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Die ESA scheint es ja wirklich gelassen zu nehmen?!

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  1. Die ESA scheint es ja wirklich gelassen zu nehmen?!

    Autor: prof_kai 29.08.14 - 16:10

    "Softwarefehler? Rakete? Ah öh ja gucken wir mal...erstmal die Satelliten reparieren...äh öh ja schauen wir mal.."

    So liest sich die ganze ESA Mitteilung. Entweder waren es die Russen, die Amerikaner oder ein ESA Insider, die dafür bezahlt wurden. Ihr wollt mir doch nicht erklären, dass die Raketensoftware vor dem Start nicht überprüft wird. Das ist sogar vorgeschrieben!

    Merkwürdig, dass die ESA das alles so gelassen nimmt!

  2. Re: Die ESA scheint es ja wirklich gelassen zu nehmen?!

    Autor: nicoledos 29.08.14 - 16:47

    Vorschriften und Qualitätskontrollen sind das eine, die Realität was anderes. Da verwechselt man schon mal das US-Maßsystem mit dem Europäischen. Oder lässt die Ariane 5 mit Software der Ariane 4 sprichwörtlich in die Luft gehen.

    Im Bereich der Raumfahrt läuft eh alles etwas anders. Nun haben eventuell die Russen Mist gebaut. Fehler passieren. Deren Fehlerquote ist dank bewährter Technik relativ gering, jedenfalls was öffentlich wird. Liegt es an denen, werden die wohl auch für die Folgekosten aufkommen müssen. Immerhin handelt es sich nicht um irgendwelche einmalige und extrem teure Forschungssatelliten. Wie man nun reagiert muss auch gut überlegt sein. Kann man die aus eigener Kraft in die gewünschte oder zumindest eine bessere Umlaufbahn bringen? Dies wird aber wohl die Einsatzdauer reduzieren, kann man diese mit einer Softwareanpassung noch in das geplante System integrieren oder lässt man die beiden für experimentelle Aufgaben für Testzwecke vorerst wo diese sind. Wenn es ganz schlimm kommt, muss man eben zwei mehr hoch schicken. Bei den Gesamtkosten von dem Projekt ist das dann auch nicht mehr so entscheidend.

    Oder sind das doch keine Galileos, sondern Spionagesysteme, die genau dort sind, wo sie hin sollten.

  3. Re: Die ESA scheint es ja wirklich gelassen zu nehmen?!

    Autor: mag 29.08.14 - 16:49

    prof_kai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So liest sich die ganze ESA Mitteilung. Entweder waren es die Russen, die
    > Amerikaner oder ein ESA Insider, die dafür bezahlt wurden. Ihr wollt mir
    > doch nicht erklären, dass die Raketensoftware vor dem Start nicht überprüft
    > wird. Das ist sogar vorgeschrieben!

    Eine Überprüfung ist aber keine Garantie dafür, dass keine Fehler existieren. Schon die Validierung der Einhaltung der Spezifikation ist bei komplexer Software oft schlichtweg nicht machbar. Dass darüber hinaus auch die Spezifikation Fehler enthalten kann, macht die Sache nicht einfacher.

    > Merkwürdig, dass die ESA das alles so gelassen nimmt!

    Was soll sie denn deiner Meinung nach tun? Weinen oder in Panik ausbrechen löst das Problem ja auch nicht.

  4. Re: Die ESA scheint es ja wirklich gelassen zu nehmen?!

    Autor: Muhaha 29.08.14 - 21:33

    prof_kai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Merkwürdig, dass die ESA das alles so gelassen nimmt!

    Wenn Du entsprechend versichert bist ... :)

  5. Re: Die ESA scheint es ja wirklich gelassen zu nehmen?!

    Autor: narea 29.08.14 - 22:47

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Du entsprechend versichert bist ... :)

    Die Satelliten sind nicht versichert. Ob es irgendwas für den Start an sich gibt weiß ich aber nicht.

  6. Re: Die ESA scheint es ja wirklich gelassen zu nehmen?!

    Autor: Moe479 30.08.14 - 01:23

    die esa ist kein privatunternehmen, sie ist steuerfinanziert, bei fast allen mitgliedern wird deutlich unter 1% des haushaltes über ihre nationalen programme in die raumfahrt investiert, welche die esa bündelt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.08.14 01:23 durch Moe479.

  7. Re: Die ESA scheint es ja wirklich gelassen zu nehmen?!

    Autor: jo-1 30.08.14 - 06:59

    narea schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muhaha schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn Du entsprechend versichert bist ... :)
    >
    > Die Satelliten sind nicht versichert. Ob es irgendwas für den Start an sich
    > gibt weiß ich aber nicht.

    ah ja?

    http://blog.toptarif.de/allianz-fordert-beseitigung-von-schrott-im-all-satelliten-im-weltraum-gefahrdet/

    da wäre ich mir nicht so sicher - jeder vierte Satellit ist versichert - ob nun die Galileos versichert sind ist mir unbekannt - ich gehe davon aus, dass es Haftungsübernahmen gibt beim Start - wenn der also nicht klappt sollte der Raketenbetreiber haften.

    Da alle voneinander abhängig sind wird man eine versöhnliche Lösung suchen.

    Business as usual - würde ich sagen - vielleicht etwas formeller als sonst ;-)

  8. Re: Die ESA scheint es ja wirklich gelassen zu nehmen?!

    Autor: spezi 30.08.14 - 08:22

    jo-1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Die Satelliten sind nicht versichert. Ob es irgendwas für den Start an
    > sich
    > > gibt weiß ich aber nicht.
    >
    > ah ja?
    >
    > blog.toptarif.de
    >
    > da wäre ich mir nicht so sicher - jeder vierte Satellit ist versichert - ob
    > nun die Galileos versichert sind ist mir unbekannt

    Ich hatte diese Tage auch gelesen, dass die Galileo-Satelliten nicht versichert ist.

    Was auch durchaus sinnvoll sein kann: Wenn Dein Satellit ein kostbares Einzelstück ist, ist es möglicherweise attraktiv, einen kalkulierbaren Zusatzbetrag zu zahlen, um im schlimmsten Fall den Ersatzsatelliten von der Versicherung finanziert zu bekommen.

    Bei Galileo geht es allerdings nicht um "kostbare Einzelstücke", sondern um einen Satellitentyp, von dem jetzt 30 Stück in Serie gebaut werden, die dann alle in ihre Umlaufbahn gelangen müssen. Ich weiss nicht, was die Versicherung für den Start von 30 dieser Satelliten gekostet hätte. Aber letztendlich mag es attraktiv sein, das Risiko selbst zu tragen und sich das Geld für die Versicherung zu sparen, wenn man es dann bestenfalls nicht ausgeben muss, oder eben zur Finanzierung von 2 Ersatzsatelliten im Falle eines Fehlschlags verwenden kann. Letztendlich macht ja eine Versicherung auch nichts anderes als das Risiko über mehrere Raketenstarts zu verteilen - und zu versuchen, dabei am Ende noch Gewinn zu machen.

    Das mit der Wahrscheinlichkeit ist natürlich immer so eine Sache, und es ist natürlich dann blöd, wenn gleich beim ersten Start was schief geht.

    Aber wie Du auch schon sagst: je nachdem, wie die Untersuchung ausgeht ist ja vielleicht auch ein Ausgleich über den Raketenhersteller zu bekommen.

    Grundsätzlich teile ich überhaupt nicht die Verwunderung des OP, dass die ESA (und die anderen beteiligten Firmen) das wirklich so gelassen nehmen. Ich vermute, intern werden schon die Köpfe rauchen, zumal man ja im Dezember eigentlich wieder 2 Galileo-Satelliten mit dem gleichen Startsystem ins (richtige) Orbit befördern möchte. Aber was soll man in Pressemitteilungen schon gross anderes schreiben als "wir untersuchen das Problem".

  9. Re: Die ESA scheint es ja wirklich gelassen zu nehmen?!

    Autor: Grmlfimmel 30.08.14 - 08:32

    prof_kai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Softwarefehler? Rakete? Ah öh ja gucken wir mal...erstmal die Satelliten
    > reparieren...äh öh ja schauen wir mal.."
    >
    > So liest sich die ganze ESA Mitteilung. Entweder waren es die Russen, die
    > Amerikaner oder ein ESA Insider, die dafür bezahlt wurden. Ihr wollt mir
    > doch nicht erklären, dass die Raketensoftware vor dem Start nicht überprüft
    > wird. Das ist sogar vorgeschrieben!
    >
    > Merkwürdig, dass die ESA das alles so gelassen nimmt!

    Softwarefehler sind jetzt nichts ungewöhnliches oder Ergebnis von "Insidern".
    Trotz testen. Menschen machen Fehler. Siehe Ariane 5 1996 wo eine Rakete samt Satelliten nach 36 explodiert ist, weil der Programmierer der Lenksoftware eine Variable falsch umgewandelt hat.

  10. Re: Die ESA scheint es ja wirklich gelassen zu nehmen?!

    Autor: __destruct() 30.08.14 - 21:12

    Denkst du, die Korrektur-Triebwerke packen 6500 km? Vergleiche das mal mit der Höhe des höchsten Bergs des Planeten und der Höhe, auf der Flugzeuge fliegen. Dann kannst du ja nochmal nachdenken.

  11. Re: Die ESA scheint es ja wirklich gelassen zu nehmen?!

    Autor: Anonymer Nutzer 31.08.14 - 01:24

    prof_kai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Softwarefehler? Rakete? Ah öh ja gucken wir mal...erstmal die Satelliten
    > reparieren...äh öh ja schauen wir mal.."
    >
    > So liest sich die ganze ESA Mitteilung. Entweder waren es die Russen, die
    > Amerikaner oder ein ESA Insider, die dafür bezahlt wurden. Ihr wollt mir
    > doch nicht erklären, dass die Raketensoftware vor dem Start nicht überprüft
    > wird. Das ist sogar vorgeschrieben!
    >
    > Merkwürdig, dass die ESA das alles so gelassen nimmt!

    Warum Qualitätskontrolle, wenn andere zahlen?

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