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Scheiss-Situation fuer Angestellte.

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  1. Scheiss-Situation fuer Angestellte.

    Autor: Horssd 02.02.10 - 13:53

    >Viele Beschäftigte wurden in andere Städte versetzt, bekamen neue Vorgesetzte oder mussten mit komplizierter neuer Technik umgehen lernen.

    Arbeitsstelle einfach so verlegen ist ne Sauerei. Neue Vorgesetzte (deswegen heissen sie "Vorgesetzt") ist allerdings normal in der Wirtschaft, und wer sich mit "komplizierter neuer Technik" nicht anfreunden kann/will ist bei einem Telekomm-Konzern definiv fehl am platz.

  2. Re: Scheiss-Situation fuer Angestellte.

    Autor: Treadmill 02.02.10 - 14:31

    Das mit der komplizierten Technik ist so eine Sache, wenn sie Leuten, die damit nicht in Berührung gekommen sind, plötzlich Dinge zumuten, denen die nicht gewachsen sind ohne ausreichende Schulung, etc. kann das auch schädlich sein.

  3. Re: Scheiss-Situation fuer Angestellte.

    Autor: AlterSack 02.02.10 - 15:26

    Das Thema sollte man nicht so einseitig sehen.

    Nicht jeder Angestellte eines Unternehmens entspricht dem von den Konzernen gern gesehenen Typs "junger, dynamischer Uni-Absolvent der kein Problem damit hat, alle 6 Monate die Abteilung zu wechseln und alle 2 Jahre den Wohnort".

    Da sitzen doch gerne auch mal Leutchen, die gute 20-30 Jahre ein und denselben Job gemacht haben, der vielleicht mal nicht so techniknah ist (ja, liebe Informatiker und Möchtegern-Informatiker, solche Jobs gibt es)...und auf einmal wird so ein beinahe Rentner (das ist nicht wertend gemeint) dann mit dem neuesten technologischen "Teufelswerk" konfrontiert. Oder in eine andere Abteilung versetzt, so dass für diese Person der gewohnte Arbeitsablauf komplett umgekrempelt wird. Oder evtl. muss er jetzt auch wirklich einen ganz anderen Job machen...einen, den er nie machen wollte, dem er vielleicht auch nicht gewachsen ist.

    Es gibt halt nicht "den" Arbeitnehmer.

  4. Re: Scheiss-Situation fuer Angestellte.

    Autor: 246jw,k 02.02.10 - 15:46

    AlterSack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da sitzen doch gerne auch mal Leutchen, die gute 20-30 Jahre ein und
    > denselben Job gemacht haben, der vielleicht mal nicht so techniknah ist
    > (ja, liebe Informatiker und Möchtegern-Informatiker, solche Jobs gibt
    > es)...und auf einmal wird so ein beinahe Rentner (das ist nicht wertend
    > gemeint) dann mit dem neuesten technologischen "Teufelswerk" konfrontiert.
    > Oder in eine andere Abteilung versetzt, so dass für diese Person der
    > gewohnte Arbeitsablauf komplett umgekrempelt wird. Oder evtl. muss er jetzt
    War bei meinem Opa auch so, aber das war halt schon 1980 oder so. Er ist halt dann in Frührente gegangen statt sich mit Großrechnern zu beschäftigen. Dafür war er einfach nicht flexibel genug, das muss man einfach so sagen. Ich weiß nicht, ob ich flexibel genug gewesen wäre, wenn ich in dieser Zeit auf dem Land aufgewachsen wäre. Das vergessen viele der ganz jungen Leute immer gerne.

    32 Selbsttötungen bei 186.000 Angestellten in 2 Jahren klingt jetzt auch nicht wirklich nach "Selbstmordwelle". Das dürfte unter der normalen Quote einer Stadt dieser Größe sein. Ich vermute, die Medien flippen da wieder ein bisschen zu arg aus.

  5. Re: Scheiss-Situation fuer Angestellte.

    Autor: lalalalalala 02.02.10 - 21:12

    Ich glaube gelesen zu haben, dass sowohl bei Renault als auch bei der France Telecom die Selbstmordrate nicht wesentlich über der normalen Selbstmordrate in Frankreich lag.

    Allerdings ist eben auffällig, dass viele der Selbstmörde eben als Grund den Arbeitsplatz nannten und nicht wie sonst meist familiäre/private Probleme. Auch die gewählten Orte des Selbstmordes sprechen teilweise für sich (z.B. am Arbeitsplatz und im See vor der Zentrale), etc.

    Aber das Problem ist zu vielschichtig, als dass es mit "Druck durch die bösen Vorgesetzten" leichtfertig abgetan werden kann. Ich denke es ist die Gesamtsituation. Denn der Wohlfahrtsstaat bricht auch in Frankreich so langsam zusammen und arbeitnehmer die niemals stress gewohnt waren, müssen aufeinmal mit ungewohnten Situationen klar kommen.

    Nichts desto trotz bin ich persönlich der Meinung, dass irgendeiner dieser Gründe bei eine psychisch gefestigten Menschen Selbstmordgedanken auslösen. Da müssen auch noch anderen Sachen mitreinspielen.

    Auf jeden Fall tun mir die Hinterbliebenen leid, denn die können mal gar nix dafür (hoffen wir mal).

  6. Re: Scheiss-Situation fuer Angestellte.

    Autor: lalalalalala 02.02.10 - 21:20

    Hier mal kurz aus Wikipedia

    http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_suicide_rate

    Dort liegt die Selbstmordrate für Männer (die einen Grossteil der Mitarbeiter bei France Telecom und Renault stellen dürften) bei 25,5 pro 100.000 Einwohner in 2006. In der Gesamtbevölkerung bei 17.

    Nehmen wir an die 186.000 Angestellten da oben stimmen, dann wäre die zu erwarteten Selbstmorde bei der France Telecom bei 31,62 Toten pro JAHR. D.h. die France Telecom hat bei 32 Selbsttötungen in 2 Jahren ja nur 50% von den zu erwarteten Selbsttötungen.

    Kann doch nicht sein. Nochmal nachrechnen...

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