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Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

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  1. Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: Wanderdüne 10.02.16 - 12:38

    ... gegen die Leute die eigentlich für deren Produkte bezahlen wollen.
    Die sollten lieber das Gegenteil machen und dafür sorgen, dass alle ihre Sachen möglichst schnell, unkompliziert und weltweit in legalen Angeboten zur Verfügung stehen.

    Aber so wird es ziemlich schwierig noch Argumente gegen Filmpiraterie zu finden...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.02.16 12:38 durch Wanderdüne.

  2. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: Donnergurgler 10.02.16 - 12:46

    +1

  3. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: Trockenobst 10.02.16 - 13:11

    Wanderdüne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die sollten lieber das Gegenteil machen und dafür sorgen, dass alle ihre
    > Sachen möglichst schnell, unkompliziert und weltweit in legalen Angeboten

    Für 50¤ pro Season ist man ja meist auf iTunes dabei, siehe etwa Dr. Who das nach 1h bereits ohnline ist.

    Das Argument ist also "Die sollen die Sachen im Dumping Preis für wenige Cent Gewinn sofort auf meine Platte laden". Das ist das eine Ende des Spektrums.

    Die Gewinnmaximierung über TV-Sender, PayTV, Flugzeug und anderes ist das andere Ende.

  4. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: jacki 10.02.16 - 13:41

    Naja es liegt halt an den Lizenzen und scheint nicht dumm sondern sehr rentabel zu sein es so zu handhaben.
    Das Geoblocking kommt ja nicht von Netflix sondern den Produzenten. Beispielsweise verkaufen sie die Rechte für die USA an Netflix und für Deutschland ein Jahr später an prosiebensat1 media. Einige Sender warten auch einfach ab wie eine Serie in anderen Ländern ankommt oder günstiger wird und kaufen sie dann erst ein, oder nur einen Teil der Staffeln, usw. Davon abgesehen kann ich auch verstehen dass man mit der englischen Ausstrahlung nicht Monate warten will bis es in 30 Sprachen übersetzt ist. Also überall gleichzeitig starten ist kaum möglich und strategisch nicht sinnvoll und einem Wirtschaftsunternehmen sollte man eben schon wirtschaftliche Interessen zugestehen. Ein Argument für Filmpiraterie ist das sicher nicht. Einige räumen sich das nur immer eigenmächtig ein wenn es den Film in der ersten Kino Woche noch nicht auf bluray gibt, er nicht so gut sei dass man ihn eh nicht gekauft hätte, die Darsteller ohnehin schon 3 Sportwagen und Hollywood zu viel Milliarden hat.. Kreative Rechtfertigungen gibt es viele, aber mal ganz ehrlich, rechtlich und auch moralisch gibt es keine einzige für Piraterie. Das Angebot macht der Anbieter, sagt einem das nicht zu kann man verzichten, aber um Gottes willen nicht als Erlaubnis zum Stehlen verstehen.
    Ich bin auch ausschließlich Endnutzer und hätte gerne alles, sofort und günstig bis kostenlos, klar keine Frage. Trotzdem liegt zu Recht die Entscheidung wann, wo und wie etwas angeboten wird beim Rechteinhaber. Es gibt eben kein Grundrecht auf das uneingeschränkte Weltrepertoire an Filmen, Serien und Musik für 9¤.

  5. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: der_wahre_hannes 10.02.16 - 13:53

    jacki schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt eben kein Grundrecht auf das uneingeschränkte Weltrepertoire an
    > Filmen, Serien und Musik für 9¤.

    Genau das. Wenn der Lizenzgeber nicht will, dass jeder auf der Welt die neuste Folge von Serie XYZ sofort nach Erscheinen sehen kann, dann ist es eben sein Recht drauf zu bestehen, dass der Anbieter eben das unterbindet. Wahrscheinlich nehmen die Produzenten durch den Verkauf der Vermarktungsrechte sehr viel mehr ein, als durch Kunden außerhalb der USA, die die Folgen dann auf Netflix USA gucken.
    Natürlich kann man das doof finden, aber so ist es nunmal. Eine wie auch immer geartete Rechtfertigung zur Filmpiraterie ist das noch lange nicht.

  6. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: The_Soap92 10.02.16 - 14:09

    Die Kehrseite der Medaille ist dann aber, dass sie das Recht missbrauchen. Oft ist es so dass Serien überteuert in Deutschland auf DVD und Bluray angeboten werden, oft auch gesplittet in 2 Teile und noch mehr Bullshit. Dann noch 1 Jahr warten während mich das halbe Internet totgespoilert hat ist auch nicht schön. ich wäre auch bereit 20 ¤ Im Monat für Netflix zu zahlen. Aber ganz ehrlich, wenn sie es im TV ausstrahlen, bricht ihnen nichts weg, auch wenn es gleichzeitig bei Netflix zu sehen ist oder früher. Die TV Gucker gucken TV und die anderen streamen, egal wie die Ausstrahlung erfolgt. Es ist nur ärgerlich für die Leute die bereit sind dafür zu zahlen aber trotzdem nichts bekommen

  7. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: Érdna Ldierk 10.02.16 - 14:32

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn der Lizenzgeber nicht will, dass jeder auf der Welt die
    > neuste Folge von Serie XYZ sofort nach Erscheinen sehen kann, dann ist es
    > eben sein Recht drauf zu bestehen, dass der Anbieter eben das unterbindet.

    Ich betreibe ein Restaurant, das für ein spezielles Menü berühmt ist, das ich erfunden habe und das nirgendwo sonst auf der ganzen Welt gibt. Ich verkaufe diese Speise aber nur an Personen mit Nationalität X und erzähle allen anderen "Ihr müsst leider warten, bis ich mein nächstes Menü zusammengestellt habe, dann könnt Ihr das alte Menü auch bestellen".

    Wie schnell hätte ich wohl diverse Prozesse am Hals wegen Diskriminierung, Verstoß gegen AGG, etc. pp? ;)

    Nichts anderes macht die Contentmafia. Ja, ich weiß, an dem Begriff ziehen sich jetzt wieder viele hoch aber in meinen Augen trifft er den Kern.

    Nein, ich bin nicht dafür, kostenlos und (halb-)legal irgendwelche Inhalte von dubiosen Quellen zu konsumieren. Nicht mehr - aber vielleicht irgendwann wieder, wenn die Industrie mich weiterhin mit allen denkbaren und undenkbaren Fesseln wie Regionlocks, Accountbindung, invasiven DRM-System usw. gängelt und mir als ehrlichem Käufer von nicht wenigen Medien immer das Gefühl gibt, dass sie mich nach dem Kauf trotzdem als Raubmordkopierer sieht.

  8. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: PiranhA 10.02.16 - 14:49

    Érdna Ldierk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich betreibe ein Restaurant, das für ein spezielles Menü berühmt ist, das
    > ich erfunden habe und das nirgendwo sonst auf der ganzen Welt gibt. Ich
    > verkaufe diese Speise aber nur an Personen mit Nationalität X und erzähle
    > allen anderen "Ihr müsst leider warten, bis ich mein nächstes Menü
    > zusammengestellt habe, dann könnt Ihr das alte Menü auch bestellen".

    Schlechtes Beispiel. Die Rechteinhaber interessiert nicht deine Nationalität, sondern dein Wohnort. Als Amerikaner in Deutschland hast du das gleiche Problem und als Deutscher in den USA, kriegst du auch das dortige Angebot.
    Genauso wie die Kunden des Restaurant auch zum Restaurant kommen müssen, egal wo sie her kommen. Wenn jetzt ein anderes Restaurant dein Menü kopieren würde, wärst du wahrscheinlich auch stinkig.

    Das Problem ist doch in aller Linie erstmal die verschiedenen Anbieter, die alle exklusive Titel haben wollen. Netflix und Amazon konkurrieren nicht nur mit Maxdome und Watchever, sondern vor allem auch mit Sky und den öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsendern. Alles was einen interessiert kommt meistens wenigstens bei einem der Anbieter.

  9. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: Peter Brülls 10.02.16 - 14:55

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wanderdüne schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die sollten lieber das Gegenteil machen und dafür sorgen, dass alle ihre
    > > Sachen möglichst schnell, unkompliziert und weltweit in legalen
    > Angeboten
    >
    > Für 50¤ pro Season ist man ja meist auf iTunes dabei, siehe etwa Dr. Who
    > das nach 1h bereits ohnline ist.

    Welche Serie ist denn so teuer? Aktuelle scheint mir eher 35 ¤ zu sein.

  10. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: cuthbert34 10.02.16 - 15:07

    Érdna Ldierk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wie schnell hätte ich wohl diverse Prozesse am Hals wegen Diskriminierung,
    > Verstoß gegen AGG, etc. pp? ;)
    >

    Gar nicht. Du entscheidest an wen du verkaufst und an wen nicht. Und wenn du meinst, dass du keine Frauen als Kunden haben möchtest, auch dann wäre es eben so. Dennoch fändest es dann nicht in Ordnung, wenn sich die Frauen als Männer verkleiden und Dein Menü ordern.

    Herje, dann guckt man halt die Serien oder den Content nicht. Davon geht doch die Welt nicht unter.

  11. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: Labbm 10.02.16 - 15:11

    Das mit dem Restaurant ist ein schlechtes Beispiel, denn wenn jemand die Ware bei dir kauft und weiterverkauft hast du trotzdem Absatz.

    Wenn die sich alle so quer stellen wird halt ohne schlechtes Gewissen über die .to Seiten geschaut

  12. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: Trollversteher 10.02.16 - 15:20

    >Ich betreibe ein Restaurant, das für ein spezielles Menü berühmt ist, das ich erfunden habe und das nirgendwo sonst auf der ganzen Welt gibt. Ich verkaufe diese Speise aber nur an Personen mit Nationalität X und erzähle allen anderen "Ihr müsst leider warten, bis ich mein nächstes Menü zusammengestellt habe, dann könnt Ihr das alte Menü auch bestellen".

    >Wie schnell hätte ich wohl diverse Prozesse am Hals wegen Diskriminierung, Verstoß gegen AGG, etc. pp? ;)

    Leider völlig daneben, Dein Beispiel. Weil Dein Restaurant fest in einer einzigen Region steht. Vergleichbar wäre, Du hats eine internationale Kette und bietest in den USA ein anderes, spezielles Menü an, welches zB in Deutschland nicht erhältlich ist. Dafür kann Dich NIEMAND verklagen, und Diskriminierung ist das auch nicht. Meckern können die Kunden dagegen schon - aber das tun sie ja hier auch.

    Ich war übrigens mitte der 90er mal in New York, damals haben die deutschen McDonalds Filialen noch Bier verkauft - was meinst Du, wie ich angeglotzt wurde als ich in einem New Yorker McDonalds vorsichtig fragte, ob sie denn auch Bier hätten? Nach Deiner Logik hätte ich sie also verklagen können?

    >Nichts anderes macht die Contentmafia. Ja, ich weiß, an dem Begriff ziehen sich jetzt wieder viele hoch aber in meinen Augen trifft er den Kern.

    Eben. Mit der Verwendung dieses Begriffs hats Du Dich leider für eine ernsthafte Diskussion disqualifiziert...

  13. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: Denkanstoss 10.02.16 - 17:54

    jacki schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Es
    > gibt eben kein Grundrecht auf das uneingeschränkte Weltrepertoire an
    > Filmen, Serien und Musik für 9¤.

    Ja, das ist es (leider). Der Grund liegt aber im kapitalistischen Denken und Verhalten. Wenn jeder nicht für sich und seinen eigenen Reichtum arbeiten würde, sondern fürs Allgemeinwohl hätten wir diese Probleme nicht. Dafür aber andere. Ob das besser wäre?

  14. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: crazypsycho 10.02.16 - 19:00

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider völlig daneben, Dein Beispiel. Weil Dein Restaurant fest in einer
    > einzigen Region steht. Vergleichbar wäre, Du hats eine internationale Kette
    > und bietest in den USA ein anderes, spezielles Menü an, welches zB in
    > Deutschland nicht erhältlich ist. Dafür kann Dich NIEMAND verklagen, und
    > Diskriminierung ist das auch nicht. Meckern können die Kunden dagegen schon
    > - aber das tun sie ja hier auch.

    Gerade beim Restaurant macht es keinen Sinn in jedem Land das gleiche anzubieten. Die Geschmäcker sind ja sehr verschieden.
    Der eine Burger kommt in den USA gut an, in Europa aber nicht, also gibt es den nur in den USA.

    Netflix ist es aber völlig egal woher ihre Nutzer kommen. Die machen die Sperren nicht freiwillig, sondern werden dazu gezwungen.

  15. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: PiranhA 11.02.16 - 07:49

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Netflix ist es aber völlig egal woher ihre Nutzer kommen. Die machen die
    > Sperren nicht freiwillig, sondern werden dazu gezwungen.

    Die Geschmäcker sind lokal aber auch durchaus unterschiedlich, worauf Netflix ja auch sehr achtet. Netflix will ja gar nicht allen die US-Version anbieten, weil die nicht in allen Ländern gleich gut ankommt.

  16. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: bvanlaak 11.02.16 - 09:17

    Wanderdüne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... gegen die Leute die eigentlich für deren Produkte bezahlen wollen.
    > Die sollten lieber das Gegenteil machen und dafür sorgen, dass alle ihre
    > Sachen möglichst schnell, unkompliziert und weltweit in legalen Angeboten
    > zur Verfügung stehen.
    >
    > Aber so wird es ziemlich schwierig noch Argumente gegen Filmpiraterie zu
    > finden...

    Da stimme ich dir zu. Auch als eingefleischter Anti Piraterie Unterstützer kommen mir langsam die Gedanken meine Grundsätze zu überdenken. Wenn aus diesen Einzelaktion sich zukünftig eine Spirale entwickelt, die den zahlenden Kunden immer mehr kastriert, dann darf sich die Filmindustrie in Zukunft nicht über das Wechseln von zahlenden zu Piraterie Kunden wundern.

  17. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: Michael2000 11.02.16 - 10:21

    Wenn ich in Deutschland nur ein eingschränktes Serienangebot und alles viel später als in den USA bekomme, dann möchte ich für Netflix aber auch deutlich weniger zahlen, als es die Kunden in den USA müssen. Aber genau das ist nicht der Fall. Die zahlen sogar weniger und bekommen viel mehr. Wir subventionieren also hier deren Content. Das ist nicht fair und man fühlt sich verar.... Kein Wunder das soviele Leute versuchen diese gefühlt völlig ungerechten Regionssperren zu umgehen!!!!

  18. Re: Die Industrie kämpft mit Handen und Füßen...

    Autor: M.Kessel 12.02.16 - 14:29

    Richtig. Was hindert die Leute danach den VPN Provider anderweitig zu bezahlen, und dann mittels des VPN Tunnel in Zukunft wieder weniger legale Quellen vermehrt zu nutzen.

    Sollen sie doch froh sein, das Netflix genutzt wird.

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