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  5. › Ex-Sun-Chef Jonathan Schwartz packt…

Sorry aber SUN Microsystems

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  1. Sorry aber SUN Microsystems

    Autor: Autor 11.03.10 - 09:52

    hat es nicht geschafft, ihre Java-Technologie gewinnbringend am Markt einzusetzen. (ich rede über das SUN der 2000er Jahre vor der Übernahme durch Oracle)

    Das Servergeschäft ist ebenfalls jahrelang schleppend verlaufen.

    Am Ende haben die Investoren in den 2000er Jahren viel Geld verloren.

    Was immer man von MSFT halten mag, SUN hat den Entwicklern vielleicht Spaß gemacht, aber den Leuten, die das ganze finanzierten nicht. (Anleger, auch Kleinanleger)

    Openoffice kostenlos und StarOffice parallel kostenpflichtig?
    Wie soll so etwas wirtschaftlich sein?

    Java ist fast überall im Internet vertreten, aber Gewinne hat SUN m.E. damit nicht wirklich viele gemacht.

    "Schwartz packt aus";
    Schwartz sollte lieber mal erklären, wieso die es nicht geschafft haben bei Umsätzen im Millardenbereich konstant Gewinne zu machen, in mnachen Jahren hatten die sogar Verluste im Millardenbereich(!)

  2. Re: Sorry aber SUN Microsystems

    Autor: Alptraum 11.03.10 - 10:20

    Jo, Sun hätte es sollen wie SCO machen und das Kerngeschäft aufs Klagen auslegen und dann kräftig den Patenttroll raushängen lassen sollen.
    Dann wären sie zwar heute auch Pleite, aber die Kriegskassen wären immer noch prall gefüllt. ;-)

  3. Re: Sorry aber SUN Microsystems

    Autor: puschteblume 11.03.10 - 10:27

    Sun gehört für mich zu den wenigen Firmen, für die ich schon immer gerne gearbeitet hätte. Ich habe früher Sun Hardware und Software verkauft, und entwickle heute mit Java. Ich finde, dass Sun zu den wenigen Firmen gehörten, die noch ideologisch agiert haben. Investoren? Menschen die versuchen Geld mit Geld zu verdienen, sind mir sehr suspekt. Wenn ich mein Auto auf einen Parkplatz stelle, dann muss ich auch dafür zahlen und bekomme kein Geld (leider).

    Für Sun spricht, dass man der Softwaregemeinde sehr viel zur Verfügung gestellt hat, ohne dafür bezahlen zu müssen. Das hat Sun schon konsequenterweise für StarOffice gemacht und den Menschen ein solides Stück Software geschenkt. Was interessieren mich da die Investoren? Hätten die das sagen gehabt, dann würde es heute kein OpenOffice geben. Mein Dank sei darum den Investoren nur insoweit geschuldet, dass sie den Sun Mitarbeitern die Möglichkeit gaben, in Ruhe solide und "freie" Software zu entwickeln. Auch der JCP ist in dieser Form ohne Sun kaum denkbar. Merci an alle.

  4. Re: Sorry aber SUN Microsystems

    Autor: Autor 11.03.10 - 10:38

    puschteblume schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sun gehört für mich zu den wenigen Firmen, für die ich schon immer gerne
    > gearbeitet hätte. Ich habe früher Sun Hardware und Software verkauft, und
    > entwickle heute mit Java. Ich finde, dass Sun zu den wenigen Firmen
    > gehörten, die noch ideologisch agiert haben. Investoren? Menschen die
    > versuchen Geld mit Geld zu verdienen, sind mir sehr suspekt. Wenn ich mein
    > Auto auf einen Parkplatz stelle, dann muss ich auch dafür zahlen und
    > bekomme kein Geld (leider).

    Ohne Investoren (auch nud vor allem Kleinanleger wäre dein Auto
    gar nicht produziert worden, oder es wäre ein Auto für alle (Trabi)

    So wie der Bauer seine Ernte einfährt, so möchte der Aktionär auch seine Dividende haben. Die muss nicht unendlich wachsen, aber sollte schon da sein, sonst lohnt sich das ganze ja nicht.
    Du bringst dein Geld ja auch aufs Sparbuch und willst Zinsen, nicht?

    Viele die in SUN investiert waren, waren eben keine Großanleger, sondern kleine Leute die auch von den Produkten überzeugt waren. Die mussten zusehen wie das tolle Management Verluste einfuhr. Ich bin ziemlich sicher, dass Schwartz jetzt kein "armer" Mann ist.


    > Was interessieren mich da die Investoren? Hätten die
    > das sagen gehabt, dann würde es heute kein OpenOffice geben. Mein Dank sei
    > darum den Investoren nur insoweit geschuldet, dass sie den Sun Mitarbeitern
    > die Möglichkeit gaben, in Ruhe solide und "freie" Software zu entwickeln.
    > Auch der JCP ist in dieser Form ohne Sun kaum denkbar. Merci an alle.

    Du bedankst dich den Investoren, dass sie dir etwas schenkten. Hättest du denen Geld geschenkt?

  5. Re: Sorry aber SUN Microsystems

    Autor: Martin7 11.03.10 - 10:45

    > Openoffice kostenlos und StarOffice parallel kostenpflichtig?
    > Wie soll so etwas wirtschaftlich sein?

    GENAUSO wie es ist!
    Sun behält so einerseits die Fäden für OOo in der Hand und hat andererseits seine eigene kommerzielle OOo-Distribution (=StarOffice) die es nötigenfalls jederzeit mit properitären ZUsätzen ergänzen kann.

    OOo/StarOffice ist hingegen ohnehin nicht wirtschaftlich durch den Softwarteverkauf, sonderen außschliesslich durch Dienstleistungen, hier dürfte aber Sun sowohl bei StarOffice als auch bei OOo anständig verdienen, mutmaßlich bei OOo mehr weil inzwischen dessen Verbreitung (auch bei kommerziellen Anwendern) höher sein dürfte.

  6. Re: Sorry aber SUN Microsystems

    Autor: ehrlich 11.03.10 - 10:45

    Autor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Du bringst dein Geld ja auch aufs Sparbuch und willst Zinsen, nicht?

    Ich will es vor allem nicht zuhause horten ;-)

    Übrigens gibt's genügend Banken, die Gebühren erheben...

    > Du bedankst dich den Investoren, dass sie dir etwas schenkten. Hättest du
    > denen Geld geschenkt?

    Ja. "Donate" steht überall und ab und zu verwende ich diese Funktion. Wenn Investoren dahinterstehen, bekommen die auch was davon ab, oder?

  7. Re: Sorry aber SUN Microsystems

    Autor: Martin7 11.03.10 - 10:51

    > Für Sun spricht, dass man der Softwaregemeinde sehr viel zur Verfügung
    > gestellt hat, ohne dafür bezahlen zu müssen. Das hat Sun schon
    > konsequenterweise für StarOffice gemacht und den Menschen ein solides Stück
    > Software geschenkt.

    Ohne Zweifel, nur war das Ganze in Summe auch für Sun von wirtschaftlichem Vorteil.

    > Was interessieren mich da die Investoren? Hätten die
    > das sagen gehabt, dann würde es heute kein OpenOffice geben.

    Diese Aussage, solltest Du mit einer Quelle belegen, ohne Beleg glaube ich das im konkreten Fall von OOo nämlich nicht.

  8. Re: Sorry aber SUN Microsystems

    Autor: Autor 11.03.10 - 10:56

    Martin7 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Openoffice kostenlos und StarOffice parallel kostenpflichtig?
    > > Wie soll so etwas wirtschaftlich sein?
    >
    > GENAUSO wie es ist!
    > Sun behält so einerseits die Fäden für OOo in der Hand und hat andererseits
    > seine eigene kommerzielle OOo-Distribution (=StarOffice) die es
    > nötigenfalls jederzeit mit properitären ZUsätzen ergänzen kann.

    Wenn du OpenOffice kostenlos downloaden kannst, mittlerweile incl. der Base Datenbank, warum solltest du StarOffice kaufen?

    > OOo/StarOffice ist hingegen ohnehin nicht wirtschaftlich durch den
    > Softwarteverkauf, sonderen außschliesslich durch Dienstleistungen, hier
    > dürfte aber Sun sowohl bei StarOffice als auch bei OOo anständig verdienen,
    > mutmaßlich bei OOo mehr weil inzwischen dessen Verbreitung (auch bei
    > kommerziellen Anwendern) höher sein dürfte.

    Ach, es gab eine SUN Office Consulting Abteilung?
    Das wäre mir neu.

    Selbst wenn, man müsste mit der Beratung selbst (nicht durch Externe, Freelance etc.) so viel verdienen dass sich die Entwicklung lohnt.

    Angesichts des Millardenverlusts von SUN in 2009 war das anscheinend nicht der Fall.

  9. Re: Sorry aber SUN Microsystems

    Autor: Martin7 11.03.10 - 12:36

    > Wenn du OpenOffice kostenlos downloaden kannst, mittlerweile incl. der Base
    > Datenbank, warum solltest du StarOffice kaufen?

    Ganz einfach: weil es Kunden gibt die StarOffice deshalb vorziehen weil sie glauben es wäre besser und es wäre verlässlicher u.Ä., weil ein kommerzieller Hersteller dahinter steht.

    Trotz der völlig offenen Kommunikation zu OOo/StarOffice (z.B. im Internet) gibt es z.B. noch genügend Kunden die StarOffice nur deshalb vorziehen weil es gleich fertige Vorlagen mitbringt. Jeder der sich auch nur ein bisschen auskennt weiß das er für OOo gleichwertige Vorlagen, teils sogar bessere Vorlagen und ganz sicher auch mehr Vorlagen für 'lau' bekommt und diese inzwischen auch völlig bequem installieren kann, nur hat das nicht auf die Entscheidung aller OOo/StarOffice Käufer Einfluss.

    Einfach gesagt:
    ich kenne heutzutage keinerlei Grund mehr StarOffice den Vorzug zu geben, nur weiß ich das es immer noch Leute gibt die das tun.

    Für die Vergangenheit muß man das sogar noch anders formulieren denn dort war es tatsächlich so das Sun die Entscheidung (auch) StarOffice kostenlos abzugeben wieder zurückgezogen hat weil damit weniger StarOffice-Pakete absetzbar waren als gegen Bezahlung, häufig schon allein deshalb weil kommerzielle Anwender es gewohnt waren irgendeinen Anschaffungspreis für ihre Software in ihre Bilanzierung schreiben zu können.

    > Ach, es gab eine SUN Office Consulting Abteilung?

    Ja sicher. (wie die Sun nennt kann ich Dir jetzt nicht sagen)
    Sun bietet sowohl ganz normalen kommerziellen Support zu OOo an, vor allem aber bietet Sun Dienstleistungen zu OOo an die praktisch nur Sun anbieten kann (weil es den Hauptteil der Entwickler stellt und schlicht über Erfahrungsvorsprung im Umgang mit dem OOo-Code verfügt), es ist z.B. kein Geheimnis das für die Duden-Rechtschreibprüfung für OOo Änderungen in OOo beschleunigt vorgenommen wurden (die sonst erst später gemacht worden wären) und das das Sun gemacht hat.

    > Selbst wenn, man müsste mit der Beratung selbst (nicht durch Externe,
    > Freelance etc.) so viel verdienen dass sich die Entwicklung lohnt.

    Nein. Wieso sollte es zwingend sein das Sun mit diesem einen Teilaspekt genügend verdient.
    Es gibt ja noch weitere Faktoren, z.B. den strategischen Wert des gesamten Engagements für OOo.

    > Angesichts des Millardenverlusts von SUN in 2009 war das anscheinend nicht
    > der Fall.

    Blödsinn.
    OOo ist ein winziger Teil des Engagements von Sun, selbst wenn dort nur verluste aufliefen wäre das für die Gesamtbilanz überhaupt nicht von nennenswertem Gewicht - das sollte dir schon klar sein wenn Du hier von "Milliardenverlusten" sprichst, denn selbst wenn man annimmt Sun hätte mit OOo/StarOffice nicht einen Cent Einnahmen gehabt und würe demhingegen alle Ausgaben für OOo/StarOffice seit 1999 zusammenzählen käme man noch nicht einmal andeutungsweise in die Nähe auch nur einer Milliarde, sondern läge wit darunter.

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