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"wären wir heute bei mehr als 20 Prozent"

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  1. "wären wir heute bei mehr als 20 Prozent"

    Autor: Bonarewitz 26.09.19 - 21:51

    Wow.
    20% Gigabit und 80% mit maximal 16MBit/s. Ich will nicht wissen, was dann hier los wäre...

    Da finde ich 75% mit mindestens 50MBit/s und davon 80% mit mindestens 100MBit/s (bis zu 250MBit/s) schon für sinnvoller.

  2. Re: "wären wir heute bei mehr als 20 Prozent"

    Autor: j0hnd0e 26.09.19 - 23:10

    Bonarewitz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wow.
    > 20% Gigabit und 80% mit maximal 16MBit/s.

    Es ist nicht ungewöhnlich, dass für Telekomfanatiker keine Welt außerhalb der Telekom existiert. Immerhin hat Höttges selbst schon mal gesagt, ohne die Telekom ginge hier gar nichts. Aber zwei Drittel der Haushalte in Deutschland haben einen Kabelanschluss oder könnten einen bestellen. Darüber waren schon lange vor Vectoring mehrere hundert Megabit/s verfügbar. Wäre der Glasfaserausbau also in den Gebieten ohne Kabelanschlüsse begonnen worden, dann hätten heute fast 90% der Haushalte Anschlüsse mit mehreren 100 Mbit/s verfügbar. Dass das nicht so gekommen ist, hat einen einfachen Grund: Die Telekom hätte nur den kleineren Teil dieser Anschlüsse anbieten können. Trotzdem stellt die Telekom es so dar, als hätte sie VDSL zum Wohle der Menschheit gebaut.

  3. Re: "wären wir heute bei mehr als 20 Prozent"

    Autor: Thinal 27.09.19 - 07:04

    Dazu passt auch nicht gut das Verhalten der Telekom beim Aussuchen des nächsten Ausbaustandorts. Seinerzeit als die Deutsche Glasfaser Bedarfsermittlung am Niederrhein gemacht hat, wurde immer dort VDSL angekündigt, wo man die Postkarten von der Deutschen Glasfaser im Briefkasten hatte.

  4. Re: "wären wir heute bei mehr als 20 Prozent"

    Autor: Faksimile 27.09.19 - 09:07

    So würden die nie handeln. Das muss Zufall gewesen sei n ...

  5. Re: "wären wir heute bei mehr als 20 Prozent"

    Autor: einglaskakao 27.09.19 - 12:23

    j0hnd0e schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bonarewitz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wow.
    > > 20% Gigabit und 80% mit maximal 16MBit/s.
    >
    > Es ist nicht ungewöhnlich, dass für Telekomfanatiker keine Welt außerhalb
    > der Telekom existiert. Immerhin hat Höttges selbst schon mal gesagt, ohne
    > die Telekom ginge hier gar nichts. Aber zwei Drittel der Haushalte in
    > Deutschland haben einen Kabelanschluss oder könnten einen bestellen.
    > Darüber waren schon lange vor Vectoring mehrere hundert Megabit/s
    > verfügbar. Wäre der Glasfaserausbau also in den Gebieten ohne
    > Kabelanschlüsse begonnen worden, dann hätten heute fast 90% der Haushalte
    > Anschlüsse mit mehreren 100 Mbit/s verfügbar. Dass das nicht so gekommen
    > ist, hat einen einfachen Grund: Die Telekom hätte nur den kleineren Teil
    > dieser Anschlüsse anbieten können. Trotzdem stellt die Telekom es so dar,
    > als hätte sie VDSL zum Wohle der Menschheit gebaut.
    Öhm, warum sollte die Telekom als profitorientierte Aktiengesellschaft nur die Bereiche des Landes ausbauen mit denen sie durch die hohen Kosten des Ausbaus kein Geld verdienen würde?
    Es wird immer so getan als sei in Deutschland nur die Telekom in der Lage auszubauen, auch alle anderen können das tun, natürlich auch parallel, das nennt man Wettbewerb und ist exakt das, was man immer wollte.
    Nur das Gesamtergebnis gefällt den Leuten halt nun auch wieder nicht.

  6. Re: "wären wir heute bei mehr als 20 Prozent"

    Autor: j0hnd0e 27.09.19 - 12:37

    einglaskakao schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Öhm, warum sollte die Telekom als profitorientierte Aktiengesellschaft nur
    > die Bereiche des Landes ausbauen mit denen sie durch die hohen Kosten des
    > Ausbaus kein Geld verdienen würde?

    Du siehst Gespenster. Ich habe nicht gesagt, dass sie das tun soll.

    > Es wird immer so getan als sei in Deutschland nur die Telekom in der Lage
    > auszubauen

    Auch das habe ich nicht gesagt. Ich weise nur darauf hin, dass die Entscheidung, VDSL auszubauen, nicht davon geleitet ist, möglichst vielen Menschen erträgliche Internetanschlüsse verfügbar zu machen. Das war eine knallharte wirtschaftliche Entscheidung, um sich die technisch überlegene Konkurrenz vom Hals zu halten. Wenn der Staat nicht zu einem Drittel Eigentümer der Telekom wäre, hätte er vielleicht auch die politischen Weichen anders gestellt, als diese für die Gesamtversorgung kontraproduktive Abwehrinvestition auch noch mit Milliarden zu fördern.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 27.09.19 12:40 durch j0hnd0e.

  7. Re: "wären wir heute bei mehr als 20 Prozent"

    Autor: Bonarewitz 27.09.19 - 15:06

    j0hnd0e schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Du siehst Gespenster. Ich habe nicht gesagt, dass sie das tun soll.
    Ich finde, indirekt hast du das schon gesagt.
    Oder möchtest du behaupten, dass die Kabelanschlüsse zufälligerweise in den Unlukrativen Gebieten liegen?
    Das Gegenteil ist der Fall (Was nicht bedeutet, dass es Ausnahmen gibt. Die Regel passt aber so).

    > Auch das habe ich nicht gesagt. Ich weise nur darauf hin, dass die
    > Entscheidung, VDSL auszubauen, nicht davon geleitet ist, möglichst vielen
    > Menschen erträgliche Internetanschlüsse verfügbar zu machen. Das war eine
    > knallharte wirtschaftliche Entscheidung, um sich die technisch überlegene
    > Konkurrenz vom Hals zu halten.
    Es war aber anfangs nur die Alternative.
    2006 (?) hat es die Telekom ja mit FTTH versucht. Wollte keiner haben. Und so war kein Flächendeckende Ausbau möglich.
    Daher der Strategiewechsel.
    An der hat man dann - meiner Meinung nach richtigerweise - festgehalten.

  8. Re: "wären wir heute bei mehr als 20 Prozent"

    Autor: j0hnd0e 27.09.19 - 15:29

    Bonarewitz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde, indirekt hast du das schon gesagt.

    Nein, ich habe der Behauptung widersprochen, wir hätten heute 80% mit höchstens 16Mbit/s. Das ist ja schon ganz ohne Telekom-Investitionen meilenweit daneben. Selbst der Teil der Haushalte, die trotz der Gegenmaßnahmen der Telekom Internet über das Kabelnetz beziehen, ist höher. Und hinter der falschen Behauptung, ohne VDSL wäre Deutschland größtenteils mit langsamem Internet gestraft, steht eben jene Selbstdarstellung der Telekom, die die möglichst breite Versorgung mit "geht so" Internet als Grund für den VDSL-Ausbau nennt. Dass die Telekom diesen Ausbau brauchte, ist offensichtlich. Der Grund dafür ist aber genauso offensichtlich gelogen.

    > Oder möchtest du behaupten, dass die Kabelanschlüsse zufälligerweise in den
    > Unlukrativen Gebieten liegen?

    Müssen wir jetzt wieder das ganze Playbook durchgehen, wo du dich nicht entscheiden kannst, in welchen Gebieten die Rosinen sind, die die Konkurrenz angeblich pickt? Ist halt nur am Thema vorbei. Die Behauptung, die Telekom musste VDSL ausbauen, damit Deutschland in annehmbarer Zeit zu einer fast flächendeckenden Versorgung mit akzeptablen Internetanschlüssen kommt, ist Quatsch. Die Telekom hat das aus eigenem wirtschaftlichen Interesse gemacht. Nur darum geht es.

  9. Re: "wären wir heute bei mehr als 20 Prozent"

    Autor: bombinho 27.09.19 - 15:43

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So würden die nie handeln. Das muss Zufall gewesen sei n ...

    Jupp, Total! Wir wissen doch zuverlaessig, dass die Telekom Nichts ungeplant tut.

    ;) Wer annimmt, dass die Telekom nach den Grundlagen der Oekonomie arbeiten wuerde ..., tz tz tz

  10. Re: "wären wir heute bei mehr als 20 Prozent"

    Autor: bombinho 27.09.19 - 15:51

    Bonarewitz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 2006 (?) hat es die Telekom ja mit FTTH versucht. Wollte keiner haben. Und
    > so war kein Flächendeckende Ausbau möglich.

    Und schon wieder wird dieses Maerchen verbreitet, ich kann mich nur zu genau erinnern, dass die Leute in Chemnitz in den Gebieten ohne Kabelanschluss gebettelt hatten, mit an das Glasfasernetz zu kommen, wenn auch ohne Erfolg.

    Also, wenn im gleichen Zeitraum das Angebot der Telekom abgeleht worden ist, dann liegt es offensichtlich nicht daran, dass die Leute keine Glasfaser haben wollten.
    Auch heutzutage hat die Telekom (hat jemand aktuelle Zahlen?) ca. 10 "Passed Homes" auf 1 angeschlossenes Gebaeude ~10%. Willst du wirklich behaupten, dass die Leute die Glasfaser nicht wollen? Andere Firmen bauen unter 40-60% nicht aus und koennen sich aussuchen, wo sie arbeiten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.09.19 15:53 durch bombinho.

  11. Re: "wären wir heute bei mehr als 20 Prozent"

    Autor: Faksimile 27.09.19 - 21:30

    Gefällt in einer "Mangesituation " dann nicht, wenn man, statt einer anderen Umgebung mit "Mangel", genau dort tätig wird, wo dieser Mangel schon von jemand anderem, aka Wettbewerber, behoben werden soll,

    Im übrigen hat die Telekom immer noch nicht gezeigt, wie der Ausbau mit den MFG nachher zu einem vollständigen FTTH Ausbau konvertiert werden soll/kann. Sie behauptet zwar, dass sie nach Vollendung des Vectoring-Ausbaus ab 2020 FTTH flächendeckend ausbauenn will, aber wie das gehen soll ist noch nicht genannt.

  12. Re: "wären wir heute bei mehr als 20 Prozent"

    Autor: Faksimile 27.09.19 - 21:39

    Bonarewitz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > j0hnd0e schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > ----
    > > Du siehst Gespenster. Ich habe nicht gesagt, dass sie das tun soll.
    > Ich finde, indirekt hast du das schon gesagt.
    > Oder möchtest du behaupten, dass die Kabelanschlüsse zufälligerweise in den
    > Unlukrativen Gebieten liegen?
    > Das Gegenteil ist der Fall (Was nicht bedeutet, dass es Ausnahmen gibt. Die
    > Regel passt aber so).
    >
    > > Auch das habe ich nicht gesagt. Ich weise nur darauf hin, dass die
    > > Entscheidung, VDSL auszubauen, nicht davon geleitet ist, möglichst
    > vielen
    > > Menschen erträgliche Internetanschlüsse verfügbar zu machen. Das war
    > eine
    > > knallharte wirtschaftliche Entscheidung, um sich die technisch
    > überlegene
    > > Konkurrenz vom Hals zu halten.
    > Es war aber anfangs nur die Alternative.
    > 2006 (?) hat es die Telekom ja mit FTTH versucht. Wollte keiner haben. Und
    > so war kein Flächendeckende Ausbau möglich.

    Doch. Gerade dann war er möglich, weil kein Zeit- und Erwartungsdruck dahinter stand. Das was dagegen stand, war die kurzfristige Gewinnerwartung der Anteilseigner und die Konzeptionslosigkeit der Führung und Aufsichtsgremien, diese Visionen der neuen Technologie den Aktionären zu vermitteln.

    > Daher der Strategiewechsel.
    > An der hat man dann - meiner Meinung nach richtigerweise - festgehalten.

    Wie Du Gerade sehr gut geschildert hast: Deiner Meinung nach.

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