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Nichts geht ohne Jobwechsel

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  1. Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: Dino13 02.12.20 - 14:25

    Ohne Jobwechsel gibt es leider keine richtige Lohnerhöhung. Finde ich ehrlich gesagt sehr schade.

  2. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: Besserwisser42 02.12.20 - 14:29

    Wie mit so vielen Dingen im Leben,

    sei es Internetanschluss, Strom/Gas Vertrag, etc. etc.

  3. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: Oktavian 02.12.20 - 14:38

    > Ohne Jobwechsel gibt es leider keine richtige Lohnerhöhung. Finde ich
    > ehrlich gesagt sehr schade.

    Ach, so schade finde ich das gar nicht. Es ist durchaus gut, sowohl für die Firma als auch für einen persönlich, mehrere Unternehmen von innen gesehen zu haben. Man bringt neue Ideen mit in eine Firma, andere Erfahrung, neue Perspektiven.

  4. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: aLpenbog 02.12.20 - 15:13

    Finde ich ebenfalls sehr schade. War mir als Berufseinsteiger so leider nicht bewusst, sonst hätte ich definitiv eine Arbeitsstelle gewählt deren Anforderungen allgemeiner und verbreiteter sind und keine Nische, wo es quasi ohne Umzug keine Alternativen gibt oder man sich eben verschlechtert weil man Branchewissen und eingesetzte Technologien ändert und quasi wieder Einsteiger ist.

  5. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: GeStörti 02.12.20 - 15:19

    Mit etwas Glück und Durchhaltevermögen kommt man auch ohne Wechsel weiter. Habe innerhalb von 15 Jahren in der selben Abteilung (IT) eines Konzerns mehrfach die Aufgabe gewechselt und mehr Verantwortung übernommen. Hat mein Gehalt deutlich erhöht.
    Möchte damit nur ein Beispiel bringen, dass es funktionieren kann, ohne ständig zu wechseln.

  6. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: divStar 02.12.20 - 15:22

    Grundsätzlich kann man mit einem Job-Wechsel mindestens 10% mehr verlangen. Ich hatte um einiges mehr als das bekommen, war aber vorher in einen Unternehmen, welches mich definitiv unterbezahlt hat.

  7. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: aLpenbog 02.12.20 - 15:29

    Ja im Konzern gibt es da sicherlich Möglichkeiten, in einem 10-15 MA Unternehmen wie den unseren ist da relativ fix Schluss. Bin als reiner Entwickler vor ~8 Jahren mit 24k p.a. eingestiegen. Mittlerweile sind einige DBA Tätigkeiten und etwas Projektleitung dazugekommen. Grundgehalt liegt nun bei 33k p.a. Inklusive Rufbereitschaft lande ich bei knapp 40k. Innerbetrieblich wäre die nächste Ebene der Sessel meines Chefs :D

  8. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: Martin44 02.12.20 - 15:51

    sollte da nicht etwas mehr drin sein als 40k ???

  9. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: Dino13 02.12.20 - 15:56

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grundsätzlich kann man mit einem Job-Wechsel mindestens 10% mehr verlangen.
    > Ich hatte um einiges mehr als das bekommen, war aber vorher in einen
    > Unternehmen, welches mich definitiv unterbezahlt hat.

    Da geht durchaus mehr. Verhandlungsgeschick ist da natürlich gefragt.

  10. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: kommentar4711 02.12.20 - 15:59

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grundsätzlich kann man mit einem Job-Wechsel mindestens 10% mehr verlangen.
    Bringt Dir aber auch nichts, wenn die Gehaltsentwicklung danach nicht weiter geht. Mein Gehalt hat sich über die letzten 10 Jahre im Schnitt um 4,8% per Anno erhöht. Selbst wenn ich durch einen Wechsel jetzt einen Sprung machen könnte ist die Frage, wie die Lohnentwicklung in der neuen Firma dann ist. Wenn ich mich da im Bekanntenkreis so umhöre hätte ich da die Gefahr, dass ich in 3-4 Jahren schon wieder weniger hätte als wenn ich bleibe.

    Von daher, ich würde es nicht so pauschal sagen, dass ein Wechsel notwendig ist. Es hängt sehr davon ab, wie man in der Firma auch für Leistung und Treue belohnt wird. Bei mir ist das zum Glück der Fall, aber ich kenne natürlich auch ganz andere Geschichten.

  11. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: aLpenbog 02.12.20 - 16:02

    Martin44 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sollte da nicht etwas mehr drin sein als 40k ???

    Sollte vielleicht, aber bei uns eben nicht und wie gesagt eher Nische. Wenn ich nun wechsele, dann werden es wohl Lösungen für andere Branchen, in anderen Programmiersprachen. Da hab ich dann natürlich nicht viel vorzuweisen außer ich habe ganz viel von dem gemacht, was hier nicht gemacht wird und kenn mich mit Sachen aus, die für die Stelle irrelevant sind.

    Natürlich gibt es da immer Überschneidungen und man kommt fix in was Neues rein, hat mal privat mit anderen Sprachen experimentiert oder Hobbyprojekte umgesetzt, trotzdem hat man nicht wirklich schlagkräftige Argumente oder gar was auf dem Papier.

    Wobei man hier im Norden auch mit 40k über die Runden kommt. Ist nun nicht wie in München wo die Miete vierstellig ist.

  12. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: quineloe 02.12.20 - 16:03

    Klingt für mich aber wie Jobwechsel, ohne dabei die Firma zu wechseln.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  13. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: Trockenobst 02.12.20 - 16:05

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > liegt nun bei 33k p.a. Inklusive Rufbereitschaft lande ich bei knapp 40k.
    > Innerbetrieblich wäre die nächste Ebene der Sessel meines Chefs :D

    Das Problem ist, dass man nach Jahren einen Tunnelblick kriegt.
    Ich bin sehr froh als Freelancer nach Rund drei Jahren immer wieder zu schaffen dass der Kunde mich aus meist 'politischen' Gründen gehen lassen muss. Dann bin ich nicht gegangen (was positiv ist) und es hat mir eine sehr große Bandbreite von Skills, Technologiewissen und persönliche Netzwerke gebracht.

    Ich bin auch lange in einem schlechten Projekt geblieben, wo ich nichts mehr gelernt habe, weil es nur 15 Minuten fahrt von Busstation A nach B war. Da muss man sich irgendwann mit einem Tee auf den Balkon setzen und nachdenken.

    Sich bei anderen Firmen zu bewerben, sich umzusehen und zu vernetzen ist nicht verboten und nicht verkehrt. Motivation zeigen ist das was manchmal Änderung bringt. Wenn man bei der anderen Firma nicht mehr verdient, aber das Thema vielleicht ein anderes ist, würde man wenigstens ein wenig frische in den Alltag bringen.

    Gerade bei Leuten die sagen "Bei der anderen Firma gibt es auch nicht mehr Geld!" kann ich antworten: vielleicht ist der Chef und die Leute viel besser als hier. Solange man nicht seine Fühler ausstreckt, weiß man es nicht.

  14. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: Michael H. 02.12.20 - 16:12

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ohne Jobwechsel gibt es leider keine richtige Lohnerhöhung. Finde ich
    > > ehrlich gesagt sehr schade.
    >
    > Ach, so schade finde ich das gar nicht. Es ist durchaus gut, sowohl für die
    > Firma als auch für einen persönlich, mehrere Unternehmen von innen gesehen
    > zu haben. Man bringt neue Ideen mit in eine Firma, andere Erfahrung, neue
    > Perspektiven.

    Ich geb dir recht in dem Punkt, dass man sich selbst so erheblich fördert, als auch dem neuen Unternehmen frische Ideen bringt. Ja. Mag sein.
    Schade ist es aber, wenn es nötig sein muss, erst zu gehen, damit man entsprechend bezahlt wird.

    Ich mein, dass was du dir in Firma X angeeignet hast, wirst du in Firma Y mit bringen.
    Firma X ist es halt nur 30k p.a. wert, Firma Y ist es 60k p.a. wert für dich zu zahlen.
    Dein Wissen unterscheidet sich nur an diesem Punkt nicht. Warum also ist es Firma X nicht die 60k pro Jahr wert?

    Und um das geht es ja.
    Dass es für die persönliche Entwicklung besser ist auch mal was anderes zu sehen, steht ausser Frage.
    Aber zu viel zu sehen macht oft auch viel kaputt.

    Aber damit man auf ein leistungsgerechtes Gehalt kommt muss man halt relativ oft wechseln.
    Und ich weiss nicht wie du oder allgemein die Leute hier das sehen. Aber wenn ich jetzt als Unternehmer einen Bewerber bekomme... der in den letzten 10 Jahren in 5 Firmen gearbeitet hat... macht das alle 2 Jahre eine Firma.
    Ich als Unternehmen hätte aber gern länger was von meinen Mitarbeitern.
    Hier kann ich von ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass er in 2 Jahren wieder weg ist, sehr hoch ist.
    Noch dazu kommt, dass er vieles gelernt, aber nichts richtig gelernt hat.
    Damit man in einem Unternehmen brauchbar ankommt, braucht man gut 1 Jahr.
    Kann mir jeder was anderes erzählen. Aber je nachdem wie anspruchsvoll die Stelle ist, biste da mit minimum einem Jahr nur am Input verarbeiten. Damit du flüssig läufst, sind 3-4 Jahre nötig. Und mit flüssig mein ich, dass du so arbeiten kannst, als hättest du noch nie was anderes gemacht.

    Heisst ich hab hier jemanden, der noch nie irgendwo drin war, wo er wirklich sein volles Potential ausgeschöpft hat, weil er immer vorher gegangen ist.

    Ich persönlich würde hier viele charakterliche Schwächen entdecken, die mir eine Einstellung schwer machen würden (kommt natürlich auf den Bewerber drauf an). Aber ich würde lieber jemanden nehmen, der in den letzten 10 Jahren 2 Jahre hier und dann vielleicht 8 Jahre wo anders gearbeitet hat.

  15. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: Dino13 02.12.20 - 16:15

    kommentar4711 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > divStar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Grundsätzlich kann man mit einem Job-Wechsel mindestens 10% mehr
    > verlangen.
    > Bringt Dir aber auch nichts, wenn die Gehaltsentwicklung danach nicht
    > weiter geht. Mein Gehalt hat sich über die letzten 10 Jahre im Schnitt um
    > 4,8% per Anno erhöht. Selbst wenn ich durch einen Wechsel jetzt einen
    > Sprung machen könnte ist die Frage, wie die Lohnentwicklung in der neuen
    > Firma dann ist. Wenn ich mich da im Bekanntenkreis so umhöre hätte ich da
    > die Gefahr, dass ich in 3-4 Jahren schon wieder weniger hätte als wenn ich
    > bleibe.
    >
    > Von daher, ich würde es nicht so pauschal sagen, dass ein Wechsel notwendig
    > ist. Es hängt sehr davon ab, wie man in der Firma auch für Leistung und
    > Treue belohnt wird. Bei mir ist das zum Glück der Fall, aber ich kenne
    > natürlich auch ganz andere Geschichten.

    10 Jahre hinterher 5% Gehaltserhöhung ist aber keine Ausnahme sondern ein kompletter Ausreißer. 2-3% sind da eher realistisch und auch die nicht für alle.

  16. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: kommentar4711 02.12.20 - 17:24

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > kommentar4711 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > divStar schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Grundsätzlich kann man mit einem Job-Wechsel mindestens 10% mehr
    > > verlangen.
    > > Bringt Dir aber auch nichts, wenn die Gehaltsentwicklung danach nicht
    > > weiter geht. Mein Gehalt hat sich über die letzten 10 Jahre im Schnitt
    > um
    > > 4,8% per Anno erhöht. Selbst wenn ich durch einen Wechsel jetzt einen
    > > Sprung machen könnte ist die Frage, wie die Lohnentwicklung in der neuen
    > > Firma dann ist. Wenn ich mich da im Bekanntenkreis so umhöre hätte ich
    > da
    > > die Gefahr, dass ich in 3-4 Jahren schon wieder weniger hätte als wenn
    > ich
    > > bleibe.
    > >
    > > Von daher, ich würde es nicht so pauschal sagen, dass ein Wechsel
    > notwendig
    > > ist. Es hängt sehr davon ab, wie man in der Firma auch für Leistung und
    > > Treue belohnt wird. Bei mir ist das zum Glück der Fall, aber ich kenne
    > > natürlich auch ganz andere Geschichten.
    >
    > 10 Jahre hinterher 5% Gehaltserhöhung ist aber keine Ausnahme sondern ein
    > kompletter Ausreißer. 2-3% sind da eher realistisch und auch die nicht für
    > alle.

    Deswegen sage ich ja, man darf es nicht pauschalisieren. Außerdem hatte ich auch nicht jedes Jahr die 5% sondern teils auch mal nichts, die genannten 4,8% sind der der Schnitt. Leute die sich über 2% jedes Jahr schon sehr freuen würden kenne ich auch genug, keine Sorgen.

    Und ja, es stimmt für mich nicht nur das Geld sondern auch das Umfeld und das Thema.

  17. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: .02 Cents 02.12.20 - 17:33

    Wenn man aus Deutschland in die Schweiz wechselt, dann muss man idR für weit mehr überhaupt nicht verhandeln.

    Wenn man aus der Schweiz nach Deutschland wechselt - selbst in eine Region mit höherem Gehaltsniveau - dann würde ich 10% mehr, selbst wenn man nur das Brutto betrachtet (was eher uninteressant ist, da man nur vom Netto leben kann ...) weitgehend ausschliessen, es sei denn man wechselt mehrere Karrierestufen "höher", egal wie gut man als Verkäufer ist (und wenn man wirklich ein so guter Verkäufer ist, und Geld so wichtig, sollte man vielleicht kurz darüber nachdenken, ob man als IT Fachkraft auf dem richtigen Karrierepfad ist ...).

  18. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: Oktavian 02.12.20 - 18:49

    > Ich geb dir recht in dem Punkt, dass man sich selbst so erheblich fördert,
    > als auch dem neuen Unternehmen frische Ideen bringt. Ja. Mag sein.
    > Schade ist es aber, wenn es nötig sein muss, erst zu gehen, damit man
    > entsprechend bezahlt wird.

    Anders herum, wenn es für die Person selbst und ihre Entwicklung gut ist, und auch für das empfangende Unternehmen positiv ist, dann ist es genau richtig, dass man Leute, die wechseln, besser bezahlt. Sie sind als Persönlichkeit gereifter und bringen neben der reinen Qualifikation auch noch die Perspektive mit. Sie sind breiter aufgestellt als der, der immer schon im ersten Betrieb ist.

    > Ich mein, dass was du dir in Firma X angeeignet hast, wirst du in Firma Y
    > mit bringen.
    > Firma X ist es halt nur 30k p.a. wert, Firma Y ist es 60k p.a. wert für
    > dich zu zahlen.
    > Dein Wissen unterscheidet sich nur an diesem Punkt nicht. Warum also ist es
    > Firma X nicht die 60k pro Jahr wert?

    In Firma X hast Du genau nur das Wissen, das du da brauchst. Du hast es, weil sie es Dir beigebracht haben. Noch 30 andere in dem Unternehmen haben das Wissen. Diese Kenntnisse nicht nichts besonderes.

    In Firma Y bringst Du Wissen mit, dass sie nicht haben. Du bist der einzige, der es mitbringt. Das Wissen ist hier stärker nachgefragt, das Angebot klein. Ach ja, noch ein Vorteil wenn man häufiger wechselt. Man ist deutlich ruhiger und entspannter in den Gehaltsverhandlungen. Man hat ja was, und wenn der Wechsel klappen soll, muss das neue Gehalt schon ne Schippe drüber sein, das weiß auch der potentielle neue Chef.

    > Aber damit man auf ein leistungsgerechtes Gehalt kommt muss man halt
    > relativ oft wechseln.

    Es ist die Frage, was Du als "gerecht" bezeichnest und wer das festlegt. Richtig, niemand. Gerecht ist das, was beide Vertragsparteien für gerecht halten.

    > Und ich weiss nicht wie du oder allgemein die Leute hier das sehen. Aber
    > wenn ich jetzt als Unternehmer einen Bewerber bekomme... der in den letzten
    > 10 Jahren in 5 Firmen gearbeitet hat... macht das alle 2 Jahre eine Firma.

    Richtig. Auf ganz so viele komme ich nicht, aber im Schnitt hab ich so alle 4 Jahre gewechselt, anfangs schneller, dann langsamer. Zwei mal schon nach einem Jahr, einmal bin ich auch 6 Jahre geblieben, bei meinem jetzigen Unternehmen sind es jetzt fast 7 Jahre. Wie die Zeit vergeht...

    > Ich als Unternehmen hätte aber gern länger was von meinen Mitarbeitern.

    Siehst Du, vielleicht bist Du genau deshalb nicht Unternehmer. Als Unternehmer sollte man unemotional mit sowas umgehen. Wenn ich diese neue Perspektive, dieses neue Wissen, diese neuen Ansätze zwei Jahre in meiner Firma habe, ist das einiges wert. Das reicht vielleicht schon. Und vielleicht sollte man als Unternehmer auch so überzeugt von sich selbst sein, dass man glaubt, die Person länger binden zu können.

    Ansonsten hab ich im Bewerbungsgespräch auch gar keine Probleme, einfach mal den Kandidaten zu fragen, wie er das sieht. Und umgekehrt hab ich auf die Frage, wie lange ich denn zu bleiben gedenke auch schon mal mit "zwei bis drei Jahre" geantwortet. Ich hab den Job bekommen.

    > Noch dazu kommt, dass er vieles gelernt, aber nichts richtig gelernt hat.

    Sollte man gucken. Kann sein, muss aber nicht. Manche lernen schnell und gut, andere machen eine Sache auch 20 Jahre lang schlecht.

    > Damit man in einem Unternehmen brauchbar ankommt, braucht man gut 1 Jahr.
    > Kann mir jeder was anderes erzählen. Aber je nachdem wie anspruchsvoll die
    > Stelle ist, biste da mit minimum einem Jahr nur am Input verarbeiten. Damit
    > du flüssig läufst, sind 3-4 Jahre nötig. Und mit flüssig mein ich, dass du
    > so arbeiten kannst, als hättest du noch nie was anderes gemacht.

    Tja, vielleicht bist Du auch nur einfach langsam. Aber im Ernst, es kommt sehr auf die Stelle an und was da gemacht wird. Das meiste sind doch keine Raketenwissenschaften, auch wenn die Leute da es gerne dafür halten. Wenn man will, kann man erstaunlich schnell lernen, insbesondere wenn sich das Unternehmen Gedanken gemacht hat über Einarbeitung, und den neuen nicht einfach mit nem Stapel schlechter Doku sich selbst überlässt. Und vielleicht bringe ich ja auch was mit, was die anderen lernen können oder wollen. Dann bin ich schon ab dem ersten Tag wertvoll.

    Ich wurde durchaus schon abgeworben für eine Technik, die ich beherrschte, und wo es in Deutschland nur drei handvoll Leute gab, die das auch konnten. Dann ist man ab dem ersten Tag voll produktiv, man arbeitet nämlich die neuen Kollegen ein.

    > Heisst ich hab hier jemanden, der noch nie irgendwo drin war, wo er
    > wirklich sein volles Potential ausgeschöpft hat, weil er immer vorher
    > gegangen ist.

    Könnte es sein, dass Du noch nicht allzu oft gewechselt bist?

  19. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: JohnD 02.12.20 - 19:48

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ohne Jobwechsel gibt es leider keine richtige Lohnerhöhung. Finde ich
    > > ehrlich gesagt sehr schade.
    >
    > Ach, so schade finde ich das gar nicht. Es ist durchaus gut, sowohl für die
    > Firma als auch für einen persönlich, mehrere Unternehmen von innen gesehen
    > zu haben. Man bringt neue Ideen mit in eine Firma, andere Erfahrung, neue
    > Perspektiven.

    Aber es ist schlecht für die Firmen. Ich hab aktuell genau das Problem.
    Ich will eigentlich nicht wechseln, kriege woanders aber erheblich mehr geld. Um mich zu ersetzen müsste mein Arbeitgeber das Gehalt für die Position auch deutlich anheben und eine Alternative haben sie nicht.
    Wechsle ich tatsächlich geht jede Menge wissen verloren ... Alle Beteiligten verlieren . Totaler Unfug.

  20. Re: Nichts geht ohne Jobwechsel

    Autor: KniKnaKnorke 02.12.20 - 20:02

    Also bei meinem Arbeitgeber wurde mein Gehalt in den letzten 5 Jahren um mehr als 50% erhöht. Von 3300¤ auf 5100¤. Aber wir sind auch gut gewachsen und zur Zeit bin ich unersetzbar für die Firma. Ich sehe derzeit keinen Bedarf meinen Arbeitgeber jemals zu wechseln.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 02.12.20 20:06 durch KniKnaKnorke.

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