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Direkt zum Steuerberater

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  1. Direkt zum Steuerberater

    Autor: Anonymer Nutzer 16.10.18 - 19:05

    Ohne Steuerberater ist man schnell am Ende. Habe beispielsweise bis heute keinen einzigen Gewerbesteuerbescheid erhalten, ddr korrekt war. Geht auch nicht um ein paar Prozent sondern um teilweise drei mal so hohe Forderungen. Selbstverständlich jedes mal mit unbegründeten Zuschlägen.

    Ohne Steuerberater wird es je nach Stadtverwaltung/Finanzamt ganz schnell unlustig.

    Aber auch bei den Steuerberatern sind gefühlt 2/3 für die Tonne. Also nicht den erstbesten nehmen, sondern besser zu mindestens drei Beratungsgesprächen.

    Und ja, wenn ihr momentan fest angestellt seid und das Unternehmen tragt (die Leute die das tun, wissen es selber), macht euch so schnell wie möglich selbstständig. Lasst euch nicht länger ausbeuten.
    Studenten hingegen, die noch nie gearbeitet haben,kann ich nur davon abraten. Sammelt mal lieber drei Jahre Berufserfahrung, bevor ihr mit euren Hipsterskills irgendwelche Angular-Example Projekte baut.

  2. Re: Direkt zum Steuerberater

    Autor: norbertgriese 16.10.18 - 19:28

    Ich habe immer einen Steuerberater gehabt.

    Man kann enorm Geld sparen:
    Alle Belege ( bei mir ca 2000 pro Monat) sortieren und alle der Bank zuordbaren hinter die Bankbelege (ca 150). Die Bar bezahlten restlichen sind eh tageweise sortiert und eine Tagesabrechnung wurde ja täglich gemacht.

    Der Steuerberater sieht die Einzelbelege gar nicht, nur eine Tabelle mit Einnahmen und Ausgaben und vorkontiert.

    D.h., das Papier verlässt nicht die Firma. Ca 5h pro Monat für mich.

    Dann noch die Angestellten mittels Datev ( macht der Steuerberater).

    Und fertig ist die Anmeldung. Beträge werden abgebucht.

    Hat 30 Jahre gut funktioniert. Mehrere Steuerprufungen und ordnungsgemäße Buchführung.

    Norbert (das scheinen nicht alle Steuerberater gut zu finden)

  3. Re: Direkt zum Steuerberater

    Autor: DreiChinesenMitDemKontrabass 16.10.18 - 20:25

    Da sollte man etwas ändern.
    Man muss für jemand Geld bezahlen, damit man richtig bezahlt.
    Sowas wie Steuerberater sollte es nicht geben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.10.18 20:25 durch DreiChinesenMitDemKontrabass.

  4. Re: Direkt zum Steuerberater

    Autor: norbertgriese 16.10.18 - 21:45

    Wenn du in einem sehr komplexen Staat leben willst, wirst du auch nach einem komplexen Schlüssel deine Steuern bezahlen müssen.

    In Südamerika kannst evtl. Pauschal Steuern bezahlen - die aber auch dann fällig werden, wenn du nichts verdienst.
    In Ländern ohne Steuern herrschen Warlords, die recht willkürlich irgendwas machen.

    Norbert

  5. Re: Direkt zum Steuerberater

    Autor: Gamma Ray Burst 17.10.18 - 11:38

    norbertgriese schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du in einem sehr komplexen Staat leben willst, wirst du auch nach
    > einem komplexen Schlüssel deine Steuern bezahlen müssen.
    >
    > In Südamerika kannst evtl. Pauschal Steuern bezahlen - die aber auch dann
    > fällig werden, wenn du nichts verdienst.
    > In Ländern ohne Steuern herrschen Warlords, die recht willkürlich irgendwas
    > machen.
    >
    > Norbert


    Das rechtfertigt nicht ein derartig komplexes Steuersystem ... abgesehen davon, dass man in D schon ab einem Einkommen von 55k als reich gilt (weil ab da der Spitzensteuersatz greift) ...

    Ich finde nicht, dass es so kompliziert sein muss ... ich wäre aber auch zufrieden wenn die Bemessungsgrenze für den Spitzensteuersatz auf 120k angehoben werden würde ...

  6. Re: Direkt zum Steuerberater

    Autor: omgrofllol 17.10.18 - 15:00

    Gamma Ray Burst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dass man in D schon ab einem Einkommen von 55k als reich gilt (weil
    > ab da der Spitzensteuersatz greift) ...

    Zu versteuerndes Einkommen != Bruttoeinkommen

  7. Re: Direkt zum Steuerberater

    Autor: OmranShilunte 18.10.18 - 15:43

    Gamma Ray Burst schrieb:

    >
    > Ich finde nicht, dass es so kompliziert sein muss ... ich wäre aber auch
    > zufrieden wenn die Bemessungsgrenze für den Spitzensteuersatz auf 120k
    > angehoben werden würde ...


    dann musst du die kommunisten wählen, die linke ist nämlich die einzige partei, die das fordert. soviel nur zu der frage, welche kräfte die wahren zerstörer der vielbeschworenen leistungsgerechtigkeit sind. :)

    allerdings solltest du bei deiner rechung mit den 55k nicht vergessen, dass das das zu versteuernde familieneinkommen ist, und nicht der umsatz.

    je nach branche und rechtsform musst du für 55,000 euro einkommen erst mal 100-200k umsatz machen.

    neulich hat es jemand mal ausgerechnet: ein gewerblicher handwerker, der zur gesetzlichen sozialversicherung verpflichtet ist, muss bei angenommenen 10% betriebsausgaben 75,000 euro jahresumsatz machen, um für sich, eine parterin und zwei kinder netto auf den hartz IV satz zu kommen. und der hat dann vorher maximal 22% einkommenssteuer bezahlt.

    dass man dabei dann noch nicht den spitzensteuersatz bezahlen muss, sollte klar sein.

    den zahlt ein verheirateter erst bei einem jahres umsatz von 110,000 euro plus umsatzsteuer plus sozialversicherung plus kinderfreibeträge plus kindergeld plus betriebsausgaben plus alles mögliche andere, also man kann sagen, "deutlich über eine viertelmillion euro" bzw. "deutlich über 100 euro pro stunde"

  8. Re: Direkt zum Steuerberater

    Autor: Geistesgegenwart 23.10.18 - 07:59

    norbertgriese schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe immer einen Steuerberater gehabt.
    >
    > Man kann enorm Geld sparen:
    > Alle Belege ( bei mir ca 2000 pro Monat) sortieren und alle der Bank
    > zuordbaren hinter die Bankbelege (ca 150).

    Welcher Freiberufler schafft den 2000 Belege pro Monat? Das sind 66 Belege pro Tag, das sieht eher nach Gewerbe mit Einzelverkauf aus - da sollte dann irgend ein elektronisches System dahinterstehen (z.B. eine Registrierkasse) dass die Belege zu Sammelbelegen bündelt.

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