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Warum in Deutschland bauen?

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  1. Warum in Deutschland bauen?

    Autor: aLpenbog 17.02.20 - 08:35

    Warum baut überhaupt noch jemand sowas in Deutschland? Wir sind bürokratisch ein Albtraum. Alles dauert ewig, wir haben ziemlich starken Arbeitnehmerschutz und Arbeitsschutzgesetze, dazu noch hohe Lohnkosten. Warum entscheidet man sich da zum hochziehen einer Fabrik überhaupt für Deutschland? Gerade in unseren globalen Markt, tun es die deutlich billigeren und unkomplizierteren Länder drum rum doch auch.

  2. Re: Warum in Deutschland bauen?

    Autor: theFiend 17.02.20 - 08:50

    Qualifizierte Arbeitskräfte, der Absatzmarkt usw...

    Es ist nicht alles so schlimm, wie so mancher Untergangsprophet hier postuliert. Man darf nicht vergessen, von den meisten Regelungen, Vorschriften und Gesetzen, die klar auch mal zulasten der Geschwindigkeit bei Entscheidungen und Bauprojekten gehen, profitieren doch die Meisten auf die eine oder andere Art und Weise.

    Und wenn es nur eine gewisse Rechtssicherheit ist...

  3. Re: Warum in Deutschland bauen?

    Autor: Fettoni 17.02.20 - 09:00

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...], wir haben ziemlich starken
    > Arbeitnehmerschutz und Arbeitsschutzgesetze, dazu noch hohe Lohnkosten.

    Ja, ganz schlimm.

  4. Re: Warum in Deutschland bauen?

    Autor: Dino13 17.02.20 - 09:05

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum baut überhaupt noch jemand sowas in Deutschland? Wir sind
    > bürokratisch ein Albtraum. Alles dauert ewig, wir haben ziemlich starken
    > Arbeitnehmerschutz und Arbeitsschutzgesetze, dazu noch hohe Lohnkosten.
    > Warum entscheidet man sich da zum hochziehen einer Fabrik überhaupt für
    > Deutschland? Gerade in unseren globalen Markt, tun es die deutlich
    > billigeren und unkomplizierteren Länder drum rum doch auch.

    Ist das ganze wirklich jetzt dein ernst?

  5. Re: Warum in Deutschland bauen?

    Autor: gadthrawn 17.02.20 - 09:07

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Qualifizierte Arbeitskräfte, der Absatzmarkt usw...

    In der Gegend Billige Arbeitsskla... Arbeitnehmer aus Polen
    40 Mio Kosten für das Gebiet, über 200 Mio Subventionen.

  6. Re: Warum in Deutschland bauen?

    Autor: aLpenbog 17.02.20 - 09:11

    Fettoni schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, ganz schlimm.

    Nun wenn man derjenige ist, der davon profitiert, dann sicher nicht. Wenn man derjenige ist, der das finanzieren darf, ist das sicher eine andere Geschichte. Der Arbeitnehmer kostet mich eben in Deutschland schon alleine vom Gehalt das Doppelte. Ohne die gesamten Lohnkosten zu betrachten und was da noch dran hängt mit Arbeitsschutz und co.

  7. Re: Warum in Deutschland bauen?

    Autor: mfeldt 17.02.20 - 09:17

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > theFiend schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Qualifizierte Arbeitskräfte, der Absatzmarkt usw...
    >
    > In der Gegend Billige Arbeitsskla... Arbeitnehmer aus Polen
    > 40 Mio Kosten für das Gebiet, über 200 Mio Subventionen.

    Hätte man gleich in Polen gebaut, wär's vermutlich noch besser gelaufen!

  8. Re: Warum in Deutschland bauen?

    Autor: Muhaha 17.02.20 - 09:21

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nun wenn man derjenige ist, der davon profitiert, dann sicher nicht. Wenn
    > man derjenige ist, der das finanzieren darf, ist das sicher eine andere
    > Geschichte.

    Du als Bundesbürger profitierst ganz unmittelbar von entsprechenden Vorschriften, Arbeitschutz und anderen Maßnahmen, die durch Deine Steuern finanziert werden. Und wenn Du kein Bundesbürger bist, braucht Dich das alles ja nicht zu kümmern.

  9. Re: Warum in Deutschland bauen?

    Autor: aLpenbog 17.02.20 - 09:26

    Wäre ich Arbeitgeber, dann würde ich sicher nicht davon profitieren mehr zu zahlen. Als Arbeitnehmer klar, wobei gerade die IT-Branche da eh ihre Probleme hat mit Crunchtimes, Rufbereitschaften und co. und auch unser ArbSchG ziemlich häufig nicht eingehalten oder umgangen wird.

    Natürlich hat man es hier als Arbeitnehmer bei weitem besser als in vielen anderen Ländern, von der Arbeitnehmersicht rede ich aber eben überhaupt nicht. Natürlich möchte ich nicht unter Bedingungen arbeiten, wie es Leute bei Foxconn tun. Wobei auch da ein großer Unterschied ist zwischen dem und einem Werk in Polen, wo schlicht die Lohnkosten die Hälfte von denen hier sind.

    Es geht ja nicht darum die Leute umzubringen, sondern darum, dass Deutschland verdammt teuer ist, im Vergleich zu den Ländern um uns rum. Und ich würde mich nicht soweit aus den Fenster lehnen und sagen unsere Arbeitnehmer sind alle doppelt so schlau und doppelt so produktiv, trotzdem kosten sie eben mehr als das Doppelte.

  10. Re: Warum in Deutschland bauen?

    Autor: googie 17.02.20 - 09:33

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aLpenbog schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Nun wenn man derjenige ist, der davon profitiert, dann sicher nicht.
    > Wenn
    > > man derjenige ist, der das finanzieren darf, ist das sicher eine andere
    > > Geschichte.
    >
    > Du als Bundesbürger profitierst ganz unmittelbar von entsprechenden
    > Vorschriften, Arbeitschutz und anderen Maßnahmen, die durch Deine Steuern
    > finanziert werden. Und wenn Du kein Bundesbürger bist, braucht Dich das
    > alles ja nicht zu kümmern.

    Das war gar nicht seine Fragestellung. Tesla profitiert davon sicher nicht. Als Arbeitnehmer in Deutschland geht es einem gut, als Arbeitgeber im Verhältnis zu anderen Ländern eben nicht. Daher seine berechtigte Frage, warum Tesla in Deutschland ein Werk bauen möchte und sich so das Leben schwer und teuer macht. Sicherlich nicht aufgrund der nicht vorhandenen Fachkräfte.

  11. Re: Warum in Deutschland bauen?

    Autor: Muhaha 17.02.20 - 09:42

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wäre ich Arbeitgeber, dann würde ich sicher nicht davon profitieren mehr zu
    > zahlen.

    Doch, das tust Du. Arbeitgeber, die hier meinen nicht von Arbeitsschutz und entsprechenden Arbeitsrechten zu profitieren, haben den Gong nicht gehört.

    > Es geht ja nicht darum die Leute umzubringen, sondern darum, dass
    > Deutschland verdammt teuer ist, im Vergleich zu den Ländern um uns rum.

    Ja, und?

    > Und
    > ich würde mich nicht soweit aus den Fenster lehnen und sagen unsere
    > Arbeitnehmer sind alle doppelt so schlau und doppelt so produktiv, trotzdem
    > kosten sie eben mehr als das Doppelte.

    Sie SIND aber im Schnitt mit mehr Fachwissen versehen als ihre Kollegen im Ausland. Ein klarer Vorteil des deutschen Bildungswesens, der dualen Ausbildung und ähnlicher Modelle, die sich immer mehr Länder als Vorbild nehmen. Und dann wird auch dort das Lohnniveau steigen, weil die Leute ihr Fachwissen sich dann entsprechend bezahlen lassen wollen. Sonst sind sie wech!

    Schau Dir Polen an. Gut ausgebildete Fachkräfte, die aber im Land selbst nicht arbeiten, weil die Regierung die Industrie nicht zu entsprechenden Lohnerhöhungen zwingen möchte, weil man den Status als profitbringendes Niedriglohnland nicht an die Länder weiter östlich verlieren will. Dass diese Profite aber nur kurzfristig für mehr Steuereinnahmen sorgen, dass davon nur wenige profitieren, dass der polnische Braindrain langfristig enormen volkswirtschaftlichen Schaden verursacht, das dämmert der PIS so allmählich. Bin gespannt, ob man dort entsprechende Maßnahmen einleitet oder ob die Situation in Polen so angespannt wird, dass selbst der dumpfe Nationalismus der PIS nicht mehr hilft..

  12. Re: Warum in Deutschland bauen?

    Autor: Muhaha 17.02.20 - 09:44

    googie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sicherlich nicht aufgrund der nicht vorhandenen
    > Fachkräfte.

    Doch. Genau WEGEN den vorhandenen (!) Fachkräften! Tesla will ja keine Wasserkocher zusammenschrauben, sondern hochkomplexe Maschinen.

    Und vielleicht auch, weil der Korruptionsindex in Deutschland ein ganzes Stück niedriger ist als in Polen oder Tschechien.

  13. Re: Warum in Deutschland bauen?

    Autor: theFiend 17.02.20 - 09:57

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In der Gegend Billige Arbeitsskla... Arbeitnehmer aus Polen
    > 40 Mio Kosten für das Gebiet, über 200 Mio Subventionen.

    Ich weiss garnicht was immer alle mit den Polen haben. Tesla will, wie inzwischen jeder Autobauer, eine möglichst hoch automatisierte Fabrik mit hohem Output bauen. Die wenigen Arbeitsplätze die es da gibt, sind dann keine "Bandarbeiterplätze für Billiglöhner" sondern hoch spezialisierte Jobs. Wer den bekommt, erstmal völlig egal woher, verdient ordentlich, und hat vorher ordentlich gelernt.

    Und auch wenn sich hier einige immer für viel schlauer halten als die Führungs- und Entscheidungsebenen in Industrieunternehmen, eine Standortentscheidung ist in klarem Bewusstsein der Unwägbarkeiten des jeweiligen Ländereigenheiten getroffen worden.

    Subventionen übrigens, gibt es auch erst wenn was gebaut wurde, und nicht irgendwie vorab als Blankoscheck...

    Also diese Art "da kommen nur billige Arbeitskräft und ausserdem schmeissen wir ihnen das steuergeld nach" wird nur in ganz bestimmten Blasen verbreitet, und findet auch nur da ihr Echo. Vielleicht einfach mal n bissi drüber nachdenken was ein Unternehmen wie Tesla hier will, bevor man irgendwas nacherzählt, was einem einer vorgebetet hat...

  14. Re: Warum in Deutschland bauen?

    Autor: Gastbeitrag 17.02.20 - 11:26

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Ich weiss garnicht was immer alle mit den Polen haben. Tesla will, wie
    > inzwischen jeder Autobauer, eine möglichst hoch automatisierte Fabrik mit
    > hohem Output bauen. Die wenigen Arbeitsplätze die es da gibt, sind dann
    > keine "Bandarbeiterplätze für Billiglöhner" sondern hoch spezialisierte
    > Jobs. Wer den bekommt, erstmal völlig egal woher, verdient ordentlich, und
    > hat vorher ordentlich gelernt.
    >
    > Und auch wenn sich hier einige immer für viel schlauer halten als die
    > Führungs- und Entscheidungsebenen in Industrieunternehmen, eine
    > Standortentscheidung ist in klarem Bewusstsein der Unwägbarkeiten des
    > jeweiligen Ländereigenheiten getroffen worden.
    >
    > Subventionen übrigens, gibt es auch erst wenn was gebaut wurde, und nicht
    > irgendwie vorab als Blankoscheck...
    >
    > Also diese Art "da kommen nur billige Arbeitskräft und ausserdem schmeissen
    > wir ihnen das steuergeld nach" wird nur in ganz bestimmten Blasen
    > verbreitet, und findet auch nur da ihr Echo. Vielleicht einfach mal n bissi
    > drüber nachdenken was ein Unternehmen wie Tesla hier will, bevor man
    > irgendwas nacherzählt, was einem einer vorgebetet hat...

    Danke dafür. Die Wirtschaftsorganisation in DE wird im Ausland im übrigen wesentlich besser wahrgenommen als in der Innenansicht, wofür im auch z.B. die Springerpresse mitverantwortlich ist. Solange man genug Unzufriedene herbeischreibt, klingelt da der Geldbeutel. Der Rest der Welt weiß, dass in Deutschland Wirtschaftsunternehmen sehr stark sind, nicht trotz, sondern vielleicht sogar weil hier die Arbeitnehmer anders eingebunden sind, und es deswegen weniger Arbeitskampf und Fluktuation und damit auch bessere Planbarkeit gibt

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