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Google Clouds Hauptproblem ist Komplexität

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  1. Google Clouds Hauptproblem ist Komplexität

    Autor: Linuxa 03.02.21 - 11:03

    Jedes Mal, wenn ich versuche etwas Einfaches in GC zu machen, werde ich förmlich von der Komplexität sowie dem völlig überladenen und zähen Webinterface erschlagen. Wenn ich nur schnell eine VM brauche, um etwas zu testen, will ich mich nicht mit Hundert anderen Systemen, Netzwerkkonfigurationen sowie komplexen Rollen- und Rechteverteilungen auseinandersetzen.

    Das gleiche Problem hat selbstverständlich auch AWS und M$, aber ich denke ich, dass insbesondere der Marktführer AWS einfach einen älteren Kundenstamm hat, der sich daran gewöhnt hat, und entsprechend auch nicht umschulen möchte.

    Natürlich ist diese hohe Komplexität für große und komplexe Projekte gerechtfertigt, aber nicht jede Firma, bei der IT vielleicht nur Nebensache ist, und die sich keine dedizierten Cloudspezalisten leisten können, wollen und können sich damit befassen. Wenn ich aktuell eine VM brauche, nehme ich einfach Hetzner und gut ist's. Da hat man jetzt vielleicht keine native K8s-Unterstützung oder kann keine komplexen Netzwerke zusammenschustern, aber in den meisten Anwendungsfällen reicht es und spart viel Zeit und Nerven.

  2. Re: Google Clouds Hauptproblem ist Komplexität

    Autor: Kleba 03.02.21 - 12:46

    Linuxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das gleiche Problem hat selbstverständlich auch AWS und M$

    Also eine einfache VM zum testen (wenn nicht noch irgendein komplexes Netzwerksetup o.ä. dazu kommt), setze ich in Azure in ca. 5 Minuten auf. VM- und SSD-Größe auswählen, OS auswählen, initiales Kennwort, VM Name, insgesamt ein paar mal "Weiter" klicken und dann ca. 1 - 2 Minuten warten.

  3. Re: Google Clouds Hauptproblem ist Komplexität

    Autor: DevSec 03.02.21 - 12:53

    Ja das schreckt mich auch ab.

    Bei meiner früheren Arbeit hatten wir unseren Onlineshops bei einem guten Serverhoster in einem managed Setup gehostet. Lief gut. Klar, wir mussten für Anpassungen usw. natürlich immer den Service zahlen und die Serverkosten schienen auch nicht so gering. War glaube so bei 4-5000¤/Monat udn Weihnachten dann eher 10-12000¤/Monat.

    Dann kam ein neuer CTO, meinte wir müssen unbedingt zu AWS. Mehr Flexibilität, geringere Kosten, besonders durch Spot Instances. Also wurde extra ein DevOps eingestellt. Alleine der wahr sicher schon so teuer wie unser altes Hosting. Und der hat dann best pratice gemacht. Wir haben viele Ländershops und jeder Shop hat einen eigenen Container erhalten. Und natürlich muss immer ein Container auf einem immer verfügbaren Server laufen, eigentlich mind. 2. Damit hat sich der Nutzen von Spot Instances stark reduziert. Weil gerade die kleinen Shops nur auf den Standard AWS Servern liefen und nur die wenigen größeren davon profitieren konnten. Am Ende haben wir unterm Jahr dann ca. die 12000¤/Monat gezahlt, die wir sonst nur zu Weihnachten hatte und Weihnachten dann eher um die 20000¤. Es wurde zwar optimiert aber wirklich günstig wurde es nie.

    Dazu kamen dann bei sehr schwer zu findenden Bugs extreme Hürden. Wenn man zB wirklich mal auf dem Liverserver direkt geschaut hat. Erst den Server finden, wo ein Container des Shops läuft, dann auf den Container, dann das Problem suchen aber huch... Server wurde automatisch abgeschaltet und ein neuer gestartet... Cronjobs hatten anfangs auch Probleme gemacht, weil der DevOps dafür jeweils neue Container gestartet hatte und wir dann unmengen Container ständig laufen hatten, bis das dann später umgebaut wurde.

    Die Firma ging später dann auch pleite... Bei meiner aktuellen Arbeit sind wir wieder beim klassischen Hoster.

    Also am Ende war das wahrscheinlich 4mal so teuer und lief weder schneller noch war es einfacher. Die Hauptvorteile waren da nur die Skalierbarkeit und das man sehr viele Technologien verfügbar hatte, die man aber in so einem Fall nicht wirklich braucht.

  4. Re: Google Clouds Hauptproblem ist Komplexität

    Autor: SasX 03.02.21 - 19:36

    Linuxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich nur schnell eine VM brauche, um etwas zu
    > testen, will ich mich nicht mit Hundert anderen Systemen,
    > Netzwerkkonfigurationen sowie komplexen Rollen- und Rechteverteilungen
    > auseinandersetzen.

    Was stört an der Standardnetzwerkkonfiguration für den Testzweck?

    Die Komplexität hängt natürlich von deinen Anforderungen ab, aber du kannst dich doch, sobald die VM in der Compute Engine erstellt ist, je nach System mit RDP oder SSH aufschalten.

  5. Re: Google Clouds Hauptproblem ist Komplexität

    Autor: FranzJosephStraußAirport 03.02.21 - 20:33

    Was Einfachheit und Usability angeht ins Azure nicht zu toppen.

    AWS wird überfüllt von Dingen die man nicht braucht, und Google, nunja, da dachte ich es wäre einfach, aber was der TE schreibt ist ja eher abschreckend.

  6. Re: Google Clouds Hauptproblem ist Komplexität

    Autor: peddy_hh 03.02.21 - 20:41

    DevSec schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also am Ende war das wahrscheinlich 4mal so teuer und lief weder schneller
    > noch war es einfacher. Die Hauptvorteile waren da nur die Skalierbarkeit
    > und das man sehr viele Technologien verfügbar hatte, die man aber in so
    > einem Fall nicht wirklich braucht.

    So kann es gehen. Ob es an der Cloud liegt ist die Frage.
    Wir haben beim Umzug vom Datacenter in die Cloud eine Menge Kosten gespart.
    Dafür haben wir jetzt mehr Automatisierung, können "alte" Umgbungen von jetzt auf gleich Abbauen und müssen nicht die drei Jahre Laufzeit sparen und vor allem aufgrund der Automatisierung wird so gut wie alles an Infrastruktur automatisch upgedatet. Früher ewige Planungen und Umsetzungszeiten.

    Wir haben jetzt auch mehr Entwickler-/Demoumgebungen, insgesamt ist die Anzahl massiv gestiegen. Dafür haben wir weniger Notfalleinsätze. Eigentlich so gut wie keine mehr und wenn, dann betrifft es "externe Dienstleister".

    Und ja, es ist eine hohe Komplexität. Die gabs vorher mit Loadbalancer (intern/extern) diversen Firewalls, mehreren Standorten usw. auch.

    Ich glaube, manchmal ist es schwer sich bei den vielen Möglichkeiten selbst zu beschränken und die Lösungen simple zu halten und überhaupt für sich den richtigen Weg zu finden. Wir räumen jetzt häufiger mal auf und konsolidieren unsere Lösungen.

    Was mich wirklich wurmt ist, das man soviel Technik auf Fingerschnipps zur Verfügung hat, aber die eigene Power zu gering ist, mit allem rumzuspielen..... äh einzusetzen ;-)

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