1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Homeoffice: Liebe Firmen, lasst uns…

Heimarbeit und nicht Homeoffice?

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: nohoschi 11.08.20 - 15:11

    Rufen wir uns mal ins Gedächtnis, dass der große Teil der Leute reale Arbeit verichtet. Es sind Anlagenbauer, Monteure, Krankenschwestern, Mechaniker, Monteure, Piloten, Friseuere - die wollen und können aus Prinzip keine Heimarbeit nutzen. Als nächste schlägt noch jemand Heimarbeit für Kitas vor. Das geht nicht und nennt sich Tagesmutter oder Tagesvater.


    Zum Wort Homeoffice, es gibt schon viel länger ein deutsches Wort. Welches besser passt, Heimarbeit. Es ist nämlich Arbeit und kein Office. Das Wort Homeoffice suggeriert ein Privleg, dass es so nicht ist. Während Heimarbeit ein prekäres Arbeitsverhältnis suggeriert. Das ist so auch nicht richtig. Das kritiklose Hurrageschrei ist mir dann aber deutlich zu viel. Erstens ist jeder Mensch vollkommen anders und jede zu Hause vollkommen anders und jede Arbeit vollkommen anders.

    Oft genug existieren keine separaten Arbeitsräume zu Hause und müssen durch den Arbeitnehmer finanziert werden, Steuererleichterung entlasten da etwa so viel wie das Kilometergeld - praktisch nicht. Wer zahlt den die Heizung oder Klima? Oder die Miete? Wer den Schreibtisch und den Bürostuhl? Internetanschluss schenke ich mal dem Arbeitgeber dank Flatrate, ich darf ja auch im Büro ins Internet. Und ich habe mir persönlich ein Büro geleistet mit ordentlichem Schreibtisch. Kostet mich aber auch mehr von meinem verdienten Geld.

    Ohne separaten Arbeitsraum endet man am Küchentisch und das ist die Hölle. Ohne vernünftiges Licht, ohne vernünftigen Sitzgelegenheit und Arbeitswerkzeug. Als extra Herausforderung wartet dann der nervige Hund der Nachbarn der ständig bellt oder die eigenen Kinder. Im Büro hat man sowas auch, nervige Kollegen ;)

    Was überhaupt nicht funktioniert? Einarbeitung neuer Kollegen! Zusammenarbeit und Besprechungen sind weniger effizient, den meisten dürfte aufgefallen sein - das man anderen Gesprächspartner in Videokonferenzen weitaus schwerer Folgen kann als im persönlichen Kontakt. Oft fehlt es auch an Kommunikationsdisziplin, die man im Büro schon gelernt hat. Da kann man viel verlieren und manches verbessern. Hier helfen gute Werkzeug, mehr noch aber gute eintrainierte Abläufe und Disziplin.

    Manch ein Mensch arbeitet im Büro deutlich besser. Viele brauchen eine strikte Trennung zwischen Arbeit und Berufsleben, es ist schon schlimm genug wenn man Nachts über ein Problem in der Arbeit grübelt. Andere finden es toll niemand mehr aus der Arbeit zu sehen, weil sie sowieso ihre Kollegen nicht leiden können. Andere freuen sich, über die eingesparte Fahrzeit und das mehr an Freiheit in der Arbeitsgestaltung.

    Für mich persönlich (komplett subjektiv) sind zwei Tage Homeoffice in zwei Wochen sind ein gutes Maß. Bei mehr droht mir schnell der Hüttenkoller, wenn das auch noch mit Ausgangssperre verstärkt wird. Bei weniger, wird es schwierig einige Dinge überhaupt noch hinzubekommen. Davon profitieren also beide Seiten! Manchmal brauche ich auch die komplette Abschottung für 120% Homeoffice Leistung, dann wird der Chat geschlossen, Evolution auch, Webbrowser besser auch noch und dann volle Lotte Arbeit.


    PS: Nach sechs Wochen Homeoffice hat vor allem eine Firma profitiert - Nestle. Mein heimisches Kaffeesystem ist Nespresso und für Wochenendbetrieb ausgelegt, nicht für permanent Serienproduktion.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.08.20 15:13 durch nohoschi.

  2. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: OutOfCoffee 11.08.20 - 15:29

    Kann dem zustimmen. Nicht nur der Küchentisch ist die Hölle. Wenn man noch kleine Kinder im Haus hat und kein lärmgeschütztes Arbeitszimmer, ist man schnell am durchdrehen. Aber selbst dann wird man ständig von den Kindern und Frau gestört (Papa ist ja zu Hause und sitzt eh nur vorm Computer).

  3. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: Mampfradler 11.08.20 - 15:37

    Habt ihr eure Kinder echt so wenig unter Kontrolle? Muss ja schlimm sein wenn die mal folgen müssen.

  4. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: OutOfCoffee 11.08.20 - 15:41

    Mampfradler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Habt ihr eure Kinder echt so wenig unter Kontrolle? Muss ja schlimm sein
    > wenn die mal folgen müssen.

    Bei einem Alter von 2 und 3 Jahren ist noch nicht viel mit folgen. Geschweige den verstehen was es heist das Papa arbeiten muss. Die sehen nur das Papa da ist und wollen Ihre Aufmerksamkeit.

  5. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: DerFux 11.08.20 - 15:50

    +1 (gut geschrieben und zusammengefasst)

  6. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: aLpenbog 11.08.20 - 16:05

    OutOfCoffee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei einem Alter von 2 und 3 Jahren ist noch nicht viel mit folgen.
    > Geschweige den verstehen was es heist das Papa arbeiten muss. Die sehen nur
    > das Papa da ist und wollen Ihre Aufmerksamkeit.

    Das ist nicht unbedingt nur ein Problem des Alters. Das kenne ich z.B. noch so als ich ins Berufsleben bin und noch im Hotel Mama gewohnt habe. Dass man da am Telefon nen Kunden dran hat, bei dem gerade alles steht und wo 50 Leute die Hände in den Taschen haben, hat da einfach keine so hohe Priorität, wie dass der Müll rauskommt oder der Hund nun vor die Tür geht, anstatt in 10-20 Minuten und meine Frau Mutter war keine 2 oder 3.

    Man ist eben physisch da, da schieben Leute mal eben was ein. Selbst wenn es nur Sekunden oder wenige Minuten sind, reißt es einen ggf. raus und verringert die Produktivität massiv. Die eigenen Probleme und Anliegen sind nun einmal immer die Wichtigsten und andere möchte oder kann man eben nicht verstehen.

  7. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: berritorre 11.08.20 - 16:09

    Dass "Homeoffice", "Heimarbeit" oder "Arbeiten von zu Hause", wie auch immer du das nennen willst nicht für jeden und für jede Situation richtig ist, dürfte jedem klar sein.

    Ich habe auch noch kein Unternehmen gesehen, dass seine Leute zu "Homeoffice" zwingt (es sei denn durch die besondere Situation im Moment). Was ich bisher gesehen haben, war dass die Leute darum "kämpfen" mussten 1-2 Tage von zu Hause arbeiten zu dürfen. Und das dürfte jetzt nicht mehr so schwierig sein. Ich glaube nicht, dass die Firmen jetzt plötzlich sagen: "Wir schliessen unsere Büros, ab jetzt wird von zu Hause gearbeitet." Ich gehe davon aus, dass das rechtlich erstmal gar nicht möglich wäre, auf Basis der Arbeitsverträge.

    Ich denke auch, dass arbeiten im Büro wichtig ist, um die sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten, sich kurzfristig und einfach auszutauschen, etc. Aber 1-2 Tage in der Woche von zu Hause arbeiten ist für viele sicher eine interessante Alternative. Man spart sich die Fahrt ins Büro (was manchmal nicht ganz unerheblich ist), etc.

    Sicher gibt es zu Hause auch viele Ablenkungen. Ist ja aber nicht so, dass im Büro immer 100% effektiv gearbeitet wird. Da wird die Kaffeepause etwas länger, weil man hier und da mit jemandem quatscht. Es gibt immer den einen oder anderen in der Firma der offensichtlich nichts zu tun hat und nur durch die Gegend wandert und Leute mit seinem Gequatsche beglückt, etc. Ausserdem gibt es in einigen Firmen einfach viel zu viele Meetings, die dann auch wesentlich mehr Vorlauf brauchen. Du musst von deinem Platz in den Meetingraum, dann ist der schon besetzt und man muss was anderes suchen, weil die Truppe die ihn nicht gebucht hat, sich schon häuslich niedergelassen hat, manchmal den Computer abstecken, mitnehmen, etc. Ist nicht die Welt, aber es geht immer Zeit verloren.

    Thema Kinder: Ja, die lieben Kleinen können durchaus ein Problem sein, wenn es um Konzetration geht. Aber ab einem gewissen Alter sind die durchaus in der Lage zu verstehen, dass man Mama oder Papa jetzt mal ein paar Stunden nicht stören darf. Geht natürlich nur, wenn man ein getrenntes Arbeitszimmer hat. Sonst wird es schwierig.

    Und nein, der Anlagenbauer, Monteure, Krankenschwestern, Mechaniker, Monteure, Piloten, Friseure, Busfahrer, Strassenkehrer, Bäcker, Metzger, Automechaniker und viele, viele andere können ihren Job eben nicht von zu Hause machen. Na und? Muss ich jetzt auch einen Helm aufsetzen im Büro, nur weil die Leute auf dem Bau eben nicht ohne Helm arbeiten dürfen?

    Ja, manche Berufe werden auch weiterhin zu 100% an einem festen Arbeitsplatz ausgeübt werden müssen. Das heisst aber doch nicht, dass andere, bei denen das Arbeiten von zu Hause möglich und gewollt ist es nicht machen können/dürfen?

    Ich denke, wo möglich, sollte es den Mitarbeitern freigestellt werden, 1-2 Tage in der Woche von zu Hause zu arbeiten. Wer das nicht will, kann ja weiterhin ins Büro kommen. Und wenn die Arbeitsleistung an den Homeoffice-Tagen einbricht, dann ist man halt nicht dafür geeignet und muss wieder zurück ins Büro.

  8. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: OutOfCoffee 11.08.20 - 16:17

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > OutOfCoffee schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bei einem Alter von 2 und 3 Jahren ist noch nicht viel mit folgen.
    > > Geschweige den verstehen was es heist das Papa arbeiten muss. Die sehen
    > nur
    > > das Papa da ist und wollen Ihre Aufmerksamkeit.
    >
    > Das ist nicht unbedingt nur ein Problem des Alters. Das kenne ich z.B. noch
    > so als ich ins Berufsleben bin und noch im Hotel Mama gewohnt habe. Dass
    > man da am Telefon nen Kunden dran hat, bei dem gerade alles steht und wo 50
    > Leute die Hände in den Taschen haben, hat da einfach keine so hohe
    > Priorität, wie dass der Müll rauskommt oder der Hund nun vor die Tür geht,
    > anstatt in 10-20 Minuten und meine Frau Mutter war keine 2 oder 3.
    >
    > Man ist eben physisch da, da schieben Leute mal eben was ein. Selbst wenn
    > es nur Sekunden oder wenige Minuten sind, reißt es einen ggf. raus und
    > verringert die Produktivität massiv. Die eigenen Probleme und Anliegen sind
    > nun einmal immer die Wichtigsten und andere möchte oder kann man eben nicht
    > verstehen.

    Jep, so ist das neben den Kindern mit meiner Frau. Der Mann ist ja da und kann doch dann mal schnell zum Einkaufen oder den Müll raus bringen, oder, oder,... und das kann nicht warten, das muss jetzt sein. Wenn ich nicht zu Hause währe, müsste Sie das auch selbst machen. Man wird ständig unterbrochen. Und braucht dann erstmal wieder um in die Arbeit / Flow (falls man überhaut rein kommt) rein zu kommen. Für die sitzt / spielt man nur am Computer. Das man eigentlich versucht sich zu konzentrieren, ist kein Verständniß da, insbesondere wenn man keinen Bezug dazu hat was Softwareentwicklung ist. Das ist ja schon in der Arbeit / im Office nervig genug, wenn der Arbeitstag von ständigen Meetings unterbrochen wird und man das Gefühl hat den ganzen Tag nichts geschaft zu haben.

  9. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: OutOfCoffee 11.08.20 - 16:27

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass "Homeoffice", "Heimarbeit" oder "Arbeiten von zu Hause", wie auch
    > immer du das nennen willst nicht für jeden und für jede Situation richtig
    > ist, dürfte jedem klar sein.
    >
    > Ich habe auch noch kein Unternehmen gesehen, dass seine Leute zu
    > "Homeoffice" zwingt (es sei denn durch die besondere Situation im Moment).
    > Was ich bisher gesehen haben, war dass die Leute darum "kämpfen" mussten
    > 1-2 Tage von zu Hause arbeiten zu dürfen. Und das dürfte jetzt nicht mehr
    > so schwierig sein. Ich glaube nicht, dass die Firmen jetzt plötzlich sagen:
    > "Wir schliessen unsere Büros, ab jetzt wird von zu Hause gearbeitet." Ich
    > gehe davon aus, dass das rechtlich erstmal gar nicht möglich wäre, auf
    > Basis der Arbeitsverträge.
    >
    > Ich denke auch, dass arbeiten im Büro wichtig ist, um die sozialen Kontakte
    > aufrecht zu erhalten, sich kurzfristig und einfach auszutauschen, etc. Aber
    > 1-2 Tage in der Woche von zu Hause arbeiten ist für viele sicher eine
    > interessante Alternative. Man spart sich die Fahrt ins Büro (was manchmal
    > nicht ganz unerheblich ist), etc.
    >
    > Sicher gibt es zu Hause auch viele Ablenkungen. Ist ja aber nicht so, dass
    > im Büro immer 100% effektiv gearbeitet wird. Da wird die Kaffeepause etwas
    > länger, weil man hier und da mit jemandem quatscht. Es gibt immer den einen
    > oder anderen in der Firma der offensichtlich nichts zu tun hat und nur
    > durch die Gegend wandert und Leute mit seinem Gequatsche beglückt, etc.
    > Ausserdem gibt es in einigen Firmen einfach viel zu viele Meetings, die
    > dann auch wesentlich mehr Vorlauf brauchen. Du musst von deinem Platz in
    > den Meetingraum, dann ist der schon besetzt und man muss was anderes
    > suchen, weil die Truppe die ihn nicht gebucht hat, sich schon häuslich
    > niedergelassen hat, manchmal den Computer abstecken, mitnehmen, etc. Ist
    > nicht die Welt, aber es geht immer Zeit verloren.
    >
    > Thema Kinder: Ja, die lieben Kleinen können durchaus ein Problem sein, wenn
    > es um Konzetration geht. Aber ab einem gewissen Alter sind die durchaus in
    > der Lage zu verstehen, dass man Mama oder Papa jetzt mal ein paar Stunden
    > nicht stören darf. Geht natürlich nur, wenn man ein getrenntes
    > Arbeitszimmer hat. Sonst wird es schwierig.
    >
    > Und nein, der Anlagenbauer, Monteure, Krankenschwestern, Mechaniker,
    > Monteure, Piloten, Friseure, Busfahrer, Strassenkehrer, Bäcker, Metzger,
    > Automechaniker und viele, viele andere können ihren Job eben nicht von zu
    > Hause machen. Na und? Muss ich jetzt auch einen Helm aufsetzen im Büro, nur
    > weil die Leute auf dem Bau eben nicht ohne Helm arbeiten dürfen?
    >
    > Ja, manche Berufe werden auch weiterhin zu 100% an einem festen
    > Arbeitsplatz ausgeübt werden müssen. Das heisst aber doch nicht, dass
    > andere, bei denen das Arbeiten von zu Hause möglich und gewollt ist es
    > nicht machen können/dürfen?
    >
    > Ich denke, wo möglich, sollte es den Mitarbeitern freigestellt werden, 1-2
    > Tage in der Woche von zu Hause zu arbeiten. Wer das nicht will, kann ja
    > weiterhin ins Büro kommen. Und wenn die Arbeitsleistung an den
    > Homeoffice-Tagen einbricht, dann ist man halt nicht dafür geeignet und muss
    > wieder zurück ins Büro.

    Es geht ja nicht darum das Arbeiten von zu Hause zu verbieten. Wie Du schon sagtest, man muss die Wahl haben. Es geht nur darum, das in manchen Artikeln die Heimarbeit als Heilsbringend angepriesen wird und wie schön das doch ist. Je nach Situation hat es Vorteile und Nachteile. Man muss beide Seiten sehen. Wenn man als Arbeitnehmer die Wahl hat wo man gerade Arbeitet ist das natürlich ideal, wenn der Arbeitgeber das ermöglicht. Ich arbeite auch gern von zu Hause, aber nur wenn alle anderen aus dem Haus sind (Kinder in der Kita, Frau auch auf der Arbeit).

  10. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: Hallonator 11.08.20 - 17:42

    nohoschi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Rufen wir uns mal ins Gedächtnis, dass der große Teil der Leute reale
    > Arbeit verichtet. Es sind Anlagenbauer, Monteure, Krankenschwestern,
    > Mechaniker, Monteure, Piloten, Friseuere - die wollen und können aus
    > Prinzip keine Heimarbeit nutzen. Als nächste schlägt noch jemand Heimarbeit
    > für Kitas vor. Das geht nicht und nennt sich Tagesmutter oder Tagesvater.
    >
    > Zum Wort Homeoffice, es gibt schon viel länger ein deutsches Wort. Welches
    > besser passt, Heimarbeit.

    Ich finde eigentlich, dass HomeOffice gut passt. Office heißt schließlich "Büro". Die oben aufgeführten Berufe, die kein Homeoffice machen können, sind keine "Büro"-berufe. Daher können sie auch kein Homeoffice machen, weil es halt darum geht, Büromenschen nach Hause zu schicken.

  11. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: Hotohori 11.08.20 - 18:42

    OutOfCoffee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht ja nicht darum das Arbeiten von zu Hause zu verbieten. Wie Du schon
    > sagtest, man muss die Wahl haben. Es geht nur darum, das in manchen
    > Artikeln die Heimarbeit als Heilsbringend angepriesen wird und wie schön
    > das doch ist. Je nach Situation hat es Vorteile und Nachteile. Man muss
    > beide Seiten sehen. Wenn man als Arbeitnehmer die Wahl hat wo man gerade
    > Arbeitet ist das natürlich ideal, wenn der Arbeitgeber das ermöglicht. Ich
    > arbeite auch gern von zu Hause, aber nur wenn alle anderen aus dem Haus
    > sind (Kinder in der Kita, Frau auch auf der Arbeit).

    Ich denke wenn Home Office normal wäre, würde es deine Frau vielleicht auch besser verstehen und Rücksicht nehmen, so war es ja eher für sie ungewohnt, dass du zu Hause arbeitest. Bei den Kindern kann man halt in dem Alter wenig machen, klar. Corona brachte Home Office halt auch für viele wohl zu plötzlich als das sich alle wirklich darauf einstellen konnten.

    Es ist bei uns in Deutschland wohl einfach noch nicht in den Köpfen der Menschen angekommen, was Home Office ist und bedeutet. Könnte aber alles besser funktionieren, wenn es mal normaler geworden ist, auch mit Frau zu Hause.

  12. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: richtchri 11.08.20 - 19:35

    Möchte meinen, dass es da laut Gesetz sehr wohl auf den Wortlaut ankommt. Falls ich mich richtig erinnere, ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet für angemessene Ausstattung zu sorgen, sofern der MA Home Office per Vertrag in Anspruch nimmt. Bei einem alten Arbeitgeber kam dann ein pfiffiger Rechtsverdreher auf den Begriff Telearbeit, wofür ein zusätzlicher Vertrag aufgesetzt wurde. Ist aber auch schon gute 5 Jahre her.

  13. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: Faksimile 11.08.20 - 21:04

    Kann bei älteren Kids auch sein, wenn die den Computer nur zur Unterhaltung kennen ...

  14. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: Faksimile 11.08.20 - 21:07

    Insbesondere dann, wenn die "Hausfrau" zwischendurch auch mal den Schwatz mit der Nachbarin hält. Kann ja alles nicht so dringend sein.

  15. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: Faksimile 11.08.20 - 21:14

    Das muss nicht mal etwas mit SW-Entwicklung zu tun haben. Jede Arbeit, die ein Eindenken in Prozesse, also ein gewisses Level an Abstraktionsvermögen erfordert ist hiervon betroffen. Das betrifft grundsätzlich auch alles, was mit Qualitätsmanagement zu tun hat. Support in jeglicher Form sowie Kundenbeschwerden oder Unklarheiten und Sonderfälle basierend auf dem eigentlichen Vorwärtsprozess des Unternehmens. Und die Steuerumstellung aus der Corona Förderung hat ein übriges getan.

  16. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: OutOfCoffee 11.08.20 - 22:04

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das muss nicht mal etwas mit SW-Entwicklung zu tun haben. Jede Arbeit, die
    > ein Eindenken in Prozesse, also ein gewisses Level an Abstraktionsvermögen
    > erfordert ist hiervon betroffen. Das betrifft grundsätzlich auch alles, was
    > mit Qualitätsmanagement zu tun hat. Support in jeglicher Form sowie
    > Kundenbeschwerden oder Unklarheiten und Sonderfälle basierend auf dem
    > eigentlichen Vorwärtsprozess des Unternehmens. Und die Steuerumstellung aus
    > der Corona Förderung hat ein übriges getan.

    War jetzt speziell auf mich bezogen, wird aber wohl jeder ein Problem haben, der halbwegs konzentriert arbeiten muss.

  17. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: crazypsycho 12.08.20 - 07:34

    richtchri schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Möchte meinen, dass es da laut Gesetz sehr wohl auf den Wortlaut ankommt.
    > Falls ich mich richtig erinnere, ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet für
    > angemessene Ausstattung zu sorgen, sofern der MA Home Office per Vertrag in
    > Anspruch nimmt.

    Nicht ganz. Wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ein Büro in der Firma bereitstellt und Home-Office freiwillig ist, so muss der Arbeitgeber gar nichts für Zuhause stellen.
    Nur wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer ins Home-Office beordert, muss er für die Ausstattung sorgen.

  18. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: crazypsycho 12.08.20 - 07:35

    nohoschi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PS: Nach sechs Wochen Homeoffice hat vor allem eine Firma profitiert -
    > Nestle. Mein heimisches Kaffeesystem ist Nespresso und für Wochenendbetrieb
    > ausgelegt, nicht für permanent Serienproduktion.

    In dem Fall hätte ich mir aber eine Filtermachine gekauft. Je nachdem wieviel Kaffee man trinkt, hat man die Kosten für die Machine schnell wieder raus.

  19. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: OutOfCoffee 12.08.20 - 09:36

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > richtchri schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Möchte meinen, dass es da laut Gesetz sehr wohl auf den Wortlaut
    > ankommt.
    > > Falls ich mich richtig erinnere, ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet
    > für
    > > angemessene Ausstattung zu sorgen, sofern der MA Home Office per Vertrag
    > in
    > > Anspruch nimmt.
    >
    > Nicht ganz. Wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ein Büro in der Firma
    > bereitstellt und Home-Office freiwillig ist, so muss der Arbeitgeber gar
    > nichts für Zuhause stellen.
    > Nur wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer ins Home-Office beordert, muss er
    > für die Ausstattung sorgen.

    Das ist das Problem an dem Model aktuell. Bei mir ist es so, das ich eigentlich einen Büroarbeitsplatz vom Arbeitgeber habe, ich aber theoretisch auch 100% der Arbeit von zu Hause machen könnte. Unter normalen Umständen sind vom Arbeitgeber zugelassen, das man 40% der Arbeitszeit auch von zu Hause machen kann, wenn man möchte. Aktuell in der Sondersituation auch 100%. Können aber auch ins Büro kommen wenn nötig. Gewünscht ist jedoch, das wir bevorzugt von zu Hause Arbeiten sollen.
    Für den heimischen Arbeitsplatz wird jedoch nichts gestellt (man hat ja einen Laptop und Firmenhandy mit dem man flexibel den Ort ändern kann). Von der Steuer läßt sich der heimische Arbeitsplatz auch nicht absetzen (man hat ja vom Arbeitgeber einen gestellten Arbeitsplatz). Heist zu Hause nutze ich meine privaten Bildschirme / Drucker / Internetanschluss / Wohnfläche / Wasser / Strom /... für berufliche Zwecke.

  20. Re: Heimarbeit und nicht Homeoffice?

    Autor: aLpenbog 12.08.20 - 10:28

    Mich wundert, dass das alles immer so ein großes Thema ist. Erst einmal würde ich denken, dass ITler so gut wie alle einen vernünftig eingerichteten PC Arbeitsplatz Zuhause haben. Sehr oft sogar besser ausgestattet als auf der Arbeit.

    Zum anderen ist es ja nicht so als gehen die Geräte durch die berufliche Nutzung morgen kaputt. Die meisten PC Komponenten als auch Zubehör wie Monitore und co. werden doch eher auch im beruflichen Kontext ausgewechselt, weil sie veraltet sind, nicht weil sie durch exzessive Nutzung defekt wären.

    Da wandern die alten 17 oder 19 Zoll TFT Monitore zum Zweit- oder Drittbildschirm umfunktioniert, bis sie irgendwann ganz ersetzt werden. Die Flat fürs Internet zahlt man eh und wer einen PC Platz hat, der hat diesen und den Wohnraum auch so oder so. Weiß nicht ob es da vielen anders geht im IT-Bereich.

    Und ganz ehrlich, auch wenn der Strom minimal hoch geht, zumindest ich bin bereit diese paar Euro zu blechen, bei den meisten wird der Arbeitsweg wohl mehr Geld verschlingen. Mal davon ab dass ich Homeoffice eben auch unendlich angenehmer finde. Während um die paar Euro Strom diskutiert wird, würde ich gar für eine Homeoffice Möglichkeit zahlen bzw. mich mit einen geringeren Gehalt zufriedengeben. Zumindest für mich ist Lebensqualität deutlich wichtiger als 4-5 Euro mehr Strom im Monat.

    Aber ja, bin auch Ledig und habe Zuhause eine ruhige Umgebung. Ideal wäre wohl eine Kombination, quasi 2-3 Tage Büro, Rest Homeoffice.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. h.a.l.m. elektronik gmbh, Frankfurt am Main
  2. Campact über Talents4Good GmbH, Remote deutschlandweit
  3. Schaeffler Automotive Buehl GmbH & Co. KG, Bühl
  4. ACP IT Solutions AG Nord, Hamburg

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,49€
  2. (u. a. Struggling für 8,99€, Jurassic World Evolution für 11,25€, Jurassic World Evolution...
  3. 5,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Vivo X51 im Test: Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera
Vivo X51 im Test
Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera

Das Vivo X51 hat eine gute Kamera mit starker Bildstabilisierung und eine vorbildlich zurückhaltende Android-Oberfläche. Der Startpreis in Deutschland könnte aber eine Herausforderung für den Hersteller sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Software-Entwicklung Google veröffentlicht Android Studio 4.1
  2. Jetpack Compose Android bekommt neues UI-Framework
  3. Google Android bekommt lokale Sharing-Funktion

Big Blue Button: Das große blaue Sicherheitsrisiko
Big Blue Button
Das große blaue Sicherheitsrisiko

Kritische Sicherheitslücken, die Golem.de dem Entwickler der Videochat-Software Big Blue Button meldete, sind erst nach Monaten geschlossen worden.
Eine Recherche von Hanno Böck


    The Secret of Monkey Island: Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!
    The Secret of Monkey Island
    "Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!"

    Das wunderbare The Secret of Monkey Island feiert seinen 30. Geburtstag. Golem.de hat einen neuen Durchgang gewagt - und wüst geschimpft.
    Von Benedikt Plass-Fleßenkämper


      1. Schifffahrt: P&O lässt Kanalfähren mit Hybridantrieb bauen
        Schifffahrt
        P&O lässt Kanalfähren mit Hybridantrieb bauen

        Durch den Hybridantrieb sowie ihre Bauweise sollen die Schiffe deutlich weniger Treibstoff verbrauchen als konventionelle, wenn sie 2023 ihren regulären Betrieb aufnehmen.

      2. Amazon: Alexa-App für Windows 10 erhält Anruffunktionen
        Amazon
        Alexa-App für Windows 10 erhält Anruffunktionen

        Für Windows 10 gibt es bei der Alexa-App fast so viel Komfort wie auf Android und iOS.

      3. CPU: ME-Hacker knacken Intel-Microcode-Updates
        CPU
        ME-Hacker knacken Intel-Microcode-Updates

        Sicherheitsforscher können die Microcode-Updates für Intel-CPUs entschlüsseln und untersuchen. Eine Übernahme ist damit noch nicht möglich.


      1. 11:38

      2. 11:26

      3. 10:51

      4. 10:04

      5. 08:47

      6. 08:21

      7. 08:15

      8. 08:01