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Kündigungsschutzgesetz gilt doch eh erst ab 6 Monaten

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  1. Kündigungsschutzgesetz gilt doch eh erst ab 6 Monaten

    Autor: SchluppoMäcQuarkkeulchen 15.06.21 - 08:57

    Kürzere Probezeiten bieten Arbeitgeber an, die schauen wollen, ob nach bspw. 3 Monaten Probezeit, der Mitarbeiter in seiner Leistung in den kommenden Monaten abfällt, um in dann immernoch innerhalb der ersten 6 Monate ohne Probleme entlassen zu können.

    Ansonsten muss ich auch sagen, wer hat denn bitte in seiner Lebensplanung vor, diese Art von Job langfristig zu machen?
    Klingt bestimmt abgehoben und arrogant, ... aber ehrlich? Ist es der Plan von Leuten das 5 oder 10 Jahre zu machen?
    Wer fährt denn bspw. sein Leben lang Pizza aus, oder trägt Zeitungen aus? Und ja, ggf. machen es Leute länger als "Nebenjob" aber hier sehe ich auch keine langfristige Perspektive.

    So oder so. Ich bin natürlich auf jeden Fall für gute Jobs und gute Bezahlung. Grad bei einem Luxusthema wie "in 10 Minuten liefern" darf das gerne gut bezahlt werden. Und gemeinschaftlich beschlossener Streik sollte meiner Meinung nach auch ohne Gewerkschaften gestattet sein.

  2. Re: Kündigungsschutzgesetz gilt doch eh erst ab 6 Monaten

    Autor: Oktavian 15.06.21 - 09:03

    > Kürzere Probezeiten bieten Arbeitgeber an, die schauen wollen, ob nach
    > bspw. 3 Monaten Probezeit, der Mitarbeiter in seiner Leistung in den
    > kommenden Monaten abfällt, um in dann immernoch innerhalb der ersten 6
    > Monate ohne Probleme entlassen zu können.

    Möchtest Du die entsprechenden Gesetzesstellen zitieren?

    > So oder so. Ich bin natürlich auf jeden Fall für gute Jobs und gute
    > Bezahlung. Grad bei einem Luxusthema wie "in 10 Minuten liefern" darf das
    > gerne gut bezahlt werden.

    Nein, das kann nicht gut bezahlt sein, gerade weil es ein Luxusthema ist. Damit es gut bezahlt werden kann, müsste die Dienstleistung teuer sein. Wenn sie teuer wäre, würden sie nur wenige in Anspruch nehmen ("10 EUR Aufschlag bei nem Päckchen Butter? Dafür lauf ich selbst los.")
    Wenn nur so wenige den Dienst in Anspruch nehmen, ist es nicht möglich, damit flächendeckend ein Geschäftsmodell hochzuziehen.

  3. Re: Kündigungsschutzgesetz gilt doch eh erst ab 6 Monaten

    Autor: Isrem 15.06.21 - 09:24

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Kürzere Probezeiten bieten Arbeitgeber an, die schauen wollen, ob nach
    > > bspw. 3 Monaten Probezeit, der Mitarbeiter in seiner Leistung in den
    > > kommenden Monaten abfällt, um in dann immernoch innerhalb der ersten 6
    > > Monate ohne Probleme entlassen zu können.
    >
    > Möchtest Du die entsprechenden Gesetzesstellen zitieren?

    Eine Google Suche mit dem Stichworten Arbeitsrecht und Wartezeit hilft dir weiter (anscheind darf ich keinen Link posten, da ich noch nicht genug Beiträge hatte, insofern hier nur ein Auszug eines Suchergebnisses, dessen Webadresse auf „die-kuendigung-in-der-wartezeit“ endet):

    Wartezeit: Das KSchG greift erst dann, wenn ein Arbeitsverhältnis mindestens 6 Monate bestanden hat. Dabei handelt es sich um die sogenannte Wartezeit nach § 1 Abs. 1 KSchG. Nach Ablauf der Wartezeit benötigt der Dienstherr einen Kündigungsgrund vorher nicht.

  4. Re: Kündigungsschutzgesetz gilt doch eh erst ab 6 Monaten

    Autor: friespeace 15.06.21 - 09:40

    Das muss nicht nur - zwangsläufig - schlecht bezahlt sein, ich gehe sogar so weit zu sagen, dass das Geschäftsmodell von Gorillas nicht funktionieren kann. Schlicht unmöglich.

    Ich finde es tatsächlich faszinierend, wie die es hinkriegen (und da steckt viel gute Software dahinter) diese 10 Minuten Lieferzeit hinzukriegen - auch wenn es "nur" 1-2 km Liefergebiet sind, ist das eine beachtliche Leistung.

    Aber es kann halt nicht klappen. Die benötigen dafür eine Unmenge an Fahrern, die maximale Liefermenge pro Fahrer ist stark eingeschränkt und jeder Fahrer wird auch im Schnitt sicherlich 10-15 Minuten pro Lieferung benötigen. Er kann also, wenn es perfekt läuft, vielleicht 5 Lieferungen pro Stunde absolvieren. Da ist jede Fahrt also mit locker 3-4 Euro netto Kosten dabei. Berechnen tun sie 1,80 Euro brutto. Das Einpacken muss auch jemand machen. Die Ladenmiete ist erheblich, da die Standorte ja immer in wirklichen Ballungszentren sind, ansonsten bekommen sie nicht genug Kunden pro Kilometer Umkreis. In meinem Beispiel sind sie mitten in Winterhude in einem Neubau. Da zahlt man einfach mal 18-20 Euro kalt an Miete. Die Software dahinter kostet... Und um zu skalieren benötigen sie halt zwingend alle paar Kilometer einen Standort und Hunderte Fahrer. Bzw., umgedreht formuliert: so ein Konzept kann schlicht nicht skalieren.

    Bei halbwegs normalen Supermarktpreisen ist es einfach unmöglich, dass es längerfristig klappt. Trotzdem wird der Laden wahnsinnig hoch bewertet - und das ist ja auch nicht der erste Fall, wo Konzepte super erfolgreich sind und hoch bewertet werden, die aber einfach praktisch nie Geld verdienen können. Ist mir irgendwie rätselhaft.

  5. Re: Kündigungsschutzgesetz gilt doch eh erst ab 6 Monaten

    Autor: Dingens_Urghss 15.06.21 - 10:08

    SchluppoMäcQuarkkeulchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kürzere Probezeiten bieten Arbeitgeber an, die schauen wollen, ob nach
    > bspw. 3 Monaten Probezeit, der Mitarbeiter in seiner Leistung in den
    > kommenden Monaten abfällt, um in dann immernoch innerhalb der ersten 6
    > Monate ohne Probleme entlassen zu können.
    >
    > Ansonsten muss ich auch sagen, wer hat denn bitte in seiner Lebensplanung
    > vor, diese Art von Job langfristig zu machen?
    > Klingt bestimmt abgehoben und arrogant, ... aber ehrlich? Ist es der Plan
    > von Leuten das 5 oder 10 Jahre zu machen?
    > Wer fährt denn bspw. sein Leben lang Pizza aus, oder trägt Zeitungen aus?
    > Und ja, ggf. machen es Leute länger als "Nebenjob" aber hier sehe ich auch
    > keine langfristige Perspektive.
    >
    > So oder so. Ich bin natürlich auf jeden Fall für gute Jobs und gute
    > Bezahlung. Grad bei einem Luxusthema wie "in 10 Minuten liefern" darf das
    > gerne gut bezahlt werden. Und gemeinschaftlich beschlossener Streik sollte
    > meiner Meinung nach auch ohne Gewerkschaften gestattet sein.

    Die wenigstens Menschen haben in ihrer Lebensplanung stehen, bis Renteneintritt Reinigungsfachkraft/Verkäufer/DHL Bote etc. Die Liste der Jobs die bescheiden sind und darüber hinaus viel zu schlecht bezahlt werden ist endlos.

    Die wenigsten haben aber wirklich eine Chance da raus.

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