1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Ever Given im Suezkanal…

Wegen eines Schiffes?

Helft uns, die neuen Foren besser zu machen! Unsere kleine Umfrage dauert nur wenige Sekunden!
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Wegen eines Schiffes?

    Autor: franzropen 24.03.21 - 19:15

    Wenn ein Schiff dem Welthandel ins schwanken bringen kann, dann sollten wir langsam überlegen ob da nicht irgendwas falsch läuft.
    Wenn alles so auf Kante genäht ist, muss es früher oder später knallen.

  2. Re: Wegen eines Schiffes?

    Autor: gloqol 24.03.21 - 19:28

    Kam doch vorher im TV das hinter diesem Schiff schon mehrere große Pötte Schlange stehen mit zehntausenden Containern....

    Das Liefersystem Asien - Europa steht aktuell unter Spannung ich denke jemand der im Logistik Bereich arbeitet könnte hierzu noch mehr Infos geben..

    Ich weiss nur dass aktuell ganz viele Bauteile aus Asien - abgesehen von GPUs - rar sind.

  3. Re: Wegen eines Schiffes?

    Autor: schnedan 24.03.21 - 19:37

    vor allem, wie kann bei einem 2018 gebauten Schiff der komplette Strom ausfallen? auf einem 400m Schiff sollte genug Platz sein für n paar Notstromdiesel, und die wichtigsten Antriebe (Ruder) sollten doppelt und dreifach vorhanden sein.

  4. Re: Wegen eines Schiffes?

    Autor: Michagnom 24.03.21 - 19:53

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ein Schiff dem Welthandel ins schwanken bringen kann, dann sollten wir
    > langsam überlegen ob da nicht irgendwas falsch läuft.
    > Wenn alles so auf Kante genäht ist, muss es früher oder später knallen.
    Es ist halt immernoch billiger, eine solche Schwachstelle in Kauf zu nehmen als jedes einzelne Schiff einen Wochenlangen Umweg fahren zu lassen.

    Das ist reine Risikoberechnung. Ist es billiger, alle paar Monate (wirklich oft passiert das ja nicht) mal eine Verzögerung um einige Tage zu haben oder dauerhaft Ware für mehrere Produnktionstage vorzuhalten.

  5. Re: Wegen eines Schiffes?

    Autor: Trockenobst 24.03.21 - 20:12

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ein Schiff dem Welthandel ins schwanken bringen kann, dann sollten wir
    > langsam überlegen ob da nicht irgendwas falsch läuft.

    Einer hat ausgerechnet, dass es ca. 1,5 Milliarden kosten würde eine Motherboardproduktion (PC, Grafikkarten) in Europa anzusiedeln. Ähnliche zahlen hört man aus den USA. Das könnten Bosch und Co. schon wuppen. Das Problem ist aber, dass es die Fachleute in Massen nicht gibt. Die anzulernen bräuchte sicherlich 2-3 Jahre.

    Wir reden davon, nur die Chips die es schon gibt drauf löten, also kein eigenes Design, nur als Auftragsfertiger zu arbeiten. Intel will 3 Milliarden pro Fab ausgeben, eine in Irland. Also kommt das schon ganz gut hin, das es doppelt so teuer ist wenn man auch noch eigene Chips designen will. Und Intel hat 30 Jahre Erfahrung damit.

  6. Re: Wegen eines Schiffes?

    Autor: Michagnom 24.03.21 - 20:19

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einer hat ausgerechnet, dass es ca. 1,5 Milliarden kosten würde eine
    > Motherboardproduktion (PC, Grafikkarten) in Europa anzusiedeln. [...]
    > Wir reden davon, nur die Chips die es schon gibt drauf löten, also kein
    > eigenes Design, nur als Auftragsfertiger zu arbeiten.
    Ob nun die fertigen Motherboard hinter Ever Given festhängen oder die Bauteile dafür, macht ja keinen großen Unterschied. Wenn Bosch jetzt schon keine fertigen Motherboard auf Lager liegen hat um einige Tage zu überbrücken hätten sie auch die Beuteile nicht für mehrere Tage. Aber wenn die genug Motherbaord da haben hätten sie auch Beuteile da. Es ist eigentlich egal, ob die Dinger in China zusammengebaut werden oder in Europa, zumindest was die Verfügbarkeit angeht. Der Vorteil an der Produktion in China ist halt der Preis. Natürlich wäre es schön, das hier einige Arbeitsplätze entstehen aber sowas braucht ja nicht viel Personal. Dazu bringt das auch nicht wenn Bosch dadurch dann so teuer wird, das man die Dinger einfach weiter in China baut und dann eben nicht "Bosch" sondern "Busch" draufsteht. Dann hat man noch weniger Mitarbeiter in Deutschland, ist auch doof.

  7. Re: Wegen eines Schiffes?

    Autor: kos9090 24.03.21 - 21:00

    schnedan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > vor allem, wie kann bei einem 2018 gebauten Schiff der komplette Strom
    > ausfallen? auf einem 400m Schiff sollte genug Platz sein für n paar
    > Notstromdiesel, und die wichtigsten Antriebe (Ruder) sollten doppelt und
    > dreifach vorhanden sein.

    Wo steht denn dass der Strom ausgefallen ist? Aber ja, auch das passiert manchmal. Immerhin wird der an Bord selbst erzeugt und wenn die Hauptschalttafel streikt nützen auch 10 Diesel nichts.

    Kleiner Exkurs: Ich habe selbst auf solchen Schiffen gearbeitet. Rudermaschine ist mindestens 2x vorhanden. Notstromdiesel gibt es neben den normalen Dieselaggregaten auch. Allerdings reichen im Suez Kanal schon 1-2 Minuten ohne Antrieb (Davon gibt's nur einen) und das Schiff liegt wegen der Windangriffsfläche quer und steckt im Sand.

  8. Re: Wegen eines Schiffes?

    Autor: Sharra 25.03.21 - 00:47

    Ein einziger Unfall sorgt auch dafür, dass eine unserer tollen Autobahnen teilweise sogar in beide Richtungen voll gesperrt wird. Für mehrere Stunden.
    Ein Unfall auf einem Flughafen, legt diesen komplett lahm.

    Es gibt überall single points of failure.

    Und du hast absolut keine Vorstellung davon, was es kosten würde so einen Kanal so auszubauen, dass so etwas wie jetzt kein Problem darstellen würde. Wer möchte das denn bezahlen? Du, über deutlich höhere Produktpreise, weil die Transitgebühren massiv erhöht werden? Ich denke ja wohl kaum.

  9. Re: Wegen eines Schiffes?

    Autor: chefin 25.03.21 - 07:28

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ein Schiff dem Welthandel ins schwanken bringen kann, dann sollten wir
    > langsam überlegen ob da nicht irgendwas falsch läuft.
    > Wenn alles so auf Kante genäht ist, muss es früher oder später knallen.

    dieses Containerschiff transportiert 20.000 TEU, das sind also 20Fuss Container oder 6m. Ein Zug dieser Länge wäre also 120km lang. Es gibt ca 100 dieser Containergiganten, die rumfahren und noch viele hundert weitere die kleiner sind.

    Ohne das wäre ein Transport dieser Menge an Gütern garnicht möglich. Zugverkehr? Schiffe können wenigstens überholen, Züge nicht. Züge dienen dann dem regionalen Transport im Land. Schiffe von Kontinent zu Kontinent.

    Und ja, du hast recht, logistik ist ein sehr fragiles Gebilde.

  10. Re: Wegen eines Schiffes?

    Autor: x2k 25.03.21 - 07:51

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > franzropen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn ein Schiff dem Welthandel ins schwanken bringen kann, dann sollten
    > wir
    > > langsam überlegen ob da nicht irgendwas falsch läuft.
    >
    > Einer hat ausgerechnet, dass es ca. 1,5 Milliarden kosten würde eine
    > Motherboardproduktion (PC, Grafikkarten) in Europa anzusiedeln. Ähnliche
    > zahlen hört man aus den USA. Das könnten Bosch und Co. schon wuppen. Das
    > Problem ist aber, dass es die Fachleute in Massen nicht gibt. Die
    > anzulernen bräuchte sicherlich 2-3 Jahre.
    >
    > Wir reden davon, nur die Chips die es schon gibt drauf löten, also kein
    > eigenes Design, nur als Auftragsfertiger zu arbeiten. Intel will 3
    > Milliarden pro Fab ausgeben, eine in Irland. Also kommt das schon ganz gut
    > hin, das es doppelt so teuer ist wenn man auch noch eigene Chips designen
    > will. Und Intel hat 30 Jahre Erfahrung damit.

    Da vermischt du aber chip produktion und hardware zusammenbau. Der Raspberry wird in UK zusammen gebaut, die chips darauf kommen aber aus asien.

    Amd hatte in Dresden eine Chip-Schmiede fachleute gibt es also (nebenbei bemerkt waren die kerne die da gebaut wurden verdammt gut) auf den alten Athlon stand noch made in Germany, assambled in Malaysia. War damals wohl billiger hier die kerne zu ätzen und sie in Malaysia in ein Gehäuse zu kleben...


    Ich glaube aber eher das dieser Mangel an diverser Hardware
    Eher die Auswirkungen eines wirtschaftskrieges sind, ein gewisser präsentiert hat den Chinesen etwas auf die Füße geTrumpt und europa hat sich daran beteiligt. Ich Wette im China gibts absolut keinen mangel, aber das erfahren wir leider nicht aus den Nachrichten.

  11. Re: Wegen eines Schiffes?

    Autor: mimimi 25.03.21 - 07:59

    Der Obertroll schwurbelt wieder....

  12. Re: Wegen eines Schiffes?

    Autor: mfeldt 25.03.21 - 08:21

    schnedan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > vor allem, wie kann bei einem 2018 gebauten Schiff der komplette Strom
    > ausfallen? auf einem 400m Schiff sollte genug Platz sein für n paar
    > Notstromdiesel, und die wichtigsten Antriebe (Ruder) sollten doppelt und
    > dreifach vorhanden sein.

    Nur so geraten: So eine Kleinstadt manövriert man nicht mit klassischen Rudern durch den Suezkanal. Da braucht's Querstrahlantriebe, und die fressen sicher eine ganze Menge Strom!

  13. Re: Wegen eines Schiffes?

    Autor: Kilpikonna 25.03.21 - 12:33

    Falsch. Ein Schiff wird ganz klassisch mit einem Ruder gesteuert.
    Querstrahlruder sind nur zum Manövrieren im Hafen gebräuchlich und aufgrund ungünstiger Strömungsverhältnisse unwirksam, wenn das Schiff mehr als ein paar einzelne Knoten Fahrt macht. Etliche Schiffe, z.B. VLCC, haben auch gar keine Querstrahlruder und fahren trotzdem.

    Stromausfälle sind auf Schiffen zwar nicht gerade an der Tagesordnung, aber kommen halt alle paar Monate mal vor. Man hat eine gewisse Last, die von Dieselaggregaten abgedeckt wird. Von Ausnahmen (manövern im Hafen) abgesehen laufen da nur so viele Aggregate, wie nötig sind, um den aktuellen Energiebedarf abzudecken, denn alles Andere senkt den Wirkungsgrad, kostet Geld und treibt diverse Ökos in den Wahnsinn. Wenn also ein Aggregat ausfällt, muss man Last abwerfen, und wenn das nicht schnell genug passiert, hat man einen Blackout.
    Kritisches Equipment, z.B. die Brückensysteme, AMS oder IAS etc. wird dann von USV versorgt, und grundsätzlich sind Schiffe auch schwarzstartfähig - mindestens ein Generator kann manuell ohne existierende Stromversorgung gestartet werden.
    Aber die größeren Verbraucher wie Ruderanlage usw. kann man nicht über USV abdecken, die brauchen zu viel Energie. Und Zwischenfälle sind zu selten, und die Auswirkungen sind in den allermeisten Fällen vernachlässigbar, weswegen es einfach nicht angebracht ist, da ne Abdeckung zu fordern.
    Mal davon abgesehen, dass ein Ausfall auch schlicht und einfach durch Ausfall von Computerequipment verursacht sein kann, da steuert ja niemand manuell an nem Hydraulikventil. Blackouts sind ja nur ein mögliches Problem unter vielen.

    Die Hauptmaschine ist übrigens bei den meisten Frachtern nur einmal vorhanden (von LNG-Tankern mal abgesehen). Die Maschine, Welle, Propeller und Ruderanlage sind so ungefähr das teuerste am ganzen Schiff.

  14. Re: Wegen eines Schiffes?

    Autor: Trockenobst 25.03.21 - 22:39

    Michagnom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ob nun die fertigen Motherboard hinter Ever Given festhängen oder die
    > Bauteile dafür, macht ja keinen großen Unterschied.

    Ein paar 1000GPU Chips kriegt man gestapelt im Koffer von Shanghai zurück geflogen.
    Fertige Grafikkarten im Karton brauchen den 20xfachen Platz und Kosten.
    Viel teurer wäre es in Europa/USA nicht, wenn man die gesamte Prozesskette im Griff hätte.
    Halbfertige Motherboards zusammenstecken macht sicherlich Null Sinn.

  15. Re: Wegen eines Schiffes?

    Autor: Dystopinator 26.03.21 - 05:22

    Ist bestimmt ein Softwareproblem

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin
  2. embeX GmbH, Freiburg im Breisgau, Unna
  3. VON RUEDEN Partnerschaft von Rechtsanwälten, Berlin
  4. Advantest Europe GmbH, Böblingen

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 172,90€
  2. 69,90€ (Bestpreis)
  3. (u. a. Razer Basilisk Ultimate Wireless Gaming-Maus und Mouse Dock für 129€, Asus ROG Strix G17...
  4. (u. a. Samsung GQ65Q80T 65 Zoll QLED für 1.199€, Corsair HS60 Over-ear-Gaming-Headset Carbon...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme