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Ist aber sau teuer gekauft

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  1. Ist aber sau teuer gekauft

    Autor: Mopsmelder500 15.12.16 - 10:27

    Wenn man 150 Mio Umsatz oder 50 Mio Gewinn nimmt, wie kommt man da auf 600 Mio Kaufpreis. Bei dem Preis und weiterem Erfolgt dauert es 12 Jahre bis die Kosten wieder drin sind. Und das die Kunden bleiben ist ungewiss. Mehr Gewinn kann 1und1 auch nicht rausholen, die sind ja teurer.
    Und Starto hat ja den Umsatz erst noch mit Sonderangeboten und kurzen Kündigungsfristen gepuscht.

  2. Re: Ist aber sau teuer gekauft

    Autor: Anonymer Nutzer 15.12.16 - 10:33

    > Wenn man 150 Mio Umsatz oder 50 Mio Gewinn nimmt, wie kommt man da auf 600
    > Mio Kaufpreis.

    Da muss man z.B. nur mal nachrechnen, was einen der Aufbau der Firma/Marke kosten würde, wenn man bei Null anfängt. Ob da die 50 Mio des Strato-Jahresgewinns reichen würden....
    Man kauft ja schließlich eine ganze Firma, nicht nur deren Umsätze. Ihr Wert geht ja nach dem Kauf auch nicht gegen Null, sondern bliebe bei einem eventuellen Weiterverkauf ggf. erhalten. Oder würde sogar noch steigen, wenn der Umsatz steigt.
    UI hat hier nicht einfach 600 Mio verloren, die sie jetzt an anderer Stelle wieder reinholen müssen. Sie haben jetzt nur 600M Euro weniger, dafür 600M an Firmenwert mehr.

  3. Re: Ist aber sau teuer gekauft

    Autor: LH 15.12.16 - 10:38

    Mopsmelder500 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man 150 Mio Umsatz oder 50 Mio Gewinn nimmt, wie kommt man da auf 600
    > Mio Kaufpreis. Bei dem Preis und weiterem Erfolgt dauert es 12 Jahre bis
    > die Kosten wieder drin sind.

    Zum einen bleibt die Firma ja - so die Planung - wertvoll. Wenn man sie nach 10 jahren verkauft, erhält man einen Teil (oder mehr) seines Kaufpreises zurück. Zum anderen sind 10 Jahre ein üblicher Wert, bei dem Gewinn gegen Kaufpreis gerechnet wird. Hier hat 1und1 offensichtlich sogar einen größeren Nutzen im Unternehmen gesehen.

    Bei einer kürzeren Basis für die Kalkulation gäbe es ja wenig Grund, ein gewinnbringendes Unternehmen zu verkaufen. Wenn ich den angebotenen Betrag selbst nach 3 Jahren durch halten der Firma einnehmen würde, warum dann verkaufen? Bei > 10 Jahren sieht es anders aus, da gibt es mehr Risiken, entsprechend kann ein Verkauf attraktiv sein. Man erhält sicher das Geld, hat aber nicht das Risiko.

  4. Re: Ist aber sau teuer gekauft

    Autor: spezi 15.12.16 - 10:54

    LH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bei einer kürzeren Basis für die Kalkulation gäbe es ja wenig Grund, ein
    > gewinnbringendes Unternehmen zu verkaufen. Wenn ich den angebotenen Betrag
    > selbst nach 3 Jahren durch halten der Firma einnehmen würde, warum dann
    > verkaufen? Bei > 10 Jahren sieht es anders aus, da gibt es mehr Risiken,
    > entsprechend kann ein Verkauf attraktiv sein. Man erhält sicher das Geld,
    > hat aber nicht das Risiko.

    Eine weitere Aspekt: mit den Einnahmen aus dem Verkauf kann man ja auch wieder etwas machen. Man kann sie wieder investieren. Man wird also auch vergleichen: wie profitabel ist das Szenario, dass ich die Firma behalte im Vergleich zu dem Szenario, in dem ich die Firma verkaufe *und das Geld anders investiere*.

  5. Re: Ist aber sau teuer gekauft

    Autor: Lutze5111 15.12.16 - 11:33

    zum anderen hat man sich der Konkurrenz entledigt ... auch was Wert!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.12.16 11:33 durch Lutze5111.

  6. Re: Ist aber sau teuer gekauft

    Autor: Phantasmagorium 15.12.16 - 12:04

    Mopsmelder500 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man 150 Mio Umsatz oder 50 Mio Gewinn nimmt, wie kommt man da auf 600
    > Mio Kaufpreis. Bei dem Preis und weiterem Erfolgt dauert es 12 Jahre bis
    > die Kosten wieder drin sind.

    Bei dem Deal sind buchhalterisch grundsätzlich keine Aufwands- oder Ertragskonten beteiligt, sondern ausschließlich Bilanzkonten. Deshalb entstehen (etwas vereinfacht) auch keine Kosten.

    > Und das die Kunden bleiben ist ungewiss. Mehr
    > Gewinn kann 1und1 auch nicht rausholen, die sind ja teurer.

    Im Mobilfunk operiert 1&1 mit unterschiedlichen Marken und Preisen. Warum sollte das beim Hosting nicht möglich sein?

    > Und Starto hat ja den Umsatz erst noch mit Sonderangeboten und kurzen
    > Kündigungsfristen gepuscht.

    Das mag sein, aber glaubst du, das wäre den Managern von 1&1 bei der Bewertung des Unternehmens entgangen?

    Wenn man deine Rechnung zugrunde legt, beträgt die Eigenkapitalrendite etwa 8,3%. Bring mal 600 Mio. zur Bank und frag nach 8,3% Zinsen. Das ist sicher stark verkürzt dargestellt, aber ich kann nicht erkennen, dass das ein schlechter Deal für 1&1 ist.

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