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FTTC ist besser als nix für 5G Ausbau

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  1. FTTC ist besser als nix für 5G Ausbau

    Autor: Paule 15.01.18 - 10:52

    Eine FTTC Versorgung eines Stadtbereiches ist doch eine brauchbare Voraussetzung für einen 5G Ausbau, da die Streudichte der Outdoor FTTC Kästen wohl ungefähr der Dichte entspricht die auch 5G Sender haben müssen für eine flächendeckende Versorgung mit voller Bandbreite.

    OK, bei FTTH wäre jedes Haus auf das man eine 5G Antenne setzen will bereits versorgt und man hätte nur noch die Verkabelung vom Keller bis zum Dach. Bei FTTC muss man dann vom jeweiligen FTTC Kasten noch das kurze Glasfaser Kabelstück bis zum benachbarten Haus ziehen. Das wäre aber schon um einiges günstiger, als wenn die Gegend komplett neu mit Glasfaser erschlossen werden muss.

    Die Politik mag derzeit ja mal wieder toll mit den Gigabit Ausbauzielen rumschwafeln, aber es ist unrealistisch, dass bis 2025 wirklich eine flächendeckende FTTH Versorgung erreicht werden kann, die dann den 5G Ausbau ganz einfach macht.

    Zumindest ist das sehr unwahrscheinlich ohne massive Fördermittel in Höhe von mindestens 30 Mrd Euro. Derzeit spricht die Politik aber anscheinend nur von Fördermitteln in Höhe von ca. 12 Mrd Euro, was gerade einmal für den für 5G direkt erforderlichen Glasfaserausbau reichen dürfte.

  2. Re: FTTC ist besser als nix für 5G Ausbau

    Autor: Dragos 15.01.18 - 13:01

    Paule schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine FTTC Versorgung eines Stadtbereiches ist doch eine brauchbare
    > Voraussetzung für einen 5G Ausbau, da die Streudichte der Outdoor FTTC
    > Kästen wohl ungefähr der Dichte entspricht die auch 5G Sender haben müssen
    > für eine flächendeckende Versorgung mit voller Bandbreite.
    >
    Das ist einfach falsch

    Glasfaser kabel können Kilometer lang sein mit mehrereren GBit an Daten übertragen. Die investition in FTTC ist vollkommen sinnlos.

    wir brauchen für Glasfaser aufbauendlich eine Gesellschaft in öffentlicher Hand

  3. Re: FTTC ist besser als nix für 5G Ausbau

    Autor: Paule 15.01.18 - 13:46

    Dragos schrieb:
    -----------------------------------------------------------------
    > Paule schrieb:
    > -----------------------------------
    > > Eine FTTC Versorgung eines Stadtbereiches ist doch eine brauchbare
    > > Voraussetzung für einen 5G Ausbau, da die Streudichte der Outdoor FTTC
    > > Kästen wohl ungefähr der Dichte entspricht die auch 5G Sender haben
    > müssen
    > > für eine flächendeckende Versorgung mit voller Bandbreite.
    > >
    > Das ist einfach falsch

    An welcher Stelle?

    >
    > Glasfaser kabel können Kilometer lang sein mit
    > mehrereren GBit an Daten übertragen.

    Dem widerspreche ich nirgends.

    > Die investition in FTTC ist vollkommen sinnlos.

    Warum?

    Das ist ein erster Schritt, um den Backbone schon mal bis zur Straßenecke zu bringen, ohne dabei gleich die ganzen deutlich höheren Kosten und langen Ausbauzeiten für einen FTTH Vollausbau zu stemmen.

    Mit den Tiefbau Ressourcen, die man für einen FTTH Vollausbau benötigt, kann man in der gleichen Zeit auch die ca. 5 fache Zahl an Haushalten mit FTTC versorgen.

    Klar, wenn man unbegrenzte Tiefbauressourcen zur Verfügung hätte, oder es völlig egal ist, dass die letzten DSL light User dann halt 5x so lange darauf warten müssen bis auch bei ihnen ausgebaut wird, dann kann man auch alles gleich nur auf FTTH ausbauen.

    > wir brauchen für Glasfaser aufbau endlich eine
    > Gesellschaft in öffentlicher Hand

    Es bauen inzwischen ja einige Gemeinden selber aus.
    Dauert teils halt etliche Jahre bis alle Gemeindeteile erschlossen sind und Wettbewerb gibts meistens wohl überhaupt nicht, trotz Finanzierung durch öffentliche Mittel/Kredite.
    ...

    Ich wäre für eine Art "Deutsche Breitband-Infrastruktur Gesellschaft" in die ALLE jetzigen Netzbesitzer ihre Zugangsnetze und nötige Backboneteile (inkl. Personal usw.) einbringen müssten, wofür sie entsprechende Anteile an der Gesellschaft erhalten würden.
    Die Gesellschaft wäre dann für den weiteren Ausbau zuständig und würde den Providern den Zugang zu allen Endkunden im Großhandel anbieten.
    Das wäre unterm Strich viel effektiver, als die Parallelstrukturen, die jetzt gebaut und genutzt werden.

  4. Re: FTTC ist besser als nix für 5G Ausbau

    Autor: DooMMasteR 15.01.18 - 13:52

    Es ist nicht so, als würde man die Glasfaser verbuddeln und dann ists aus und vorbei.

    Es werden sogenannte Fiber-Pipes (leerrohre) aka. Speed-Pipes verlegt, die haben nicht nur platz für viele viele viele Fasern, sondern man kann sie auch mit minimalem Aufwand nachziehen.
    Die Strecken spielen bei Glasfaser keine Rolle, von der Stange bekommt man heute für Wenig geld, Transceiver die locker >=40km schaffen, ohne da viel löhnen zu müssen.

    Aber, da gibt es ein Problem: wenn ich P2P jedem Kunden einen Glasfaser oder ein Leerrohr gebe, dann kommen die ganzen anderen Anbieter und wollen ne Faser mieten und das ist nicht all zu teuer, das würde also den Markt viel zu sehr liberalisieren, bzw. den Konzernen die Kontrolle entreißen (wie es einmal bei Kupfer war).

    Deshalb nutz man GPON, dabei kann man nicht einfach andere Anbieter ans Kabel lassen, sondern verkauft wie bisher bei Vecotring, einzig den Bitstromzugang (für einen Arsch voll Geld).

    Anschlusstechnik und Tiefbaukosten sind nicht der Grund, sondern das Geschäftsmodell der ISPs, allen voran der Telekom (ok Telefonica und Vodafon sind nicht besser).

    Also werden jetzt Statt Kabel zu ziehen, Netzte geschaffen, die unausweichlich auch technologiegebunden sind.

    Und der Staat schaut zu und fördert es auch noch/

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