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Künstliche unnötige Marktbarrieren als Anbieterschutz
Autor: .02 Cents 17.04.19 - 07:59
Ich weiss nicht, ob es unbedingt Uber - selbst ein Unternehmen mit durchaus fragwürdigen Praktiken - sein muss, die von Marktumwälzungen profitieren. Es sollte aber auf jeden Fall der Verbraucher sein.
Schaut man sich den Taxi Markt an: Es gab mal Zeiten vor GPS und Navi, vor Mobiltelefon und Smartphone, da war es nachvollziehbar, wenn Taxifahrer umfassende Ortskenntnisse hatten, die Strassenkarte von Stadt und Region etc. auswendig kannten. Städte und Gemeinden haben auch zusätzlich eine gewisse Infrastruktur für Taxis bereitgestellt und reserviert in Form von Taxi Stellplätzen, separaten Fahrspuren für Bus / Taxi u.ä. Ob das in Deutschland zu Lizenz Einnahmen führt wie in den USA, weiss ich nicht - ich würde es aber vermuten.
Für den Verbraucher bietet das aber mittlerweile nur noch Nachteile. Ausserhalb des Berufsverkehrs vertraue ich beispielsweise einem Taxifahrer nicht, dass er den kürzesten / schnellsten / günstigsten Weg sucht - ganz im Gegenteil: Mein Vertrauen in das billigste Navi ist deutlich grösser. Auch Taxistände oder Taxi Zentralen - beides eher Relikte. Das eine Smartphone App beiden dieser Dienstleistungen überlegen ist, hat Uber glaube ich weltweit bewiesen.
Von daher: Der künstliche Schutz dieser Branche hat nichts mit Verbraucherinteressen zu tun. -
Re: Künstliche unnötige Marktbarrieren als Anbieterschutz
Autor: Kondom 17.04.19 - 08:08
Gesonderte Taxistände finde ich gut, so parken die Taxis nicht einfach die Straße zu.
Auch das keine Privatpersonen einfach so Beförderungsdienste anbieten dürfen finde ich richtig. Taxis werden regelmäßiger gewartet, die Fahrer müssen regelmäßig zu Fahrtauglichkeitstests, der Staat prüft die Unternehmen unregelmäßig.
Das alles gilt für Privatfahrer nicht.
Die gegenwärtigen Gesetze sind absolut veraltet, das stimmt. Das hat die Regierung ja auch erkannt und arbeitet daran.
Meiner Meinung nach muss vor allem die dämliche Rückkehrregel zur Zentrale fallen und die Taxisstände für alle Unternehmen geöffnet werden. Die Unternehmen sollten sich entsprechend am Ausbau und Instandhaltung der Stände beteiligen.
Die regelmäßigen Kontrollen der Fahrzeuge und Fahrer sollte man aber auf keinen Fall lockern. -
Re: Künstliche unnötige Marktbarrieren als Anbieterschutz
Autor: ZuWortMelder 17.04.19 - 08:38
Danke, so würde ich es auch formulieren.
Der umfassendere Kundenversicherungsschutz, die an regelmässigen Fahrzeug- und Fahrerfahrtüchtigkeitskontrollen gekoppelte Lizenz sollten bestehen bleiben.
Wenn die "Neuen" dann eine Dienstleistung aus den Boden stampfen wollen und können; bitteschön, aber dieses Preisgedrücke auf den Rücken der Fahrer und der (Abge)Sicherheit der Kunden finde ich echt unsozial.
Unsere Gesellschaft hat sich auf gewisse Regeln und Bedingungen für Personenbeförderung geeinigt und an diese hat man sich, bis sie abgeändert werden, zu halten. -
Re: Künstliche unnötige Marktbarrieren als Anbieterschutz
Autor: happymeal 17.04.19 - 09:06
.02 Cents schrieb:
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> Ausserhalb des Berufsverkehrs vertraue ich beispielsweise einem Taxifahrer
> nicht, dass er den kürzesten / schnellsten / günstigsten Weg sucht - ganz
> im Gegenteil: Mein Vertrauen in das billigste Navi ist deutlich grösser.
Lenkt das Navi dann auch das Auto? -
Re: Künstliche unnötige Marktbarrieren als Anbieterschutz
Autor: v4d3r 17.04.19 - 10:06
happymeal schrieb:
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> .02 Cents schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Ausserhalb des Berufsverkehrs vertraue ich beispielsweise einem
> Taxifahrer
> > nicht, dass er den kürzesten / schnellsten / günstigsten Weg sucht -
> ganz
> > im Gegenteil: Mein Vertrauen in das billigste Navi ist deutlich grösser.
>
> Lenkt das Navi dann auch das Auto?
Was ist das denn für ein mieserabeler Trollversuch? -
Re: Künstliche unnötige Marktbarrieren als Anbieterschutz
Autor: Frankenwein 18.04.19 - 08:45
ZuWortMelder schrieb:
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> Danke, so würde ich es auch formulieren.
>
> Der umfassendere Kundenversicherungsschutz, die an regelmässigen Fahrzeug-
> und Fahrerfahrtüchtigkeitskontrollen gekoppelte Lizenz sollten bestehen
> bleiben.
> Wenn die "Neuen" dann eine Dienstleistung aus den Boden stampfen wollen und
> können; bitteschön, aber dieses Preisgedrücke auf den Rücken der Fahrer und
> der (Abge)Sicherheit der Kunden finde ich echt unsozial.
> Unsere Gesellschaft hat sich auf gewisse Regeln und Bedingungen für
> Personenbeförderung geeinigt und an diese hat man sich, bis sie abgeändert
> werden, zu halten.
Naja ich fahre mein Leben lang Familie und Freunde durch die Gegend, da hab ich noch nie einen Personenbeförderungsschein gebraucht. Und wer sagt bitte, dass Uber Fahrzeuge weniger häufig gewartet werden? Gibt's da Zahlen zu? -
Re: Künstliche unnötige Marktbarrieren als Anbieterschutz
Autor: quineloe 18.04.19 - 09:07
Hast du dafür Geld genommen?
Es gibt keine Uber Fahrzeuge. Uber besitzt kein einziges Auto! Das sind Privatwagen, und sie werden gewartet wie Privatwagen. TÜV alle zwei Jahre, außer es ist irgendwas kaputt.
Hast du eigentlich schon mal ein Taxi mit einem kaputten Scheinwerfer gesehen? Ich nicht.



