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Homeoffice kann Kontakt nicht ersetzen

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  1. Homeoffice kann Kontakt nicht ersetzen

    Autor: PerilOS 30.03.20 - 14:13

    Jeder 0815 Arbeitspsychologe schlägt jetzt seine Hände über dem Kopf zusammen.
    Nicht nur ist es über lange Zeit nicht ratsam, sonder führt Menschen auch in die Isolation. Dazu kommt, dass der Großteil unserer Kommunikation non-verbal ist, was ein Telefonat/Text/Video nicht ersetzen kann.

    Ein Betrieb der seinen Mitarbeitern kein vernünftiges Arbeitsumfeld bereitstellen kann, ist ein inkompetenter Betrieb. Bis auf ein paar Egozentriker, ist damit keinem geholfen.

    Oh und "Homeoffice" ist in Deutschland im physikalischen Sinn gedacht. Ihr braucht dafür einen dedizierten Raum, den der Arbeitgeber einrichten muss. Dazu muss dieser Raum den Arbeitsrichtlinen entsprechen.

    Nur weil es gerade "trendy" ist und massiv Kosten gespart wird auf Kosten des Personals, ist das nicht erstrebenswert. Homeoffice ist etwas, was man als Option haben sollte. Aber nicht permanent. Wir leben in keiner schwachsinnigen Gig-Economy, auch wenn der ein oder andere Scheinselbsständige das gerne hätte.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 30.03.20 14:21 durch PerilOS.

  2. Re: Homeoffice kann Kontakt nicht ersetzen

    Autor: aLpenbog 30.03.20 - 14:47

    Nun das Ganze gibt es aber auch anders herum. Wir haben die extrovertierten Rudeltiere, die Kontakte gerade zu brauchen und sonst eingehen. Wir haben aber auch genauso introvertierte Leute, welche der Büroalltag oft auch ziemlich auslaugt.

    Das Telefon klingt alle paar Minuten, auch wenn es nicht das Eigene ist. Der nächste Kollege schreit gerade zu ins Telefon oder telefoniert immer mit der Freisprechfunktion. Wenn man in der Nähe ist, dann ist der Kollege auch eher dazu geneigt zu fragen, ob man mal wo mit rüber guckt usw. Das ist hier und da sinnig, kann aber bei entsprechender Verfügbarkeit auch Extreme annehmen. Bis man selbst quasi kaum noch was in Ruhe hinkriegt, mal davon ab, dass der entsprechende Kontextswitch natürlich auch immer Zeit und mentale Power verbraucht. Der eine will es kalt, der andere will es warm und der andere möchte jeden Tag Fisch essen.

    Homeoffice in Sinne der Möglichkeit von Zuhause zu arbeiten würde ich sehr schätzen bei uns. Alleine schon, weil es den Alltag und das Wochenende deutlich entschleunigt. Es gibt einfach Situationen, wo man anwesend sein muss, auch wenn es keine Aufmerksamkeit erfordert. Das Essen im Ofen, dass da 90 Minuten verbleiben kann oder auf dem Herd, die Waschmaschine, der Hausmeister der irgendwann zwischen 8 und 17 Uhr den Brandmelder prüfen möchte etc. pp.

    Was Homeoffice im physikalischen Sinne angeht, das ist hier ja nur relevant, wenn man das von der Steuer absetzen möchte. Einen brauchbaren Arbeitsplatz einzurichten sollte für die meisten kein Problem sein und ich denke sehr viele ITler haben Zuhause auch einen solchen, der nicht selten besser eingerichtet ist, als der im Büro.

    Homeoffice als Ersatz und dafür dann keine Fläche mehr anbieten sehe ich aber auch nicht als Alternative. Und klar ist für einige Sachen die Kommunikation wichtig. Daher sollte es weder das eine Extrem sein, noch das andere, sondern meiner Meinung nach das Beste aus beiden Welten ala 3 Tage in die Firma, 2 Tage Zuhause.

    Mal davon ab gibt es natürlich in Büros auch häufig sinnlose Meetings oder Leute, die dann in Meetings Sachen anfangen, wo der Rest zuschaut und nur Zeit verbrannt wird. Anwesenheit kann auch mal ganz sinnlos sein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.03.20 14:49 durch aLpenbog.

  3. Re: Homeoffice kann Kontakt nicht ersetzen

    Autor: JaKno 30.03.20 - 15:04

    Ich habe mehrere Jahre zu 80% im HomeOffice gearbeitet und seit einem halben Jahr wieder nur im Büro. Das Beste am Office ist eindeutig die Trennung Arbeit - Privatleben. Bin seit 2 Wochen zwangsweise im HomeOffice, aber ich freue mich schon wieder auf den Arbeitsplatz im Büro.

  4. Re: Homeoffice kann Kontakt nicht ersetzen

    Autor: Kleba 31.03.20 - 09:36

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeder 0815 Arbeitspsychologe schlägt jetzt seine Hände über dem Kopf
    > zusammen.
    > Nicht nur ist es über lange Zeit nicht ratsam, sonder führt Menschen auch
    > in die Isolation. Dazu kommt, dass der Großteil unserer Kommunikation
    > non-verbal ist, was ein Telefonat/Text/Video nicht ersetzen kann.

    Ist das so? Ich arbeite jetzt seit bald 4 Jahren praktisch ausschließlich im Home Office (ab und zu fahre ich zum Kunden, aber ist nun auch nicht so oft) - wie auch viele meiner Kollegen - und wir kommen super damit klar.
    Kommunikation findet meistens über Videocall statt, so dass man die Kollegen auch richtig "sieht" und nicht nur mit ihnen spricht. 2 - 4x im Jahr treffen wir uns irgendwo gemeinsam und verbringen etwas Zeit "physisch" zusammen. 1 - 2x die Woche (nicht verpflichtend) machen wir einen gemeinsamen Video-Call bei einem Bierchen/Wein und sprechen einfach über dies und das - halt nur nicht die Arbeit.

    > Ein Betrieb der seinen Mitarbeitern kein vernünftiges Arbeitsumfeld
    > bereitstellen kann, ist ein inkompetenter Betrieb. Bis auf ein paar
    > Egozentriker, ist damit keinem geholfen.

    Warum? Wieso muss man zwingend an einem anderen Ort für die Arbeit sein? Warum sollte das Arbeitsumfeld im Home Office nicht auch vernünftig sein?

    > Oh und "Homeoffice" ist in Deutschland im physikalischen Sinn gedacht. Ihr
    > braucht dafür einen dedizierten Raum, den der Arbeitgeber einrichten muss.
    > Dazu muss dieser Raum den Arbeitsrichtlinen entsprechen.

    Ich habe einen extra Raum (ok, in dem steht auch mein privater PC, aber es ist trotzdem "nur" ein Arbeitszimmer), habe einen höhenverstellbaren Schreibtisch, einen nach entsprechender DIN-Richtlinie zertifizierten (sehr bequemen) Bürostuhl, 2 separate Monitore am ergonomisch-einstellbaren Schwenkarm, ein gutes Headset für Videokonferenzen, ... was fehlt?

    > Nur weil es gerade "trendy" ist und massiv Kosten gespart wird auf Kosten
    > des Personals, ist das nicht erstrebenswert.

    Für mich ist es irre erstrebenswert. "Früher" habe ich im Monat zwischen 35 und 40h mit Fahrerei zwischen zu Hause und Büro verplempert (dabei waren es "nur" 13km zwischen beidem) - jetzt kann ich mir meine Zeit deutlich sinnvoller einteilen.

    > Homeoffice ist etwas, was man als Option haben sollte.

    Da kann ich zustimmen.

    > Aber nicht permanent.

    Hier nur bedingt (siehe Ausführungen oben).

    > Wir leben in keiner schwachsinnigen Gig-Economy, auch wenn der ein oder andere
    > Scheinselbsständige das gerne hätte.

    Da kann ich wiederum größtenteils zustimmen, wobei ich nicht verstehe, was das mit Home Office zu tun haben soll.

  5. Re: Homeoffice kann Kontakt nicht ersetzen

    Autor: theFiend 31.03.20 - 10:10

    Ausschließlichkeitsdenken führt bei kaum einem Thema zum Ziel, völlig egal bei welchem. Aber angesichts der Tätigkeiten die viele Berufstätige ausüben, angesichts der steigenden Zeit die mit Pendeln verplempert wird, angesichts der damit verbundenen Umweltbelastung, ist es ganz sicher einer der größeren "Vorteile" das jetzt mal Bundesweit das Homeoffice "ausprobiert" wird.

    Und wenn am Ende nur für 1-2 Tage die Woche die Möglichkeit besteht von zuhause aus zu arbeiten, ist schon sehr viel gewonnen.

    Die Frage ab wann dann welche Arbeitsschutzmaßnahmen gelten müssen, kann man dann immer noch diskutieren. Natürlich sollte es beim Heimarbeitsplatz einen Unterschied machen ob da nun 8 oder eben 40h die Woche daran gearbeitet wird. Aber auch das lässt sich, wie so vieles andere, gemeinsam regeln.

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