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Angaben im Text sind aus der Luft gegriffen

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  1. Angaben im Text sind aus der Luft gegriffen

    Autor: Berlinlowa 27.10.20 - 10:17

    Ich bin selber Freelancer. Seit 15 Jahren. Ich kenne viele Freelancer gut, mein Telefonbuch umfasst bei den ca 500 beruflichen Kontakten etwa 16 % Freelancer, also eine recht gute Stichprobe.
    Bei vielen Aussagen des Textes hier habe ich mich gefragt, wie die wohl zustande gekommen sind - denn meine persönliche Erfahrung ist eine ganz andere:

    1. das Studienergebnis ist falsch wiedergegeben: nicht 70% „setzten auf Freelancer“. Wie viele insgesamt Freelancer einsetzten steht dort gar nicht. Dort steht, dass 70 Prozent
    der befragten „Freelancer-Auftraggeber“ diesen auch „eine große bis sehr große Bedeutung zumessen“. Mit anderen Worten: alle Befragten setzten Freelancer ein, aber nur 70% ist das wirklich wichtig

    2. „30 Prozent“ würden schon vor dem ersten Arbeitstag wieder abspringen, „weil sie sich wenig willkommen fühlen oder vom neuen Arbeitgeber bis zum ersten Arbeitstag nichts mehr gehört haben" - was für ein Blödsinn. Wer beauftragt ist springt nicht wieder ab, weil er/sie dann in der Regel eine Vertragsstrafe zahlen müsste. Vielmehr gibt es oft Probleme im Beauftragungsprozess, manchmal hat man den Eindruck, Einkaufsabteilungen sind oft komplett überlastet. Freelancer springen ab, weil sie keine verbindlichen Zusagen/Verträge bekommen und nicht aufgrund der Willkommenskultur. Und das sind auch keine 30 Prozent sondern deutlich weniger. In meiner ganzen Karriere sind von Hunderten Freelancern weniger als zehn abgesprungen.

    3 „ Paten sollten nicht nur bei Fragen zum Arbeitsablauf Bescheid wissen, sondern auch nach Feierabend die Integration vorantreiben“ also Party-Paten? Meine Erfahrung ist eher, dass die Externen schon ganz gut alleine die Clubs finden. Vielmehr sind es die Festangestellten, die nach der Arbeit gerne Feierabend haben wollen, um sich um den eigenen Freundeskreis, den Partner und die Kinder zu kümmern. Die haben schon Dutzende Teamevents hinter sich und sind meist gar nicht interessiert, die ständig wechselnden Freelancer nah an sich heran zu lassen.

    4. „Tatsächlich bestätigen laut der IDG-Studie vier von fünf Freelancern, dass Auftraggeber Statusfeststellungsverfahren verlangen.“ Dies ist bewusst so formuliert, als würden sehr viele Auftraggeber ein Statusfeststellungsverfahren verlangen. Wieviele da sind, steht dort aber gar nicht, nur dass 80% der Freelancer schon einmal davon gehört haben. Interessanter wäre doch, wie oft das tatsächlich vorkommt. Ich habe in meiner kompletten Laufbahn erst ein einziges Mal davon gehört, am Ende war es gar nicht notwendig. Also liegt meine persönliche Statistik bei 0% aller Auftraggeber

  2. Re: Angaben im Text sind aus der Luft gegriffen

    Autor: Computer_Science 27.10.20 - 10:53

    Ich bin IT Consultant, arbeite europaweit meist in der Finanzbranche und ich sehe das genauso:
    Golem-Artikel, die vorgeben, direkt aus dem professionellen Arbeitsalltag zu berichten sind meist komplett realitätsfern. So als hätte ein Laie aufgeschrieben, wie er sich den Arbeitsalltag von Freelancern und Consultants *vorstellt* ohne selbst jemals Erfahrungen in diesen Bereichen gemacht zu haben. Ich bemängle das seit Jahren doch Golem gibt weiter vor "IT-News für Profis" zu machen.

  3. Re: Angaben im Text sind aus der Luft gegriffen

    Autor: scrumdideldu 27.10.20 - 11:23

    Oder die Artikel geben die Träume von Vermittlerbuden / Headhuntern / Auftraggebern wieder, wie die sich das so in ihrer eigenen Idealwelt vorstellen.

    Erinnere mich an einen Artikel bei dem ein Headhunter schrieb wie wichtig es ist dass der Mitarbeiter mit völlig offenen Karten spielen müsste und auf jeden Fall jede Schwäche offenlegen müsste da nur so eine gute Vermittlung stattfinden könnte. Ja ne, is klar!

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