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Dämliches Urteil

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  1. Dämliches Urteil

    Autor: 1e3ste4 20.09.19 - 14:54

    Würde das rechtskräftig werden, wäre das der Tod für alle Shops digitaler Waren, weil kein Spiele-Entwickler den ewigen Weiterverkauf seiner Spiele zwischen den Users überleben könnte.

    Möglich wäre dann nur noch Abo wie bei Netflix, Prime Video, Apple TV+, Disney+, usw. Für Spiele machts Origin ja bereits vor.

    Dies würde für die Kunden am Ende teurer kommen als die fehlende Möglichkeit, den gekauften digitalen Krempel nicht krämermäßig weiterverkaufen zu können.

  2. Re: Dämliches Urteil

    Autor: Silent_GSG9 20.09.19 - 15:55

    Du scheinst ja noch relativ jung zu sein, oder? Wie haben die Spielehersteller denn vor Shops wie Steam, Epic usw. überlebt? Genau, in dem sie Spiele auf Datenträgern verkauft haben auf welchen auch wirklich das Spiel war und nicht nur ein popliger Download-Installer oder ganz und gar nur ein Aktivierungskey für Steam und co. ....

  3. Re: Dämliches Urteil

    Autor: Hotohori 20.09.19 - 16:20

    Ja, und wer war bei einem Wiederverkauf dein Kunde? Nur eine handvoll Leute, die dann tatsächlich auch ein gebrauchtes Spiel bekamen und daher immer das Risiko trugen ob die CD nicht zerkratzt ist, ein Online Key, die früher gängig waren um den Multiplayer zu nutzen, fehlt etc. Und dann musste das Ganze meist auch noch umständlich per Post an den Käufer verschickt werden.

    Das alles fällt digital weg, neuwertiges Spiel, keinerlei Risiko und die ganze Welt als mögliche Käufer.

    Viel mehr Spieler würden ihre Spieler wieder weiterverkaufen, für die Meisten würde es völlig normal werden ihre Spiele nach dem durchspielen direkt wieder weiter zu verkaufen. Ergebnis: der Wert der Spiele würde innerhalb Tagen nach Release ins Bodenlose rauschen. Und wenn Spieler völlig frei weiterverkaufen könnten, würden die Entwickler kurz nach Release keinen Cent mehr an ihren Spielen verdienen.

    Aber man könnte es mit klaren Beschränkungen sicherlich eindämmen. Dann wird allerdings wieder Jemand dagegen klagen, weil man als Wiederverkäufer viel zu beschränkt wird...

  4. Re: Dämliches Urteil - dämlicher Kommentar

    Autor: yumiko 20.09.19 - 16:32

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das alles fällt digital weg, neuwertiges Spiel, keinerlei Risiko und die
    > ganze Welt als mögliche Käufer.
    Du musst die 90GB noch irgendwie zum Käufer bringen, ebenso die schriftliche Erklärung des Lizenz Abtretens (geht eventuell auch digital mit Signaturen). Da gibt es die selben Risiken wie bei der normalen Disk.

  5. Re: Dämliches Urteil - dämlicher Kommentar

    Autor: Hotohori 20.09.19 - 17:10

    yumiko schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hotohori schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das alles fällt digital weg, neuwertiges Spiel, keinerlei Risiko und die
    > > ganze Welt als mögliche Käufer.
    > Du musst die 90GB noch irgendwie zum Käufer bringen, ebenso die
    > schriftliche Erklärung des Lizenz Abtretens (geht eventuell auch digital
    > mit Signaturen). Da gibt es die selben Risiken wie bei der normalen Disk.

    Danke für die Warnung, der Kommentar war wirklich dämlich.

    Als wenn man für so etwas eine schriftliche Erklärung bräuchte, selten so gelacht. Das würde alles direkt über Steam abgewickelt, anders würde das Valve sicher nicht zu lassen, allein schon um die Kontrolle zu behalten, entsprechend wäre der Weiterverkauf automatisch eine Erklärung für den Abtritt der Lizenz an den neuen Käufer. Maximal gäbe es dafür wieder ein Häkchen, das man markieren muss um sich Einverstanden mit den Bedingungen zu erklären, wie es jetzt schon beim Verkauf virtueller Items auf Steam ist.

    Risiko? Nicht vorhanden. Steam wäre in dem Fall quasi Gamestop, die sorgen dafür das alles ohne Risiko ordentlich abläuft.

    Nur wäre es ohne weitere Regelungen, die garantiert das auch die Spiele Entwickler ordentlich was von Gebrauchtkäufen abbekommen, das das beschissenste was uns Spieler passieren könnte.

    Und das alles nur damit die armen Kunden ja ihr Wiederverkaufsrecht in Anspruch nehmen können. Ja, der Kunde ist König, aber dann soll er sich auch gefälligt wie ein König verhalten, wenn er auch so behandelt werden will. Wie sich die meisten aber heute verhalten hat wenig königliches und werde ich nicht näher bezeichnen, sonst krieg ich hier Ärger von Oben. ;)

  6. Re: Dämliches Urteil - dämlicher Kommentar

    Autor: yumiko 20.09.19 - 17:18

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke für die Warnung, der Kommentar war wirklich dämlich.
    Gebe ich gerne zurück ^^

    > Als wenn man für so etwas eine schriftliche Erklärung bräuchte, selten so
    > gelacht. Das würde alles direkt über Steam abgewickelt, anders würde das
    > Valve sicher nicht zu lassen, allein schon um die Kontrolle zu behalten,
    > entsprechend wäre der Weiterverkauf automatisch eine Erklärung für den
    > Abtritt der Lizenz an den neuen Käufer. Maximal gäbe es dafür wieder ein
    > Häkchen, das man markieren muss um sich Einverstanden mit den Bedingungen
    > zu erklären, wie es jetzt schon beim Verkauf virtueller Items auf Steam
    > ist.
    Das mag dein Wunschdenken sein, aber warum sollte Steam das machen?

    > Nur wäre es ohne weitere Regelungen, die garantiert das auch die Spiele
    > Entwickler ordentlich was von Gebrauchtkäufen abbekommen, das das
    > beschissenste was uns Spieler passieren könnte.
    Das dürfen die nicht nach dem Erschöpfungsgrundsatz - mehr als einmal kassieren.
    Das haben die Telefonfritzen ja schon versucht, um mit Telefonnummer ummelden Kasse zu machen:
    Um ein Recht in Anspruch zu nehmen, darf kein Preis im Wege stehen - sonst wäre es kein Recht, sondern eine gekaufte Leistung.

    Wenn als Steam keine Finger krumm macht (warum auch, wenn die nix für bekommen) bleiben also primär die beiden von mir geschilderten Möglichkeiten. Ebenso für Shops ohne Accounts - wie stellst du dir das dann da vor?

  7. Re: Dämliches Urteil - dämlicher Kommentar

    Autor: Hotohori 20.09.19 - 17:31

    Da ich sowieso gegen diesen ganzen Weiterverkaufsrechts Quatsch bin, führt die Diskussion sowieso zu nichts. Ich würde gar das Recht Spiele auf Disc weiter zu verkaufen kippen, weil ich der Meinung bin, dass absolut jeder Spieler für den Spaß am Spiel Geld an den Entwickler zahlen soll. Wenn aber eine Kopie des Spiels 100+x verkauft werden kann, verdient der Entwickler nur einmal am ersten Verkäufer und an den restlichen 99+ nicht einen Cent. Und genau deswegen kann ich dieses Wiederverkaufsrecht an Unterhaltungsmedien nicht ab.

    Gäbe es dieses Recht hier nicht, gäbe es nicht immer wieder diese Diskussionen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.09.19 17:33 durch Hotohori.

  8. Re: Dämliches Urteil - dämlicher Kommentar

    Autor: eyeQ711 20.09.19 - 21:44

    Ja das ist eine Klasse Lösung: Gebrauchthandel ist illegal!
    Der Konsument kann per Definition kein Eigentum erwerben, wie sollte sonst dauerhafter Wachstum erreichbar sein? Jeder hat ein Recht auf Neuwagen!

    </Ironie aus>

    Es geht beim Recht auf Eigentum nicht nur um den hart arbeitenden armen Entwickler. Vielleicht sollte man eher die Margenaufteilung beim Verkauf zwischen Entwickler, Produzent und Verkäufer regulieren, bevor man so etwas grundlegendes wie Eigentumsrecht in Frage stellt. Sonst haben wir sehr schnell mehr als nur Diskussionen ;-)

  9. Re: Dämliches Urteil

    Autor: sadan 20.09.19 - 23:02

    Pff. Wo kähmen wir den da hin wen jeder verkaufen dürfte was er besitzt. Wer ein neues auto will, altes bitte wegschmeißen. Ansonsten verdient vw zu wenig.
    Aja. man will ja seine 10 jahre alten spiele noch immer zum vollpreis verkaufen. Der feuchte traum von vw. Golf1 um 20000¤.
    Mir wurde vor nicht allzu langer zeit erklärt das software so schnelllebig ist das sie nach ein paar jahren sowieso keinen wert mehr hat. Also warum so ängstlich wenn ich was ohne wert verkaufe? Aber ja. Dummes urteil. Am besten sind wir nur konsumschafe. Kaufen kaufen und kaufen und verschulden uns am besten noch richtig. So hat jeder (in der wirtschaft) was davon.
    Sie wollen ihr haus verkaufen da sie umziehn wollen? Nicht mit uns! 100000¤ könnens zahlen fürs wegreisen und fertig. Sie brauchten den kinderwagen nur 1 jahr? Na und. Da kinderwagenhersteller muss auch überleben. Hau weg. Verkaufn darfst den nimma. Man könnte tagelang dinge aufzählen. Die macher dieser sachen verdienen oft nichtmal die hälfte des softwareentwicklers. Und überleben trotzdem. Vl muss die softwarebranche mal einsehen das die early adopt zeit vorbei ist und die kunden reale leistung und nicht nur blingbling sehen wollen.
    Man sieht ja an vielen AAA titeln was man heute abliefern kann.
    Die kunden können sich eh nicht wehren. Wenn mein auto nur alle 5 versuche anspringt steht es am nächsten tag wieder beim händler. Beim softwarekauf muss ich hoffen das der händler seinen unfertigen scheiß zurück nimmt. In anderen bereichen undenkbar.
    Und ja. Es wird in diese richtung weiter gehen. man wollte ja mit iot in alle bereiche des lebens. Nun kommen eben die gesetze dieses lebens auch für software. Warum soll ich eine taschenlampe im geschäft zurück geben können und ne taschenlampen app nicht? Wer hier mit arbeit kommt: der softi hat die software genau 1 mal geschrieben. Der taschenlampenbauer muss für jeden verkauf auch ne lampe liefern. Wenn da ein softi mit kosten kommen will kann man nur lauthals lachen.

  10. Re: Dämliches Urteil

    Autor: 1e3ste4 20.09.19 - 23:10

    sadan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pff. Wo kähmen wir den da hin wen jeder verkaufen dürfte was er besitzt.
    > Wer ein neues auto will, altes bitte wegschmeißen. Ansonsten verdient vw zu
    > wenig.

    Du hast meinen Kritikpunkt nicht verstanden.

    Publisher werden darauf reagieren und Spiele nicht mehr verkaufen, sondern sie nur noch per Abonnement zur Verfügung stellen, was wirklich jeden Monat kostet. Also etwas, was es schon bei Netflix gibt und EA mit seinem Origin Access für seine Spiele anbietet.

    Resultat wäre: Du kannst dir davon nichts mehr kaufen, was dann noch zu deinem Eigentum werden könnte. Du hättest nur noch Zugriff durch ein Abo, wofür du regelmäßig zahlst.

    Würde dir das gefallen?

  11. Re: Dämliches Urteil

    Autor: sadan 21.09.19 - 00:15

    Kann ich ein auto nur per abo erwerben? Kann ich eine computer nur per abo erwerben? Ok es gibt angebote in die richtung. Zum glück kann ich selber entscheiden was ich kaufe. Abos werden eben nicht genommen und fertig. Warum man immer was prophezeien muss für das es absolut keine anzeichen gibt. Auch reden wir hier nur über steam. Jeder publisher kann selber entscheiden über welchen weg er verkauft. Wer mir ein abo verkaufen will kann weiter gehen und fertig. Nur wer panisch meint ja keinen AAA titel verpassen zu können wird probleme damit haben.

  12. Re: Dämliches Urteil - dämlicher Kommentar

    Autor: Apfelbaum 21.09.19 - 01:35

    Also ich bin nicht so missgünstig, dass ich dem armen Nachbarsjungen ohne Taschengeld und mit armen Eltern am liebsten den Zugang zu Gebrauchtmarkt verwehren würde! Ach Hotohori, ab und an kann ein Blick über den Tellerrand lohnenswert sein. Ist weniger "dämlich", um in deinem herrlich freundlichen Ausdruck zu bleiben.


    PS: warum bist du nicht gleich für die Illegalisierung des gesamten Gebrauchtmarktes? Ein Autohersteller verdient auch nur einmal am Verkauf seines Fahrzeuges. Und wo wir gleich dabei sind: die Kleiderkisten in jeder 3. Straße sollten auch weg. Da wird Kleidung sogar gespendet! So ganz ohne Geld, das geht doch nicht! Wie sollen Esprit und Jack and Jones denn sonst ihr Geld verdienen?

  13. Re: Dämliches Urteil

    Autor: Apfelbaum 21.09.19 - 01:37

    Das gefällt dir nicht und das würde ganz vielen anderen Menschen auch nicht gefallen. Neben Abos gäbe es also weiterhin "verkaufte" Spiele, um den Markt breit abzudecken. Ist wie beim Leasen z.b.

  14. Re: Dämliches Urteil

    Autor: 1e3ste4 21.09.19 - 02:08

    Apfelbaum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das gefällt dir nicht und das würde ganz vielen anderen Menschen auch nicht
    > gefallen. Neben Abos gäbe es also weiterhin "verkaufte" Spiele, um den
    > Markt breit abzudecken.

    Streaming-Abos laufen doch DVDs und Blu-Rays immer mehr den Rang ab. In den letzten Monaten wurde doch immer wieder auf Golem und Heise berichtet, dass Hersteller die Produktion von Abspielgeräten und optischen Rohlingen aufgeben.

    Mir ist dagegen kein Dienst bekannt, welcher aktuell den permanenten Download von Filmen/Serien ermöglicht. Da die Filmindustrie schon seit Jahren als geldgierig verschrieen ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass so ein Dienst überhaupt in nächster Zeit existieren wird. Es ist sogar eher so, dass jeder Content-Konzern seinen eigenes Streamingportal mit eigenem Abo aufbauen will (ich denke da gerade an Disney+). Frei Auswahl an Filmkontent im Laden ist demnächst komplett passé.

    Somit ist (für mich) die logische Schlussfolgerung, dass in ein paar Jahren der Besitz von Filmen und Serien im Grunde unmöglich wird, da man an den Content nur noch per Abonnements kommt. Mit dem unangenehmen Nebeneffekt, dass das Auslaufen des Urheberrechts von Content komplett ausgehebelt wird, da man eine Kopie haben muss, um diese nach Ablauf vervielfältigen zu können.

    Zugegeben, das hat jetzt nichts mit dem Urteil an sich zu tun, aber das Urteil kann die aktuelle, beschrieben Situation bestärken.

    > Ist wie beim Leasen z.b.

    Diesem Vergleich kann ich nicht ganz folgen. Digitalen Krempel konsumiert man in recht kurzer Zeit weg, ein Auto fährt man für gewöhnlich etwas länger.

  15. Re: Dämliches Urteil - dämlicher Kommentar

    Autor: Hotohori 21.09.19 - 02:47

    Ich rede nur von Unterhaltungsmedien, hab ich in meinem Beitrag auch geschrieben, wenn auch nicht bei jeder Erwähnung.

  16. Re: Dämliches Urteil - dämlicher Kommentar

    Autor: Hotohori 21.09.19 - 03:05

    1. weil es Unterhaltungsmedien sind und damit Luxusgüter auf die Niemand ein grundsätzliches Anrecht hat, wenn er es sich nicht leisten kann.
    2. weil es diese Unterhaltungsmedien zu allen möglichen Preisen gibt. Da ist selbst was für wenig Geld dabei.
    3. weil es manchen Menschen ganz gut täte Verzicht zu lernen, das man eben nicht immer alles haben muss, schon gar keine Luxusgüter. Vielleicht würde das unserer Konsumgesellschaft mal ganz gut tun.
    4. weil Software keine Gebrauchtzustand kennt.

    Ein Auto ist für die Meisten kein Luxusgut, weil sie ohne nicht auskämen, allein schon Familien die größere Einkäufe transportieren müssen. Und Autos sind Verbrauchsgegenstände weil sie über Zeit immer mehr Abnutzungsspuren zeigen und schnell nicht mehr Neuwertig sind. Die Autohersteller verdienen auch ganz gut an Ersatzteilen, die kommen nicht nur durch den Verkauf von Autos an Geld.

    Und auch dank dem Gebrauchtmarkt bei Videospielen haben wir den ganzen DLC Mist, der sich natürlich nicht mit verkaufen lässt, wer also das Spiel gebraucht kauft, muss sich die DLCs selbst kaufen > Extra Einnahmen für die Publisher. Gilt für das ganze Zeug in Shops. Schließlich waren es auch die Publisher die noch vor der aktuellen Konsolen Generation über den Gebrauchtspielemarkt gejammert haben und ihn abschaffen wollten, schon damals hatten sie meine Stimme. Da das aber nichts brachte kam der ganze Shop Irrsinn erst auf, das war eben die Alternative, wenn es den Gebrauchthandel weiter gibt.

  17. Re: Dämliches Urteil - dämlicher Kommentar

    Autor: Taurec 21.09.19 - 04:55

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. weil es Unterhaltungsmedien sind und damit Luxusgüter auf die Niemand
    > ein grundsätzliches Anrecht hat, wenn er es sich nicht leisten kann.

    Was hat das mit Luxusgut zu tun? Erschöpfungsgrundsatz bleibt Erschöpfungsgrundsatz.
    Das Argument geht komplett am Thema vorbei.

    > 2. weil es diese Unterhaltungsmedien zu allen möglichen Preisen gibt. Da
    > ist selbst was für wenig Geld dabei.

    Siehe Punkt 1

    > 3. weil es manchen Menschen ganz gut täte Verzicht zu lernen, das man eben
    > nicht immer alles haben muss, schon gar keine Luxusgüter. Vielleicht würde
    > das unserer Konsumgesellschaft mal ganz gut tun.

    Siehe Punkt 1

    > 4. weil Software keine Gebrauchtzustand kennt.

    Siehe Punkt 1
    Abgesehen davon tun doch grade die Hersteller/Publisher ihr Allerbestes um aufgefrischte Versionen bekannter Spiele unters Volk zu bringen. Und wenn man bedenkt, dass grade bei älteren Spielen mitunter Multiplayermodi mangels Unterstützung nicht mehr gehen oder es mitunter kniffelig ist diese überhaupt auf modernen Systemen zum laufen zu bekommen, gibt es eben doch so etwas wie einen "Gebrauchtzustand".


    > Ein Auto ist für die Meisten kein Luxusgut, weil sie ohne nicht auskämen,
    > allein schon Familien die größere Einkäufe transportieren müssen. Und Autos
    > sind Verbrauchsgegenstände weil sie über Zeit immer mehr Abnutzungsspuren
    > zeigen und schnell nicht mehr Neuwertig sind. Die Autohersteller verdienen
    > auch ganz gut an Ersatzteilen, die kommen nicht nur durch den Verkauf von
    > Autos an Geld.

    Trotzdem gehört das Auto im Zweifelsfall mir. Selbst wenn es bei guter Pflege irgendwann tatsächlich sogar einen Wertzuwachs erleben kann. Im übrigen hat auch die Automobilindustrie anfangs versucht den Gebrauchtmarkt zu unterbinden. Ging schief, diskutiert niemand mehr drüber, obwohl es sicher einige Manager gibt die da feuchte Träume haben.
    Und das maßlos überteuerte Ersatzteile grade wieder Thema bei Gericht sind hilft jetzt auch nicht wirklich dabei Sympathien für die Hersteller zu wecken.

    > Und auch dank dem Gebrauchtmarkt bei Videospielen haben wir den ganzen DLC
    > Mist, der sich natürlich nicht mit verkaufen lässt, wer also das Spiel
    > gebraucht kauft, muss sich die DLCs selbst kaufen > Extra Einnahmen für die
    > Publisher. Gilt für das ganze Zeug in Shops. Schließlich waren es auch die
    > Publisher die noch vor der aktuellen Konsolen Generation über den
    > Gebrauchtspielemarkt gejammert haben und ihn abschaffen wollten, schon
    > damals hatten sie meine Stimme. Da das aber nichts brachte kam der ganze
    > Shop Irrsinn erst auf, das war eben die Alternative, wenn es den
    > Gebrauchthandel weiter gibt.

    Oh, interessante Kausalkette.
    Aber nur um mal meine Sicht der Dinge aufzuzeigen.
    Den DLC-Wahnsinn gibt es in erster Linie, weil hier bei einem "fertigen" Spiel mit vergleichsweise wenig Aufwand immer neue Umsätze generiert werden können. Alles andere ist bestenfalls nicht ganz unangenehmes Beiwerk. Der Erschöpfungsgrundsatz gilt übrigens auf hier. Selbst wenn das womöglich auch erst durch ein Gericht geregelt werden muss, weil irgendwer die Sache mit dem Eigentum nicht so ganz rafft.
    Wenn, wie schon praktiziert, die Hersteller/Publisher nach einer Weile sowieso alle DLC samt Hauptgame als Goldedition zum stark reduzierten Preis raushauen verliert sich der Anreiz gebraucht zu kaufen fast ins Nichts. Ändert aber nichts am Prinzip dahinter.

    DLC gibt es weil die Leute es kaufen.
    Ingame Shops gibt es weil die Leute dort kaufen.
    Geld ist da der einzig wichtige Faktor.
    Es ist keine perfide Methode den Gebrauchtmarkt auszuhebeln.
    Wenn man bedenkt, dass grade bei Topsellern die Hauptumsätze wohl quasi in der ersten Woche nach Release gemacht werden, hilft schon eine kleine Sache dabei den finanziellen "Schaden" kleinzuhalten: Die Leute lang genug mit dem Produkt zu beschäftigen.

    Der eigentliche Knackpunkt ist doch viel eher, dass die derzeitigen DRM Systeme (Steam) nicht wirklich darauf ausgelegt sind, den privaten Weiterverkauf zu managen und seitens der "Industrie" selbstverständlich kein Interesse besteht die dafür notwendige Arbeit zu investieren ohne dabei verdienen zu können. Weil eine Gebühr rein für den privaten Verkauf wäre wieder eine Einschränkung der Eigentumsrechte. Und darum geht es, nichts anderes.
    Wenn ein Geschäftsmodell zum Teil gegen Gesetze verstößt, ist das Geschäftsmodell anzupassen, nicht das Gesetz.

  18. Re: Dämliches Urteil - dämlicher Kommentar

    Autor: Hotohori 21.09.19 - 13:06

    Meine Argumente haben soweit etwas mit dem Erschöpfungsgrundsatz zu tun, dass mich der bei Unterhaltungsmedien schlicht nicht interessiert. Für mich hat der bei Bits und Bytes nicht zu gelten.

    Wenn ich ein Auto kaufe, kaufe ich das Auto, mit samt den Materialien aus dem das Auto besteht. Entsprechend darf ich mit dem Auto machen was ich will. Wenn ich Bits und Bytes kaufe, dann gehören mir diese nicht, ich habe nur eine Lizenz erworben diese benutzen zu dürfen. Entsprechend darf ich damit auch nicht machen was ich will.

    Und das ist in dem Punkt schon wichtig, weil diese digitalen Produkte weit mehr wert sind als das was wir dafür zahlen um sie nutzen zu dürfen. Ohne Gebrauchtmarkt dafür, müssten sonst Gebrauchtkäufer eine neue Lizenz erwerben, wodurch Unternehmen auch durch diese Leute Geld bekommen würden. Was für die Unternehmen bedeutet sie wären deutlich schneller in der Gewinnzone und sie es sich somit leisten könnten die Produkte direkt einiges günstiger anzubieten, wodurch Käufer, die erst später kaufen weil es ihnen am Anfang zu teuer ist, auch schon zum Release zugreifen können. Dann würden die Meisten es auch weniger tragisch finden es nicht weiter verkaufen zu können, weil sie eh deutlich weniger gezahlt haben und es dafür auch schon sehr viel früher hatten, wobei letzteres für viele schon eine Wertsteigerung ist.

    Aber nein, man muss sich ja stur und fest auf irgendwelche Verbraucherrechte versteifen. Sich auf etwas zu versteifen heißt immer nicht wirklich offen für andere Herangehensweisen zu sein.

    Ob das Ganze DLCs verhindert hätte? Vermutlich nicht, aber gut möglich, dass diese deutlich später und nicht in dem Ausmaß gekommen wären, denn weil die Unternehmen nicht gegen den Gebrauchtmarkt ankommen, mussten sie sich etwas anderes einfallen lassen wie sie immer höheren Entwicklungskosten abfangen können, damit sie am Ende noch grüne Zahlen schreiben. Das sie dabei Blut geleckt haben, um noch mehr Gewinnmaximierung zu betreiben, ist wieder ein andere Thema. Zumal Gewinnmaximierung schon länger bei allen Konsumer Produkten ein Problem ist, woran wiederum Unternehmen und Nutzer schuld sind, letztere weil sie sich zu viel gefallen lassen.

    Ja, ich bin durchaus für Konsumer Rechte, aber ich bin nicht so eingebildet das ich die überall zwingend haben muss, nur weil das Jemand mal so nieder geschrieben hat.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.09.19 13:11 durch Hotohori.

  19. Re: Dämliches Urteil

    Autor: Hotohori 21.09.19 - 13:28

    Eben, das gleiche könnte leicht über Zeit auch mit Videospielen passieren. Erst gibt es das Zeug zusätzlich, dann gewöhnt sich die breite Masse, die eh keinen sonderliches Interesse hat Spiele wirklich zu besitzen, daran und dann verschwindet das alte nach und nach. Weil das aber nicht von Heute auf Morgen passiert sondern über einen Zeitraum über 10+ Jahre, sind viele absolut Blind für solche Entwicklungen und schreiben sie ins Land der Fabeln.

    Beispiel SciFi Filme: in den 80ern gab es bereits Filme, die z.B. vor großen Konzernen, die unsere Welt steuern, und anderen Dingen warnten. Damals nur nette Unterhaltung für die Familie und ein "so etwas wird es eh nie geben" abgetue. Und heute? Längst Realität, nur das es oft nicht ganz so offensichtlich ist, wie es damals in den Filmen dargestellt wurde, wobei das in den Filmen oft pure Absicht ist, damit die Botschaft deutlicher rüber kommt, ankommen tut sie dennoch nur bei wenigen.

    Weitsicht scheinen nur wenige Menschen zu besitzen, was den Unternehmen ganz recht ist (wobei selbst die oft genug unter fehlender Weitsichtigkeit leiden, scheint also wirklich sehr selten zu sein). Was interessiert mich auch was in ein paar Jahren ist? Sieht man ja auch aktuell wieder beim Thema Umweltschutz/Klimawandel. Das ist generell ein Problem von uns Menschen, wir denken zu wenig an unsere Zukunft und genau das wird auch irgendwann unser Untergang sein. Aber natürlich rede ich wieder nur Unsinn, schon klar. ;)

    Jedenfalls schauen sich Unternehmen gerne in fremden Feldern um wie dort etwas gemacht wird. Und Game Streaming und Abos für Spiele Zugang sind mehr als deutlich von der Filmindustrie abgeguckt. Und das die Games Branche zu einer Geld gierigen Branche mutiert ist, wie es die Filmindustrie eben auch ist, ist auch schon seit Jahren sehr offensichtlich, nicht nur durch die DLCs, auch durch das Free to Play Modell.

    Übrigens: diese Entwicklung wäre in den 80er/90ern undenkbar gewesen, erst als man es schaffte die breite Masse zu den Videospielen zu locken hat man genug Dummheit zusammen geschaufelt um die eigenen Kunden abzocken zu können. Aber so etwas darf man ja eigentlich nicht laut aussprechen, zu viel Wahrheit kommt nie gut an. ;)

  20. Re: Dämliches Urteil

    Autor: eyeQ711 21.09.19 - 13:47

    Wenn ich Bits und Bytes kaufe, dann gehören mir diese nicht, ich habe nur eine Lizenz erworben diese benutzen zu dürfen.

    er Bundesgerichtshof hat erstmals 1987 geklärt, dass Software als Sache im Sinne von § 90 BGB zu qualifizieren ist.

    In Deutschland erwerbe ich somit nicht Bits und Bytes beim Kauf einer Software, sondern eine Sache ("Auto").

    Es ist doch so, dass ein Gesetz vorgibt, was man darf und was nicht. Ein normaler Marktteilnehmer wird immer versuchen, für Ihn negative Aspekte so weit wie möglich zu beugen, ohne dabei in die Illegalität abzudriften. Denn dies würde bedeuten, dass der Martkzugang verloren geht.

    Der nächste Versuch wird das Abomodell sein, wo nur der Zugang verkauft wird. Aber ich hoffe ja immer noch, dass der Markt für Abonnements bei Spielen deutlich überschätzt wird. Vor allem wenn die Eltern schon diverse Abos für Entertainment und nicht zuletzt für den tatsächlichen Zugang (Netzanschluss) laufen haben.

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