1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Hewlett-Packard: HP entlässt einige…

Arbeitslosigkeit ist gut ;)

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Arbeitslosigkeit ist gut ;)

    Autor: FridolinGansheimer 29.02.12 - 16:53

    Also, wenn man dank OpenSource die kräfte zusammenlegen kann. Also mehrere Firmen gemeinsam an einer Software entwickeln anstatt getrennt voneinander jeweils das Rad neu zu erfinden. Dann spart das natürlich Arbeit, welche eingespart werden kann uns somit die Unternehmenskosten senkt.

    Das Endprodukt wird dann auch besser sein da mehr Leute daran gearbeitet haben. Also, ein Ziel mit weniger Arbeit zu erreichen ist somit ja per se nichts schlechtes. Die jetzt Arbeitslos gewordenen Entwickler können sich woanders einen neuen Job suchen und dort dann andersweitig nützliche Software entwickeln die ansonsten möglicherweise nicht entwickelt worden wäre. Job Abbau mag zwar für die Betroffenen hart sein, gesamtwirtschaftlich schafft es jedoch Potential für neue Entwicklungen. (Deswegen lohnt sich ja OpenSource für solche Unternehmen überhaupt erst).

    Da die Jobunsicherheit im Zeitalter der schwindenden Arbeitsgesellschaft ohnehin steigen wird wird es dann wohl in Zukunft noch sowas wie ein Grundeinkommen geben welches die Teilhabe an der Gesellschaft garantiert auch im Falle von Nichtarbeit denn in Zukunft werden nicht mehr alle Menschen arbeiten müssen um das zu erwirtschaften was wir zum Leben brauchen.

  2. Re: Arbeitslosigkeit ist Fortschritt

    Autor: benji83 29.02.12 - 17:34

    Wenn man arbeiten obsolet machen kann dann steigert es den gesamtwirtschaftlichen Wohlstand. Das Arbeitslosigkeit in unserer Gesellschaft etwas schlechtes ist und der gesamte Wohlstand bei denen landet die ihn eigentlich nicht mehr zwingend benötigen ist ein Problem, Arbeitslosigkeit ist es aber nicht.

  3. Arbeitslosigkeit ist die Zukunft :)

    Autor: blubberlutsch 29.02.12 - 18:03

    Ich verstehe auch nicht, warum man immer noch Vollbeschäftigung anstrebt. Ich glaube nicht, dass es diese jemals wieder geben wird. Auch hat der Anteil der Beschäftigten nur bedingt etwas mit Wohlstand zu tun. Im Mittelalter gab es bestimmt keine Arbeitslosigkeit, aber der Gesamtwohlstand war nicht besser :)

  4. Re: Arbeitslosigkeit ist Fortschritt

    Autor: theonlyone 29.02.12 - 18:08

    benji83 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man arbeiten obsolet machen kann dann steigert es den
    > gesamtwirtschaftlichen Wohlstand. Das Arbeitslosigkeit in unserer
    > Gesellschaft etwas schlechtes ist und der gesamte Wohlstand bei denen
    > landet die ihn eigentlich nicht mehr zwingend benötigen ist ein Problem,
    > Arbeitslosigkeit ist es aber nicht.

    Das System "verkraftet" schlicht seinen eigene Effizienz nicht.

    Man stelle sich mal vor die ganzen handwerk berufe und der öffentliche Dienst wären alles "Roboter".

    Was machen die Menschen dann ?

    Man braucht sie einfach nicht mehr.

    Im extremfall hat man nur noch Roboter und alles läuft von selbst, die Roboter bauen, reparieren und "optimieren" sich selbstständig, Menschen leben nur noch vor sich hin.

    Das kommt 1A in Walley so vor, das Leben funktioniert, nur die Gesellschaft und der Mensch verkraften so ein "Paradies" einfach nicht. Alle werden einfach nur "fetter", "dümmer" und verlieren komplett den Drang zum Leben, den irgendwo ist man eben völlig überflüssig.

    Menschen "wollen" arbeiten und "gebraucht" werden, ist das nicht der Fall verfällt man leicht in Depression.


    Klar ist, jede Aktion welche die Effizienz erhöht und Arbeitsplätze einspart ist im prinzip eine gute Sache, wird aber immer als Negativ aufgefasst und hat eben auch reale negative Auswirkungen.

    Den egal wie es läuft, wenn am Ende nur noch 1 Manager pro firma den Gewinn einkassiert und sonst keiner in der Firma beteiligt ist, dann führt das offensichtlich zu Problemen (es sei den dieser 1 Manager wird mit 99,9999% besteuert, damit der so gut wie nichts bekommt und der ganze Umsatz dem Arbeitslosengeld zugute kommt).


    Bedeutet, am Ende sind einfach 99% Arbeitslos und bekommen einen pauschalen betrag zum Leben, die 1% sind "ultra reich".

    Irgendwo ist das gleich Kommunismus, Geld wird effektiv abgeschafft und jeder bekommt soviel wie er zum Leben braucht, Kapitalismus existiert dann einfach nicht mehr.


    Irgendwo toll, irgendwo ein Alptraum. Der mensch verkraftet so ein Paradies einfach nicht.

    Sagt uns ja schon die "matrix" , als sie an sich Perfekt war, konnten die menschen diese Simulation nicht akzeptieren, also wurde sie extra "kaputter" gemacht, damit sie sich echt anfühlt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.02.12 18:10 durch theonlyone.

  5. Re: Arbeitslosigkeit ist Fortschritt

    Autor: linuxuser1 29.02.12 - 18:30

    Du baust all deine Behauptungen auf Grundlage von Spielfilmen auf ;).

  6. Re: Arbeitslosigkeit ist Fortschritt

    Autor: benji83 29.02.12 - 18:39

    Ohne Umdenken wird es so laufen wie von dir Beschrieben. Aber niemand der bei Verstand ist behauptet ernsthaft und ohne Hintergedanken das wir die nächsten 100 Jahre ohne Systemwechsel auskommen.

    Der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Rad, Dampfmaschine und Computer wurden bereits erfunden. Im Endeffekt sieht man bei fast jeder Meldung hier wie wieder ein paar nicht mehr benötigt werden. Ist die Endzeitdoktrin wirklich so stark das diese Menschen dann wirklich überflüssig sind? Wollen wir wirklich wieder mit Begriffen anfangen wie "unwertes Leben"?

    Die Zeit in der sich ein Mensch durch seine Arbeit definiert geht langsam und unweigerlich vorbei - wir haben es ja auch verkraftet das wir alle unsere Wäsche nicht mehr im Fluss selber waschen müssen. Die/Unsere Natur ist stärker als die finsteren, falschen und nur in Quartalen gedachten Versprechen der BWL - keine Sorge wir finden schon bald eine neue Volksreligion.

    Übrigens hat Wall-E den dicken Menschen auf dem Raumschiff doch zeigen können das man mit etwas Herz und Sachverstand immer einen Grund finden wird sich zu bewegen, Kommerz ist eben nicht alles :) Halte diesen, für einen Disneyfilm gar nicht mal so doofen Aspekt eher für leichte Systemkritik als für Abschreckung sich mit der Realität und den Problemen die vor uns liegen zu beschäftigen.

  7. Re: Arbeitslosigkeit ist Fortschritt

    Autor: theonlyone 29.02.12 - 20:34

    linuxuser1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du baust all deine Behauptungen auf Grundlage von Spielfilmen auf ;).

    Kann man sie leichter nachvollziehen ^^

  8. Re: Arbeitslosigkeit ist Fortschritt

    Autor: benji83 29.02.12 - 21:06

    Wobei es sowohl in Wall-E als auch in der Matrix darum ging sich von diesem System/Verhalten zu lösen :)

  9. Re: Arbeitslosigkeit ist Fortschritt

    Autor: theonlyone 01.03.12 - 02:31

    benji83 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wobei es sowohl in Wall-E als auch in der Matrix darum ging sich von diesem
    > System/Verhalten zu lösen :)

    Nja, zwangsläufig.

    Aber der Teil des "Lösens" war immer der blöde Teil an den Filmen ^^


    Mich hat es immer fasziniert wie es doch überall sehr lange Zeit ziemlich solide funktioniert.

    Wenn nicht gerade der "Held" daher kommt wäre das wohl auch in den Filmen noch ewig so weiter gelaufen.



    Aber so ist die Entwicklung eben, man schaut erstmal das man alles bis aufs Maximum Effizienz macht und dann schaut man wie man die Probleme löst die damit angerichtet wurden.

    Ist ja überall so, Entscheidung treffen, dann schauen wie man mit den Konsequenzen umgeht.


    Aber wir wissen ja, egal was wir machen, Neo und Wall-E werden es schon regeln, da bin ich mir ganz sicher ^^

  10. Re: Arbeitslosigkeit ist Fortschritt

    Autor: divStar 01.03.12 - 03:44

    Eigentlich.. was ich halt nicht verstehe.. gesetzt dem Fall die reale Welt wäre wirklich so wie sie in der Matrix gezeichnet wird (also Maschinen benutzen uns als Duracells) - warum sollte es mich stören? Wenn ich in der Matrix alles haben könnte, was ich zum Leben brauche, und ich subjektiv gesehen damit glücklicher bin als wenn ich vor den Trümmern der Wahrheit stehe - warum sollte ich die Wahrheit wissen wollen?

    Dazu muss jeder einzelne sich überlegen was sein höchstes Ziel, sein höchstes Gut ist.. Mein höchstes Gut wäre es glücklich zu sein. Ob sich dieses nun in dem Beruf oder im Privaten äußert.. ob ich nun durch Geld glücklich werde, weil ich dann quasi nichts mehr tun muss .. oder ob ich durch Arbeit glücklich werde - gerade weil ich etwas tun muss.. ist letzten Endes egal.

    Der Grund warum jeder Reichtum anstrebt, ist der, dass jeder weiß, dass man viele substantielle Probleme hat bzw. haben kann wenn man arm ist. Reichtum erlaubt es die eigenen Wünsche zu erfüllen. Doch wenn alle reich wären und z.B. wirklich nicht arbeiten müssten und quasi alles hätten, was sie brauchen bzw. alles (naja - sagen wir - fast alles) tun könnten ohne auf Finanzen oder Ressourcen oder ihre Lebensdauer zu schauen.. ich glaube, dass in solch einer Situation THEORETISCH Gier und Neid verschwinden müssten.. werden sie aber nicht, denn der Mensch ist einfach so wie er ist: gierig, neidisch und ein kooperatives Wesen. Der Mensch vergleicht sich gerne mit anderen, er gibt gerne an (ja - nicht alle, aber die meisten) - ob nun im echten Leben oder in der virtuellen Welt.

    Ich würde mir wünschen zu sehen was alles passiert wenn Menschen in einer Utopie leben würden, in der sie alles haben (im Sinne von: keine finanziellen Ungleichheiten, Ressourcen im Überfluss)... was würde passieren? Ich weiß, dass ich dann zu neuen Zielen hinarbeiten würde - Erkunden von Raum und Zeit usw. Ich denke es würde einfach andere Ziele geben. So sind wir eben mit uns selbst beschäftigt statt gemeinsam die Grenzen zu durchbrechen ^^.

    dS.

  11. Re: Arbeitslosigkeit ist Fortschritt

    Autor: benji83 01.03.12 - 10:04

    Guter Text!
    Passt irgendwie das ich mir gestern Brave New World/Schöne neue Welt bei Amazon geordet hatte - genau das wäre ja neben Militärdiktatur (zum Aufrechterhalten des jetzigen Systems um jeden Preis) und Richtung Star Trek der dritte Weg (imho der der momentan gegangen wird).

    Ich hoffe inbrünstig(!) das in den nächsten 10-20 Jahren das BGE durchkommt, ansonsten könnte die Lage ziemlich hässlich werden.

    >gesetzt dem Fall die reale Welt wäre wirklich so wie sie in der Matrix gezeichnet wird [...] - warum sollte es mich stören? Wenn ich in der Matrix alles haben könnte, was ich zum Leben brauche, und ich subjektiv gesehen damit glücklicher bin als wenn ich vor den Trümmern der Wahrheit stehe - warum sollte ich die Wahrheit wissen wollen?
    Du siehst es also so wie Cypher mit seinem Steak? Was wollte er noch von den Agenten für seinen Verrat? Zurück in die Matrix, aber sein Gedächtnis sollte gelöscht werden - und da liegt der Punkt. Wäre es in der Matrix immer noch so schön wenn du dort wüsstest das es nicht echt ist und in Wirklichkeit dein inneres verkümmert und du blass auf einer Bare liegst, mit Schläuchen ernährt und in einer Industrie missbraucht?

    >ich glaube, dass in solch einer Situation THEORETISCH Gier und Neid verschwinden müssten.. werden sie aber nicht, [...]
    Beides gewagte Schlussfolgerungen ;) - Fakt ist es wäre nicht mehr für ein würdiges Überleben zwingend notwendig Gierig und Neidisch zu sein. Ob sich das dann 1-2 Generationen später irgendwie Evolutionstechnisch & Gesamtgesellschaftlich auswirken würde oder nicht kann sicherlich niemand mit Sicherheit sagen.

    > denn der Mensch ist einfach so wie er ist: gierig, neidisch und ein kooperatives Wesen. Der Mensch vergleicht sich gerne mit anderen, er gibt gerne an (ja - nicht alle, aber die meisten) - ob nun im echten Leben oder in der virtuellen Welt.
    Ich glaube das ist ein kulturelles Ding. Gier und Neid sind sicherlich überall irgendwie vorhanden aber so extrem wie in der EU (bzw deren Industrienationen) und den USA eher selten.

    PS: Nur damit ich weiß ob ich zuerst Huxley oder R. Ann Wilson/Shea lese, taugt diese "Dreißig Jahre danach" Fortsetzung von Brave New World?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Cloud Platform Engineer / DevOps (m/f/d)
    PTV Group, Karlsruhe
  2. Service Manager Windows Serversysteme (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Dresden, Ingolstadt, Leinfelden-Echterdingen
  3. Principal Data Engineer (m/f/d)
    über experteer GmbH, München
  4. Mitarbeiter (m/w/d) für den IT First Level Support
    Diakonie Hasenbergl e.V., München

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Soulcalibur 6 Deluxe Edition für 11,75€, Tales of Berseria für 6,99€, Assassin's Creed...
  2. 39,49€
  3. 18,49€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de