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Sollte dem Glücksspiel gleichgesetzt werden...

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  1. Sollte dem Glücksspiel gleichgesetzt werden...

    Autor: User_x 20.10.21 - 13:05

    Denn dann gelten (zumindest hier in DE) andere regeln. Insbesondere würde Google die Games dann direkt aus dem Store werfen, da die kein Glücksspiel darin dulden.

    Und ob man nun Geld verliert um Geld zu gewinnen, oder Geld verliert um Gegenstände zu gewinnen bzw. die Games so hergestellt sind, das Spieler psychologisch dazu getrieben werden, sollte man tatsächlich mal prüfen lassen.

  2. Re: Sollte dem Glücksspiel gleichgesetzt werden...

    Autor: lala1 20.10.21 - 13:06

    Jap. Da gibts nichts dran zu rütteln. Und ich bin sogar der Meinung das Glücksspiel komplett in allen seinen Ausprägungen verboten werden sollte.

  3. Re: Sollte dem Glücksspiel gleichgesetzt werden...

    Autor: chefin 20.10.21 - 13:14

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Denn dann gelten (zumindest hier in DE) andere regeln. Insbesondere würde
    > Google die Games dann direkt aus dem Store werfen, da die kein Glücksspiel
    > darin dulden.
    >
    > Und ob man nun Geld verliert um Geld zu gewinnen, oder Geld verliert um
    > Gegenstände zu gewinnen bzw. die Games so hergestellt sind, das Spieler
    > psychologisch dazu getrieben werden, sollte man tatsächlich mal prüfen
    > lassen.

    Damit verschwinden 90% der Spiele und die restlichen sind in der Anschaffung deutlich teurer. Dann haben wir Geld, aber können nichts damit kaufen. Zumindest nichts was uns dann interessiert.

    Entertainment an andere Menschen vermitteln ist immer auch ein Konkurrenzgeschäft und wo Konkurrenz, da überlebt man nur, wenn man mehr Spieler für sich gewinnt als andere. Spieler gewinnen kostet aber Geld, das man dann einnehmen muss.

    Im real existierenden Sozialismus hat man das super gelöst gehabt: man produziert nur das was wirklich nötig ist und nur soviel wie nötig. Da gibts keine Konkurrenz mehr. Ein Auto wurde bei der Geburt des Kindes bestellt, damit es dann zu seinem 18. geliefert wurde. Es gab keine Alternative, also konnte man nichts falsch machen. Entertainment war ebenfalls staatlich ausbalanciert. Es gab genau so viel, wie nötig. Solange also nicht mehr produziert wird, wie im Markt benötigt wird, kommen solche Sachzwänge nicht auf. Die Realität kennen die meisten wohl noch. Wenn mal das Öl knapp wurde und damit Kunststoff nicht produziert werden konnte, gabs weniger Produkte als nötig. Mangels natürlichem Überschuss durch Konkurrenz hat das am ende zu immer mehr Mangelwirtschaft geführt.

    Es sieht in der Theorie super aus, in der Praxis scheitert es weil wir kein monogamer Planet sind, in dem alles und alle gleich, sondern ein Planet mit 200 Ländern die jeweils eigene Regeln und Lebensphilosophien haben

  4. Re: Sollte dem Glücksspiel gleichgesetzt werden...

    Autor: BlindSeer 20.10.21 - 13:25

    Wie hat das Gaming nur ohne F2P und Suchtmechanismen nur seit den 80ern überlebt?

  5. Re: Sollte dem Glücksspiel gleichgesetzt werden...

    Autor: Drumma_XXL 20.10.21 - 13:42

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit verschwinden 90% der Spiele und die restlichen sind in der
    > Anschaffung deutlich teurer. Dann haben wir Geld, aber können nichts damit
    > kaufen. Zumindest nichts was uns dann interessiert.
    Ja das wäre wirklich grauenvoll. Man stelle sich vor eine Welt mit Spielen die richtig gut produziert sind weil sie eben mit Qualität glänzen müssen weil sonst niemand den Anschaffungspreis zahlt. Der erste Satz war Sarkasmus falls es jemand nicht merkt.

    > Entertainment an andere Menschen vermitteln ist immer auch ein
    > Konkurrenzgeschäft und wo Konkurrenz, da überlebt man nur, wenn man mehr
    > Spieler für sich gewinnt als andere. Spieler gewinnen kostet aber Geld, das
    > man dann einnehmen muss.

    Ja und genau das haben viele Entwickler geschafft. Ich mein man denke mal an Witcher 3 oder das ganze Dark Souls Franchise. Alles durch erfolgreiche Studios entstanden und scheffelt Gewinn ohne Ende. Selbst Indie Entwickler landen ab und an nen guten Treffer.

    > Im real existierenden Sozialismus hat man das super gelöst gehabt: man
    > produziert nur das was wirklich nötig ist und nur soviel wie nötig. Da
    > gibts keine Konkurrenz mehr. Ein Auto wurde bei der Geburt des Kindes
    > bestellt, damit es dann zu seinem 18. geliefert wurde. Es gab keine
    > Alternative, also konnte man nichts falsch machen. Entertainment war
    > ebenfalls staatlich ausbalanciert. Es gab genau so viel, wie nötig. Solange
    > also nicht mehr produziert wird, wie im Markt benötigt wird, kommen solche
    > Sachzwänge nicht auf. Die Realität kennen die meisten wohl noch. Wenn mal
    > das Öl knapp wurde und damit Kunststoff nicht produziert werden konnte,
    > gabs weniger Produkte als nötig. Mangels natürlichem Überschuss durch
    > Konkurrenz hat das am ende zu immer mehr Mangelwirtschaft geführt.

    Weil die Planwirtschaft in der DDR auch so frei von Mangel war. Ich kenn einige Leute die nach dem Mauerfall erstmal fleißig Bananen gehortet haben die plötzlich verfügbar waren. Oder die ganze Innovation die aus der DDR entstanden ist, war auch der helle Wahnsinn. Immerhin, sie hat Rammstein hervorgebracht, also Künstler sind wohl ein paar entstanden.

  6. Re: Sollte dem Glücksspiel gleichgesetzt werden...

    Autor: mnementh 20.10.21 - 14:01

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit verschwinden 90% der Spiele und die restlichen sind in der
    > Anschaffung deutlich teurer. Dann haben wir Geld, aber können nichts damit
    > kaufen. Zumindest nichts was uns dann interessiert.
    >
    Spiele mit den Lootboxdesign werden aber auch dadurch im Spiel beeinflusst in der Form, dass das Spiel selbst schlechter wird. Reine "bezahl einmal und spiel"-Spiele sind oft besser designt, da sie keine Mechanismen brauchen Dich beim Spielen über den Spaß hinaus zu halten und Dich zum Kauf von Gimmicks zu bringen. Wieviele der Spiele die auf Wale setzen schaffen es auf Game of the Year-Listen? Ich denke wir können es verschmerzen diese Spiele zu verlieren.

  7. Re: Sollte dem Glücksspiel gleichgesetzt werden...

    Autor: Prypjat 20.10.21 - 14:53

    Drumma_XXL schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja das wäre wirklich grauenvoll. Man stelle sich vor eine Welt mit Spielen
    > die richtig gut produziert sind weil sie eben mit Qualität glänzen müssen
    > weil sonst niemand den Anschaffungspreis zahlt. Der erste Satz war
    > Sarkasmus falls es jemand nicht merkt.

    YMMD :D

  8. Re: Sollte dem Glücksspiel gleichgesetzt werden...

    Autor: LeeRoyWyt 20.10.21 - 15:58

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit verschwinden 90% der Spiele und die restlichen sind in der
    > Anschaffung deutlich teurer. Dann haben wir Geld, aber können nichts damit
    > kaufen. Zumindest nichts was uns dann interessiert.

    Was für ein dummer Unfug! Gibt es Spiele erst, seit es F2P/P2W gibt? Hat uns vor diesem Konzept kein Spiel interessiert? Mir fiehle spontan nur ein F2P-Spiel ein, dass ein Genre oder die Spieleszene insg. nachhaltig geprägt hätte (und damit meine ich die Spiele selbst, nicht die Monetarisierungsstrategie dahinter), gegenüber dutzenden Bezahltiteln.

    Es würden andere Spiele entwickelt und bei dem, was F2P so zu bieten hat, ist das nicht schlecht.

    Den von Ihnen dann noch völlig sinnfrei eingestreuten Rant zum Thema Sozialismus ignorieren wir einfach mal, hat schließlich nichts mit dem Thema zu tun.

  9. Re: Sollte dem Glücksspiel gleichgesetzt werden...

    Autor: LeeRoyWyt 20.10.21 - 16:00

    Für die Einordnung beim Glücksspiel gäbe es aufgrund der marktüblichen Mechaniken durchaus Argumente. Spätestens bei Lootboxen mit zufälligem Inhalt braucht man finde ich nicht mehr drüber diskutieren.

  10. Re: Sollte dem Glücksspiel gleichgesetzt werden...

    Autor: psyemi 20.10.21 - 16:08

    LeeRoyWyt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > chefin schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Damit verschwinden 90% der Spiele und die restlichen sind in der
    > > Anschaffung deutlich teurer. Dann haben wir Geld, aber können nichts
    > damit
    > > kaufen. Zumindest nichts was uns dann interessiert.
    >
    > Was für ein dummer Unfug! Gibt es Spiele erst, seit es F2P/P2W gibt? Hat
    > uns vor diesem Konzept kein Spiel interessiert? Mir fiehle spontan nur ein
    > F2P-Spiel ein, dass ein Genre oder die Spieleszene insg. nachhaltig geprägt
    > hätte (und damit meine ich die Spiele selbst, nicht die
    > Monetarisierungsstrategie dahinter), gegenüber dutzenden Bezahltiteln.
    >
    > Es würden andere Spiele entwickelt und bei dem, was F2P so zu bieten hat,
    > ist das nicht schlecht.
    >
    > Den von Ihnen dann noch völlig sinnfrei eingestreuten Rant zum Thema
    > Sozialismus ignorieren wir einfach mal, hat schließlich nichts mit dem
    > Thema zu tun.

    Das Problem ist halt das F2P und die Mechaniken dahinter viele Nachteile bringen alleine dadurch das es wirklich extrem viel Geld einbringt.
    Zum Beispiel gibt es seit 8 Jahren kein neues GTA mehr weil GTA Online mit seinen F2P Mechaniken soviel mehr Geld einbringt dass es sich nicht lohnt.

  11. Re: Sollte dem Glücksspiel gleichgesetzt werden...

    Autor: Hotohori 20.10.21 - 19:57

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie hat das Gaming nur ohne F2P und Suchtmechanismen nur seit den 80ern
    > überlebt?

    Frage ich mich nach den Ausführungen auch gerade.

  12. Re: Sollte dem Glücksspiel gleichgesetzt werden...

    Autor: User_x 20.10.21 - 23:46

    Es geht beim Glücksspiel nicht ums verbieten, sondern regulieren!

    Wie der Markt derzeit in den Appstores gestaltet ist, wird knallhart mit Psychologie gegen die Spieler vorgegangen. Gerade da sehe ich z.B. Spielerschutz als sinnvoll indem den Anbietern Vorgaben an die Hand gegeben werden aber auch Spieler gegen Anbieter vorgehen können, wenn die nur noch das pure Melken im Fokus haben. Es muss eine Mischung her die für beide Seiten akzeptabel ist...

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