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Preiskampf
Autor: Tigtor 11.05.16 - 16:11
> Für den Einkauf zählt laut der Studie nur der Preis des Freelancers. Der Einkauf des
> Kundenunternehmens wolle die bestmögliche Leistung zum günstigsten Preis und sei zu
> wenigen Zugeständnissen bereit.
Und die EDV muss nacher rechtfertigen wieso das alles so teuer war. Das der günstige Freelancer evtl. nur geblufft hat und sich der Einkauf vielleicht durch fadenscheinige Kompetenz hat täuschen lassen interessiert da nicht.
Ok natürlich gibt es auch sehr viele kompetente Freelancer.
Die Krux dabei ist, dass sich die Herren in Qualität überbieten und im Preis gegenseitig unterbieten müssen. Hinzu kommt, dass Zertifizierungen auch Geld, Zeit und Nerven kosten.
Unterm Strich drückt das die Preise und ein paar Jahre später wundert man sich wieder, warum es soviele freie Stellen in der IT gibt ( weil unterbezahlt wie auch aktuell stellenweise schon ) und wieso die ehem. Freelancer plötzlich alle Burnout o.ä. haben.
So dawn goes down to day.
Nothing gold can stay. -
Re: Preiskampf
Autor: jungundsorglos 11.05.16 - 17:38
Jap. Alleine die verwendete Sprache lässt schon auf die Arbeitsbedingungen schließen.
Kleinkarierte Forderungen und Fokus auf unwichtige Details "geschliffenes Auftreten, Teamfähigkeit und Präsentationssicherheit".
Alleine das Wort Teamfähigkeit ist eine leere Worthülse, die nicht etwa wirklich ein funktionierendes Team meint, sondern Eingliederung und Unterordnung.
Sonst würde von Kollaboration und Partizipation gesprochen.
Typisches Managementsprech das auf Schein anstatt Sein blickt und herrschen will. -
Re: Preiskampf
Autor: johnmcwho 11.05.16 - 17:53
Muss ich dir recht geben.
Das Problem sind nicht die ITler sondern auch das Team. Denn neue Kollegen müssen auch integriert werden und dazu muss man auch mal zurücktreten.
Hatte mal einen Kollegen der meinte das Team ist ihm egal, na ja der war nicht lange da. Von der fachlichen Seite ganz zu schweigen.
Das Problem ist aber auch das einige um jeden Preis ein Projekt annehmen, wo ich selber dann schon sage fürs das stehe ich nicht auf. Denn man braucht seinen Satz um auch Vorsorge usw. betreiben zu können.
Anders herum gibt es auch Teams da möchte man einfach nicht arbeiten weil halt nichts stimmig ist. -
Re: Preiskampf
Autor: matok 12.05.16 - 13:53
Dabei geht es beim Einsatz von Freelancern überhaupt nicht darum, Geld zu sparen. Genau wie bei der Zeitarbeit. Eigentlich nutzt man das, um mehr Flexibilität zu gewinnen. Das das Systemhaus pro Zeiteinheit teurer ist, sollte einleuchten. Allerdings sollte es mit denen auch schneller gehen, weil die Abläufe und das KnowHow irgendwann eingeschliffen sind.
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Re: Preiskampf
Autor: Trockenobst 12.05.16 - 14:20
matok schrieb:
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> Flexibilität zu gewinnen.
Ich bin zwischen 3-5 Jahren bei einem Projekt. Teilzeitarbeit oder "kommen sie doch 1x die Woche" finde ich ganz schwierig bis gar nicht. Da würde ich gerne die Branche kennen wo es diese "Flexibilität" gibt außer bei Simpeljobs wie Kellner.
Die externen sind meist totaler Skiller, deswegen nimmt man sie. Oder, weil die Firma/Konzern grundsätzlich in bestimmten Bereichen keine Jobs mehr fahren will/hat, weil es nicht ihre Kernkompetenz ist. Ich kenne Firmen im Bereich Pharma, die haben seit 30 Jahren wechselnde Entwicklerfirmen für ihre Tätigkeiten am Start, auch sehr viele Freelancer.
Die machen Pillen und Medizin, dass ist einfach nicht der Job dort mitzumischen wenn du dich nicht auskennst. Disney macht es hier wohl nach. Das Skillset da mitzumachen ist einfach nicht da und Experimente mit viel Geld will wohl niemand verantworten.



