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Golem rennt offene Türen ein

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  1. Golem rennt offene Türen ein

    Autor: keineZeit 26.01.12 - 16:01

    Es weiss doch mittlerweile jeder, wie es bei der Fertigung und Produktion dieser Produkte zugeht.

    Was ich nicht verstehe, ist die Fokussierung auf Apple. Sie tun es nämlich *alle*.

    Und die wahren Schuldigen finden wir hier in Europa und in Amerika. "Geiz ist geil" ist halt Trumpf. Und ich nehme mich da nicht aus. Und natürlich vor Ort, die dortigen Behörden.

    Da steht ein Notebook im MM für 499,00 ¤ (hergestellt in Asien)
    Da steht ein Notebook im MM für 1.499,00 ¤ (hergestellt in Europa)
    Ausstattung identisch.

    Na, welches liegt wie Blei in den Regalen und welches wird gekauft?

  2. Re: Golem rennt offene Türen ein

    Autor: omo 26.01.12 - 16:18

    Es fehlt Anbieterprofit für Hochwertiges, das dazu immer umfassender vollautomatisiert und synergetisch innovations-transferdynamisiert hergestellt wird.
    A. Nobel lobte keinen Preis für WiWi aus, weil er voll erkannte, wo das Problem liegt.
    Die positive Rückkopplung von Anbieterprofit in Nachfragerkaufkraft ist arbeitsgesetzlich unterbunden.
    China hat 16mal mehr Einwohner als D, die Welt ca. 85mal mehr.
    2050 wird jeder Dritte in China über 60 Jahre alt sein.
    Es sieht so aus, als ob die Lösung nicht aus Europa kommt, das viel zu verkrustet und rückwärtsgewandt agiert, wo die Politik die Interessen von 10 % mit KostenfaktorUnwesen bedient, wo die begütertsten ca. 5 % sogar leistungslose Einkommen haben (nicht nur die Staatengläubiger).
    Ist man nicht dabei, Familie samt Nachwuchs möglichst unterlassen, also keinen weiteren eigenen Erbgängen die "Arbeitnehmer"Problematik aufhalsen.
    Wer die schlappen 1.5 T¤ als Belastung empfindet, hat ein viel zu geringes Einkommen.
    Das ist aber allenthalben politisch so gewollt.

  3. Re: Golem rennt offene Türen ein

    Autor: Replay 26.01.12 - 16:20

    Wenn es das Notebook „made by Foxconn“ für 500 Euro gibt, würde ein identisches Gerät „made in Europe“ (Polen, Bulgarien o. ä.) etwa 570 Euro kosten, bei „made in Germany etwa 580 Euro, da die Löhne in Deutschland im europäischen Vergleich sehr niedrig sind.

    Die dicken Gewinne bleiben erst mal bei Foxconn selbst und bei der Marke des Notebooks.

    Nachdem China so langsam ausgebeutet ist, wird der Fokus auf Afrika gerichtet.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  4. Re: Golem rennt offene Türen ein

    Autor: Bibabuzzelmann 26.01.12 - 16:40

    keineZeit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es weiss doch mittlerweile jeder, wie es bei der Fertigung und Produktion
    > dieser Produkte zugeht.
    >
    > Was ich nicht verstehe, ist die Fokussierung auf Apple. Sie tun es nämlich
    > *alle*.
    >
    > Und die wahren Schuldigen finden wir hier in Europa und in Amerika. "Geiz
    > ist geil" ist halt Trumpf. Und ich nehme mich da nicht aus. Und natürlich
    > vor Ort, die dortigen Behörden.
    >
    > Da steht ein Notebook im MM für 499,00 ¤ (hergestellt in Asien)
    > Da steht ein Notebook im MM für 1.499,00 ¤ (hergestellt in Europa)
    > Ausstattung identisch.
    >
    > Na, welches liegt wie Blei in den Regalen und welches wird gekauft?

    Dann frag dich doch mal warum die Apple Produkte dann trotzdem viel teurer sind, obwohl sie für paar Pfennige in Asien gebaut werden ^^
    Geiz ist nicht wirklich geil, nur es gibt eben Menschen, die können sich nicht wirklich mehr leisten....und warum ist das so ? Weil wir alle selber dran Schuld sind, glaub eher nicht....es ist meiner Meinung nach eher so, dass auch WIR ausgebeutet werden, wenn auch nicht in dem Ausmaß, wie es dort geschieht.

    Ein Zitat von einem deutschein Politiker, Name weiss ich nimmer....."Wir müssen die Löhne in Zukunft an denen von China anpassen, wenn wir mithalten wollen"
    War bei Anne Will oder der Illner, vor einiger Zeit.....

  5. Re: Golem rennt offene Türen ein

    Autor: omo 26.01.12 - 16:50

    Stattdessen darf niemand per Gesetz zum Löhner deklariert sein.
    Die Arbeitsgesetze müssen weg - sie sind grundrechtswidrig.
    Die AnbieterRechtsOrdnung gehört her - sie bezweckt das Leistungsprinzip freier Marktwirtschaft.

  6. Re: Golem rennt offene Türen ein

    Autor: samy 26.01.12 - 23:00

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn es das Notebook „made by Foxconn“ für 500 Euro gibt, würde
    > ein identisches Gerät „made in Europe“ (Polen, Bulgarien o. ä.)
    > etwa 570 Euro kosten, bei „made in Germany etwa 580 Euro, da die
    > Löhne in Deutschland im europäischen Vergleich sehr niedrig sind.
    >
    > Die dicken Gewinne bleiben erst mal bei Foxconn selbst und bei der Marke
    > des Notebooks.
    >
    > Nachdem China so langsam ausgebeutet ist, wird der Fokus auf Afrika
    > gerichtet.

    Wenn diese Preise stimmen würde - ich bezweifle sie stark - wundert es mich schon dass:
    a) In Deutschland immer über die hohen Lohnkosten gejammert wird
    b) Kein Hersteller solche Geräte in Deutschland herstellt...
    c) Apple seine Produktion nicht nach Deutschland verlegt und sich so ein besseres Image zulegt....

    Aber ich denke die zahlen hast du gerade mal erfunden..

    -------------------------------------------------
    Für offene Standards
    -------------------------------------------------



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.01.12 23:01 durch samy.

  7. Re: Golem rennt offene Türen ein

    Autor: Maxiklin 27.01.12 - 10:53

    keineZeit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es weiss doch mittlerweile jeder, wie es bei der Fertigung und Produktion
    > dieser Produkte zugeht.
    >
    > Was ich nicht verstehe, ist die Fokussierung auf Apple. Sie tun es nämlich
    > *alle*.
    >
    > Und die wahren Schuldigen finden wir hier in Europa und in Amerika. "Geiz
    > ist geil" ist halt Trumpf. Und ich nehme mich da nicht aus. Und natürlich
    > vor Ort, die dortigen Behörden.
    >
    > Da steht ein Notebook im MM für 499,00 ¤ (hergestellt in Asien)
    > Da steht ein Notebook im MM für 1.499,00 ¤ (hergestellt in Europa)
    > Ausstattung identisch.
    >
    > Na, welches liegt wie Blei in den Regalen und welches wird gekauft?

    Es gibt kein Notebook, was NICHT aus Asien kommt ;) Selbst wenn es ne Firma in Europa zusammenschraubt,die EInzelteile kommen samt und sonders aus Fernost xD Aber sonst haste natürlich Recht. Dinge wie Moral hören spätestens am eigenen Geldbeutel auf.

  8. Re: Golem rennt offene Türen ein

    Autor: Replay 27.01.12 - 11:29

    Wer Arbeitgeber in Deutschland ist, ist sich über das Gefüge der Entlohnung hier und anderswo durchaus bewußt.

    Das Klagen über die angeblich hohen Löhne hat nur den Grund: die Löhne weiter zu drücken. Vor 15 Jahren war es tatsächlich so, daß die Löhne in D höher als anderswo waren. Jetzt nicht mehr, da die Reallöhne in D seit 1990 um etwa 18 bis 20 % sanken (!), während sie in anderen europäischen Ländern (wie im Rest der Welt) stiegen.

    Nirgendwo sonst in der industrialisierten Welt ist die Chance so groß, von Armut betroffen zu werden wie in D. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich, die gesunde und wichtige Mittelschicht verschwindet. Meist in Richtung Arm.

    Die deutschen Arbeitnehmer sind sehr gut (Ausnahmen gibt es natürlich immer). Und darum haben sie auch eine ordentliche Entlohnung verdient. Und deshalb gibt es bei mir ordentliche Gehälter. Die Mitarbeiter sind kein Kostenfaktor, sie sind das tragende Rückgrat eines jeden Unternehmens. Gehe gut mit ihnen um, dann stehen sie zur Firma, es entsteht ein Wir-Gefühl. Das habe ich schon immer so gemacht und es zahlte sich aus. Meine Gesundheit ist stark eingeschränkt und ich kann und muß mich auf die Leute verlassen. Geht einwandfrei.

    Wenn man jetzt den Arbeitnehmern gute Löhne bezahlt, würde das Laptop, hergestellt in Deutschland, vielleicht für 600 Euro (599) hergehen.

    Wir haben uns letztes Jahr hochwertige Falt-Fahrräder fürs Wohnmobil gekauft. Wichtig waren ein kleines Packmaß, ein ordentliches Fahrverhalten und schnelles Falten. Alles haben wir bekommen, die Kiste ist in zehn Sekunden fahrfertig und zusammengefaltet kaum größer als ein Aktenkoffer. Es fährt sich wie ein normales Rad.

    Entschieden haben wir uns für einen englischen Hersteller, der besonderen Wert darauf legt, daß sämtliche (!) Teile des Rades aus UK kommen und dort hergestellt werden. Und auch das Velo selbst wird komplett in UK von Hand gefertigt. Es ist auch nicht teurer als qualitativ vergleichbare Räder aus anderen Ländern (es gibt auch aus Fernost sehr hochwertige Fahrradkomponenten und die Koreaner sind sehr gute Aluschweißer).

    Es ist also absolut kein Problem, in Europa Produkte aller Art herzustellen, den Mitarbeitern ordentliche Gehälter zu bezahlen und die Produkte zu konkurrenzfähigen Preisen anzubieten.

    Das Problem ist die Gier, das rücksichtslose Streben nach Gewinnmaximierung, das völlige Ignorieren von moralischen Grenzen. Wenn man jetzt alle Unternehmen mit derartigem Agieren von der Kaufentscheidung ausschließen würde, müßte man sein Haus ausräumen und auf dem blanken Boden sitzen. Das ist die traurige Wahrheit.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  9. Re: Golem rennt offene Türen ein

    Autor: samy 27.01.12 - 11:42

    Alles schön und gut aber diese geringen Preisunterschiede kann ich mir nicht vorstellen. Wenn ein Arbeiter im Asien 50 Euro im Monat bekommt und einer in Europa 1000 Euro dann müssen die Unterschiede höher sein. Und ich glaube nicht dass das alles die Zulieferer in Asien einstecken. Mag sein dass die Produkte zu dem Preis produzierbar sind, doch würden die Unternehmen dann weniger Gewinne einfahren... Um beim Beispiel zu bleiben: Vielleicht könnte Apple seine Produkte komplett in den USA oder in Europa produzieren ohne dass der Preis extrem steigen würde, aber Apple würde garantiert nicht so viel Gewinn machen...

    "Das Problem ist die Gier, das rücksichtslose Streben nach Gewinnmaximierung, das völlige Ignorieren von moralischen Grenzen."

    Da stimme ich dir voll zu!

    -------------------------------------------------
    Für offene Standards
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    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.01.12 11:43 durch samy.

  10. Re: Golem rennt offene Türen ein

    Autor: Replay 27.01.12 - 12:20

    Dieser geringe Preisunterschied entspräche aber der Realität.

    > Um beim Beispiel zu bleiben:
    > Vielleicht könnte Apple seine Produkte komplett in den USA oder in Europa
    > produzieren ohne dass der Preis extrem steigen würde, aber Apple würde
    > garantiert nicht so viel Gewinn machen...

    Und stünde deswegen nicht schlechter da, weil anstelle von 69 Milliarden Barvermögen auch 20 Milliarden reichen würden. Nochmal zur Verdeutlichung: Es sind Milliarden!

    Gesetzt den Fall, ich würde sämtliche Arbeitsplätze ins Ausland verlagern (geht sowieso nicht, da wissenschaftlicher Sektor) oder ich würde deutlich geringere Gehälter zahlen. Dann hätte ich natürlich mehr Barvermögen. Und dann? Ich habe auch so alles, was ich zum Leben brauche. Also eine sehr harmonische Partnerschaft (seit über elf Jahren), wir ernähren uns ausschließlich mit Biofutter, stellen unseren eigenen Strom her und haben ein sehr angenehmes, ruhiges Lebensumfeld ohne direkte Nachbarschaft (ich brauche viel unberührte Natur rundherum, ist auch für meine lädierte Gesundheit wichtig).

    Ich wäre nicht zufriedener, wenn ich ein Privatflugzeug oder eine Yacht in Saint Tropez hätte. Ich habe keinen Bedarf an solchen Gütern. Besitz und massig Geld anzuhäufen ist nicht mein Lebensziel. Was soll ich mit dem Krempel? Der geht einem doch bloß auf die Nerven. Und für was soll ich also dann das viele Geld ausgeben? Lieber ist mir doch, daß das eigene Unternehmen gesund dasteht, die Mitarbeiter sehr gerne kommen, eine absolut lockere und entspannte Atmosphäre herrscht und die Leute mit sich und der Welt im Reinen sind.

    Das alles finde ich wichtiger als irrsinnige Summen auf irgendwelchen Bankkonten. Das ist doch alles virtuell. Die realen Gesichter der zufriedenen Mitarbeiter sehe ich jeden Tag. Und wenn die Mitarbeiter gut drauf sind, ist es das Unternehmen auch.

    Ich weiß, das ist unkonventionell. Aber es ist einfach. Und es ist ganz leicht umzusetzen. Wenn die grenzenlose Gier nicht wäre...

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

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