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Ist wirklich das Geld das Problem?

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  1. Ist wirklich das Geld das Problem?

    Autor: g-kar 02.06.10 - 10:38

    Nach dem, was ich gelesen habe (das ist natürlich auch nicht repräsentativ), liegt das Hauptproblem wohl nicht in der Bezahlung. Auch für viel Geld würde ich in dem Betrieb wohl kaum glücklich werden (wenn die Berichte über viel zu lange Arbeitszeiten, Stress, wenig Lob, sondern eher Kritik, Redeverbot während der Arbeitszeit, zu kurze Pausen etc. stimmen).
    Angeblich zahle Foxconn sogar relativ gut im Vergleich zu anderen chinesischen Fabriken. Das soll nicht heißen, dass eine Lohnerhöhung oder Umsatzbeteiligung nicht wünschenswert wäre, aber ich glaube nicht, dass das der Grund ist, warum sich Leute so schlecht fühlen, dass sie ihr Leben beenden wollen. Das dürfte an ganz anderen psychischen Belastungen im Arbeitsalltag liegen. IMHO. Mehr Geld zu zahlen, ist demnach zwar nicht schlecht, könnte aber die Einstellung „So, jetzt haben wir etwas getan, Problem gelöst“ fördern, ohne dass dem eigentlichen Problem nachgegangen wird.

  2. Re: Ist wirklich das Geld das Problem?

    Autor: Jilly 02.06.10 - 13:14

    g-kar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach dem, was ich gelesen habe (das ist natürlich auch nicht
    > repräsentativ), liegt das Hauptproblem wohl nicht in der Bezahlung. Auch
    > für viel Geld würde ich in dem Betrieb wohl kaum glücklich werden (wenn die
    > Berichte über viel zu lange Arbeitszeiten, Stress, wenig Lob, sondern eher
    > Kritik, Redeverbot während der Arbeitszeit, zu kurze Pausen etc. stimmen).
    > Angeblich zahle Foxconn sogar relativ gut im Vergleich zu anderen
    > chinesischen Fabriken. Das soll nicht heißen, dass eine Lohnerhöhung oder
    > Umsatzbeteiligung nicht wünschenswert wäre, aber ich glaube nicht, dass das
    > der Grund ist, warum sich Leute so schlecht fühlen, dass sie ihr Leben
    > beenden wollen. Das dürfte an ganz anderen psychischen Belastungen im
    > Arbeitsalltag liegen. IMHO. Mehr Geld zu zahlen, ist demnach zwar nicht
    > schlecht, könnte aber die Einstellung „So, jetzt haben wir etwas getan,
    > Problem gelöst“ fördern, ohne dass dem eigentlichen Problem nachgegangen
    > wird.


    Ja das war auch der erste Gedanke, den ich hatte.

    Geld ist eines von vielen Problemen. Da werden Menschen wie Abfall behandelt, die sich beliebig ersetzen lassen. Schlimmer als in den Zeiten des deutschen Feudalismus und der Leibeigenschaft. Aber wir sind auch auf dem besten Weg dorthin, auch wenn es nie wieder so schlimm werden wird.

  3. Re: Ist wirklich das Geld das Problem?

    Autor: DR. 02.06.10 - 13:30

    das gleiche Problem haben die Krankenhausärzte in Deutschland...
    Bezahlung ist o.k. - aber die Zustände die in den KKHs herrschen, sind fast mit Foxconn zu vergleichen...

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