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Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

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  1. Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Alfrett 02.12.20 - 09:34

    Hm, also bereits vor einigen Jahren, bei einem mittlerweile ehemaligen Arbeitgeber, verdiente die Halbtagsmutti, die zudem eine exzellente Quereinsteigerin war (sie hatte irgendwie einen heißen Draht/leichten Zugang zur Materie und war neuen Dingen gegenüber sehr aufgeschlossen), gut ein Fünftel mehr als ihre männlichen, teilweise studierten, Kollegen. So wie es hier auch schon angerissen wird, sollte man immer ALLE Umgebungsvariablen berücksichtigen und nicht durch Wiederholung eine "urban myth"-Begrifflichkeit bedienen/aufrechterhalten.

  2. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Zockmock 02.12.20 - 09:38

    Du meinst also Leistung und Erfahrung zählen auch mit in das Gehalt? ;-)

  3. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Oktavian 02.12.20 - 09:42

    > Du meinst also Leistung und Erfahrung zählen auch mit in das Gehalt? ;-)

    Vor allem auch der Wille zum lebenslangen Lernen. Ich habe kürzlich ne längere Serien von Kursen abgeschlossen (ITIL) und von den insgesamt sechs Kursen waren in fünf exakt null Frauen. Ist halt ein trockenes Thema...

  4. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Trollversteher 02.12.20 - 09:44

    Mmm... Also Du wirfst anderen vor, "urban myth" Begridfflichkeiten aufrecht zu erhalten, belegst das aber mit einem anektoditschen Einzelfall aus dem persönlichen Umfeld?
    Dass es diese Lücke *definitiv* gibt, und zwar beim konkreten Brutto Stundenlohn bei gleicher Qualifikation (um gleich Einwänden a la "Die Frauen arbeiten ja nur Halbzeit" oder "Die befinden sich ja ständig im Schwangerschaftsurlaub" entgegen zu wirken), das ist nun mal statistisch nachgewiesen, da ändern Einzelfälle aus dem persönlichen Umfeld auch nichts dran, wenn es der großen Masse an arbeitenden Frauen eben *nicht* so ergeht, wie Deiner Ex-Kollegin.

  5. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: demon driver 02.12.20 - 09:44

    Alfrett schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hm, also bereits vor einigen Jahren, bei einem mittlerweile ehemaligen
    > Arbeitgeber, verdiente die Halbtagsmutti, die zudem eine exzellente
    > Quereinsteigerin war [...]

    Anekdotischer Einzelfall enstpricht nicht dem statistischen Mittel – so what?

  6. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Trollversteher 02.12.20 - 09:46

    >Vor allem auch der Wille zum lebenslangen Lernen. Ich habe kürzlich ne längere Serien von Kursen abgeschlossen (ITIL) und von den insgesamt sechs Kursen waren in fünf exakt null Frauen. Ist halt ein trockenes Thema...

    Und schon wieder wird mit anekdotischen Beispielen aus dem persönlicne Umfeld argumentiert. Ich habe bei meinen Ex-Kolleginnen die exakt gegenteilige Erfahrung gemacht, die waren in der Regel motivierter, sich durch Kurse und zusätzliche Qualifikationen ständig weiter zu bilden, als die männlichen Kollegen, die meistens eher eine "brauch ich nicht, kenn ich schon alles, ist reine Zeitverschwenung" - Attitüde an den Tag gelegt haben.

  7. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Trollversteher 02.12.20 - 09:47

    Richtig. Hier wird wieder stark mit Anekdoten aus dem persönlichen Umfeld gegen die statistische Realität argumentiert.

  8. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Alfrett 02.12.20 - 09:50

    Jeder so wie er die Statistik verbiegt. Wann gibt es eigentlich endlich die Müllfrauenquote?

  9. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: GwhE 02.12.20 - 09:50

    Die hier ist natürlich quatsch. Alleine in den unterschiedlichen branchen Auto industrie vs hippi app designer, sind die gehaltsunterschiede riesig. Und das in der auto branche mehr männer arbeiten ist halt mal so.

    Dann mit dem alter ist das gleiche vor 20 jahren waren die meisten die in der it angefangen haben quereinsteiger ( oft ingeneure) und dort ist eben der männereinteil auch viel höher.

  10. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Oktavian 02.12.20 - 09:51

    > Dass es diese Lücke *definitiv* gibt, und zwar beim konkreten Brutto
    > Stundenlohn bei gleicher Qualifikation
    ...
    > das ist nun mal statistisch
    > nachgewiesen

    Keine Frage, die gibt es. Es stellen sich da nur ein paar Fragen:
    1. Wie groß ist der Unterschied?
    2. Welchen Einfluss darauf haben konkrete persönliche Entscheidungen?
    3. Welche Anteile können durch diese persönlichen Entscheidungen erklärt werden?
    4. Was bleibt dann noch übrig als Unterschied?
    5. Gibt es andere Faktoren, die nicht in konkreten persönlichen Entscheidungen liegen, wohl aber im Geschlechterunterschied, der sich in wirtschaftlich harten Fakten niederschlägt?
    6. Was bleibt dann noch übrig als Unterschied?

  11. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Alfrett 02.12.20 - 09:51

    Stasi-istik ist nicht alles, nur weil es irgendwo auf papier/schwarz auf weiß steht, muss es noch lange nicht der Realität entsprechen, siehe Recht haben und Recht bekommen, ein himmelweiter Unterschied!

  12. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: demon driver 02.12.20 - 09:59

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Dass es diese Lücke *definitiv* gibt, und zwar beim konkreten Brutto
    > > Stundenlohn bei gleicher Qualifikation
    > ...
    > > das ist nun mal statistisch
    > > nachgewiesen
    >
    > Keine Frage, die gibt es. Es stellen sich da nur ein paar Fragen:
    > 1. Wie groß ist der Unterschied?
    > 2. Welchen Einfluss darauf haben konkrete persönliche Entscheidungen?
    > 3. Welche Anteile können durch diese persönlichen Entscheidungen erklärt
    > werden?
    > 4. Was bleibt dann noch übrig als Unterschied?
    > 5. Gibt es andere Faktoren, die nicht in konkreten persönlichen
    > Entscheidungen liegen, wohl aber im Geschlechterunterschied, der sich in
    > wirtschaftlich harten Fakten niederschlägt?
    > 6. Was bleibt dann noch übrig als Unterschied?

    Die Frage ist, warum hier "persönliche Entscheidungen" ausgeklammert werden sollen, und warum die nichts mit dem gesellschaftlichen Geschlechterverhältnis zu tun haben sollen.

  13. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Trollversteher 02.12.20 - 09:59

    >Jeder so wie er die Statistik verbiegt. Wann gibt es eigentlich endlich die Müllfrauenquote?

    Ach bitte, das ist das polemische billig Totschlag-Argument gegen jede Statistik, deren Ergebnis einem nicht liegt. Was soll denn der Unsinn mit der "Müllfrauenquote" bei der Gehaltsdiskussion zu suchen haben? Verdienen weibliche Müllfrauen weniger pro Stunde als ihre gleichqualifizierten Kollegen?

  14. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: sigii 02.12.20 - 10:00

    Nur dass sich hier Leute mit echten Zahlen beschaeftigt haben und damit etwas glaubwuerdiger sind als dein Einzelfall.

    Mal bisl Selbstreflection vielleicht?

  15. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Trollversteher 02.12.20 - 10:00

    Richtig.

  16. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Trollversteher 02.12.20 - 10:02

    >Stasi-istik ist nicht alles, nur weil es irgendwo auf papier/schwarz auf weiß steht, muss es noch lange nicht der Realität entsprechen,

    Natürlich entspricht das der Realität, auf jeden Fall deutlich mehr als nicht überprüfbare "Einzelfall-Anekdoten aus dem persönlichen Umfeld".

    >siehe Recht haben und Recht bekommen, ein himmelweiter Unterschied!

    Was soll das mit dem Thema hier zu tun haben?

  17. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Max Level 02.12.20 - 10:03

    Alfrett schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeder so wie er die Statistik verbiegt.

    Eigentlich nicht. Statistik sind immer nur Zahlen. Das Problem ist jedes Mal die Interpretation, also ein "was bedeutet das denn jetzt". Zudem werden, auch ohne böse Absicht, bei der Auswertung der Rohdaten viele Fehler gemacht, weil diese Fehler intuitiv kaum zu erfassen sind und daher leicht unterlaufen. Schau dir nur mal das Simpson-Paradox an. Heißt also: Aus den Rohdaten überhaupt eine valide, belastbare statistische Aussage zu erhalten ist ein nicht-triviales Problem.

    > Wann gibt es eigentlich endlich die
    > Müllfrauenquote?

    Warum gibts denn überhaupt ne Frauenquote irgendwo, zB in Führungspositionen? Weil es Frauen irgendwie kam dorthin schaffen(!). Warum denn nicht? Wollen die nicht? Sind sie unfähig? Alle Männer Schweine? Der Grund ist recht einfach: Menschen stellen andere Menschen ein, wenn diese so sind wie sie selbst und das, was sie aus ihrem Umfeld als adäquat kennen. Alte weiße Männer stellen also gerade deswegen alte weiße Männer ein, weil das ihrem "so ist das halt"-Gefühl entspricht: Gleiche sind einander nahe. Ohne Bosheit. So wie Deutsche auch eher Deutsche einstellen, ohne Rassist zu sein. Das ist ein "Der ist wie ich, der passt zu uns"-Gefühl. Und deswegen brauchts ne Frauenquote. Um genau dieses Gefühl aufzubrechen. Dann gibts irgendwann ein neues Gefühl von Normalität und die alten Regeln werden obsolet.

  18. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: demon driver 02.12.20 - 10:04

    Alfrett schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stasi-istik ist nicht alles, nur weil es irgendwo auf papier/schwarz auf
    > weiß steht, muss es noch lange nicht der Realität entsprechen, siehe Recht
    > haben und Recht bekommen, ein himmelweiter Unterschied!

    Wer die Ergebnisse einer Statistik bezweifelt, die nicht offensichtlicher Bullshit ist, sondern zumindest den Anschein einer seriösen Arbeit erweckt, der hat gut zu begründen, warum und worin genau die Statistik nicht die Realität abbildet. Anekdotische Einzelfälle sind dafür objektiv keine Belege, nicht mal Indizien.

  19. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Alfrett 02.12.20 - 10:05

    > polemisches billig Totschlag-Argument
    > Einzelfall-Anekdoten (aus dem persönlichen Umfeld)

    Danke fürs Gespräch! :3

  20. Re: Die Geschlecht-Bezahl-Lücke

    Autor: Trollversteher 02.12.20 - 10:20

    > polemisches billig Totschlag-Argument
    > Einzelfall-Anekdoten (aus dem persönlichen Umfeld)

    >Danke fürs Gespräch! :3

    Warum die eingeschnappte Reaktion?

    Du hast 1.) die Diskussion mit einer Anekdote aus dem persönlichen Umfeld ohne statistische Relevanz begonnen.

    Du hast 2.) Mit der typischen "Statistiken sind generell ohne Relevanz, weil sich jeder sein gewünschtes Ergebnis herausinterpretieren kann" Totschlag-Argument reagiert.

    Wo war beine Antwort also jetzt unangemessen/ungerechtfertigt?

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