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Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

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  1. Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Computer_Science 02.12.20 - 10:13

    * kontrolliert man alle Confounder (gleiche Arbeit, gleicher Arbeitgeber, gleiche Menge Arbeitsstunden, ...) bis nur noch Geschlecht als unterscheidendes Merkmal übrigbleibt, so sind wir bei einem Unterschied von 3%

    * würde die Gender Pay Gap tatsächlich existieren, würden viele Unternehmen in Freudenjubel ausbrechen, alle Männer feuern und sofort durch Frauen ersetzen, um Ihre Personalkosten zu senken. Das wäre ein Wettbewerbsvorteil.

    * ich verdiene sechsstellig, meine Kollegin hat einen Elektrotechnik-Master und arbeitet bereits länger in unserer Branche (mehr Erfahrung), Sie verdient ca. 20.000 ¤ mehr als ich was völlig gerecht ist.

    Es sind die Entscheidungen die man fällt, die das Gehalt beeinflussen ... völlig unabhängig vom Geschlecht

  2. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Sharra 02.12.20 - 10:18

    Und wieso zeigt dann jede Statistik genau das Gegenteil?
    Nur weil es in deiner Firma vielleicht nicht so läuft, was löblich wäre, seid ihr dennoch nicht der Standard und die Norm, von der man alles ableiten könnte.

    Und nein, man würde nicht alle Männer feuern. Denn 1. bekommt man den Bedarf nur durch Frauen gar nicht gedeckt, und dann spielt immer noch das Machogehabe der Personaler mit rein. Die haben immer Panik, dass eine Frau ja schwanger werden könnte.

  3. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Alfrett 02.12.20 - 10:22

    Ach so die alte Leier wieder "Lauter Einzelfälle!" m(

  4. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Trollversteher 02.12.20 - 10:47

    >Ach so die alte Leier wieder "Lauter Einzelfälle!" m(

    Naja, wenn die Anzahl der Einzelfälle nicht ausreicht, um den gesamtschnitt maßgeblich zu beeinflussen, handelt es sich, statistisch gesehen, tatsächlich um "lauter Einzelfälle". ;-)

  5. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Computer_Science 02.12.20 - 10:55

    "Und wieso zeigt dann jede Statistik genau das Gegenteil?"
    weil es keine Statistik ist sondern völliger Unsinn:

    Du kannst nicht das Einkommen aller Frauen zusammenzählen, ohne Berücksichtigung von Ausbildung, Job, Position, Arbeitsstunden usw ... den Durchschnitt ermitteln ... und mit dem Durchschnitt aller Männer vergleichen ... das ist nicht der Vergleich von "gleicher Arbeit für gleiches Geld", das ist der Vergleich von "Putzfrau mit Ingenieur" ... das Problem ist Ausbildung und Berufswahl ... nicht die Bezahlung (das sollte man lösen und nicht irgendwelchen Hirngespinsten hinterherjagen, die jeder Statistiker in die Tonne treten würde)

    ich selbst hab Krebsstudien statistisch betreut und das erste was man lernt, ist die Confounder zu kontrollieren. Wenn man das nicht macht so misst man nicht den geschlechtsbedingten Unterschied sondern den "andere Arbeit"-Unterschied oder "andere Ausbildung"-Unterschied und Überlagerungen davon.

    was uns mehr Sorgen machen sollte (und die eigentliche Ursache ist) ist die Berufswahl von Frauen: sie müssen mehr Berufe wählen, die besser bezahlt werden ... Elektrotechnik, Informatik, Mathematik, Maschinenbau ... grundsätzlich STEM ... in Medizin sieht es gut aus, da sind schon mehr Frauen als Männer (da beschwert sich seltsamerweise auch keine Frau mehr wegen angeblicher Pay Gaps, warum wohl?) ... genauso in Jura ... oder BWL

    ich würde das Problem so lösen:
    * flächendeckende Ganztagsbetreuung für Kinder ... Vorschulalter und Schule ... Schulen am besten auch ganztags inkl. Hausaufgabenbetreuung und Sport am Nachmittag
    * mehr Frauen animieren STEM Fächer zu wählen ... sie können es (Kollegin beweist es) ... wollen bloss nicht

    auch ein grosses Problem: wenn der Ehemann schon > 120.000 verdient fragt sich die ein oder andere Frau natürlich auch, warum sie selbst 70h die Woche als Ingenieurin arbeiten soll ... das Geld würde allemal auch mit weniger reichen und viele reduzieren dann, um Qualitytime mit Ihren aufwachsenden Kindern zu verbringen ... etwas was Männer auch gerne möchten ... was die Gesellschaft aber nicht unbedingt akzeptiert ... man vergisst oft, das diese Frauen dann auch ihre Arbeitszeit reduzieren, hierdurch aber Lebensqualität gewinnen ... dieser Gehaltsunterschied macht sich dann natürlich auch bemerkbar

  6. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Garrona 02.12.20 - 11:00

    Weil in die Statistik nur Mittelwerte gebildet werden, aber z.B. nie sowas wie "Erfahrungsjahre" / "Gewechselte Arbeitgeber" / "Stundenzeit" . Und Männer und Frauen sind nun mal nicht gleich. Beide Geschlechter haben unterschiedliche Anlagen, haben sich unterschiedlich entwickelt und wurden auch unterschiedlich geprägt.

    Zum Beispiel ist es in fast allen Betrieben so, dass man in Teilzeit deutlich länger braucht um Gehaltsstufen aufzusteigen als in Vollzeit - ist ja auch verständlich. Weil wenn man als Personaler sagt man braucht z.B. 3 Jahre in Stufe A um in Stufe B zu kommen, braucht jemand der anstatt 40 Stunden nur 20 Stunden arbeitet 6 Jahre um diese Stufe zu erreichen. Währenddessen ist der Vollzeitarbeiter mögl. schon in Stufe C angelangt.

    Anderes Beispiel ist, dass Frauen deutlich mehr bereit sind "Kompromisse" einzugehen - sie werden eher selten nach eine Gehaltserhöhung nachfragen und hart bleiben - während Männer eher bereit sind einen Schnitt zu machen und sich etwas neues zu suchen um mehr Geld zu bekommen.

    Biologisch ist es nun mal dass im Durchschnitt Frauen deutlich sozialer sind als Männer - auch wenn der Unterschied ca. 10-15% beträgt, macht sich dies besonders in den Statistiken bemerkbar.

    Und bisher haben sich auf dem Markt keine Firmen durchgesetzt die rein auf die "weiblichen" (sozial, interaktiv, nett usw.) Erfolgsfaktoren setzen. Es mag Ausnahmen geben - aber im Durchschnitt setzt sich immer das "männliche" (berechnend, hart, "toxisch") Modell durch. Weil selbst erfolgreiche Frauen setzen in Ihrer Entwicklung als auch bei Ihren Untergebenen meistens auf die männlichen Modelle.

  7. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Oktavian 02.12.20 - 11:01

    > Und wieso zeigt dann jede Statistik genau das Gegenteil?

    Weil jede Statistik eine ganz bestimmte, sehr spezifische Frage stellt, und dann genau eine Zahl auf diese ganz spezifische Frage bekommt. Die Frage "Wie groß ist eine Gender Pay Gap?" ist zu unspezifisch, darauf bekommt man keine Antwort.

    Man muss klären:
    - Bereinigt um Vollzeit, oder wird Teilzeit unbereinigt inkludiert?
    - Wie sieht es aus mit persönlichen Entscheidungen zum Berufsfeld?
    - Wie sieht es aus mit persönlichen Entscheidungen zur Qualifikation?
    - Wie sieht es aus mit persönlichen Entscheidungen zur Motivation?
    - Usw.

    Bei jedem der Fragen musst du klären, ob Du sie bereinigen willst oder nicht. Die Antworten auf die Fragen sind aber eher ideologischer als statistischer Natur.

    Deshalb kann man auf die dann gestellte, spezifische Frage jede Zahl zwischen 0 und 25% bekommen, und die Zahl nennt man dann Gender Pay Gap.

    > Und nein, man würde nicht alle Männer feuern. Denn 1. bekommt man den
    > Bedarf nur durch Frauen gar nicht gedeckt, und dann spielt immer noch das
    > Machogehabe der Personaler mit rein. Die haben immer Panik, dass eine Frau
    > ja schwanger werden könnte.

    Witzig ist, auch statistisch erwiesen, dass sich unter weiblichen Führungskräften die Zusammensetzung und Bezahlung der Angestellten nicht signifikant ändert. Es gibt auch weibliche Personaler, Personal ist sogar eine recht häufige Frauendomäne in großen Unternehmen.

  8. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: divStar 02.12.20 - 11:01

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wieso zeigt dann jede Statistik genau das Gegenteil?
    Weil es zur derzeitigen politischen Agenda passt - deswegen.

    Es gibt keine zwei gleich-gut-qualifizierte Menschen und selbst wenn gibt es noch eine Unmenge an anderen Skills, die jemand beherrscht oder nicht. Selbst wenn es nur der Verhandlungsskill ist, um sich mehr Gehalt zahlen zu lassen. Das kommt nicht von alleine und betrifft Frauen genau wie Männer - beide müssen bei entsprechenden Verhandlungen verhandeln und bei Menschen beider Geschlechter gibt es jene, die gut verhandeln, und jene, die das nicht gut können.

    > Und nein, man würde nicht alle Männer feuern. Denn 1. bekommt man den
    > Bedarf nur durch Frauen gar nicht gedeckt, und dann spielt immer noch das
    > Machogehabe der Personaler mit rein. Die haben immer Panik, dass eine Frau
    > ja schwanger werden könnte.
    Was per se auch stimmt, denn Männer können nicht schwanger werden.

    Dass der Bedarf nicht allein durch weibliche Spezialisten gedeckt werden kann, mag der aktuelle Status Quo sein, heißt aber nichts. Man könnte sie ja ausbilden und dann einsetzen. Tut man aber nicht gezielt weil es nicht lukrativ ist. Warum ist es das nicht? Weil es keinen ernstzunehmenden Gender Pay Gap gibt.

  9. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Sharra 02.12.20 - 12:35

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sharra schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und wieso zeigt dann jede Statistik genau das Gegenteil?
    > Weil es zur derzeitigen politischen Agenda passt - deswegen.
    >
    Und du lehnst alle Statistiken dazu grundsätzlich ab, weil es nicht in deine Agenda passt? Ja, macht natürlich Sinn...

  10. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Spiritogre 02.12.20 - 12:45

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > divStar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sharra schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Und wieso zeigt dann jede Statistik genau das Gegenteil?
    > > Weil es zur derzeitigen politischen Agenda passt - deswegen.
    > >
    > Und du lehnst alle Statistiken dazu grundsätzlich ab, weil es nicht in
    > deine Agenda passt? Ja, macht natürlich Sinn...

    Weil ein Blick auf diese Statistiken reicht, um zu sehen, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden.

  11. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Max Level 02.12.20 - 12:55

    > > Und wieso zeigt dann jede Statistik genau das Gegenteil?
    > Weil es zur derzeitigen politischen Agenda passt - deswegen.

    Welche? Die tatsächliche neoliberale der SPD? Die konservative der CDU? Die Restauration der Afd? Ich nehme mal an, wir sind hier nicht bei "linksgrünversifft" oder "queerfeministisch" oder dergleichen angekommen.

  12. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Alfrett 02.12.20 - 13:14

    > "linksgrünversifft"
    Nein, nicht doch, woher diese boshaften Unterstellungen? Außerdem hätte man dann auf Katharina Schulze, der "Quotenfrau aus eigener leistung" verwiesen ;c)
    https://twitter.com/KathaSchulze/status/1330917966880403457

  13. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Michael H. 02.12.20 - 13:16

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wieso zeigt dann jede Statistik genau das Gegenteil?
    > Nur weil es in deiner Firma vielleicht nicht so läuft, was löblich wäre,
    > seid ihr dennoch nicht der Standard und die Norm, von der man alles
    > ableiten könnte.
    >
    > Und nein, man würde nicht alle Männer feuern. Denn 1. bekommt man den
    > Bedarf nur durch Frauen gar nicht gedeckt, und dann spielt immer noch das
    > Machogehabe der Personaler mit rein. Die haben immer Panik, dass eine Frau
    > ja schwanger werden könnte.


    Ich möchte nicht sagen, dass die Studien quatsch sind, aber sie sind allemal sehr oberflächlich, da oft viele Faktoren gar nicht erst berücksichtigt werden.
    Erfahrungsgemäß ist die reelle Gap, wenn sie überhaupt vorhanden ist, recht klein.

    Wenn Position, Zugehörigkeit zum Unternehmen/Jahre Berufserfahrung und Zertifikate/angeeignetes Wissen fast identisch sind, ist es auch die Bezahlung. Unabhängig vom Geschlecht.

    Was Frauen jedoch oft reinspielt ist, wie du schon sagst, die Schwangerschaft.
    Wenn ich zwei Personen, sagen wir mal beide 40 Jahre alt. Beide den selben Abschluss, selbe Laufbahn und selbe Position vergleiche... ein Mann und eine Frau... beide seit 15 jahren im Unternehmen..
    Und beide haben je 2 Kinder...
    Dann ist es in den allermeisten Fällen so, dass die Frau ab einem gewissen Zeitpunkt der Schwangerschaft nicht mehr gearbeitet hat. Mutterschutz. Sich danach nochmals Elternzeit genommen hat usw...

    Bei zwei Kindern kommt da gut und gerne mal 4-5 Jahre zusammen, in denen der Mann im Unternehmen war, während seine Frau daheim blieb. Die weibliche Angestellte, war jedoch selbst daheim. So. Jetzt hat die Frau effektiv 10 Jahre im Unternehmen aktiv verbracht, ist aber seit 15 angestellt und der Mann hat 15 von 15 Jahren dort verbracht und verdient entsprechend einen gewissen Satz mehr.

    Wenn man diese beiden jetzt vergleicht, entsteht da eine unglaubliche Kluft. Teilzeit und sonstige Dinge spielen da auch noch mit rein.

    Wenn ich als Mann in Elternzeit zum Personalgespräch gehen würde mit "ich will mehr Geld"... wird dir der/die Personaler/in sagen, für was? Sind doch eh in Elternzeit. Maximal eine Anpassung an die Inflation wäre drin..

    Nach dieser Elternzeit muss die Person auch erstmal wieder in den Job finden. Sich anpassen. Neu lernen. Das kostet auch wieder Zeit. Also wird die Kluft noch größer.
    Ich für meinen Teil könnte nach 2 Jahren pause vom Job nicht von heute auf morgen wieder rein kommen.
    Die Realität sieht so aus, dass dir nach 2 Jahren das Gehalt gezahlt wird, wie vor 2 Jahren. Mehr noch, dass man dann meist in Teilzeit einsteigt um sich noch um das Kind zu kümmern. Nach 3 Jahren oder gar 4, steigt man dann wieder voll ein. Nach 5 kommt dann wieder die nächste erhöhung. In der Zeit hatte der Mann jedoch schon 3 größere Erhöhungen drin z.B.

    Vergleicht man nun beide Personen, die die selbe Stelle besetzen, wird der Mann effektiv wesentlich mehr verdienen als die Frau.

    Da solche Fälle komplett unbereinigt übernommen werden, da man einfach nur schaut, ahja, beide 40, beide Summe X am Monatsende aufm Konto, Position identisch => Frau < Mann...
    halte ich diese Vergleiche für dämlich.

    Wenn du da ordentliche Zahlen haben willst. Vergleiche nur Kinderlose Arbeitnehmer, die nie in Elternzeit waren. Und auch nur Arbeitnehmer, die in Vollzeit arbeiten.

    Würden mehr Männer in Elternzeit gehen, würde sich die Lücke vermutlich auch erheblich verkleinern. Macht aber kaum jemand. Warum? Weil Männer das halt nicht machen... (Stichwort: Gängiges Gesellschaftsbild).
    Heisst, es liegt nicht an den Frauen oder an der Bezahlung... es hängt einfach am Bild, dass die Gesellschaft vermittelt.

    Das es Frauen erheblich schwerer haben einen guten Job zu finden, möchte ich gar nicht negieren. Das ist so... wie du schon sagst, wegen dem gesellschaftlichen Problem, dass die Angst vor Schwangerschaften da is oder sonstigem Blödsinn den so manche Personaler von sich geben.

    Wenn jemand aber eine Position besetzt... wird diese in der Regel auch identisch bezahlt +- die kleine Differenz, die den Gesamtbetrag vom Verhandlungsgeschick abhängig macht.

    Da hab ich so manche ehemalige Kolleginnen, die in ner Männerdomäne am besten verdient haben, weil dann einfach beim Personalgespräch beim Punkt Gehalt von Ihnen kam "ich möcht mehr Kohle" und auf die Frage, wie sie das rechtfertigen würde nur kam "würd ich nicht ständig Mutti für die Kollegen spielen, würden die gar nix auf die Reihe kriegen" oder eine diverse nicht politisch korrekte Sprüche (hat nen sehr schwarzen humor die Frau) darüber, wie Ihre Schwangerschaftshupen die allgemeine Atmospähre im Betrieb positiv beeinflussen. Kurz gesagt, sie konnte sich sehr gut und vor allem selbstbewusst verkaufen. Aber auch völlig normale Dinge wie "hier, dass sind meine Stundenzettel des letzten Jahres... wie sie sehen bin ich nie krank, arbeite sehr hart und wie sie hier sehen können, erwirtschafte ich auch 40% mehr als die Kollegen.".

    Ich möchte wie gesagt nicht sagen, dass es diese Gap nicht gibt... aber da wird viel Zahlenschubserei betrieben, vieles ungenau analysiert und in der Regel wird auch gleichermaßen bezahlt.
    Natürlich gibt es Unternehmen ( und nicht gerad wenige) die aber genau das machen, was diese Gap darstellt... für gleiche Arbeit und gleiche Qualifikation von Haus aus bei Frauen weniger zu bezahlen. Aber der Anteil ist nicht so groß wie er hier dargestellt wird.

  14. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: pool 02.12.20 - 13:18

    > auch ein grosses Problem: wenn der Ehemann schon > 120.000 verdient [...]

    Dazu müssten Frauen aber weniger hypergam unterwegs sein.

  15. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Hallonator 02.12.20 - 13:47

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > * kontrolliert man alle Confounder (gleiche Arbeit, gleicher Arbeitgeber,
    > gleiche Menge Arbeitsstunden, ...) bis nur noch Geschlecht als
    > unterscheidendes Merkmal übrigbleibt, so sind wir bei einem Unterschied von
    > 3%
    Und die wohl wichtigste Ursache ist, dass Männer nicht Mütter werden und sich in den seltensten Fällen um kranke Kinder kümmern, oder in Teilzeit gehen.

    Die Statistik im Aritkel zeigt ja recht eindeutig, dass der Gehaltsunterschied bei Berufseinsteigerinnen gering ist und dann im Familiengründungsalter explodiert und nie wieder zurück geht.

  16. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: wurstdings 02.12.20 - 15:16

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > was uns mehr Sorgen machen sollte (und die eigentliche Ursache ist) ist die
    > Berufswahl von Frauen: sie müssen mehr Berufe wählen, die besser bezahlt
    > werden ... Elektrotechnik, Informatik, Mathematik, Maschinenbau ...
    > grundsätzlich STEM
    Bisher hast du ja recht nachvollziehbar argumentiert, aber warum sollen jetzt auf einmal Frauen nicht mehr frei entscheiden können, welchen Beruf sie wählen? Nein Frauen müssen nicht in die Führungsetage und ganz viel Geld verdienen, lasst die doch einfach mal selbst entscheiden (Gleichberechtigung, Freiheit und sowas komisches mal als Stichwort).
    > * mehr Frauen animieren STEM Fächer zu wählen ... sie können es (Kollegin
    > beweist es) ... wollen bloss nicht
    Und wie willst dudas Wollen-"Problem" lösen?

  17. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: divStar 02.12.20 - 15:24

    Die Studien sind meist nicht falsch. Aber sie sind beliebig interpretierbar.

  18. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Trockenobst 02.12.20 - 15:56

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > * mehr Frauen animieren STEM Fächer zu wählen ... sie können es (Kollegin
    > beweist es) ... wollen bloss nicht

    In allen sehr freien, sehr gleichberechtigten Gesellschaften sind Frauen motivierter nach ihren Vorlieben zu arbeiten. Dazu zählt die Arbeit am Menschen mehr als die Arbeit an Dingen (STEM). Dies ist eine tief menschliche Eigenschaft und eine Errungenschaft der Erleuchtung und vor allem des Humanismus.

    Deswegen ist dies ein neokapitalistischer Ansatzpunkt, jeder Kindererzieherin "LÄRN TO CÖDE!" zuzurufen. Das führt nicht zu einer egalitären Gesellschaft.

    Es wäre für die gesellschaftliche Weiterentwicklung sinnvoller, wenn wir Leuten die für das Gemeinwesen, "am Menschen" arbeiten, z.B. günstigen Wohnraum, kostenlose Monatskarten, kostenlose Ganztagsbetreuung anzubieten. Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindergärten, Schulen sind immer noch viel zu wenig digitalisiert und haben auch nicht das optimale Setup. Da kann man viel machen um die Arbeit für die Leute weniger schwer und lang und schlecht bezahlt zu machen.

    Wenn man ehrlich ist, führt das nur zur privaten Kindergärten und Luxusschulen für wenige, der Rest kann dann im Slum schauen wo er bleibt.

  19. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: Trockenobst 02.12.20 - 16:24

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich möchte wie gesagt nicht sagen, dass es diese Gap nicht gibt... aber da
    > wird viel Zahlenschubserei betrieben, vieles ungenau analysiert und in der
    > Regel wird auch gleichermaßen bezahlt.

    Die Verlust des "Lebensgehalt" durch Kinder ist uU immens. Dies wird immer noch meist von Frauen geschultert, trotz Kindergeld. Das wird meist für den Lebensunterhalt benötigt und nicht angelegt.

    Berufe und deren Ausgestaltung sind häufig historisch gewachsen, etwa mit viel Reisetätigkeit, die meistens als Pflicht-Schritt in der Karriere gesehen werden. Wer seine Kinder nicht von Nannys erzogen haben will, nimmt solche Jobs nicht an. Das trifft aber auch Männer die mit fünfzig nicht in der dritten Ehe sein wollen weil sie 50% der Zeit nicht da sind. Da müssen die Jobs anders geschnitten sein, z.B. das mehrere Personen Key Accounts bearbeiten. Einige Firmen haben hier schon neu Gedacht und gerade die Digitalisierung wird hier in den nächsten Jahren massiv zu Änderungen führen.

    Viele Personen haben häufig Schwierigkeiten, ihre Wert innerhalb einer Organisation darzustellen. Wer eine Karrieresicht hat, sollte eigentlich ständig am Netzwerken sein, ständig Gehaltsübersichten. Wenn der Chef sieht, dass die Person Hinz und Kunz kennt, ist das ein anderer Wert als jemand der still seine Arbeit macht. Wer Argumente hat, kriegt mehr raus. Das ist im Kapitalismus so. Frauen sind hier historisch im Nachteil.

    Die Diskussion damit zu verwässern, das keiner Frauen direkt weniger zahlt ist nicht zielführend. Es gibt gerade bei den Jungen einen "Generational PayGap" den die harten Kapitalisten zunehmend nicht erklären können oder wollen. Da überlagern sich auch Themen wie Soziale Mobilität, die im Westen auch abnimmt.

  20. Re: Gender Pay Gap statistisch nicht nachweisbar

    Autor: wurstdings 03.12.20 - 09:42

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Diskussion damit zu verwässern, das keiner Frauen direkt weniger zahlt
    > ist nicht zielführend.
    Genau, lasst uns diese lästigen Fakten ausblenden und weiterhin Lügen verbreiten, ist viel angenehmer.
    > Es gibt gerade bei den Jungen einen "Generational
    > PayGap" den die harten Kapitalisten zunehmend nicht erklären können oder
    > wollen.
    Was heißt zunehmend? Es war schon immer so, dass man treue Mitarbeiter mit steigendem Lohn bedenkt und wer neu ist fängt eben ganz unten an der Leiter an mit klettern.

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