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Verschiedene Menschen...

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  1. Verschiedene Menschen...

    Autor: Moridin 15.05.19 - 12:47

    ...haben verschiedene Bedürfnisse.

    > Wenn der eigene Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst, nimmt auch die emotionale
    > Bindung an den Arbeitgeber und damit die eigene Motivation ab.

    Bei mir persönlich hat Motivation ausschließlich etwas damit zu tun, ob das Projekt oder die anstehende Aufgabe interessant ist.
    Für Aufgaben, bei denen ich nicht/weniger motiviert bin, sehe ich mein Gehalt als Kompensation und damit als eine Art Motiviation an. Aber Gehalt zahlen kann jeder x-beliebige Arbeitgeber, der ist hier ein absolut austauschbarer Faktor.
    Ein Arbeitgeber, der mit keine interessanten Aufgaben bietet, wird mich unabhängig von allen anderen Faktoren in jedem Fall verlieren.

    Ansonsten sehe ich "emotionale Bindung" zu Arbeitgebern recht kritisch. Oft für sie dazu, dass Wandel behindert wird, weil doch alles so schön ist - warum soll sich etwas ändern? Mit einer emotionalen Bindung einhergehend ist meist eine Abkehr von Rationalität bei wichtigen Entscheidungen. In einem Unternehmen sollte aber grundsätzlich Rationalität der ausschlaggebendste Faktor sein.

    Zum persönlichen Kontakt:
    Gerade bei Diskussionen bevorzuge ich es, diese ohne persönlichen Kontakt zu führen.
    Persönlicher Kontakt bevorzugt extrovertierte und rhetorisch begabte Personen - Überzeugungskraft überlagert mitunter Argumente.
    Zudem bieten asynchron geführte Diskussionen viel mehr Möglichkeiten, Dinge zu verstehen, darzustellen und zu verdeutlichen. Jeder Teilnehmer kann sich viel besseren einen Überblick verschaffen und sich die Zeit nehmen, die er braucht - zur eigenen Meinungsbildung und zur aktivien Argumentation.

    Ansonsten stimme ich dem Artikel zu.
    Wenn man relevant Zusammenarbeitet, sollte man sich zumindest mal getroffen haben oder auch regelmäßig zusammenfinden.

  2. Re: Verschiedene Menschen...

    Autor: schap23 15.05.19 - 13:39

    Wie oft habe ich schon erlebt, daß Diskussionen über Email etc. eskaliert sind. In der Regel wird die emotionale Seite der Nachricht mißverstanden. Auch wenn der Schreiber sachlich recht hat, kann je nach Formulierung, das als hilfreich oder als Angriff verstanden werden. Wenn das alles sich über zahlreiche Emails aufgeschaukelt hat, kann man das nur noch durch ein persönliches Treffen lösen, wo die Beteiligten schnell feststellen das der Andere garnicht "so" ist.

    Soweit ich das Krankheitsbild verstehe, kommt eine Kommunikation ohne persönlichen Kontakt nur Autisten entgegen, die die Gefühle andere Menschen eh nicht lesen können.

  3. Re: Verschiedene Menschen...

    Autor: tschick 15.05.19 - 14:06

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    [...]
    > Soweit ich das Krankheitsbild verstehe, kommt eine Kommunikation ohne
    > persönlichen Kontakt nur Autisten entgegen, die die Gefühle andere Menschen
    > eh nicht lesen können.

    Autisten? Wow.
    Deine offensichtliche Engstirnigkeit mal außer Acht, hat dein Vorposter einen wesentlich wichtigeren Faktor der asynchronen Kommunikation herausgearbeitet: Die Teilnehmer haben für alles mehr Zeit.

  4. Re: Verschiedene Menschen...

    Autor: trinkhorn 15.05.19 - 15:08

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soweit ich das Krankheitsbild verstehe, kommt eine Kommunikation ohne
    > persönlichen Kontakt nur Autisten entgegen, die die Gefühle andere Menschen
    > eh nicht lesen können.

    Naja, und eben Menschen die eine Unterhaltung/Diskussion gern mit Fakten untermauern, ungern unterbrochen werden, nicht angeschrien oder physisch eingeschüchtert werden wollen, usw... Emotionalität hat halt nicht nur positives, zumal sie oft von dominanten Menschen ausgenutzt wird.

  5. Re: Verschiedene Menschen...

    Autor: berritorre 15.05.19 - 20:36

    > nicht angeschrien oder physisch eingeschüchtert werden wollen,

    Au backe, wo arbeitet ihr denn? In einer Firma, in der die Gefahr besteht angeschrien zu werden, würde ich selbst im Home Office nicht arbeiten wollen.

    Ich glaube, wir brauchen einen gesunden Mittelweg. Wenn ich hier manche Kommentare so lese, dann bin ich wirklich überrascht. Denn ich dachte immer, diese Stereotypen über uns Deutsche wären falsch. aber offensichtlich gibt es ihn doch, den emotionslosen Deutschen.

    Ich persönlich halte Emotionen und persönliche Kommunikation für durchaus wichtig.

    Viel meiner Arbeit mit Kunden, aber auch Providern läuft elektronisch ab, d.h per Email oder auch per Whatsapp. Hin und wieder aber kommt der Punkt an dem man einfach auch mal anrufen muss, um gewisse Sachen zu klären.

  6. Re: Verschiedene Menschen...

    Autor: trinkhorn 16.05.19 - 08:28

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > nicht angeschrien oder physisch eingeschüchtert werden wollen,
    >
    > Au backe, wo arbeitet ihr denn? In einer Firma, in der die Gefahr besteht
    > angeschrien zu werden, würde ich selbst im Home Office nicht arbeiten
    > wollen.

    Das ist bei mir zum Glück nicht der Fall, aber ich weiß, dass es solche Kommunikationstypen gibt, die auch im Job mit solchen Mitteln arbeiten, statt mit Argumenten.

  7. Re: Verschiedene Menschen...

    Autor: aLpenbog 16.05.19 - 09:00

    trinkhorn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, und eben Menschen die eine Unterhaltung/Diskussion gern mit Fakten
    > untermauern, ungern unterbrochen werden, nicht angeschrien oder physisch
    > eingeschüchtert werden wollen, usw... Emotionalität hat halt nicht nur
    > positives, zumal sie oft von dominanten Menschen ausgenutzt wird.

    Kenne ich hier im Büro ebenfalls, als eher ruhigerer, stark introvertierter Typ. Häufig auch wenn man eigentlich nur helfen möchte, weil man einen Fehler im Ablauf oder der Umsetzung bemerkt hat. Wenn das von der Gegenseite dann eben als Angriff interpretiert wird, obwohl man so sachlich ist wie möglich und mit so einem Verhalten quittiert wird, dann resigniere ich hier persönlich irgendwann. Denn mich groß anschreien zu lassen, darauf habe ich schlicht keine Lust und werde sicherlich nicht mit gleichem Verhalten reagieren.

    Läuft am Ende darauf hinaus, dass die Sche.. wie erwartet beim Kunden hochkocht und das zum Cheffe geht und der dann den Kollegen runtermacht, der mich runtergemacht hat. Trauriger Kreislauf aber funktioniert und ich muss gestehen, es verschafft mir in den Moment tatsächlich ein wenig Genugtuung. Wüsste auch nicht wie anders lösen, gleich beim Chef anschwärzen finde ich auch nicht ok und letztlich hat der Kollege in jeder Situation wieder die Möglichkeit sein Verhalten zu überdenken und aus Erfahrungen zu lernen, wenn das nicht passiert, dann ist das leider so.

    Dann gibt es i.d.R. Analysen des ganzen mit 2-3 Gewerken um festzustellen woran es liegt und am Ende läuft es dann in 9 von 10 Fällen fachlich so, wie ich es vor Wochen oder Monaten vorgeschlagen habe, nachdem man nicht aus der Situation rauskommt indem man den Fehler einen anderen Gewerk zuschiebt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 16.05.19 09:09 durch aLpenbog.

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