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Kaputtalismus...

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  1. Kaputtalismus...

    Autor: adooo 26.05.10 - 20:36

    dass wir als Menschheit im 21 Jahrhundert es immer noch nicht geschafft haben, ein politisches/wirtschaftliches System zu erfinden, dass NICHT auf Ausbeutung aufbaut, ist schon traurig.

    Da kann die "Krone der Schöpfung" aber noch nicht so richtig glänzen...

    Jaja, ich weiss, nur meckern hilft auch nix. Aber solange nicht Leute anfangen sich darüber aufzuregen, solange wird sich daran auch nichts ändern.

  2. Re: Kaputtalismus...

    Autor: anyoneirgendwer 26.05.10 - 20:43

    Ich gelange immer mehr zur Überzeugung dass das alles ganz bewusst Zentral gesteuert wird.

    Die Medien halten die Bevölkerung wissentlich dumm. Was das Volk nicht weiss, macht es nicht heiss.

    Würde die Bevölkerung über die wahren Umstände berichtet, wäre die Bevölkerung schon lange aufgestanden.

  3. Re: Kaputtalismus...

    Autor: ich wer 26.05.10 - 20:49

    Ich schätze mal, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Umstände kennt, aber nichts unternimmt: "Es ändert sich doch eh nix".

  4. Re: Kaputtalismus...

    Autor: Trockenobstx 26.05.10 - 23:05

    adooo schrieb:
    ----------
    > haben, ein politisches/wirtschaftliches System zu erfinden, >dass NICHT auf Ausbeutung aufbaut, ist schon traurig.

    Ich finde nicht das ich ausgebeutet werde. Ich habe aber schon
    vor 15 Jahren beschlossen nicht mehr angestellt zu sein, weil
    das alles schon andere Vordenker/Visionäre kommen sehen haben.

    Und meine Chefs waren fast alle launisch, inkompetent und doof;
    die komischen Regeln von seltsamen großen Firmen und die ganzen
    politischen Eigenheiten haben mich früh genervt.

    Es gibt nur das was Maschinen machen (und wo man 'noch' den
    Menschen braucht) und des gibt das was nur der Mensch machen
    kann. Und das erstere wird gnadenlos ausgebeutet wo es nur geht.

    Als IT-Facharbeiter hatte ich seit ich 26 bin kein einziges Jahr
    wo ich keinen Job unter 2500€ netto (eher mehr) gehabt habe;
    trotz der Krise kann ich fast immer wählen wo und weshalb ich
    arbeiten will. Ich habe als Kopfarbeiter immer (mehr) den Luxus
    die Sinnhaftigkeit und Flexibilität von Jobs in Frage zu stellen.
    (Viel wichtiger als Gehalt oder Aufstiegsmöglichkeiten).

    Im aktuellen Projekt sind absolute IT-Spezialisten im Einsatz,
    Teamplayer wie auch Leute die "gern" viel Dokumentation
    schreiben; Leute die auch alternative Ideen für komplexe
    Probleme finden. Ich sass selbst in einigen Bewerbungsgesprächen
    drin und fragte mich ganz ernsthaft was viele dieser Leute
    überhaupt jemals in irgendeinen Job hin gekriegt haben könnten.

    Kein Sinn für einfachste Workflows, kein Plan von aktueller
    Technik, kein Verständnis für begrenzende Probleme (Dann stellt
    halt mehr Rechner hin, Mann!) Ich stelle auch erstaunt fest,
    das gerade die Teamchefs sehr genau hinschauen wenn jemand
    sich eingeschränkt fühlt; und dann z.B. ein neuer Monitor
    spendiert wird oder eine interne Ausschreibung nach einem
    anderen offeneren Job gesucht wird.

    Das liegt bei vielen Firmen ganz einfach daran, dass die Macher
    alle schon über 50, 55 sind und diese Leute in schnellen 10
    Jahren alle in (früh) Rente verschwinden werden.

    Und diese Plätze gilt es aufzufüllen. Doch mit wem und was?
    Mit den Kids die man nach 10,11 Jahren Schule nochmal auf eine
    Schule schicken muss, weil sie die einfachsten Rechenregeln,
    die einfachsten Sozialnormen (Kunden spuckt man nicht ins
    Gesicht) nicht beherrschen? Die sollen zukünftig die Schlüssel-
    jobs machen?

    Wer jetzt nur für 7€/h Dosen in Regale füllt, obwohl er früher
    "angeblich" mal Logistikchef war, muss sich Fragen was sein
    Jobtitel denn wirklich bedeutet hat. Meistens, dass er gut Freund
    mit dem Firmenbesitzer war und der kein Problem hatte, einen
    "Freund" teuer für arbeiten zu bezahlen die heute jede bessere
    EDV-Arbeiterin kann. Sicherlich ist der Chef heute auch gieriger,
    und zahlt nur noch das was er zahlen "muss". Aber das ändert eben
    nicht daran, dass diese Abhängigkeit noch schamloser ausgenutzt
    werden wird. Bis die Maschine sie übernimmt.

    Und die Bevölkerung sich immer mehr in die modernen Kopfarbeiter
    einteilt, die machen können was sie wollen; und die Leute die
    eben das nehmen was sie kriegen können.

    Für die Kopfarbeiter ist das doch das 21 Jahrhundert schon
    eine schöne Utopie. Mein Bekannter der in der Versicherung
    arbeitet, schafft seit einem Jahr in einer Abteilung die neue
    Versicherungstypen und Branchen finden sollen. Während die
    anderen Abteilungen immer mehr Leute entlassen, alles an externe
    Druckerkolonnen, Eintreiber, Callcenter etc. weiterreichen; wird
    seine Abteilung immer Größer und Größer. Die richtigen Checker
    mit der richtigen Gedankenstruktur sind aber sehr schwer zu
    finden, wie er sagt. Aktuell kam er von einer langen USA-
    Rundreise zurück, alles auf Kosten der Firma, weil er sich dort
    mal das Versicherungswesen anschauen wollte.

    Bei vielen anderen der Firma, die jetzt in Arbeitsvertickern
    untergekommen ist, sieht es dagegen Ultraschlimm aus. Das ist
    eben der Preis des Wandels. Unser Ziel muss sein, diese Jobs
    ganz den Maschinen zu überlassen und nur noch intelligente
    Jobs und Menschen zu haben. Wenn das nicht richtig Utopisch ist?

    =========bx

  5. Re: Kaputtalismus...

    Autor: ja rofl 26.05.10 - 23:19

    jetzt erklär mir ma wie man aus weniger, mehr machen soll, ohne das irgendwer dabei den schwarzen peter zieht

  6. Re: Kaputtalismus...

    Autor: Loreza 26.05.10 - 23:27

    Trockenobstx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist
    > eben der Preis des Wandels. Unser Ziel muss sein, diese Jobs
    > ganz den Maschinen zu überlassen und nur noch intelligente
    > Jobs und Menschen zu haben. Wenn das nicht richtig Utopisch ist?

    Es wird einfach nicht genügend Jobs für Menschen geben, wenn die Maschinen immer mehr Arbeiten übernehmen, das sieht man jetzt schon und das wird zu einem immer massiveren Problem.
    Früher dachte man noch, man könne dies kompensieren, da ja Leute benötigt würden, die die Maschinen warten, programmieren, bauen, aber das langt nun mal hinten und vorne nicht, um die wegfallenden Jobs auszugleichen.

    Und statt diese Menschen ohne Job und mit weniger Bildung auszubeuten und wie reine Nutztiere anzusehen, sollte man ihnen Möglichkeiten und ernsthaft faire Lebensbedingungen ermöglichen.
    Denn sonst fackeln die irgendwann den Profiteuren der ungleichen Verteilung die Bude ab, oder irgendwann sind die ITler das schwächste Glied in der Kette und sie werden zu einer Belastung und sind plötzlich die Entbehrlichen.

  7. Re: Kaputtalismus...

    Autor: Trockenobstx 26.05.10 - 23:46

    Loreza schrieb:
    ----------
    > Es wird einfach nicht genügend Jobs für Menschen geben, wenn
    >die Maschinen immer mehr Arbeiten übernehmen, das sieht man
    >jetzt schon und das wird zu einem immer massiveren Problem.

    Ja, aber die Lösung kann nicht sein den Leuten jahrelang Stütze
    zu zahlen und dann zu behaupten, es geht nicht anders. Wir können
    ja jetzt schon den Transfer nicht bezahlen, es wird schlimmer
    und schlimmer kommen. Es geht nicht das 50% der Leute 1800€
    mit Wohnung und alles kriegen und gar nichts machen; oder noch
    schlimmer 1000€ kriegen und dann aufstocken müssen.

    Wer soll das alles bezahlen? Unsere Kindeskinder sicherlich
    nicht, das haben wir mit der Krise jetzt gelernt. Die Kassen
    sind schon leer. Sparen können wir auch nicht. Wir brauchen
    neue Konzepte.

    Es ist ja nicht so dass es nicht zu tun gibt. Alle Gerichte in
    Deutschland sind maßlos überlastet, Ganztagsschulen gibt es
    wenige (vor allem Gute); in jeder Stadt ist die Meldung über
    eine Mutter die ihre x Kinder nicht in einen der anscheinend
    seltenen Kindergartenplätze kriegt eine Sauregurken-Auhweh
    Meldung wert. Viele Schulen haben NULL extra Angebote und der
    echte Fortbildungsmarkt (also mit Fortbildungen die *echt* was
    bringen auf dem Lohnzettel) ist etwa im Gegensatz zu den USA
    oder gar Indien(!) ein Ödland.

    Zum Glück ist die ewige Diskussion des "Kein Geld da!" inzwischen
    so langsam einer differenzierteren Betrachtung gewichen. Es muss
    nun alles auf den Prüfstand, etwa ob jetzige 40j sich ausreichend
    fortbilden, ob es sein kann das man es einer 17j überlässt ob
    sie einen Schulabschluss haben kann oder nicht. Es ist auch nicht
    korrekt einen Steuerhinterzieher mit der Amnestie zu kommen, nach
    dem Motto kein Knast Hauptsache wir haben Geld. Da muss die
    Politik zukünftig knallhart durchgreifen und bei der nächsten
    gekauften CD sagen: es gibt keinen Ausweg. Ab 100.000€ geht es
    ein Jahr in den Knast. Knallhart. Scheiß aufs Geld.

    Erstmal muss die Kasse stimmen. Dann müssen wir klar
    kommunizieren, das Roboter-Jobs keine Zukunft sind. Und jeder
    der sich auf Roboter-Jobs ausruhen will, muss eben klar sein
    dass er etwa weit draußen in der Pampa ein WG-Zimmer kriegt
    aber nicht mehr in der Stadt wohnen kann. Wer nicht will muss
    nicht. Aber desinteressiert Flashgames zocken bis zum Tod
    kann man auch im Abstand von 30minuten mit der S-Bahn in die
    Innenstadt. Die Wohnung am Kindergarten sollte für die
    alleinerziehende Mutter freigehalten werden die dem Staat
    nicht auf der Tasche liegen will.

    Man kann differenzieren, man kann neue Wege gehen. Wir sind nicht
    arm. Wir können uns einen zweiten Arbeitsmarkt in Form von
    staatsbeschäftigten Leisten, die etwa alle Aufstocken aber
    eben Wohnung etc. bezahlt bekommen und davon auch in Würde leben
    können. Aber dazu muss man ehrliche Ansagen machen. Und davon
    sind wir leider noch weit entfernt, weil die Mutter die nicht
    arbeiten will und der 50j Facharbeiter der sich leider nicht
    fortgebildet hat (aber noch 10 Jahre sein Häuschen abbezahlen
    will) in einen Topf geschmissen werden.

    TrockenoBstx

  8. Re: Kaputtalismus...

    Autor: chillmoo 27.05.10 - 00:11

    kann ich nur noch zustimmen. Deine Ansichten versteh ich alle und würde ich glatt unterschreiben. Das Problem ist: Sag das mal den Politikern. Und selbst wenn sie diesen Ansatz hätten wie du, ist es eben wieder schwierig dies schnell und effektiv durchzusetzen, da zu viele Minister und sonstige mitreden können. Viele Köche verderben den Brei.

    Ich glaube auch, dass man einiges an Geld sparen könnte, wenn man verdammt nochmal endlich diese, in weiten Teilen, überflüssige Bürokratie abbauen würde. Die reden ständig nur davon, gemacht hat es noch keiner effektiv. Manchmal denke ich auch daran, dass die werten Minister doch auch mal Zeit nehmen sollten für das Volk und rausgehen sollten und mit den normalen Leuten sprechen sollten, was diesen aktuell im Alltag bewegt politisch/wirtschaftlich. Denn manchmal glaube ich, haben Sie dank der Globalisierung und Europäisierung die Nähe zum Volk verloren und handeln nur noch nach höheren Instanzen.

    Den Lobbyismus sollte man ebenfalls bekämpfen. Es kann nicht sein, dass die Pharmaindustrie horrende Summen für Medikamente verlangt von den Krankenkassen, die trotz der einheitlichen Beiträge schlecht wirtschaften. Demzufolge ist die medizinische Versorgung begrenzt. Und ich stimme dir auch zu, es kann auch nicht sein, dass eine 17 Jährige einfach so ihre Schule abbrechen darf. Das muss gefälligst bestraft werden. Und wenn es nur eine dauerhafte extreme Kürzung der Sozialleistung ist bis sie den Abschluss nachholt. Selbst dann liegen die meisten weiter auf der Tasche. Und da die Bevölkerung eh immer älter wird, werden die Probleme in den nächsten Jahren sowieso noch viel komplexer. Wer zahlt die Rente? Das komplette System muss geändert werden. Umdenken heißt das Zauberwort. Wenn dann die größte Bevölkerung 60+ ist, wo sind dann die jungen Leute? Ich glaube in Deutschland fehlt es an guter Familienpolitik. Die kommt viel zu kurz. Gute Familienpolitik und gute Bildungspolitik schaffen genügend neue qualifizierte Arbeitskräfte wenn man so will. Anders wird das nichts. Wir haben heute Facharbeitermangel, dann wird es in Zukunft wieder neue Einwanderungswellen geben mit neuen Facharbeitern. Und dann beschweren sich wieder die, die vom Kuchen nichts abbekommen, weil sie zu blöd waren sich in der Schule auf den Hintern zu setzen und sich selbst zu fragen, was sie überhaupt erreichen wollen.

    Und China sollte man sowieso mal umkrempeln, was die Menschenrechte und Arbeitsbedingungen angeht.

  9. Re: Kaputtalismus...

    Autor: Teutscher 27.05.10 - 00:35

    Was für ein Schmarrn. Worauf willst du hinaus außer darauf das es bösse Schmarotzer gibt die das gesunde Volksblut aussaugen? Was hast du schon für Lösungen vorzubringen ausser dem billigem "Teile und Herrsche" für die Volksverkäufer?

    ...

    > auf Roboter-Jobs ausruhen

    jaja das blede Gesindel soll sich an dem Musterfritze bloß ein Beispiel nehmen))
    Du magst ja die einfachsten "Sozialnormen" beherrschen aber mit solchen Aussagen zeigst du wie weit es damit her ist.

  10. Re: Kaputtalismus...

    Autor: Trockenobstx 27.05.10 - 02:56

    Teutscher schrieb:
    -------------------
    > Lösungen vorzubringen ausser dem billigem "Teile und Herrsche" >für die Volksverkäufer?
    <..>
    > Du magst ja die einfachsten "Sozialnormen" beherrschen aber
    >mit solchen Aussagen zeigst du wie weit es damit her ist.

    Es gibt entweder Jobs die bald von Robotern ersetzt werden oder
    es gibt sie nicht. Wer sich einen Job aussucht/darauf hofft das
    er vor seiner Rente nicht rausfliegt/von der Maschine ersetzt,
    spielt Roulette mit seinem Leben. Bzw. hofft einfach das die
    anderen Ihn schon bis zur Rente mitziehen.

    In +100 Ländern der Erde könnte er das nicht. In Europa schon.
    Weil nie darüber diskutiert wird, wieso er das kann und was
    der _Preis_ für alle anderen ist. Es ist außerdem verlogen.

    Sorry, der Bandarbeiter wird von Robotern ersetzt. Nicht heute,
    nicht in einem Monat, aber er wird ersetzt werden. Genauso wie
    Leute in Calling Center durch Computer ersetzt werden, genauso
    wie irgendwann mal alle Piloten, Trucker, Busfahrer, Lokführer
    durch Computer ersetzt werden. (Wir haben ja am Ende auch die
    Frau die Überweisungen in Bank ausfüllt in Masse ersetzt, oder?)

    Eine Wette auf das eigene Leben ist schon heftig. Aber jeder
    wie er mag. Dann muss man im Falle des Verlierens damit leben,
    dass andere Leute dich dann zum Spielball machen. Wer die
    Kontrolle abgibt...

    Wer unbedingt seinen Kopf in den Sand stecken will und jeden
    der das System in Frage stellt gleich persönlich angreift,
    sollte dann auch klar sagen was er will: das der Bandarbeiter
    und der Hirnchirurg das selbe Geld kriegen. Anders ist diese
    schräge Utopie sonst nicht zu machen.

    Und wer nicht Hirnchirurg werden will, weil das System das
    schon irgendwie magisch rauskriegt, der geht in der Knast oder
    so. Weil wenn ich für das Strassenkehren das selbe Geld, die
    selbe Wohnung kriege, dann Fuck ich auf die Uni und kehre 8h
    lang die Strasse. Aber das geht ja nicht!

    Wer dann noch die Hirnoperationen macht, keine Ahnung.
    Irgendwer wird schon einen rostigen Löffel finden. Das hat
    ja so in Russland vor der Wende in den "Schlachthäusern" sehr
    gut funktioniert. Im übrigen ist die miese Bezahlung und
    die lange Arbeitszeit der Grund, warum es immer weniger
    Ärzte in der Fläche gibt.

    Scheinbar wollen nicht mal mehr Leute die 10 Jahre studieren
    die Jobs machen die man ihnen anbietet. Aber wenigstens liegen
    sie niemanden auf der Tasche, sie verlassen dann einfach das
    Land. Andere Lösungsvorschläge die nicht auf die Rückkehr zum
    "Ich habe eine Datscha-weil-ich-Volksapparatschnik bin und
    du weniger als nix" will aber niemand mehr hören.

    Trockenobstx

  11. Re: Kaputtalismus...

    Autor: Rondo 27.05.10 - 10:41

    Du gehst in deinen Annahmen davon aus, daß Geld die alleinige Triebfeder ist, etwas leisten zu wollen, und da liegt der Denkfehler.
    Wenn ein Chirurg in erster Linie wegen des Geldes Arzt wird, wird er sein Handwerk wie ein Söldner ausführen und die nötige Passion vermissen lassen, die es braucht, um wirklich gut im jeweiligen Tätigkeitsbereich zu sein.
    Und es würden eben nicht alle Leute nur die Straße fegen, wenn es das gleiche Geld gäbe, denn es geht beim Ausüben eines Berufes auch um Anerkennung und Leidenschaft.

  12. Re: Homo demens...

    Autor: Teutscher 27.05.10 - 12:58

    Zwangsneurose? Warum beschäftigst du dich mit Angelegenheiten die dich erstens nichts angehen und zweitens dein Begriffsvermögen übersteigen?

    Ich hab besseres zu tun als den ganzen Schwachfug auseinanderzupflücken. Ich will nur anmerken in der UDSSR waren alle Menscher ob Arbeiter oder Raketenforscher gleichgestellt, komischerweise waren die im Bereich der Medizin und der Forschung in fast allen Bereichen weit voraus. Und das obwohl die Ärzte streng kontrolliert wurden und bei Fehlern strengste Strafen riskierten.

    Deinen erwähnten Chirurgen geht es im Vergleich sowas von gut.
    Und was laberst du von wegen "selbe Geld"?
    Nicht jeder kann "Hirnhirurg" werden, was willst du mit dem großem Rest denn anstellen?

    Du hast doch keine Ahnung von der Natur und den Triebfedern des Menschen wenn du meinst ein bescheidener garantierter Wohlstand für alle bedrohe ernsthaft die kapitalistische Ausbeutung... lol

    Den Kapitalismus kannste nicht retten indem du Menschen in die Ecke drängst. Aber interessant wie jeder Sepp die neoliberallen Parollen nachplappert und schlau tut.

    Du sagst doch nichts anderes als das Leben eines Menschen nur den Preis wert ist für den er es verkaufen kann.
    Egal was du sonst sein magst, deine Denkweise ist die eines
    naturwidrigen Schädlings. Wer es nötig hat so zu denken der ist schon vom Kern auf verdorben und hätte keinen Platz in einer gesunden Gesellschaft.

  13. Re: Kaputtalismus...

    Autor: Dr. Rooney 27.05.10 - 13:30

    Aha. Kranken- und Altenpfleger z.B. sollten sich deiner Meinung nach weiterbilden, weil sie einfach nicht genug leisten, um gescheites Geld zu verdienen? Die studieren ab morgen alle Informatik und natürlich auch die Fließbandarbeiter, die Friseure und die Arbeitslosen, ja auch die. Du meinst die schaffen das nicht, keine Sorge, die schaffen das, so viel schlauer bist du gar nicht.

    Und wenn es dann alle so gemacht haben, wie du, dann kannst du dir ja mal überlegen, wie viel so ein Hochspezialisierter am Markt wert ist, wenn alle hochspezialisiert sind.

    Und btw, wenn ich nochmal einen ITler von "kreativem Arbeiten", "komplexen Problemen", "alternative Ideen" und "Workflows" reden höre, dann weiß ich was falsch läuft: Viel zu viele Leute reden viel zu viel dummes Zeug.

  14. Re: Kaputtalismus...

    Autor: Trockenobstx 27.05.10 - 19:41

    Rondo schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------
    > Du gehst in deinen Annahmen davon aus, daß Geld die alleinige >Triebfeder ist, etwas leisten zu wollen, und da liegt der >Denkfehler.

    Es gibt keine Ärzte in der Fläche. Das ist Fakt.
    Es gibt keine Ingenieure in der Fläche, weil sie
    in der Stadt besser verdienen. Das ist Fakt.

    Der einzige Weg aktuell diesen Umstand zu lösen, und das
    sagen alle "Experten" ist einem Artz 20.000€ mehr zu zahlen
    das er sich bereit erklärt in der Fläche rumzufahren.

    Alternativ wird auch darüber nachgedacht, bessere
    Krankenwagenfahrer auszubilden, weil es ja nicht ein
    Arzt sein muss der die alten versorgt.

    Der "Denkfehler" ist, dass man den einen von 100 der
    das lieber aus "Liebe zum Menschen macht" oder weil er
    Sinn darin sieht zur Regel hoch stilisiert. Ich kenne
    Krankenpflegerinnen, ich kenne Ärzte die 48h Schichen
    schieben. Aber das sind Sonderfälle. Absolute Sonderfälle.

    Der Rest ist nicht so, und das Merkt inzwischen auch die
    Politik (und die Gesellschaft) was sie sich da für Leute
    anzieht.

    TrockenoBstx

  15. Re: Kaputtalismus...

    Autor: Trockenobstx 27.05.10 - 19:50

    Dr. Rooney schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aha. Kranken- und Altenpfleger z.B. sollten sich deiner >Meinung nach weiterbilden, weil sie einfach nicht genug >leisten, um gescheites Geld zu verdienen?

    Es gibt gute Arbeitgeber in der Szene und gibt schlechte.
    Es gibt es viele Berichte im TV das dort auch ein Umdenken
    stattfindet, und dieses Umdenken schieben vor allem Arbeit-
    nehmer (Pfleger) an, weil sie nach 3 Jahren ausgebrannt
    sind bei 13h Schichten und die Firma ständig teuer neue
    Leute anlernen muss. Das macht aber die Pflege um 10-20%
    teurer wenn die Leute nach 8h Nachhause gehen und anständig
    bezahlt werden. Und das muss jemand zahlen, aktuell nur
    eher wohlhabende Rentner.

    Was mit dem Rest passiert, ist klar. Aber beides geht halt
    nicht: gute Arbeitsbedingungen und kostet wenig für alle.

    > Und wenn es dann alle so gemacht haben, wie du, dann kannst du >dir ja mal überlegen, wie viel so ein Hochspezialisierter am >Markt wert ist, wenn alle hochspezialisiert sind.

    Und wenn morgen das Öl aus ist, schieben wir alle Autos.
    Haben wir schon verstanden, böse böse Zukunft. Die sehe
    ich nicht mal im Ansatz. In 10 Jahren gehen Millionen
    von Ingenieuren in die Rente und Nachschub gibt es wenig.

    > was falsch läuft: Viel zu viele Leute reden viel zu viel >dummes Zeug.

    Spielt keine Rolle was andere als dummes Zeug sehen,
    solange es andere als wichtig sehen und gut bezahlen.

    Wer ständig das Löchergraben ohne Schulabschluß mit 5500€
    bezahlen will, soll das doch tun. Dagegen haben ich nichts.

    Mach eine Firma auf "Premium Gartenarbeiten. Wir kommen
    ab 10.000€ für 1x Gras mähen". Und dann schau was Du
    damit am Markt erreichen kannst.

    Ich habe nichts dagegen das sich das System ändert. Es gibt
    schöne Ansätze wie das ruhigstellende Bürgergeld. Aber dann
    bitte ehrlich sagen wie es sich ändert und was für den
    Gehirnchirurgen wie für den Löchergräber sich das alles
    dann darstellt. Genau das passiert ja nie.

    Es wird nur alle was Geld macht angemacht, als böse dargestellt,
    aber wenn Du genau wissen willst was jetzt genau mit dem
    5000€ Löchergräber passiert: Stille, absolute Stille.

    Trockenobstx

  16. Re: Homo demens...

    Autor: Bx 27.05.10 - 20:51

    Teutscher schrieb:
    ----------------------------------------------------------------------
    > Zwangsneurose?

    Das kann man dich Fragen. Du bist nur Aggressiv, kein
    einziger _Lösungsansatz_. Sehe nichts.

    > Ich hab besseres zu tun als den ganzen Schwachfug auseinanderzupflücken.

    Natürlich. Es gibt keine Argumente, nur der böse, teufels-
    ähnliche Kapitalist, der sich vom Blut des Pleps ernährt.

    Wer tut hier Ausgrenzen? Das sind die Leute, die ohne
    Argumente nur jeden Böse ansehen, der statt sich ein
    zweites Auto für die Frau zu kaufen das Geld nicht den
    Armen gibt. Weil das ihnen ja so "hilft", die Gießkanne.

    Ich habe kein Antworten, was man mit Leuten macht die
    nichts können und die die Arbeiten die sinnvoll sind
    ablehnen. Niemand muss Altenpfleger werden oder Lehrer.
    Aber wenn es in der Region keine Uhrwerksoptimierer gibt
    dann gibt es für diesen Person einfach keine Arbeit.

    Den Luxus der Berufung haben wenige im Leben. Und wenn
    bestimmte Branchen zu "weit weg" sind vom eigenen können,
    was soll dann passieren? Eine Theateraufführung wo man
    10 Leute unten in der Werkstatt Aufgaben gibt die sich
    "Sinnvoll anfühlen"? Wir schmeißen dass alles am Abend
    weg, die Maschine ist 20x genauer, aber pscht! Sagt es
    ihnen nicht! Sie sollen sich wohlfühlen!

    Ist das deine Vorstellung einer besseren Welt? Lügen?

    > Medizin und der Forschung in fast allen Bereichen weit voraus.

    Russland war am Boden. Alles andere ist Geschichtsklitterung.
    Außer Du hast tolle Wikipedia-Links die das Gegenteil beweisen.
    Und genau hier scheitert dann auch alles andere was Du von
    dir gibst: denn diese Links kommen *N*I*E*.

    > Nicht jeder kann "Hirnhirurg" werden, was willst du mit dem >großem Rest denn anstellen?

    Diese Antwort erwarte ich von jemanden, der schnell
    mit Beleidigungen und Ausgrenzungen ist. Ich habe gesagt
    was ich meine, und nun bist Du dran. Aber da kommt halt
    nichts außer "Gibt endlich Geld ab, Du Monster! HER DAMIT!!"

    > Den Kapitalismus kannste nicht retten indem du Menschen in die >Ecke drängst.

    Teufel Teufel Teufel. Kommt da noch mal was anderes? So ganz praktisch?

    > Du sagst doch nichts anderes als das Leben eines Menschen nur >den Preis wert ist für den er es verkaufen kann.

    Nein. Das sagst Du. Ich suche nach Antworten, Du laberst nur
    Gewerkschaftsmüll runter.

    Ich will das jeder einen Platz in der Gesellschaft hat,
    der *seinen* Fähigkeiten entspricht. Ob dieser Platz ein
    typischer vollfinanzierter Platz des Marktes ist; oder eher
    eine große Umverteilungsmaschine, steht auf einem anderen
    Blatt. Und das man sich dann auch in dieser Maschine wohlfühlen
    muss, das ist ja das was die meisten Leute so ankotzt.

    Sinnhaftigkeit kann die Politik nicht verordnen.

    > Kern auf verdorben und hätte keinen Platz in einer gesunden >Gesellschaft.

    Ja, da ist er, der Dolch. Der kommt immer am Schluss.
    Die große Drohung, das Töten, der finale Akt der Arroganz,
    wenn man keine Ahnung hat, keine Ideen, nur Frust schiebt.

    ==========Bx

  17. Re: Homo demens...

    Autor: Teutscher 28.05.10 - 01:01

    Ich hab wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen.
    Nun, deine Äusserungen waren missverständlich wenn nicht grenzwertig. Aber ich hätte nicht persönlich werden sollen, dafür entschuldige ich mich.

    Es geht hier übrigens nicht um Neid oder Missgunst..
    Es dreht sich eben nicht alles ums Geld, nicht darum ein Rad im Getriebe zu sein, nicht um Profit und Ausbeutung. Du magst das wohl glauben und das Leben nicht losgelöst davon betrachten können. Ich seh das eben anders.

  18. Re: Kaputtalismus...

    Autor: Lala Satalin Deviluke 28.05.10 - 15:20

    Ja, und da soll einer sagen, "Sklaverei wurde abgeschafft!"

    Grüße vom Planeten Deviluke!

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Ein Hamburger Gründer verkauft Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen per Whatsapp. Ist das rechtens? Ärztevertreter warnen vor den Folgen.
Von Miriam Apke

  1. Medizin Schadsoftware legt Krankenhäuser lahm
  2. Medizin Sicherheitslücken in Beatmungsgeräten
  3. Gesundheitsdaten Gesundheitsapps werden beliebter, trotz Datenschutzbedenken

Mobile-Games-Auslese: Verdrehte Räume und verrückte Zombies für unterwegs
Mobile-Games-Auslese
Verdrehte Räume und verrückte Zombies für unterwegs

Ein zauberhaftes Denksportspiel wie Rooms, ansteckende Zombies in Infectonator 3 Apocalypse und Sky - Children of the Light, das neue Werk der Journey-Entwickler: Für die Urlaubszeit hat Golem.de besonders schöne und vielfälige Mobile Games gefunden!
Eine Rezension von Rainer Sigl

  1. Dr. Mario World im Test Spielspaß für Privatpatienten
  2. Mobile-Games-Auslese Ein Wunderjunge und dreimal kostenloser Mobilspaß
  3. Mobile-Games-Auslese Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor

Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test: Picasso passt
Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test
Picasso passt

Vier Zen-CPU-Kerne plus integrierte Vega-Grafikeinheit: Der Ryzen 5 3400G und der Ryzen 3 3200G sind zwar im Prinzip nur höher getaktete Chips, in ihrem Segment aber weiterhin konkurrenzlos. Das schnellere Modell hat jedoch trotz verlötetem Extra für Ãœbertakter ein Preisproblem.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000
  2. Ryzen 3000 Agesa 1003abb behebt RDRAND- und PCIe-Gen4-Bug
  3. Ryzen 5 3600(X) im Test Sechser-Pasch von AMD

  1. Verfassungsschutz: Einbruch für den Staatstrojaner
    Verfassungsschutz
    Einbruch für den Staatstrojaner

    Der Verfassungsschutz soll künftig auch Computer und Smartphones von Verdächtigen durchsuchen dürfen. Um Staatstrojaner zu installieren, sollen Wohnungseinbrüche erlaubt sein.

  2. Be emobil: Berliner Ladesäulen auf Verbrauchsabrechnung umgestellt
    Be emobil
    Berliner Ladesäulen auf Verbrauchsabrechnung umgestellt

    Der Ladenetzbetreiber Allego hat die Abrechnung der öffentlichen Ladestationen in Berlin umgestellt. Statt eines Pauschalpreises für den Ladevorgang zahlen Elektroautomobilisten in Zukunft nach geladener Strommenge.

  3. Segway-Ninebot: E-Scooter sollen autonom zur Ladestation fahren
    Segway-Ninebot
    E-Scooter sollen autonom zur Ladestation fahren

    Das Aufladen von E-Scootern ist für die Verleihdienste aufwendig und kostspielig. Daher könnten künftig Geister-Scooter durch die Städte rollen. Beim Kauf "normaler" E-Scooter gibt es derweil Verzögerungen.


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