertig. Der dafür notwendige Grund und Boden ist aber absolut
    > > nicht zu bezahlen und an Dinge wie noch Fläche für einen Garten zu haben
    > > braucht man gleich zwei Mal nicht zu denken.
    > >
    > > Eigentlich zum Haare raufen. Dieses Gefühl für Miete und für Essen zu
    > > arbeiten (und halt Kram wie Gadgets, Freizeitkram, Urlaub) -
    > befriedigend
    > > ist das nicht.
    >
    > Also bei den momentan günstigen Zinsen ist der Hausbau doch kein Problem.
    > Klar, wenns in Münchner Randlage sein soll, man aber weit weg von München
    > arbeitet ist das etwas schwierig. Aber sonst? Häuser werden auf 25-30 Jahre
    > abbezahlt, bei 500.000¤ Gesamtanschaffungskosten (Zinsen und
    > Grunderwerbsteuer inkl) krichst du schon sehr wohl war ordentliches. Auf 30
    > Jahre abbezahlt macht das 1380¤/Monat, also weniger als 700¤ p.P. bei
    > Doppeltverdienern. Wer alleine verdient, wird ja wohl auch kein Haus für ne
    > halbe Million anschaffen...

    Für 500000 bekommt man eine kleine Reihenhaushälfte im Offenbacher Neubaugebiet bzw. "Gated Community" mit 5*5 Meter Mini"garten". Ob das erstrebenswert ist, sei mal dahingestellt.

    In Nordbaden zwischen Heilbronn und Heidelberg bekommt man ein gut erhaltenes Haus aus den 90ern + größeren Garten auf einem der Dörfer irgendwo Nähe A6 etwa ab 200000¤, was noch gerade so in Ordnung geht. Das ist noch ein Rahmen wo man zusammen sagen kann: Ok, schaffen wir.

    Wer kann denn bei 0,5 Millionen und auf drei Jahrzehnte noch planen? So nen Ding fliegt einem heute auch mal schnell um die Ohren. Wie sich die Zinsen entwickeln weiß auch niemand und die Festschreibung ist nur über 10 Jahre. Wenn die anziehen und man auf 30 Jahre finanziert, viel Spaß wenn die Hütte dann weg ist.

  5. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: ArcherV 19.07.17 - 16:01

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ckerazor schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Ding ist: Es lohnt sich nicht mehr.
    > >
    > > In einem anderen Posting hatte ich angemerkt, dass man auch als
    > > Akademikerpaar ohne Kinder mit 6000 Nettoeinkommen im Monat und 3000¤
    > > Tilgung in 10 Jahren nur 360000 (Ohne Zins) abzahlen kann. In einer
    > Stadt
    > > bekommt man für 360000 nichts mehr und stadtnah wird es schon sehr
    > schwer.
    > >
    >
    > Wer zahlt den ein Haus auch auf 10 Jahre ab?!? Laufzeiten von 20-30 Jahren
    > für Häuser im Bereich der halben Million sind realistischer. Wozu auch nur
    > 10 Jahre, du willst ja dass das Haus abbezahlt ist bevor du in Rente gehst.
    > Entsprechende Berufsunfähigkeit/Invalidenversicherung sind in den Krediten
    > ja teilweise mit dabei.
    >
    > Edit: Und wenn das Haus dann mit 60 Jahren abbezahlt ist, bist du im Besitz
    > einer Immobilie die 600.000 bis 650.000 ¤ Wert ist und komplett abbezahlt.
    > Und darüber beschwerst du dich? Guck dir mal an wieviele mit 60 Jahren mit
    > gar nichts darstehen sondern nur aussicht auf mickrige Grundsicherung als
    > Rente haben...


    500.000 ¤ auf 30 Jahre wären ca. 1400 pro Monat. Das ist ungefähr das Gehalt was bei uns als Berufseinsteiger netto bekommt (eher weniger).. von daher nicht stemmbar.

  6. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: LittleJohn 19.07.17 - 16:02

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also bei den momentan günstigen Zinsen ist der Hausbau doch kein Problem.
    > Klar, wenns in Münchner Randlage sein soll, man aber weit weg von München
    > arbeitet ist das etwas schwierig. Aber sonst? Häuser werden auf 25-30 Jahre
    > abbezahlt, bei 500.000¤ Gesamtanschaffungskosten (Zinsen und
    > Grunderwerbsteuer inkl) krichst du schon sehr wohl war ordentliches. Auf 30
    > Jahre abbezahlt macht das 1380¤/Monat, also weniger als 700¤ p.P. bei
    > Doppeltverdienern. Wer alleine verdient, wird ja wohl auch kein Haus für ne
    > halbe Million anschaffen...

    500k inklusive Zinsen und Gebuehren? Fuer 320k Leihwert (was dem bei 30 Jahren Finanzierung in etwa entspricht) bekommst du in Städten >500k Einwohner und deren Umland gerade so mit Ach und Krach etwas brauchbares. In Dresden (der zur Zeit preislich günstigsten Stadt für Grunderwerb) ist der Preis fuer Grundstücke in der Startschneise vom Flughafen im Moment bei ~250 ¤/m². In Dörfern im Umland mit keiner/mäßiger ÖPNV-Anbindung liegt er bei ca. 140-160¤/m². Allerdings liegt der Verdienst in Dresden auch signifikant niedriger. Wenn man da ein Haushaltsnetto von >4000¤/Monat hat ist man schon bei den Spitzenverdienern.

  7. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 16:04

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für 500000 bekommt man eine kleine Reihenhaushälfte im Offenbacher
    > Neubaugebiet bzw. "Gated Community" mit 5*5 Meter Mini"garten". Ob das
    > erstrebenswert ist, sei mal dahingestellt.
    >
    > In Nordbaden zwischen Heilbronn und Heidelberg bekommt man ein gut
    > erhaltenes Haus aus den 90ern + größeren Garten auf einem der Dörfer
    > irgendwo Nähe A6 etwa ab 200000¤, was noch gerade so in Ordnung geht. Das
    > ist noch ein Rahmen wo man zusammen sagen kann: Ok, schaffen wir.
    >
    > Wer kann denn bei 0,5 Millionen und auf drei Jahrzehnte noch planen? So nen
    > Ding fliegt einem heute auch mal schnell um die Ohren. Wie sich die Zinsen
    > entwickeln weiß auch niemand und die Festschreibung ist nur über 10 Jahre.
    > Wenn die anziehen und man auf 30 Jahre finanziert, viel Spaß wenn die Hütte
    > dann weg ist.

    Das kostet in Offenbach deswegen soviel, weil die ganzen Frankfurter mit ihren "hochbezahlten" Jobs da hinpendeln. Das ist das was ich immer meine, es bringt nix wenn dir der Job in Frankfurt oder München 15.000¤ Brutto im Jahr mehr bringt als anderswo wo die Lebenshaltungskosten günstiger sind. Von den 15.000¤ mehr bleiben dir wegen des Spitzensteuersatzes darauf gerade mal 50% (42% plus Soli + Kirchensteuer werden abgezogen) - also 7500¤ Netto über. Das macht 625¤ netto / Monat mehr - geht aber im Regelfall allein schon für Miet- oder Baumehrkosten drauf.

    Wer jetzt also in Frankfurt arbeitet oder extra nach Frankfurt oder München zieht aber nicht mindestens 15.000¤ im Jahr Brutto mehr verdient als an Orten mit geringeren Miet- und Lebenshaltungskosten (Ostdeutschland!, aber auch weniger populäre Städte wie Freiburg, Würzburg, Kassel) der ist selbst schuld. Also, prüfe ob du nicht lieber ein Job für 5.000¤ weniger annehmen solltest ausserhalb der Metropolen, in denen sowieso eine Immobilienblase schwelt.

  8. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 16:06

    Als kleinen Lacher oder Aufreger:

    Ein 20*40 Meter Grundstück kostet im Landkreis Offenbach aktuell lässige 344.000¤. Wenn man da noch Haus, Innenausbau + Technik (Heizung, Solarkram, Pool(der kostet im Verhältnis fast nix)) und so weiter mit einpreist und noch an Carport/Garage und sonstige notwendige Arbeiten auf dem Grundstück denkt, kommt man da sehr einfach über 0,7 Millionen ¤.

    Das Abzahlen zu zweit dauert dann ohne Zins bei 3000¤ Tilgung lässige 19,4 Jahre. Ob man es schafft in der Zeit ein konstant hohes Einkommen zu erzielen? Fragen über Fragen.

  9. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 16:07

    LittleJohn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 500k inklusive Zinsen und Gebuehren? Fuer 320k Leihwert (was dem bei 30
    > Jahren Finanzierung in etwa entspricht)

    Die Rechnung ist quatsch. Die Zinseszinsen auf den Kredit berücksichtigt, aber nicht den Zinseszins auf dein Humankapital und den Hauswert in 30 Jahren. Du musst nämlich auch mit berücksichtigen dass dein Gehalt steigt, einerseits wegen der Inflation, andererseits wegen deiner höheren Gehaltsstufe bzw. mehr Berufserfahrung als IT'ler in 20 Jahren. In Berufen mit Studienabschluss ist es extrem selten, dass man als 50 jähriger weniger verdient als man mit 30 getan hat (Inflationsbereinigt). Und das Haus dürfte in 30 Jahren auch eher 600-650k ¤ Wert sein.

    Und entsprechende Versicherung die vor Invalidität/Berufsunfähigkeit schützen sind bei solchen Krediten meist sowieso Pflicht oder aber sehr dringend angeraten.

  10. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 16:11

    Dem Gedanken folge ich 100% und vertrete diesen selbst. Ich habe mal spaßhalber geschaut wo die Mieten an der Grenze zu Polen liegen, also beispielsweise in Görlitz, wunderschöne Unistadt übrigens. Altbauwohnung, renoviert, Parkett, 80qm und kalt 300 im Monat. Du bekommst dort ein einzelnes Zimmer ab 120 im Monat. Die Preise sind, wenn man hier selbst vierstellig im Monat bezahlt, wie aus einer anderen Welt.

    In Frankfurt kostet eine ranzige 3Zimmer Wohnung dagegen in der Innenstadt kalt über 1000 im Monat.

    Wo man jetzt besser lebt liegt eigentlich auf der Hand. Das Lohnniveau ist in Görlitz natürlich wesentlich niedriger durch die Grenznähe aber insgesamt lebt man dort wahrscheinlich besser.

    Vielleicht gehe ich ja mal weg von diesen dicht besiedelten Regionen wo ich bislang gelebt und gearbeitet habe. (Stuttgart, Heidelberg, FFM).

  11. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 16:15

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LittleJohn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > 500k inklusive Zinsen und Gebuehren? Fuer 320k Leihwert (was dem bei 30
    > > Jahren Finanzierung in etwa entspricht)
    >
    > Die Rechnung ist quatsch. Die Zinseszinsen auf den Kredit berücksichtigt,
    > aber nicht den Zinseszins auf dein Humankapital und den Hauswert in 30
    > Jahren. Du musst nämlich auch mit berücksichtigen dass dein Gehalt steigt,
    > einerseits wegen der Inflation, andererseits wegen deiner höheren
    > Gehaltsstufe bzw. mehr Berufserfahrung als IT'ler in 20 Jahren. In Berufen
    > mit Studienabschluss ist es extrem selten, dass man als 50 jähriger weniger
    > verdient als man mit 30 getan hat (Inflationsbereinigt). Und das Haus
    > dürfte in 30 Jahren auch eher 600-650k ¤ Wert sein.
    >
    > Und entsprechende Versicherung die vor Invalidität/Berufsunfähigkeit
    > schützen sind bei solchen Krediten meist sowieso Pflicht oder aber sehr
    > dringend angeraten.

    Gegenargumente:

    - Der Jugendwahn in Firmen und die "zu alt/überqualifiziert/zu teuer" Mentalität führt eher dazu, dass man mit 50 Probleme hat was anderes zu finden wenn man es denn muss. Und dann stehste aber schön da mit deiner Finanzierung.
    - Die aktuelle Entwicklung der Immobilien- und Grundstückpreise ist eine Blase. Vergleiche USA von vor ein paar Jahren. Das wird zusammenkippen da dort unheimlich viel heiße Luft drin ist. Und dann waren es keine 600K Wert sondern vielleicht noch 150.
    - Versicherungen, speziell BU versuchen sich so gut es geht um Zahlungen zu drücken. Da gibt es so viele Fälle dass man gar nicht alle nachlesen kann. Auch da kann man sich nicht wirklich, im Fall der Fälle, einfach darauf verlassen.

  12. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 16:21

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als kleinen Lacher oder Aufreger:
    >
    > Ein 20*40 Meter Grundstück kostet im Landkreis Offenbach aktuell lässige
    > 344.000¤. Wenn man da noch Haus, Innenausbau + Technik (Heizung, Solarkram,
    > Pool(der kostet im Verhältnis fast nix)) und so weiter mit einpreist und
    > noch an Carport/Garage und sonstige notwendige Arbeiten auf dem Grundstück
    > denkt, kommt man da sehr einfach über 0,7 Millionen ¤.

    Du beschwerst dich dass du dir kein Haus mit Garten und Pool in einer der teuersten Regionen Deutschlands leisten kannst (Großraum Frankfurt)?

    > Das Abzahlen zu zweit dauert dann ohne Zins bei 3000¤ Tilgung lässige 19,4
    > Jahre. Ob man es schafft in der Zeit ein konstant hohes Einkommen zu
    > erzielen? Fragen über Fragen.

    Da du die Zinsen weglässt brauchen wir auch nicht von Inflation auf dein Gehalt reden. Aber du solltest in 10-20 Jahren dennoch mehr verdienen - entweder durch längere Zugehörigkeit oder mehr Erfahrung und daher höherer Qualifikation. In Berufen mit Studium ist es extrem selten dass du als 50jähriger weniger verdienst denn als 30 jähriger.

    Und dass du dir ALLEINE ein Haus mit Pool in der Gegend nicht leisten kannst ist auch klar. Zu zweit mit Partner sind das immerhin "nur" 1500¤ pro Person. Und was spricht dagegen das auf 30 Jahre zu finanzieren? Wenn du mit 35 anfängst, kein Problem.

    Jammern auf hohem Niveau :) In Deutschland haben 40% der Menschen gar keine Ersparnisse oder Vermögen und leben von einem Monatsgehalt zum nächsten - ganz ohne Aussicht jemals ein Eigenheim (nichtmal 1 Zimmer Wohnung im Aussenbezirk) zu besitzen.

  13. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 16:31

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Gegenargumente:
    >
    > - Der Jugendwahn in Firmen und die "zu alt/überqualifiziert/zu teuer"
    > Mentalität führt eher dazu, dass man mit 50 Probleme hat was anderes zu
    > finden wenn man es denn muss. Und dann stehste aber schön da mit deiner
    > Finanzierung.

    Erstmal ist das Argument aus der Luft gegriffen und nicht evidenzbasiert. Die Mehrheit der 50jährigen Akademiker (!) haben mit 50 ein sehr gutes Gehalt und gute Aussicht auf dem Arbeitsmarkt. Dazu kommt dass du mit 50 ja schon ein Großteil des Hauses abbezahlt hast - dir gehört das Haus anteilig also schon und es ist im Wert gestiegen. Solltest du wirklich arbeitslos werden und nix finden, musst du verkaufen; nach 15 Jahren abzahlen dürfte da aber ein Plus stehen, weil du zwar Zinszahlungen und Grunderwerbssteuern verlierst, gleichzeitig aber 15 Jahre Mietzahlungen gespart hast. Ggf. kommt eine Wertsteigerung des Hauses obendrauf. Du gehst also in dem Fall "Ich bin 50 und krich kein Job mehr" da bei 0 raus im vergleich du hättest da die ganze Zeit gearbeitet. Und wenn du kein Haus kaufst und ständig mietest, ist das Problem dass du mit 50 keinen Job hast und mehr bekommst deutlich schlimmer - denn mit Haus und 50 Jahren sollten deine Kinder schon aus dem Haus raus sein. Und du bekommst durch den Verkauf nen dicken Batzen geld mit dem du erstmal die Trockenzeit in ner kleineren Mietswohnung überbrücken kannst.

    > - Die aktuelle Entwicklung der Immobilien- und Grundstückpreise ist eine
    > Blase. Vergleiche USA von vor ein paar Jahren. Das wird zusammenkippen da
    > dort unheimlich viel heiße Luft drin ist. Und dann waren es keine 600K Wert
    > sondern vielleicht noch 150.

    Wenn du an eine Blase glaubst, dann wirst du ganz sicher nicht in ein Haus investieren?

    > - Versicherungen, speziell BU versuchen sich so gut es geht um Zahlungen zu
    > drücken. Da gibt es so viele Fälle dass man gar nicht alle nachlesen kann.
    > Auch da kann man sich nicht wirklich, im Fall der Fälle, einfach darauf
    > verlassen.

    Da gebe ich dir Recht, als ITler ist BU sowieso unsinn (du bist als ITler selbst im Rollstuhl oder als Blinder noch nicht Berufsunfähig; da gibts 2 Jahre Reha/Umschulung und ab in den Öffentlichen Dienst als Behinderter)

  14. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Clown 19.07.17 - 16:35

    ArcherV schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 500.000 ¤ auf 30 Jahre wären ca. 1400 pro Monat. Das ist ungefähr das
    > Gehalt was bei uns als Berufseinsteiger netto bekommt (eher weniger).. von
    > daher nicht stemmbar.

    Nur will die Bank erstens noch was daran verdienen und zweitens kaum einen solchen langfristigen Kredit ohne diverse Versicherungen vergeben. Damit ist die Rechnung hinfällig.
    Da wir aktuell eine Immobilie suchen, kann ich mal sagen, was unser Banker in einer Beispielrechnung für realistisch hielt: Bei einer monatlichen Belastung von 1500 Euro sind nicht mehr als 300k Finanzierungssumme drin. Die Laufzeit müsste so 25 Jahre gewesen sein, aber da bin ich mir nicht sicher, müsste ich noch mal nachschauen.

    Blizzard: "You guys don't have phones?" ~ Bethesda: "You guys don't have friends?" ~ EA: "You guys don't have wallets?"

  15. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 16:38

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Du beschwerst dich dass du dir kein Haus mit Garten und Pool in einer der
    > teuersten Regionen Deutschlands leisten kannst (Großraum Frankfurt)?

    Nö, ich führe eine Beispielrechnung. Anscheinend kannst du ein Beispiel nicht von einer Beschwerde unterscheiden?

    > Und dass du dir ALLEINE ein Haus mit Pool in der Gegend nicht leisten
    > kannst ist auch klar. Zu zweit mit Partner sind das immerhin "nur"
    > 1500¤ pro Person. Und was spricht dagegen das auf 30 Jahre zu finanzieren?
    > Wenn du mit 35 anfängst, kein Problem.

    Du liest ja nicht mal was ich schreibe. In meinem Beispiel geht es um eine monatliche Tilgung von 3000¤, die wohl kaum jemand alleine bezahlen kann. Entsprechend, steht auch so in meinem Beispiel, schreibe ich von einem gemeinsamen Abbezahlen. Und um das leisten zu können und noch ausreichend Geld zum Leben übrig zu haben, braucht man bei zwei unverheirateten Leuten dann 2*70000 Jahresbrutto. Dann hat man, jeder für sich, noch 1500¤ im Monat von dem dann noch Alltäglichkeiten wie Essen, Versicherung, Auto, ich brauch es jetzt wohl nicht aufzählen, abgehen. Entsprechend bleiben einem dann für sich persönlich wohl etwa 500¤ Taschengeld zur freien Verfügung.

    Ob es sich lohnt für den potentiellen Besitz einer Immobilie 20 Jahre jede Woche 50 Stunden zu buckeln ohne Garantie, dass man die Finanzierung über die Laufzeit halten kann. Ohne Garantie dass man plötzlich ohne Partner dasteht. Ohne Garantie dass man mal ernsthaft erkrankt? Ich halte das eben zum einen für nicht finanzierbar, auch nicht aus der Perspektive Spitzenverdiener und zum anderen halte ich das für ein Hochrisikoinvestment. Besser fährt man bei den aktuellen Preisen mit Vorort Miete + übrige Knete in Anlagevermögen stecken.

    > Jammern auf hohem Niveau :) In Deutschland haben 40% der Menschen gar keine
    > Ersparnisse oder Vermögen und leben von einem Monatsgehalt zum nächsten -
    > ganz ohne Aussicht jemals ein Eigenheim (nichtmal 1 Zimmer Wohnung im
    > Aussenbezirk) zu besitzen.

    Und was genau hat das jetzt mit meiner Beispielrechnung zu tun? Du bist nicht fähig zu einem Gespräch. Arbeite an dir.

  16. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 16:42

    Schönes und positives Posting. Finde ich prima. Mehr als meine Zustimmung hinschreiben kann ich da gerade nicht aber einfach nichts mehr sagen wollte ich auch nicht. Es gibt nichts schlimmeres als ein Gespräch ohne Abschluss:)

  17. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 17:12

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Ding ist: Es lohnt sich nicht mehr.
    >
    > In einem anderen Posting hatte ich angemerkt, dass man auch als
    > Akademikerpaar ohne Kinder mit 6000 Nettoeinkommen im Monat und 3000¤
    > Tilgung in 10 Jahren nur 360000 (Ohne Zins) abzahlen kann. In einer Stadt
    > bekommt man für 360000 nichts mehr und stadtnah wird es schon sehr schwer.
    >
    > Es lohnt sich nicht.

    Weil eine Tilgungsfrist von 10 Jahren extrem unrealistisch ist. Klar willst du das innerhalb der Zinsbindung, aber das ist schmarrn. Einfach Sondertilgung vereinbaren und du wirst stets du Marktüblichen Koditionen verzinst, und nicht in "Zinsgeiselhalft" genommen. Wozu willst du überhaupt auf 10 Jahre abzahlen? Es reicht doch wenn du die Mietzahlungen, die du 30 Jahre lang berappen würdest, aufbringst?

  18. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 17:21

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ckerazor schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Ding ist: Es lohnt sich nicht mehr.
    > >
    > > In einem anderen Posting hatte ich angemerkt, dass man auch als
    > > Akademikerpaar ohne Kinder mit 6000 Nettoeinkommen im Monat und 3000¤
    > > Tilgung in 10 Jahren nur 360000 (Ohne Zins) abzahlen kann. In einer
    > Stadt
    > > bekommt man für 360000 nichts mehr und stadtnah wird es schon sehr
    > schwer.
    > >
    > > Es lohnt sich nicht.
    >
    > Weil eine Tilgungsfrist von 10 Jahren extrem unrealistisch ist. Klar willst
    > du das innerhalb der Zinsbindung, aber das ist schmarrn. Einfach
    > Sondertilgung vereinbaren und du wirst stets du Marktüblichen Koditionen
    > verzinst, und nicht in "Zinsgeiselhalft" genommen. Wozu willst du überhaupt
    > auf 10 Jahre abzahlen? Es reicht doch wenn du die Mietzahlungen, die du 30
    > Jahre lang berappen würdest, aufbringst?

    Du das Ding ist: Vor 10 Jahren waren die Löhne fast gleich. Immobilien waren aber etwa 40% günstiger. Natürlich will man so was immer so schnell wie möglich abbezahlt haben. Wenn du dich auf 30 Jahre festlegen kannst, bitte. Ich kann und möchte das nicht. Bin halt ein paar Jahre zu spät dran. Man sucht sich nicht aus, wann man geboren wird.

  19. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: Clown 19.07.17 - 17:31

    Nur sind 50% des Nettoeinkommens reine Tilgung illusorisch.

    Blizzard: "You guys don't have phones?" ~ Bethesda: "You guys don't have friends?" ~ EA: "You guys don't have wallets?"

  20. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: sicn 19.07.17 - 17:45

    Hier muss ich wirklich beipflichten. Ein bisschen Hintergrund: Ich bin selbst Leiter der Softwareentwicklung bei einem kleineren Unternehmen (bisschen über 30 Mitarbeiter) und es fällt in meinen Aufgabenbereich, neue Kollegen zu finden.

    Was ich da (und wirklich hauptsächlich von jungen Talenten) bekomme, macht mir oft schon Angst. Man erwartet ein Megagehalt, man will so viel wie möglich von zu Hause arbeiten, und am besten noch kurze Woche und extra viel Urlaub.

    Freizeit ist wichtig, und das verstehe auch ich (obwohl ich selbst sehr viel Zeit in meinen Beruf, ja... sogar "Berufung", investiere), aber ich frag mich ab und zu wie manche Kandidaten ihren eigenen Wert einschätzen. Man hat zwei Jahre gearbeitet, will 6000¤/Monat und dazu noch viel Urlaub und alle denkbaren Annehmlichkeiten.

    Wir bezahlen private Krankenversicherung, private Rentenversicherung, geben Rabatte auf Bahn & Co, geben die üblichen 30 Tage Urlaub, lassen Mitarbeiter ihre Zeit selbst einteilen (es sei denn, man muss einen Kunden treffen, oder es ist irgendein Meeting) und bezahlen darauf noch jährlich ein Besuch plus Spesen bei selbstgewählter Developer-Conference. Das aber reicht schon nicht mehr, weil wer für sein Geld arbeiten muss, ist einfach nicht "cool genug" unter den anderen U30ern.

    So einige, die halt nur in den Zeiten von "Fachkräftemangel" gearbeitet haben, sind halt da einfach völlig falsch eingetuned. Ich mach' es meinen Kollegen gerne so leicht wie möglich, aber die Erwartungen sind einfach mittlerweile zu hoch gestellt. Wir wollen unsere Mitarbeiter lang halten und nicht beim ersten Zeichen von Wirtschaftsflaute links und rechts Leute rausschemissen. Bei einem Gehalt, welches jeglichen Sicherheitspuffer ausschliesst, ist eine stabiles Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis einfach nur noch ein Wunschtraum.

    Das Problem hier ist ja auch, das ein überzogenes Gehalt den Willen zur Arbeit noch mehr mindert, man hat ja eh schon genug Geld...

    Aber gut, wir machen trotzdem keine Kompetenzabstriche und wachsen halt langsamer, was solls...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.07.17 17:46 durch sicn.

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Cyberangriffe: Attribution ist wie ein Indizienprozess
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Russland hat den Bundestag gehackt! China wollte die Bayer AG ausspionieren! Bei großen Hackerangriffen ist oft der Fingerzeig auf den mutmaßlichen Täter nicht weit. Knallharte Beweise dafür gibt es selten, Hinweise sind aber kaum zu vermeiden.
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Offene Prozessor-ISA: Wieso RISC-V sich durchsetzen wird
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