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Viel Geld für wenig Innovation

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  1. Viel Geld für wenig Innovation

    Autor: pederpansen 10.01.19 - 13:13

    Ich gehöre auch zu den Early Adoptern von N26, die damals von der "wir brauchen für jede Geldbewegung 2 Tage"-Mentalität deutscher Banken genervt waren. Die Echtzeit Push-Notifications fand ich damals super und die App innovativ, so dass ich sogar mit meinem Gehaltskonto zu N26 gewechselt bin.

    Mittlerweile hat sich meine Meinung ins Gegenteil verkehrt. Die Konditionen wurden immer schlechter (Limitierung Anzahl kostenloser Geldabhebungen im Monat, keine kostenlose Nutzung der Mastercard im Ausland). Zudem haben keine weiteren Innovationen stattgefunden, außer dass die App mit Werbung für kostenpflichtige Anlage- und Versicherungsangebote überfrachtet wurde. Stattdessen traten massive Sicherheitslücken zutage, die zwar gefixt wurden, jedoch einen schalen Nachgeschmack hinterließen. Der einzige Lichtblick war die frühe Unterstützung von Google Pay in Deutschland.

    Parallel dazu haben andere deutsche Direktbanken auf- oder überholt. Die DKB zum Beispiel hat eine super App, praktische Features wie die Foto-Überweisung, einen klasse Kundenservice mit einer Hotline, die tatsächlich erreichbar ist und mir auch schon aus dem Ausland innerhalb von Minuten eine verlorene Karte gesperrt hat. Zudem sind die Konditionen und Leistungen konsequent besser geworden, als Aktivkunde (> 800¤ monatlicher Geldeingang) zahlt man noch nicht mal mehr Auslandsentgelt für die Nutzung der Visa-Karte. Und vor allem wirkt die Bank einfach grundsolide und verlässlich. Dieses Gefühl habe ich bei der N26 nicht.

    Ich frage mich allen Ernstes, was die Geldgeber für ein Potential in der N26 sehen. Steigende Nutzerzahlen schön und gut, aber ein Fintech muss meiner Meinung nach auch tatsächliche neue Features ausrollen, die traditionelle Banken nicht bieten können. Da hat sich aber in den vergangenen 2-3 Jahren so gut wie nichts getan.

    Edit: Ein Alleinstellungsmerkmal der N26 ist mir doch noch eingefallen: Und zwar sperren viele Banken ihre Geldautomaten für Kreditkarten von Direktbanken wie DKB, comdirect etc., die N26 ist jedoch meist nicht betroffen. Das liegt aber eher an der Behäbigkeit der Banken, die die N26 einfach noch nicht auf dem Schirm haben oder Monate brauchen, um eine neue Bank in ihre Blacklist aufzunehmen... ;)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.01.19 13:19 durch pederpansen.

  2. Re: Viel Geld für wenig Innovation

    Autor: Peter Brülls 10.01.19 - 14:15

    pederpansen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Mittlerweile hat sich meine Meinung ins Gegenteil verkehrt. Die Konditionen
    > wurden immer schlechter (Limitierung Anzahl kostenloser Geldabhebungen im
    > Monat,


    Witzigerweise war es diese Limitierung, die mich damals auf N26 aufmerksam gemacht hat. Wobei ich es dann liegen liess, weil Netbank damals noch GiroCard anbot und N26 eben nicht. Kontaktlos machte ich dann mit der Amazon VISA, aber da bekomme ich so wenig Punkte für die meisten Käufe, dass ich sie noch für Amazon und Apple und Kickstarter benutze.

    Aber die 5 Abbuchungen bei N26, die ich im Monat zur Verfügung habe, brauche ich fast nicht einmal im Jahr.

    > keine kostenlose Nutzung der Mastercard im Ausland).

    Der Teil ist mir neu und auf der Website finde ich da gerade nichts zu. Wo steht das?

    Wobei mein Herz jetzt nicht an der Bank hängt. Solange ich eine habe die Apple Pay unterstützt und Kontobewegung SOFORT meldet, ist sie mir fast egal.

    > Parallel dazu haben andere deutsche Direktbanken auf- oder überholt. Die
    > DKB zum Beispiel hat eine super App, praktische Features wie die
    > Foto-Überweisung

    Das habe ich mir gerade mal auf YouTube angesehen. Dachte immer, das ginge nur mit Überweisungsträgern, aber das Parsen einer kompletten Rechnung ist schon cool. Leider kann man das anscheinend nicht selbst ausprobieren bevor man Kunde ist. Schade.

    Überweisungen kommen durchaus öfter mal vor. Alles was Abo ist, habe ich ja umgestellt auf Einzug, aber mit Schornsteinfeger, Handwerkern, kommen schon mal 6 Überweisungen im Jahr zusammen. Bei den meisten habe ich aber den Empfänger eh schon einmal erfasst und muss dann einfach nur Summe und Rechnungsnummer diktieren.


    > einen klasse Kundenservice mit einer Hotline, die
    > tatsächlich erreichbar ist und mir auch schon aus dem Ausland innerhalb von
    > Minuten eine verlorene Karte gesperrt hat.

    Im Vergleich zu N26 finde ich das jetzt nicht so wild, da man doch online oder die App selbst sperren kann.

    > Zudem sind die Konditionen und Leistungen konsequent besser geworden,
    > als Aktivkunde (> 800¤ monatlicher Geldeingang) zahlt man noch nicht mal
    > mehr Auslandsentgelt für die Nutzung
    > der Visa-Karte.

    Siehe oben. Wenn ich das recht sehe, bezieht Sicht das auf Bargeldabhebungen in Nicht-Euro. Die kosten bei beiden 1,75 %, wobei das, wie Du es ja schreibst, bei Aktiv-Kunden kostenlos ist.

    Nett. aber da, wo ich bisher unterwegs war, kein Deal-Breaker. Der Euro-Raum ist schon recht groß und da, wo ich in den letzten 20 Jahren so unterwegs war, war eh das meiste mit Karte. Da mache ich mir um 1,75% wenn ich mal überraschend Bargeld brauchen sollte keinen Kopf. Wahrscheinlich stopfe ich mehr als diese 1,75% bei der Heimkehr in die Spendenbox am Flughafen.

    > Und vor allem wirkt die Bank einfach grundsolide und verlässlich.
    > Dieses Gefühl habe ich bei der N26 nicht.

    Ich traue letztlich keiner Bank. Nicht mal denen, bei denen ich signifikante Summen habe.



    > Edit: Ein Alleinstellungsmerkmal der N26 ist mir doch noch eingefallen: Und
    > zwar sperren viele Banken ihre Geldautomaten für Kreditkarten von
    > Direktbanken wie DKB, comdirect etc., die N26 ist jedoch meist nicht
    > betroffen. Das liegt aber eher an der Behäbigkeit der Banken, die die N26
    > einfach noch nicht auf dem Schirm haben oder Monate brauchen, um eine neue
    > Bank in ihre Blacklist aufzunehmen... ;)

    Ich bezweifle, dass die Banken N26 nicht auf dem Schirm haben.

    Aber Geldautomaten in DE sind wie gesagt nicht für mich nicht kritisch. Zur Not nehme ich da die GiroCard die ich von der RaiBa habe. Brauche ich wie gesagt so etwa alle drei Monate, wenn zu Hause mal die Kiste mit den 20ern leer sein sollte.

  3. Re: Viel Geld für wenig Innovation

    Autor: TrollNo1 10.01.19 - 15:30

    pederpansen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Edit: Ein Alleinstellungsmerkmal der N26 ist mir doch noch eingefallen: Und
    > zwar sperren viele Banken ihre Geldautomaten für Kreditkarten von
    > Direktbanken wie DKB, comdirect etc., die N26 ist jedoch meist nicht
    > betroffen. Das liegt aber eher an der Behäbigkeit der Banken, die die N26
    > einfach noch nicht auf dem Schirm haben oder Monate brauchen, um eine neue
    > Bank in ihre Blacklist aufzunehmen... ;)



    Bin bei der ING und da heißt es, sobald ein VISA Zeichen auf dem Automat ist, sollte es gehen. Falls nicht, bei der ING melden. Da hat die KSK schon einmal vor Gericht verloren, weil sie ihre Automaten gegen die ING sperrte. Aber wenn sie VISA Karten akzeptieren, dann müssen sie ALLE Visa Karten nehmen.

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

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