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Mal sehn, ob die Preise steigen...

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  1. Mal sehn, ob die Preise steigen...

    Autor: Dieselmeister 11.05.16 - 18:43

    ... wenn Nahles versucht die Rentenversicherungspflicht für Selbstständige einzuführen. Ich werde dann meinen Stundensatz um 20% nach oben setzen. Ich möchte nicht in dieses marode System einzahlen. Sorry, solang ich die Möglichkeit habe für mich selbst vorzusorgen, mache ich das.

  2. Re: Mal sehn, ob die Preise steigen...

    Autor: plutoniumsulfat 11.05.16 - 22:19

    Genau deswegen ist das System auch so marode.

  3. Re: Mal sehn, ob die Preise steigen...

    Autor: Anonymer Nutzer 12.05.16 - 07:01

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau deswegen ist das System auch so marode.

    Danke. Mehr gibts dazu eigentlich auch nicht zu sagen.

  4. Re: Mal sehn, ob die Preise steigen...

    Autor: Geistesgegenwart 12.05.16 - 08:51

    Dieselmeister schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... wenn Nahles versucht die Rentenversicherungspflicht für Selbstständige
    > einzuführen. Ich werde dann meinen Stundensatz um 20% nach oben setzen. Ich
    > möchte nicht in dieses marode System einzahlen. Sorry, solang ich die
    > Möglichkeit habe für mich selbst vorzusorgen, mache ich das.

    Werde ich ebenso machen. Oder aber eine Kapitalgesellschaft gründen (UG) und Aufträge darüber abwickeln - bei entsprechend niedrigem Fixgehalt fällt auch der Rentenbeitrag recht gering aus :)

  5. Re: Mal sehn, ob die Preise steigen...

    Autor: Anonymer Nutzer 12.05.16 - 09:01

    Ihr habt es beide nicht verstanden...

  6. Re: Mal sehn, ob die Preise steigen...

    Autor: Geistesgegenwart 12.05.16 - 09:14

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ihr habt es beide nicht verstanden...


    Dann klär uns auf?

  7. Re: Mal sehn, ob die Preise steigen...

    Autor: genab.de 12.05.16 - 10:46

    Das Problem am System ist, das sich welche Drücken können.

    Könnte sich keiner drücken, dann hätten wir kein so großes Problem.

  8. Re: Mal sehn, ob die Preise steigen...

    Autor: Anonymer Nutzer 12.05.16 - 11:02

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prinzeumel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ihr habt es beide nicht verstanden...
    >
    > Dann klär uns auf?

    Nop. Bin ich hier der erklärbär oder wie?

    Etwas den Kopf anstrengen, notfalls google benutzen, und man kommt drauf wie die sozialen sicherungssysteme in D funktionieren (sollten). Tun sie leider immer häufiger nicht weil deinesgleichen sich vor ihrer gesellschaftlichen Verantwortung drücken wollen.

  9. Re: Mal sehn, ob die Preise steigen...

    Autor: matok 12.05.16 - 14:09

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau deswegen ist das System auch so marode.

    Du meinst, das Rentensystem so wie es aktuell ist, wird besser, dadurch, dass mehr Leute einzahlen? Ich glaube eher nicht. Vielleicht verschiebt es die Probleme wieder mal ein wenig. Dem generellen Problem, dem demografischen Wandel, wirst du damit aber nicht begegnen. Diese Diskussion ist ein reiner Nebenschauplatz bzw. eine Nebelkerze. Ist ja nicht so, als ob du als Selbstständiger später massig Rente kassierst, obwohl du nie etwas eingezahlt hast. In erster Linie ist das dein eigenes Problem und nicht das der Gemeinschaft.

  10. Re: Mal sehn, ob die Preise steigen...

    Autor: Trockenobst 12.05.16 - 14:16

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau deswegen ist das System auch so marode.

    Nein, das System ist marode, weil zu viele Leute, etwa Handwerker oder Kohlearbeiter, sich so runtergearbeitet haben, dass die Kosten ihrer Frühverrentung und jahrzehntelange ärztliche Versorung irgendwann einen Wall an Kosten verursachen. Hier hat man diesen menschlichen "Verbrauch" sozialisiert.

    Erst als man vor fünf-zehn Jahren (viel zu spät) eine Verantwortung der Industrie für diese Themen gesetzlich verankert haben, gabs plötzlich kleine Gabelstapler wo früher per Hand geschleppt werden musste und plötzlich Hebebühnen wo man jahrelang riesige Leitern gewuchtet hat. Beim Kumpel im Konzern kriegen sie in ein paar Monaten Roboterarme, die von der Decke runter schwere Lasten präzise Tragen können. Die Leute selbst haben dann nur einen VR-Handschuh an der Hand. Weil sonst der Chef sehr viel Geld in die Vorsorge zahlen muss.

    Das System ist auch so marode, weil man davon direkt und indirekt andere Sachen wie die Wiedervereinigung bezahlt hat. Die "Fahrerflucht-Politiker" sind längst weg die das verursacht haben.

    Dazu kommt, dass alle Rücklagensysteme die auf gesunde Zinsen gesetzt haben die einfach automatisch kommen (etwa Lebensversicherungen) inzwischen keine Zinsen mehr vorfinden. Wenn du 100 Milliarden bei 5% investierst, kriegst du 5 Milliarder praktisch für das nichts tun. Jetzt müssen diese ganzen Rücklagen aktiv gemanaged werden, dass können die alle nicht, sind keine Investoren, die wissen nicht wie das geht. Man greift sozusagen schon länger den Bestand des Rücklagen an, statt die Kosten über die Zinseffekte zu bezahlen.

    Überarbeitete, ausgebrannte, pillenschluckende Selbstständige in die staatliche Rentenkasse zu holen ist absurd. Genau den nonsense hat man bei den Krankenkassen verhindert, und deswegen sind jetzt zunehmend abgearbeitete Selbstständige im Alter z.T. ohne Krankenkassenversicherung, weil die gesetzliche sie nicht mehr nimmt. Ständig nur Mücken in die Kasse werfen bringt eben keine Elefanten wenn sie mal braucht.

    Das Rentensystem ist aller Kritik sicher. Bullshit wie Riester sollte sofort abgeschafft werden, und stattdessen sollte der Staat, wie alle anderen, endlich dieses Geld in sehr langfristige Projekte stecken und dann dort seine 3-5% abgreifen. Die Amis kommen zu uns und kaufen milliardenschwere Wohnblöcke, Einkaufszentren etc. die saniert werden und dann 8% pro Jahr an Zinsen liefern.

    Und im Haus daneben wissen sie nicht wie sie die erhöhten Stromkosten von der Winzrente bezahlen sollen. Das ist - per Definition - ein Totalversagen, wahrscheinlich mit latentem Vorsatz.

  11. Re: Mal sehn, ob die Preise steigen...

    Autor: Trockenobst 12.05.16 - 14:27

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > leider immer häufiger nicht weil deinesgleichen sich vor ihrer
    > gesellschaftlichen Verantwortung drücken wollen.

    Du meinst wie die alten Leute, die sich alle 10 Jahre eine neue Hüfte holen und deswegen dort seit 10 Jahren die Kosten explodieren oder die Handwerker die es schaffen mit 55 in Frührente zu gehen, weil der Rücken etwas zieht? Das Problem ist der Schindluder in den großen Systemen, die keiner mehr überblickt.

    "Gesellschaftliche Verantwortung" ist seit 30 Jahren nichts anderes als eine madige Umschreibung für "geschickt verlogene" Umverteilung. Man hat Sachfremde und dumme Dinge getan hat, und jetzt sollen 44 Jährige mit 2000¤ im Monat belasten, die nie im Leben 40 Jahre für H4 Niveau Rente schaffen werden.

    Das so ein Quatsch keine Mehrheiten findet ist klar. Die 10% Verschnitt im Jahr müssen erstmal auf 5% runter, aber das würde bedeuten Leute mir Krawatte und Selbstbediener und Leute mit denen man zur Schule gegangen ist, ihre Karriere zu zerstören, die Selbstbedienungsmentalität zu beenden oder sie in vielen Fällen in den Knast zu sperren.

    Dann wären viel mehr Leute bereit zu zahlen. Siehe Skandinavische Länder, wo dir bei Arbeitslosigkeit oder Rente EINE Person zugewiesen wird, die sich dann um alles mit dir kümmert und die du direkt anrufen kannst. Wieso geht dies bei denen und nicht bein uns?

  12. Re: Mal sehn, ob die Preise steigen...

    Autor: plutoniumsulfat 12.05.16 - 14:29

    Nein, das System ist so marode, weil sich alle Besserverdienenden rausnehmen. Eine Solidargemeinschaft funktioniert eben nicht mit einer Zweiklassengesellschaft.

    Beispiel Krankenversicherung: Krank wird jeder Mal und die Kosten dafür werden auf alle umgelegt. Da aber nicht jeder gleich viel zahlen kann, hat man das ganze an das Einkommen gekoppelt. Jetzt funktioniert das ganze aber nicht mehr, wenn alle die, die besser verdienen, nicht nur weniger einzahlen (Beitragsbemessungsgrenze), sondern kippt ganz schnell, wenn die gar nicht mehr einzahlen und sich einfach ihre eigene Krankenversicherung bauen.

    Da braucht man sich dann nicht wundern, wenn die ersteren Systeme innerhalb weniger Jahre runtergewirtschaftet sind.

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