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ich hätte nichts gegen höhere Preise...

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  1. ich hätte nichts gegen höhere Preise...

    Autor: x-beliebig 29.09.16 - 13:19

    ... wenn die vielfach miese Qualität dadurch wieder steigen würde. Es würde uns und unserer Umwelt helfen, wenn nicht soviel Müll produziert würde.
    Wenn die EU mit ihrer komischen Kommission mal etwas wirklich gutes tun will, dann sollte sie die Langlebigkeit von Produkten fördern, statt ständigem Konsum von billigem Plastikmüll, der kurz nach Ende der Gewährleistungsfrist auseinander bricht.

  2. Re: ich hätte nichts gegen höhere Preise...

    Autor: bofhl 29.09.16 - 13:24

    Ich wäre eher für eine Angabe, wie die Preise eines Produkts zusammengesetzt werden!
    Wie viel davon wurde für die Rohstoffe, wie viel für die Produktion, wie viel für die Lieferung ins 'Endland' ausgegeben!

    DAS wäre mal was - wird aber nie passieren (leider)!

  3. Re: ich hätte nichts gegen höhere Preise...

    Autor: DrWatson 29.09.16 - 14:10

    Wenn du da mal nicht daneben liegst. Erstmal bedeuten haltbarere Produkte nämlich MEHR Ressourcenverbrauch in der Herstellung und was bringt es dann, wenn das Handy trotzdem nach ein oder zwei Jahren in die Schublade gelegt wird?
    Dann hat man dafür gesorgt, dass mehr Müll produziert wird.

  4. Re: ich hätte nichts gegen höhere Preise...

    Autor: DrWatson 29.09.16 - 14:11

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich wäre eher für eine Angabe, wie die Preise eines Produkts
    > zusammengesetzt werden!

    Und was würde das bringen?

  5. Leider Weltfremd

    Autor: DrWatson 29.09.16 - 14:42

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich wäre eher für eine Angabe, wie die Preise eines Produkts
    > zusammengesetzt werden!

    Sorry, ich muss hier nchmal was zu schreiben. Wenn man länger darüber nachdenkt merkt man erst das die Idee ziemlich weltfremd ist.

    Wer in der Welt soll denn bitte wissen, wie sich der Produktpreis zusammensetzt?
    Nichtmal der Händler selbst weiß das. Und der soll dann mit Excel eine Angabe ausrechnen?

    Alleine an einem einfachen Produkt wie einenem Kalender sind tausende firmen Beteiligt: Eine Firma stellt das Papier her, eine Firma fällt die Bäume, eine Firma stellt Sägen her mit denen Bäume gefällt werden und ein Stahlwerk stellt den Stahl dafür her. Dann muss das ganze Gedruckt werden, dafür braucht man Druckmaschinen und Tinte und Strom. Dann muss der Einband hergestellt werden und das ganze mit dem Schiff hier her gebracht werden und dann mit dem LKW zu Großhandel und schließlich in einem Paket zum Einzelhandel gebracht werden. Der Händler selbst muss Miete und seine Mitarbeiter bezahlen und hat nochmal allerlei Nebenkosten.

    Am Ende soll dann der Verkäufer Detektiv spielen und das alles herausfinden? Für jedes Produkt? Wie viele Produkte hat ein Schreibwarenhändler der auch Kalender verkauft im Angebot? Tausend? Dreitausend?

    Sowas kannst du für ein einziges Produkt machen, wie eine Banane und dann bist du schon Wochen oder Monate mit Recherche beschäftigt und hast dann höchstens ein paar ganz grobe Zahlen, aber für die Realität im Laden ist das nichts.

  6. Re: Leider Weltfremd

    Autor: Kakiss 29.09.16 - 16:53

    Och nicht unbedingt, das lernt man, sowas durchzukalkulieren.
    Mein Dozent war technischer Zeichner bei einem Möbelhersteller und hat uns erläutert, wie sehr sie ins Detail gehen bei der Berechnung, bis zu den Schrauben hin.
    Für Ersatzteile rechnest du eben die Lagerdauer und den Lagerzins, du weisst welche Zinsen dir entgehen und welche Kosten du hast (Personal, Lager etc.)
    Das lernst du alles.


    Deshalb kosten Ersatzteile von 25 Jahre alten Bademischern auch einen ganzen batzen Geld (sei es nur ein Kunststoffteil).
    Und weil die Alternative Renovieren ist gibts nochmal nen aufschlag.

  7. Re: Leider Weltfremd

    Autor: DrWatson 29.09.16 - 17:05

    Moment, es ging mir nicht um die Kalkulation des Händlers selbst. @bofhl wollte ja, dass
    die ganze Lieferkette aufgeschlüsselt wird:

    > Wie viel davon wurde für die Rohstoffe, wie viel für die Produktion, wie viel für die Lieferung ins 'Endland' ausgegeben!

  8. Re: ich hätte nichts gegen höhere Preise...

    Autor: Kleba 29.09.16 - 18:23

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erstmal bedeuten haltbarere Produkte nämlich MEHR Ressourcenverbrauch in der Herstellung

    Nicht zwingend. Wenn man sich - zumindest nach diversen Reportagen - die Konstruktion von einigen Fernsehgeräten anschaut, ist es recht einfach möglich länger haltbare Geräte zu produzieren. Bei den TVs als Beispiel, indem hitzeempfindliche Teile nicht in der Nähe von Hitzequellen platziert werden. Dadurch hat man keinen höheren Ressourcenverbrauch. Oder Kunststoff/Metall A durch Kunststoff/Metall B tauschen, welches vielleicht höhere Kosten von wenigen Cent verursacht, aber zur längeren Haltbarkeit beiträgt.

    ist nicht immer ganz einfach, aber an einigen Stellen bestimmt.

  9. Re: ich hätte nichts gegen höhere Preise...

    Autor: DrWatson 29.09.16 - 18:35

    Das gibt es alles doch schon. In den Flughäfen und Bahnhöfen stehen Bildschirme die ewig halten. Du kannst auch Drucker oder Handys kaufen, die 20 Jahre halten. Die kosten dann halt nicht 100¤ sondern 500¤, aber es gibt diese Geräte. Noch billiger ist es wenn man gleich nach gebrauchten Geräten guckt, da gibt es auch welche die ewig halten.

    Das Ding ist nur: Wenn Smartphones sowieso für 2 Jahre gekauft werden und dann in der Schublade landen, ist es klar das sich fast niemand ein Gerät kauft das länger hält.

  10. Re: ich hätte nichts gegen höhere Preise...

    Autor: Squirrelchen 30.09.16 - 11:39

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das gibt es alles doch schon. In den Flughäfen und Bahnhöfen stehen
    > Bildschirme die ewig halten. Du kannst auch Drucker oder Handys kaufen, die
    > 20 Jahre halten. Die kosten dann halt nicht 100¤ sondern 500¤, aber es gibt
    > diese Geräte. Noch billiger ist es wenn man gleich nach gebrauchten Geräten
    > guckt, da gibt es auch welche die ewig halten.
    >
    > Das Ding ist nur: Wenn Smartphones sowieso für 2 Jahre gekauft werden und
    > dann in der Schublade landen, ist es klar das sich fast niemand ein Gerät
    > kauft das länger hält.

    Joa, nur es gibt auch noch anderes außer Handys.
    Da mittlerweile ja selbst Gegenstände wie Waschmachienen kaum noch länger als 5 Jahre leben, oder halt einfach "detonieren" <- (Der Begriff ist zu herrlich gewählt von Golem, komme ich immer noch nicht drüber weg) ist es durchaus sinnvoll, längere Gewährleistungsfristen anzubieten... zumindest wenn der Hersteller / oder Händler dies möchte.

    Insofern ist dies wieder einmal nur ein dümmliches EU Gesetz, dass rein der Förderung der Wirtschaft dienen soll. Da hilft es dann auch nicht mehr, dass DE mit Wind & Solaranlagen zugepflastert wird, wenn im Endeeffekt auf der Konsumerebene das X Fache an Müll anfällt.

  11. Re: ich hätte nichts gegen höhere Preise...

    Autor: DrWatson 01.10.16 - 13:07

    Squirrelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Joa, nur es gibt auch noch anderes außer Handys.
    > Da mittlerweile ja selbst Gegenstände wie Waschmachienen kaum noch länger
    > als 5 Jahre leben, oder halt einfach "detonieren" <- (Der Begriff ist zu
    > herrlich gewählt von Golem, komme ich immer noch nicht drüber weg) ist es
    > durchaus sinnvoll, längere Gewährleistungsfristen anzubieten... zumindest
    > wenn der Hersteller / oder Händler dies möchte.

    Die Detonieren ja innerhalb des Gewähleistungszeitraums, also weiß ich gar nicht was du willst.

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