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Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

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  1. Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: Flasher 20.05.21 - 11:55

    Sie verschenken?

    "Hier eine Ladung Schnuller für Afrika. Zwar schonmal gebraucht, aber garantiert nicht länger als 2 Wochen benutzt"

    "Das T-Shirt mit den Schweissflecken, spenden wir doch mal ans nächste Katastrophengebiet"

    "Die Kopfhörer können wir in den Slums von Rio verschenken, die sind da nicht so heikel bei fremden Ohrenschmalz"

    Zumal "zerstören" bedeutet nicht "Ab damit in die nächste Müllverbrennungsanlage". Das Zeug wird ja trotzdem recycled.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.05.21 11:57 durch Flasher.

  2. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: gadthrawn 20.05.21 - 12:27

    Es geht nicht um Retouren.

    Wenn du als Händler oder Amazon selbst Ware anbietest, muss dieses in kurzer Zeit umgeschlagen sein.
    Als Händler kannst du Ware direkt bei amazon zum schnellen Versand einlagern. Ist die Ware älter als ein Jahr bei amazon kommen monatliche zusätzliche Lagergebühren von bis zu 5 Pfund pro Artikel hinzu.
    Heißt: Du nimmst z.B. Bodennägel für Fussballtore und bietest die über amazon an. September 2019 hast du schon einige für das nächste Jahr auf Vorrat an amazon geschickt. 2020 war dafür (wie für einige gut lagerbare und nach erhofften Lockerungen gut verkaufbaren) wegen Corona ein schlechtes Jahr. Für deinen 10 ¤ Artikel zahlst du dann ab September 1¤ pro Monat.. Oder gibst amazon Geld um diese zu entsorgen. Spätestens nach 8 Monaten ist entsorgen billiger (wegen der Entsorgugnskosten) ansonsten ein Teilverlust.
    Und eben Vernichtung von originalverpackter Ware.

  3. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: toj 20.05.21 - 12:44

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Heißt: Du nimmst z.B. Bodennägel für Fussballtore und bietest die über
    > amazon an. September 2019 hast du schon einige für das nächste Jahr auf
    > Vorrat an amazon geschickt. 2020 war dafür
    Genau. Aber was machst du dann mit den Bodennägeln? Lagerung ist auch resourcenintensiv.

  4. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: elknipso 20.05.21 - 13:29

    Dann ist diese Ware aber halt auch objektiv betrachtet plus/minus wertlos, sonst wäre sie längst verkauft worden. Kein Unternehmen vernichtet Ware wenn es die Chance sieht diese wirtschaftlich sinnvoll noch verkauft zu bekommen.

  5. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: Puschie 20.05.21 - 13:38

    Manche Unternehmen schicken die Ware auch Random leute zu - die dürfen sich das um die Entsorgung kümmern…

    Sonst regen die Leute sich auf das man kein Müll in den Wald oder auf die Straße werfen soll, aber wenn man es offiziell korrekt entsorgt ist es auch falsch…

  6. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: chefin 20.05.21 - 13:44

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht nicht um Retouren.
    >
    > Wenn du als Händler oder Amazon selbst Ware anbietest, muss dieses in
    > kurzer Zeit umgeschlagen sein.
    > Als Händler kannst du Ware direkt bei amazon zum schnellen Versand
    > einlagern. Ist die Ware älter als ein Jahr bei amazon kommen monatliche
    > zusätzliche Lagergebühren von bis zu 5 Pfund pro Artikel hinzu.
    > Heißt: Du nimmst z.B. Bodennägel für Fussballtore und bietest die über
    > amazon an. September 2019 hast du schon einige für das nächste Jahr auf
    > Vorrat an amazon geschickt. 2020 war dafür (wie für einige gut lagerbare
    > und nach erhofften Lockerungen gut verkaufbaren) wegen Corona ein
    > schlechtes Jahr. Für deinen 10 ¤ Artikel zahlst du dann ab September 1¤ pro
    > Monat.. Oder gibst amazon Geld um diese zu entsorgen. Spätestens nach 8
    > Monaten ist entsorgen billiger (wegen der Entsorgugnskosten) ansonsten ein
    > Teilverlust.
    > Und eben Vernichtung von originalverpackter Ware.

    Lagerplatz ist nunmal nicht unendlich. Das ist keine Festplatte, die man einfach austauscht und dann passen statt 100 HD Filme 400 drauf. Das ist reales Volumen, das anderen Produkten fehlt. Wir entsorgen sogar Autos die nicht verkauft werden können.

    Was meinst du zb wie das mit Büchern ist? Jemand meint, das er 10.000 davon losbringt, lässt die 10.000 Drucken und nach 2 Jahren sind 1000 verkauft. Und nun? 9000 bis zum St Nimmerleinstag aufheben? Nein..das geht ins Altpapier, entsorgt. Nur weil greenpeace gerade auf dem Amazonbashing Kurs ist, heist das nicht, das es nur bei Amazon so ist. Überall ist das so. Elektrogeräte die nach 2 Jahren noch rumfliegen werden entsorgt in jedem Elektrogeschäft. Frag mal nach einem etwas älteren Handymodell. Gibt nix mehr und glaub jetzt nur nicht, das die punktgenau soviel produziert haben wie sie verkaufen. Selbst Preisreduziert wird heute keiner mehr ein Note4 wollen. Ich habe eines und weis deswegen das ca 5% der Produktionsmenge entsorgt wurde, mangels nachfrage bzw weil etwas überambitioniert produziert wurde.

    Für manche Sachen gibts Billigmärkte die das noch verhökern. Tedi zb, die nehmen nur Entsorgungsware an und versuchen sie doch noch los zu werden. Aber auch die werfen dann irgendwann raus. Dort landen teilweise auch Amazonprodukte welche Amazon entsorgt. Nur die wandern nicht über den Entsorgungstisch, sondern werden direkt aus dem Lager entsorgt und von Tedi umgelabelt oder umgepackt, falls man die Herkunft verschleiern will. Oder meint jemand das die speziell für Tedi solche Billigprodukte herstellen?

    Hier wird also nur ein Bashing betrieben, da gehts nicht um den Abfall unserer Konsumgesellschaft sondern um Amazon eines auszuwischen

  7. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: KnutRider 20.05.21 - 13:59

    Aus eigener Erfahrung im Logistik/Versandbereich im Bereich Bürobedarf kann ich nur berichten das es leider normal ist. Alleine schon was beim Wareneingang nach Prüfung entweder gar nicht erst angenommen wird oder während der Einlagerung u.ä. beschädigt wird.
    Manche Sachen sind so billig, zB Briefanlagen. Wenn die zB Kratzer haben, werden diese vernichtet anstatt B-Ware. Das Einstellen der B-Ware kostet mehr (Personalkosten, Zeit) als diese einfach wegzuwerfen.

    Behalten kann man sie nicht, weil es dann ein geldwerter Vorteil wäre. Vernichtung kann man abschreiben ggü Finanzamt.

    Es läuft viel falsch.

  8. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: budweiser 20.05.21 - 14:58

    elknipso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann ist diese Ware aber halt auch objektiv betrachtet plus/minus wertlos,
    > sonst wäre sie längst verkauft worden. Kein Unternehmen vernichtet Ware
    > wenn es die Chance sieht diese wirtschaftlich sinnvoll noch verkauft zu
    > bekommen.

    Muss nicht sein. Beispiel: Ein Smartphone was 2019 aktuell war wurde damals für 600¤ verkauft. Heute ist es nicht mehr state-of-the-art und niemand gibt mehr soviel Geld dafür aus. Nun könnten die Händler es für 50¤ anbieten und würden sicherlich reißenden Absatz finden. Andererseits könnten sie es auch zerstören und stattdessen wieder nur aktuelle Smartphones anbieten sind. Derjenige, der das alte als Neugerät für 50¤ gekauft hätte hat nun keine Wahl und muss das neue zum vollen Preis kaufen, obwohl ihm eine ältere Generation gereicht hätte.

  9. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: Clown 21.05.21 - 08:13

    Also vernichten wir im Zweifelsfall 90% realer, materieller, aus endlichen Rohstoffen produzierter Güter, um etwas immaterielle Güter (Geld) zu sparen?

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  10. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: PaBa 21.05.21 - 08:19

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also vernichten wir im Zweifelsfall 90% realer, materieller, aus endlichen
    > Rohstoffen produzierter Güter, um etwas immaterielle Güter (Geld) zu
    > sparen?

    Ja, oder willst Du statt immateriellem Gütern mit aus endlichen Rohstoffen produzierten Gütern bezahlt werden?

    Das Problem ist unser Konsum. Wir wollen alles sofort, also wird alles im Laden so bereitgestellt, dass es zu jeder Zeit verfügbar ist. Egal ob Lebensmittel oder andere Produkte. Und wenn der Kunde es dann doch nicht will, dann muss es entsorgt werden. Aber wenn es mal nicht verfügbar ist, dann gibt es schlechte Bewertungen und Shitstorms, weil etwas nicht verfügbar war.

    Wir müssen uns schon entscheiden. Wollen wir verfügbare Güter und nehmen in Kauf, dass ein Teil davon vernichtet wird? Wollen wir 14 tägiges Rückgaberecht und nehmen in Kauf, dass wir Retouren vernichten? Oder nehmen wir in Kauf, dass Verfügbarkeit oder Konsumentenrechte eingeschränkt werden, dafür aber weniger vernichtet wird?

    Ich persönlich habe eine Retoure-Quote, die gegen 0 geht, aber habe gehört, dass Amazon einem auch mal gestattet ein Produkt zu behalten, statt es zurück zu senden. Ist jetzt die Frage, ist das gut, wenn der Kunde ein Produkt, welches ihm nicht zu 100% gefällt behalten darf, oder verlagert Amazon damit das Problem der Entsorgung auf den Kunden?

  11. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: forenuser 21.05.21 - 08:58

    Wo bei damit just in der Unterhaltungselektronikbranche die extrem kurzen Produktzyklen noch hinzu kommen. Jedes Jahr eine Flut neuer Modelle, ohne das sich wirklich ernsthaft was verändert hat. Wobei selbst die Änderungen in immer kürzen Abständen erscheinen.. PAL -> HD -> 2K -> 4K -> 8K... Aber ob das immer sinnvoll ist.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  12. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: Gryphon 21.05.21 - 09:00

    Jedem vernunftbegabten Mensch sollte begreiflich sein, dass es völliger Quatsch ist, Neuwaren zu vernichten. Und darum geht es hier, nicht um Retouren/B-Ware. Neuware, die "zu lang" im Lager lag.
    Es ist einfach Ressourcen- und Energieverschwendung in Reinform!
    (Die BTW natürlich von uns Kunden bezahlt wird... Selbstverständlich wird das eingepreist.)

    Der einzige Grund, warum es scheinbar "sinnvoll" erscheint, ist Amazons Kalkulation/Geschätsmodell! Das gibt nämlich vor, dass die "Resource Lagerplatz" am Tag 366 plötzlich "wertvoller" und damit teurer wird als am Tag 365 nach Einlagerung.
    Das ist kein Naturgesetz, sondern eine Managemententscheidung mit dem Ziel, Profite zu erhöhen. Wie gesagt, die Kosten für diese völlig bescheuerte Ressourcen-/Energieverschwendung zahlt nicht Amazon, sondern die Marketplace-Händler und am Ende wir als Kunden.

    Meiner Meinung nach sind solche Praktiken absolut regulierungsbedürftig.
    Und ich verstehe nicht, warum das hier manche noch als alternativlos darstellen und Amazon für sowas in Schutz nehmen.

  13. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: sizzay 21.05.21 - 09:18

    Wenn dies unterbunden werden sollte, was geschieht dann mit diesen Produkten? Werden diese verschenkt? Ein Geschenk bedarf der Annahme. Wer sollte diese überhaupt bekommen? Nur Prime-Mitglieder? Oder doch jeder, der einen Amazon-Account hat? Kann man sich das dann aussuchen oder bekommt man eine Überraschungsbox? Oder sollte es nicht eher gespendet werden? Brauchen gemeinnützige Organisationen diese Dinge überhaupt? Fragen über Fragen, die nicht aufgeworfen werden, solange die Eigentümer von ihrem Eigentumsrecht (für uns moralisch fragwürdig) Gebrauch machen.

  14. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: Gryphon 21.05.21 - 09:43

    sizzay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn dies unterbunden werden sollte, was geschieht dann mit diesen
    > Produkten? Werden diese verschenkt? Ein Geschenk bedarf der Annahme. Wer
    > sollte diese überhaupt bekommen? Nur Prime-Mitglieder? Oder doch jeder, der
    > einen Amazon-Account hat? Kann man sich das dann aussuchen oder bekommt man
    > eine Überraschungsbox? Oder sollte es nicht eher gespendet werden? Brauchen
    > gemeinnützige Organisationen diese Dinge überhaupt? Fragen über Fragen, die
    > nicht aufgeworfen werden, solange die Eigentümer von ihrem Eigentumsrecht
    > (für uns moralisch fragwürdig) Gebrauch machen.

    Alles irrelevant. Amazon müsste nur die Preisgestaltung für seine Läger ändern, so dass ein Lagerplatz nicht nach einer bestimmten Zeit plötzlich teurer wird.
    Der Artikel kann dann einfach länger liegen, bis er verkauft wird.
    Aktuell ist es ja praktisch eine "Wette", ob ein Artikel innerhalb eines Jahres verkauft wird. Wenn ja, ists gut, wenn nein, wird die Lagerung plötzlich so unattraktiv, dass Vernichten plötzlich "sinnvoll" wird.
    DAS ist das Problem.

  15. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: ranzassel 21.05.21 - 09:43

    Gryphon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der einzige Grund, warum es scheinbar "sinnvoll" erscheint, ist Amazons
    > Kalkulation/Geschätsmodell! Das gibt nämlich vor, dass die "Resource
    > Lagerplatz" am Tag 366 plötzlich "wertvoller" und damit teurer wird als am
    > Tag 365 nach Einlagerung.
    > Das ist kein Naturgesetz, sondern eine Managemententscheidung mit dem Ziel,
    > Profite zu erhöhen. Wie gesagt, die Kosten für diese völlig bescheuerte
    > Ressourcen-/Energieverschwendung zahlt nicht Amazon, sondern die
    > Marketplace-Händler und am Ende wir als Kunden.

    Das ist Blödsinn. Natürlich wird der Lagerplatz an Tag 366 nicht wertvoller und es ist auch keine "Managemententscheidung". Lagerung kostet eben auch Geld. Und wo ist der Sinn, einen teuren Lagerplatz mit etwas zu belegen, dass offensichtlich keinen Wert hat (da unverkäuflich)?

    Aber wenn du so von deiner Theorie überzeugt bist, mach doch einfach selbst ein Lager auf. Mit unendlicher Haltefrist für fast keinen Preis. Die Marketplace-Händler (oft kleine Läden ohne eigenen Lagerplatz) werden dir die Bude einrennen...

  16. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: ThomasSchumacher 21.05.21 - 09:50

    Wie wäre es denn damit:
    Amazon bietet "Überraschungspakete" an für 5¤, 10¤ oder 15¤. Garantiert wird, dass die Ware neu oder neuwertig ist, ffunktioniert und die UVP mindestens das dreifache des Preises beträgt.

  17. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: Gryphon 21.05.21 - 09:58

    ranzassel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gryphon schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Der einzige Grund, warum es scheinbar "sinnvoll" erscheint, ist Amazons
    > > Kalkulation/Geschätsmodell! Das gibt nämlich vor, dass die "Resource
    > > Lagerplatz" am Tag 366 plötzlich "wertvoller" und damit teurer wird als
    > am
    > > Tag 365 nach Einlagerung.
    > > Das ist kein Naturgesetz, sondern eine Managemententscheidung mit dem
    > Ziel,
    > > Profite zu erhöhen. Wie gesagt, die Kosten für diese völlig bescheuerte
    > > Ressourcen-/Energieverschwendung zahlt nicht Amazon, sondern die
    > > Marketplace-Händler und am Ende wir als Kunden.
    >
    > Das ist Blödsinn. Natürlich wird der Lagerplatz an Tag 366 nicht wertvoller
    > und es ist auch keine "Managemententscheidung". Lagerung kostet eben auch
    > Geld. Und wo ist der Sinn, einen teuren Lagerplatz mit etwas zu belegen,
    > dass offensichtlich keinen Wert hat (da unverkäuflich)?
    Du meinst "unverkäuflich in einem gewissen Zeitraum".

    Und natürlich kostet Lagerung Geld, hab ich ja nicht bestritten.
    Aber dass "Lagerung für die ersten 12 Monate" x,xx ¤ kostet, während "Lagerung für die nächsten 12 Monate" y,yy ¤ kostet, ist sehr wohl eine Managemententscheidung!

    > Aber wenn du so von deiner Theorie überzeugt bist, mach doch einfach selbst
    > ein Lager auf. Mit unendlicher Haltefrist für fast keinen Preis. Die
    > Marketplace-Händler (oft kleine Läden ohne eigenen Lagerplatz) werden dir
    > die Bude einrennen...
    Quark. Die offensichtliche Lösung ist natürlich ein Preis x pro Lagerplatz und Zeiteinheit. Willst du Amazons Lagerhandling nutzen, zahlst du als Händler also von mir aus 10¤ pro Gitterbox im Monat.
    Dann kann der kleine Marketplace-Händler ohne eigenes Lager nämlich auch vernünftig kalkulieren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.05.21 10:01 durch Gryphon.

  18. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: bofhl 21.05.21 - 10:18

    Gryphon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sizzay schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn dies unterbunden werden sollte, was geschieht dann mit diesen
    > > Produkten? Werden diese verschenkt? Ein Geschenk bedarf der Annahme. Wer
    > > sollte diese überhaupt bekommen? Nur Prime-Mitglieder? Oder doch jeder,
    > der
    > > einen Amazon-Account hat? Kann man sich das dann aussuchen oder bekommt
    > man
    > > eine Überraschungsbox? Oder sollte es nicht eher gespendet werden?
    > Brauchen
    > > gemeinnützige Organisationen diese Dinge überhaupt? Fragen über Fragen,
    > die
    > > nicht aufgeworfen werden, solange die Eigentümer von ihrem
    > Eigentumsrecht
    > > (für uns moralisch fragwürdig) Gebrauch machen.
    >
    > Alles irrelevant. Amazon müsste nur die Preisgestaltung für seine Läger
    > ändern, so dass ein Lagerplatz nicht nach einer bestimmten Zeit plötzlich
    > teurer wird.
    > Der Artikel kann dann einfach länger liegen, bis er verkauft wird.
    > Aktuell ist es ja praktisch eine "Wette", ob ein Artikel innerhalb eines
    > Jahres verkauft wird. Wenn ja, ists gut, wenn nein, wird die Lagerung
    > plötzlich so unattraktiv, dass Vernichten plötzlich "sinnvoll" wird.
    > DAS ist das Problem.

    Was du scheinbar nicht begreifen willst oder kannst ist, dass es schlicht Produkte gibt die absolut niemand ab einen bestimmten Zeitpunkt mehr haben will! Und egal wie billig es Amazon macht, die Waren werden nicht verkauft!
    Ab einen bestimmten Zeitpunkt ist es für Firmen schlicht nicht mehr real möglich, diese Produkte lagernd zu haben- ja sogar Existenz-gefährdent! Denn wie gesagt - das teuerste ist die Lagerung, den Platz ist beschränkt! Ein Grund warum so viele Firmen bei Amazon lagern!
    Und es wäre den Firmen ja nicht verboten, diese Waren wieder in ein eigenes Lager zu legen!
    Tun sie aber nicht - sie beauftragen Amazon mit der Entsorgung.

  19. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: ranzassel 21.05.21 - 10:18

    Gryphon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ranzassel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Gryphon schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Quark. Die offensichtliche Lösung ist natürlich ein Preis x pro Lagerplatz
    > und Zeiteinheit. Willst du Amazons Lagerhandling nutzen, zahlst du als
    > Händler also von mir aus 10¤ pro Gitterbox im Monat.
    > Dann kann der kleine Marketplace-Händler ohne eigenes Lager nämlich auch
    > vernünftig kalkulieren.

    Ja, aber sie bieten die Lagerung ja nicht zum Selbstzweck an. Sondern um vor allem an den Verkäufen mitzuverdienen. Wenn ein Artikel ein Jahr lang unverkauft im Lager liegt, wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit dass ich dann mit dem Verkauf dieses Artikels noch Geld verdiene?!

    Ich will nicht behaupten, dass Amazon nicht seine Marktmacht auch ordentlich ausnutzt. Aber das selbe Problem hat der "kleine Krauter" in seinem lokalen Ladengeschäft doch auch. Ware die sich nicht verkauft muss weg, weil sie Platz wegnimmt für die Dinge die sich zeitnah verkaufen lassen. Blöd ist eben nur, dass man auch nicht immer vorher absehen kann ob ein Produkt zum "Renner oder Penner" wird.

    Der Fehler in dem System ist aus meiner Sicht die wilde Überregulierung. Verschenken kann ich das Zeug nicht: Womöglich muss ich dafür haften, steuerlich ist es kompliziert, es irgendwo billiger einzulagern kostet trotzdem noch Geld.... Was soll ich also am Ende anderes tun als es wegzuwerfen?? Gerade in Größenordnungen von Amazon?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.05.21 10:19 durch ranzassel.

  20. Re: Was soll man sonst mit unverkäuflichen Retouren machen?

    Autor: Flasher 21.05.21 - 10:21

    Was manch einer hier übersieht: lagert man Neuware, die keiner braucht und keiner will, über Ewigkeiten in irgendwelchen Lagerhallen, dann werden Ressourcen unnötig gebunden, statt diese dem Wertstoffkreislauf wieder zuzuführen um neue Produkte daraus zu machen.

    Fragt euch doch mal selber ob es Sinn macht die übrig gebliebenen Plastik-Teller die man für das Grillfest vor 5 Jahren gekauft hat ewig in einem Schrank verstauben zu lassen, statt sie einfach in den gelben Sack zu schmeissen, damit daraus wieder neue Kunststoff-Produkte erzeugt werden können die vielleicht brauchbarer sind.

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