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Perpetual vs Subscription

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  1. Perpetual vs Subscription

    Autor: derdiedas 19.07.22 - 10:41

    Eine große Versicherung hat mal eine Studie machen lassen wie viel Kohle sie in kaum genutzter oder sogar niemals genutzter Software verballert hat. Dabei ins ein Betrag rausgekommen der über eine Milliarde Euro beträgt.

    Seit dem wird per Policy alles nur noch als Mietmodell gekauft. Das klingt erst einmal bescheuert da man beim Kauf über die Zeit eigentlich günstiger weg kommt. Bei Firmen die ja mit der Software eh Wartungsvertäge (in der Regel 20% vom Kaufpreis) abschließen ist das eben nicht der Fall.

    Beim Mietmodell kann die Firma aber genau schauen was wird gerade benötigt und diese Verträge am Leben erhalten, und alles was nicht benötigt wird direkt mal kündigen oder auf günstigere SKU herunterfahren. Zudem entfallen große Vorleistungen beim Softwarekauf.

    Zudem behindert gekaufte Software durch ihre hohe Kapitalbindung das man sich auf bessere Lösungen die neu am Markt sind orientiert. Jeder kenn die IT Lösungen die sich wie ein Krebsgeschwür in den Firmen festsetzen und die man nur noch entfernen kann in dem man gesunde Teile der Firma mit zerstört.

    Firmen müssen vor allem aufhören Software zu Tode zu customizen und krampfhaft versuchen an Ihre meist antiquierten Prozesse anzupassen. Effizienter ist es Prozesse zu modernisieren und damit offen für Softwarelösungen zu werden die man "von der Stange" kauft.

    Am Ende bekommt man ein Softwaremonster das so unflexibel ist das es Anfängt die Dynamik einer Firma selbst zu untergraben.

    Gruß DDD

  2. Re: Perpetual vs Subscription

    Autor: goto10 19.07.22 - 11:06

    > Eine große Versicherung hat mal eine Studie machen lassen wie viel Kohle
    > sie in kaum genutzter oder sogar niemals genutzter Software verballert hat.
    > Dabei ins ein Betrag rausgekommen der über eine Milliarde Euro beträgt.

    Bei nie genutzter Software ist dies selbstredend Verschwendung. Bei kaum genutzter Software sieht das schon anders aus: Wie wichtig ist die Software, auch wenn sie nur einmal oder wenig genutzt wird? Ein klassisches Beispiel: Es wird eine Analyse Software gebraucht um einen Fehler zu finden. Ist der Fehler gefunden, wird die Software nicht mehr benötigt, aber ohne die Software bleibt der Fehler einfach drin.

    > Seit dem wird per Policy alles nur noch als Mietmodell gekauft. Das klingt
    > erst einmal bescheuert da man beim Kauf über die Zeit eigentlich günstiger

    Ist es auch, also bescheuert. So in dieser absoluten Form. Es gibt Software, da weiß man das man sie braucht. Dort wird meistens beim Mietmodell viel zu viel Geld verschleudert. Zweiter Nachteil: Was dir nicht gehört, kann dir jederzeit ohne Vorwarnung genommen werden. Für Software, dessen Nutzen nicht klar ist, kann die Miete zwischenzeitlich eine sinnvolle Option sein.

    > Zudem behindert gekaufte Software durch ihre hohe Kapitalbindung das man
    > sich auf bessere Lösungen die neu am Markt sind orientiert. Jeder kenn die

    Oft ist das gar nicht die Frage, denn oft ist die Software so tief im Unternehmen verwurzelt, so man aus diesem Grund nicht so einfach wechseln kann. Wenn die ganzen Prozesse auf die Software abgestimmt sind, die Mitarbeiter auf diese Software geschult sind, dann ist es egal ob gekauft oder geliehen, das wechseln ist nur mit viel Aufwand möglich. Da ist der verschwendete Kaufpreis noch das kleinste Problem.

    > IT Lösungen die sich wie ein Krebsgeschwür in den Firmen festsetzen und die
    > man nur noch entfernen kann in dem man gesunde Teile der Firma mit
    > zerstört.

    Em, ja, sag ich doch. ;-)

    > Firmen müssen vor allem aufhören Software zu Tode zu customizen und
    > krampfhaft versuchen an Ihre meist antiquierten Prozesse anzupassen.
    > Effizienter ist es Prozesse zu modernisieren und damit offen für
    > Softwarelösungen zu werden die man "von der Stange" kauft.
    >
    > Am Ende bekommt man ein Softwaremonster das so unflexibel ist das es
    > Anfängt die Dynamik einer Firma selbst zu untergraben.
    >
    > Gruß DDD

  3. Re: Perpetual vs Subscription

    Autor: Maddix 19.07.22 - 11:19

    goto10 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...] Zweiter Nachteil: Was dir nicht
    > gehört, kann dir jederzeit ohne Vorwarnung genommen werden. Für Software,
    > dessen Nutzen nicht klar ist, kann die Miete zwischenzeitlich eine
    > sinnvolle Option sein.

    Nein, stimmt so nicht. Dafür gibt es EK Bedingungen, die vorschreiben, dass der Source Code der Mietsoftware entsprechend bei einem Treuhändler zwischengelagert wird und bei evtl. Entzug/Verweigerung fortgenutzt werden soll/kann. Wer das nicht macht, ist selbst schuld. Klar, bei ein paar Produkten bringt der dir wenig, aber es ist zumindest eine Möglichkeit gegen Willkür vorzugehen. Grundsätzlich sollte man beim Kauf von Software gut seine EK/VK Bedingungen unter Kontrolle haben, sonst kommt man in Teufels Küche.

    Anderes Beispiel: Du hast die Software gekauft, musst aber Wartung zahlen, sonst darfst/kannst du sie nicht nutzen. Diese Modelle gibt es zuhauf (gerade im Enterprise Umfeld die häufigste Variante). Und siehe da, plötzlich bringt dir der Kauf gar nichts.

    Die Moral von der Geschichte: wenn die Versicherung es sich überlegt hat und zu ihrem Modell/Prozessen passt, umso besser. Damit sind sie agiler aufgestellt als einige andere in der Branche.

  4. Re: Perpetual vs Subscription

    Autor: Michael H. 19.07.22 - 12:45

    Auch aus unternehmerischer Sicht in Bezug auf die Planungssicherheit sowie finanzieller Belastung hat das Mietmodell wesentlich mehr Vorteile.

    Sagen wir mal Office vs. MS365.
    Wir brauchen 100 Officelizenzen. Der Exchangeserver wäre auch fällig.
    Jetzt haste halt 100 mal die 250?¤ (weiss den aktuellen Office Preis nicht) - wenn du es als Volumenlizenz nimmst, biste mal schnell bei 480¤/Lizenz wenn ich mich jetzt nicht ganz im Preis irre...
    Dann haste aber noch nen Exchange 2010 der auch die Grätsche macht...
    Brauchst also neue Hardware, neuen Exchange, die Migration und dann die 100 Officelizenzen für 25.000¤ mit dem Exchangeserver bist dann sagen wir mal bei knapp 50.000 bis 75.000¤...
    (alles nur ne Milchmädchenrechnung gerad... aber 15-20k für nen Server + 10k für Migration/Installation und Lizenzen fürn Exchange sind glaub ich in nem realistischen Bereich... (80¤ pro User CAL + 800¤ für die Exchangeserverlizenz = 8800¤ für Exchange Lizenzen) + 25-50k für die Officelizenzen

    Das Ding ist, du musst halt auch auf einmal 50-75k berappen. Das ist ne sehr hohe Einmalinvestitition.

    Machste das mit MS365, zahlste 10,50¤/User für das Paket Office mit Exchange im Business Plan oder 22,60¤ wenns gleich der Enterprise Plan sein soll. Ob das letzte sinnvoll ist für n Unternehmen mit 100 Mitarbeitern, sei mal dahingestellt.

    Also hätteste 1005¤ Monatlich bzw. 2260¤ Monatlich
    Mit dem Businessplan könnteste jetzt nur von den Anschaffungskosten her die Cloudlösung knapp 50-75 Monate oder auch etwas über 4-6 Jahre nutzen... den Enterpriseplan ca. 2-3 Jahre.

    Du hast aber monatliche Belastungen die du einplanen kannst und musst nicht alle 4-5 Jahre (was so das Intervall für einen Exchange und Office wäre) 50k auf einmal aufbringen.

    Noch dazu... wenn deine Firma wächst, musst du nur einzelne Lizenzen nachmieten und kannst auch direkt sagen, heute kündigt Mitarbeiter xy... ich kann die Lizenz reduzieren.
    Selbst wenn dir die halbe Firma wegfällt und du nur noch 50 Mitarbeiter hast von heut auf morgen... haste halt auch nur noch 500¤/Monat an Lizenzkosten
    Beim klassischen Exchange haste ja trotzdem den Server schon gekauft... die Lizenzen haste auch schon da...

    Vorteil 2: du hast immer die neuste Version und sparst dir allein schon das neu installieren jedes mal wenn du n neues Office bekommst... Exchangemigration alle paar Jahre... Geschichte... unterm Strich fährt man sogar günstiger... Stromkosten, Backup usw vom Exchangeserver jetzt mal aussen vor...

    Unterm Strich kannst normalerweise mit der MS365 Lösung je nach Szenario bis zu 10 Jahre lang fahren wo dich die klassische on Premise Lösung alle 5 Jahre wieder n heiden Geld kostet. Aber du kannst dann auch besser wirtschaften, weil du quasi immer skalieren kannst.

    Deine Ausgaben sind da und nicht nur alle 5 Jahre auf einmal. Sondern stetig verteilt. Heisst du musst auch kein so großes Investitionspolster anlegen, sondern hast es schön monatlich oder jährlich..

    Ich mein, man stelle mal vor, das Jahr 2022 war super und du hast jetzt 400 statt nur 100 Mitarbeiter. Dann darfst nochmal 24.000 für die User CAL´s am Exchange nachbezahlen und der Server hat vielleicht auch schon zu wenig leistung und du brauchst nen neuen nach nur 2 jahren... wäre ned so cool. Dazu nochmal 300 Officelizenzen für 120.000¤ Bei M365 bestellst halt 300 Lizenzen nach und alle sind ausgerüstet

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