1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Foxconn-Ex-Manager: Apple…
  6. Thema

trotzdem ist Apple Hardware zu teuer

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Re: trotzdem ist Apple Hardware zu teuer

    Autor: megaseppl 26.01.12 - 22:03

    berritorre schrieb:

    > Die Mitarbeiter der Auftragshersteller sind halt Apple offensichtlich
    > (genauso wie vielen anderen) sch***egal.

    Sorry, das stimmt einfach nicht:
    https://www.golem.de/1006/75489.html
    https://www.golem.de/1102/81433.html
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Apple-veroeffentlicht-Zuliefererbericht-1189738.html
    http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Apple-Chef-nimmt-zu-Arbeitsbedingungen-bei-Lieferanten-Stellung-1413446.html

  2. Re: trotzdem ist Apple Hardware zu teuer

    Autor: berritorre 26.01.12 - 22:48

    megaseppl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > berritorre schrieb:
    >
    > > Die Mitarbeiter der Auftragshersteller sind halt Apple offensichtlich
    > > (genauso wie vielen anderen) sch***egal.
    >
    > Sorry, das stimmt einfach nicht:
    > www.golem.de
    "Apple hat Mindeststandards für seine Auftragshersteller aufgestellt. Danach gilt die 60-Stunden-Woche als Obergrenze und der Mindestlohn muss gezahlt werden."
    Der Mindestlohn muss also gezahlt werden. Aha, super. Dachte eigentlich, das ist die Definition eines Mindestlohns. Scheint aber offensichtlich schon ein Fortschritt zu sein, wenn man das so betont. Ein Sternchen gibt es von mir da ber noch nicht.
    Und die 60 Stundenwoche also Obergrenze. Auch sehr fein. Die habe ich zwar auch, aber ich verdien wesentlich besser und ich hab mir das auch ein bisschen selbst zu zuschreiben. Ich könnte das von mir aus selbst ändern, ohne am Hungertuch nagen zu müssen. Von einem Arbeiter der den Mindestlohn verdient finde ich kann man das aber nicht verlangen. Andere Länder, andere Sitten, OK, aber 12 Stunden in der Produktion finde ich zuviel. Aber vielleicht sehe ich das zu eng.

    > www.golem.de
    "Apple lobt in seinem aktuellen Bericht zur Lage in seinen Zulieferbetrieben seinen Partner Foxconn. Der Auftragshersteller habe mit seinem schnellen Handeln Leben gerettet. Doch bei Foxconn hat sich sehr wenig gebessert."

    Also Apple lobt Foxconn, weil sich dort sehr wenig gebessert hat? Sieht mir nach PR aus.

    Man muss zwar Foxconn auch anpranger, aber wenn das hier stimmt:
    "Hersteller wie Foxconn erzielen typischerweise 5 Prozent des Gewinns, den ihre Auftraggeber mit dem Verkauf der Produkte machen. Das erklärte Hu Xingdou, ein Ökonom beim Beijing Institute of Technology, der South China Morning Post."

    ... dann ist doch eher bei Apple und Co Spielraum um Verbesserungen zuzulassen.

    > www.heise.de

    "Nach Kritik von Gewerkschaftern und Menschenrechtsaktivisten, die den Auftragsherstellern schlechte Arbeitsbedingungen vorwarfen und Apple deren Duldung unterstellten, hat der Computerkonzern seine Audits in den letzten vier Jahren verstärkt."

    Ich kann meine Audits auch verstärken, wenn ich aber daraufhin keinen Druck mache, dann tut sich ja nichts. Wieso es nach 4 Jahren offensichtlich immer noch so grosse Probleme bei der Produktion von Apple-Produkten gibt fragt man sich dann doch. In 4 Jahren hätte man mit Nachdruck durchaus etwas erreicht. Aber dann wollen die bösen Chinesen auf einmal mehr Geld und das ist unschön, weil man dann entweder die ohnehin schon recht hohen Preise nochmal erhöhen müsste, oder aber, Oh Schreck, man müsste die Rekordgewinne zurückfahren. Und da jeder Konzern vor nichts mehr Angst hat als vor den Shareholdern kann man sich ja vorstellen, wie das abläuft.

    > www.heise.de

    "Dabei prüfe man besonders, ob minderjährige Mitarbeiter bei Lieferanten illegal beschäftigt werden. Dieses Problem habe "deutlich abgenommen", so Cook."

    Deutlich abgenommen also. Sehr schön...

    "So liegt die von dem Computerkonzern offiziell zugelassene Maximalarbeitszeit bei 60 Stunden in der Woche. Nur ein einziger freier Tag in der Woche ist vorgeschrieben, Samstagsarbeit erlaubt. "In Notfällen und unter ungewöhnlichen Umständen" können diese beiden Regeln zudem gebrochen werden."

    D.h. also es gibt die Regeln zwar, aber das ist alles halb so wild. Wenn wirklich Not am Mann ist (sprich wenn Steve einen Wutanfall bekommen hat, dass sein Handy von den Schlüsseln die er in der Hostentasche hatte zerkratzt wurde), dann müssen die Leute halt nach einer 12h-Schicht nach ein paar Stunden Schlaf gleich wieder ran.

    Und da sind doch die Knackpunkte. Weil einem Manager irgendwas am Produkt nicht passt, müssen 1000 von Chinesen am anderen Ende der Welt leiden. Manchmal muss man sich selbst die Konsequenzen unseres Handels vor Augen halten. Im ersten Moment sieht dieser Einsatz Steves für den Verbraucher doch super aus. Wenn man aber überlegt, was dann so ein Wutausbruch wegen einer Lapalie für Auswirkungen hat, dann sieht es gleich nicht mehr so toll aus.

    Wäre es schlimm gewesen, wenn man damit ein bisschen Später angefangen hätte? Wäre irgendwer von uns daran gestorben wenn das Iphone etwas später auf den Markt gekommen wäre? Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dieser nächtliche Aktionismus sehr viel Zeitgewinn gebracht hat. Aber der Manager der extra direkt nach dem Meeting mit Steve nach China geflogen ist, der fand es bestimmt mächtig geil, wie in China gesprungen wird, wenn Apple auf der Matte steht.

    Das soll auch gar kein Apple-Bashing sein. Die anderen sind auch nicht viel besser. Die müssen da genause rangenommen werden.

    Ich hätte mir aber gerade von Apple da mehr erwartet. Es mag so nicht zum sonstigen Image des Unternehmens passen und mich wundert, dass gerade die Zielgruppe da nicht mehr aufschreit.

    Die oben beschriebenen Berichte die du da oben aufgeführt hast, zeigen für mich eher, dass Apple um sein Image bemüht ist, aber nicht unbedingt um gute Arbeitsbedingungen. Das sind für mich alles halbherzige Aktionen.

    Gerade der Trend zur Auftragsfertigung macht es natürlich leicht, sich von den Problemen besser abzunabeln. Wenn es im eigenen Haus passiert gibt es keine wirkliche Entschuldigung. Beim Auftragsfertiger kann man leichter drüber wegsehen, und man fühlt sich vermutlich auch nicht so schlecht.

    Wir Konsumenten müssen uns da auch an der Nase fassen. Allerdings, wenn man sieht welche Rekordgewinne gerade Apple einfährt, dann kann es beim besten Willen nicht alleine am Kostendruck durch Konsumenten liegen. Denn wenn sie kostenseitig so unter Druck stehen würden, dann gäbe es auch keine solchen Gewinne. Offensichtlich wäre da ja ein gewisser Spielraum vorhanden, den man nutzen könnte, um Arbeitsbedingungen zu verbessern, ohne gleich in die Verlustzone zu rutschen. Aber die Shareholder wollen ja jedes Jahr eine Gewinnsteigerung...

    Und wie gesagt, bei einem Auftragsfertiger ist es natürlich schwieriger etwas zu verändern. Nur weil man mehr zahlt heisst das noch lange nicht, dass die Löhne steigen oder sich die Bedingungen verbessern.

    Gerade China ist doch ein Beispiel bei dem die Regierung die eigene Bevölkerung verheizt, und die sind auch noch Stolz darauf, was das Land und die Nation so erreichen. Das wird ihnen eben so eingetrichtert und natürlich geht es vielen Chinesen mittlerweile finaziell besser. Und er Nationalstolz hilft eine gewisse Zeit sicher auch. Irgendwann will man dann aber doch auch ein Stück vom Kuchen. Nur der Nationalstolz wird da auf Dauer nicht reichen.

    Mittlerweile sind wir ja schon so weit, dass die Chinesen zu teuer sind in manchen Bereichen und die Fabriken in andere, billigere Länder abgezogen werden. Und das alles bei Rekordgewinnen. Eine Kostenoptimierung ist natürlich notwendig. Man muss ständig schauen, wo man einsparen kann. Aber nicht auf Kosten der Qualität und auch nicht auf Kosten einer gewissen Ethik und Moral, die auch bei einem Unternehmen vorhanden sein sollte.

    Ich versuche das in meinem kleinen Unternehmen zu praktizieren und hoffe, dass mir das ganz gut gelingt. Wenn ich wegen fairen Arbeitbedingungen, vernünftiger Bezahlung und korrekt bezahlten Steuern das Unternehmen nicht mehr gewinnbringend führen kann, dann lass ich es. Dann mach ich die Bude zu. Aber gut, ist halt auch nur eine kleine Klitsche.

  3. Re: trotzdem ist Apple Hardware zu teuer

    Autor: Yeeeeeeeeha 27.01.12 - 09:29

    Ich habe da ein paar ganz interessante Gedanken gehört:

    - Der Arbeits- und Lebensstandard in China ist zwar schlecht, bessert sich aber über Jahrzehnte gesehen stetig
    - Eine deutlich stärkere Verbesserung auf westliche Standards ist möglicherweise schon politisch gar nicht gewollt und nicht direkt von außen beeinflusst
    - Eine Verlagerung der Produktion in andere Länder ist so einfach auch nicht möglich, da nur China die entsprechende Produktionsinfrastruktur vorhanden ist (> 1Mio Arbeiter bei EINER Firma O_O)

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
    Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Claranet GmbH, Frankfurt am Main
  2. finanzen.de, Berlin
  3. IHK Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg, Friedberg
  4. Swyx Solutions GmbH, Dortmund

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. MSI Optix G24C für 155,00€, Asus VP278H für 125,00€, LG 27UD59-W für 209,00€ und HP...
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Energiewende: Norddeutschland wird H
Energiewende
Norddeutschland wird H

Japan macht es vor, die norddeutschen Bundesländer ziehen nach: Im November haben sie den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft beschlossen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Aber das Ende der Förderung von Windkraft kann das Projekt gefährden.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Energiewende Brandenburg bekommt ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk
  2. Energiewende Dänemark plant künstliche Insel für Wasserstofferzeugung
  3. Energiewende Nordländer bauen gemeinsame Wasserstoffwirtschaft auf

30 Jahre Champions of Krynn: Rückkehr ins Reich der Drachen und Drakonier
30 Jahre Champions of Krynn
Rückkehr ins Reich der Drachen und Drakonier

Champions of Krynn ist das dritte AD&D-Rollenspiel von SSI, es zählt zu den Highlights der Gold-Box-Serie. Passend zum 30. Geburtstag hat sich unser Autor den Klassiker noch einmal angeschaut - und nicht nur mit Drachen, sondern auch mit dem alten Kopierschutz gekämpft.
Ein Erfahrungsbericht von Benedikt Plass-Fleßenkämper

  1. Dungeons & Dragons Dark Alliance schickt Dunkelelf Drizzt nach Icewind Dale

Support-Ende von Windows 7: Für wen Linux eine Alternative zu Windows 10 ist
Support-Ende von Windows 7
Für wen Linux eine Alternative zu Windows 10 ist

Windows 7 erreicht sein Lebensende (End of Life) und wird von Microsoft künftig nicht mehr mit Updates versorgt. Lohnt sich ein Umstieg auf Linux statt auf Windows 10? Wir finden: in den meisten Fällen schon.
Von Martin Loschwitz

  1. Lutris EA verbannt offenbar Linux-Gamer aus Battlefield 5
  2. Linux-Rechner System 76 will eigene Laptops bauen
  3. Grafiktreiber Nvidia will weiter einheitliches Speicher-API für Linux

  1. Wasserverbrauch: Musk verteidigt Gigafactory als umweltfreundlich
    Wasserverbrauch
    Musk verteidigt Gigafactory als umweltfreundlich

    Nach Kritik aus der Bevölkerung hat sich Tesla-Chef Elon Musk persönlich in die Debatte um die geplante Gigafactory für Elektroautos in Brandenburg eingeschaltet. Auch die Landesregierung sieht die Gerüchteküche brodeln.

  2. United States Space Force: Sternenflotten-artiges Logo verärgert Star-Trek-Fans
    United States Space Force
    Sternenflotten-artiges Logo verärgert Star-Trek-Fans

    Präsident Donald Trump hat das Logo der Space Force präsentiert, einer neuen Teilstreitkraft der Vereinigten Staaten. Weil das Logo der Militärsparte stark an das der Sternenflotte von Star Trek erinnert, gibt es Kritik.

  3. ROG Strix XG17AHPE: Asus zeigt USB-Monitor mit 17 Zoll und 240 Hz
    ROG Strix XG17AHPE
    Asus zeigt USB-Monitor mit 17 Zoll und 240 Hz

    Portables Display für unterwegs: Der ROG Strix XG17AHPE ist ein 17-Zöller mit 1080p-Auflösung und 240 Hz. Laut Asus eignet sich der Bildschirm für Gaming am Notebook, selbst ein Akku ist integriert.


  1. 13:15

  2. 12:50

  3. 11:43

  4. 19:34

  5. 16:40

  6. 16:03

  7. 15:37

  8. 15:12