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Dafür gibt es bei Amazon Marketplace noch fixe Verkaufs- und Abschlussgebühren

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  1. Dafür gibt es bei Amazon Marketplace noch fixe Verkaufs- und Abschlussgebühren

    Autor: Telesto 20.03.13 - 22:01

    Die im Artikel angegebenen variablen Verkaufsgebühren bei Amazon Marketplace sind leider falsch und geben zudem nur ein unvollständiges Bild der tatsächlichen Gebührenbelastung von Privatverkäufern wieder.

    Inkl. USt liegen die variablen Gebühren bei 8,05-17,25% (mit der krassen Ausnahme von 40,25% bei Kindle-Zubehör). ZUSÄTZLICH fallen bei jedem Verkauf unabhängig vom Artikelpreis folgende fixe Gebühren an:

    1,14€ Verkaufsgebühr
    1,16€ Abschlussgebühr (variiert je nach Versandart und Kategorie)

    Daraus ergeben sich bei kleinstpreisigen Artikeln prozentuale Belastungen des Umsatzes, die WEIT über eBay und den im Artikel angegebenen Sätzen liegen (Beispiel Verkauf einer DVD):

    Käufer zahlt 10,00€ Verkaufspreis + 3,00€ Versand, ich erhalte von Amazon 8,97€, die Gebührenbelastung beträgt also 4,03€ oder 31%. Da ich nun aber von diesen Einnahmen auch noch die Versandkosten tragen muss (die bei eBay nicht von Gebühren belastet werden), reduziert sich mein "Gewinn" weiter, je nach Szenario um vielleicht 1,45€ (unversichert), wenn ich tatsächlich die gezahlten VK ansetzte 3,00€ oder wenn ich (wie Amazon es eigentlich verlangt) versichert versende sogar mindestens 3,80€ (Hermes Päckchen). In diesen Fällen ergeben sich Gesamtbelastungen meines Umsatzes von 5,48€ (42%), 7,03€ (54%) bzw. 7,83€ (60%).

    Setzt man nun deutlich niedrigere Verkaufspreise (wie bei eBay für DVDs ja üblich) an, so packt einem (falls noch nicht geschehen) spätestens jetzt der blanken Horror:

    7,00€ Verkaufspreis >> 3,51€ (35,1%) Gebühren >> 4,96€ (49,6%) / 6,51€ (65,1%) / 7,31€ (73,1%) Gesamtbelastung

    5,00€ Verkaufspreis >> 3,16€ (39,5%) Gebühren >> 4,61€ (57,6%) / 6,16€ (77%) / 6,96€ (87%) Gesamtbelastung

    3,00€ Verkaufspreis >> 2,82€ (47%) Gebühren >> 4,27€ (71,2%) / 5,82€ (97%) / 6,62€ (110%) Gesamtbelastung

    Also wer eine DVD mit versichterem Versand verschickt, weil Amazon das so fordert und man sonst auch als Privatverkäufer (!!!) für den Verlust haftet (im Gegensatz zu eBay), der sollte am besten keine DVDs für einen durchaus üblichen Preis von 3,00€ verkaufen, dann geht er nämlich mit 10% Verlust aus der Sache raus ;)

    Da merkt man schnell, dass Amazon eine deutlich höhere Marge (jeweils die Gebühren, nicht die Gesamtbelastung und abzgl. 15% USt natürlich) hat, wenn ICH dort DVDs verkaufe, als wenn sie es selbst tun.

    Ja, ich verkaufe trotzdem hin und wieder DVDs und Blu-rays auf dem Marketplace, aber auch nur weil die Kunden dort so eine abartig hohe Zahlungsbereitschaft haben, insbesondere wenn bei Amazon selbst was kurzzeitig nicht auf Lager ist - bei Artikeln unter 25,00€ verzichte ich aber auf versicherten Versand, sonst kann man das mit dem Verkaufen eigentlich gleich lassen.

    Würde man den Kunden dort aber mal klarmachen, dass von ihren 10,00€ Kaufpreis + 3,00€ Versandkosten nach versichertem Versand für bei einem Privatverkäufer nur 5,17€ übrig bleiben, sie hätten wohl eine andere Vorstellung vom Marketplace.



    7 mal bearbeitet, zuletzt am 20.03.13 22:08 durch Telesto.

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