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Paradox

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  1. Paradox

    Autor: AllDayPiano 15.11.19 - 13:05

    Spielt eine Fußballmannschaft schlecht, dann wird der Trainer gefeuert. Meistens verbessert sich die Mannschaft schlagartig (das grundsätzliche Potential ist also vorhanden). In der Arbeitswelt ist es das Gegenteil: Es werden solange alle Mitarbeiter entlassen (oder lässt diese kündigen), bis die Belegschaft zum VG passt.

    Das ist eine total paradoxe Situation.

    Bei uns gab es aus diesem Grund eine krasse Kündigungswelle, bei der 25% der Belegschaft binnen drei Monaten gegangen sind. Konsequenzen? Keine. Gehaltserhöhungen nach dem Gieskannenprinzip (ein Kriseninterventionsteam raufte sich zusammen - das war deren Erkenntnis). Änderungen? Keine. Schuld sind ja die Mitarbeiter.

    Aber diese mal zu fragen, warum sie gehen (bei einer derart krassen Kündigungswelle erwarte ich das von den höheren Instanzen) - auf die Idee ist niemand gekommen.

  2. Re: Paradox

    Autor: MrAnderson 15.11.19 - 13:12

    Kenne ich exakt so.
    Firma lief schlecht, neuer Gefü kam, nach einem Jahr, alles super. Neuer Gefü wird aus persönlichen Gründen gekündigt, der alte wurde wieder Chef. Nach einem halben Jahr, waren alle fähigen Leute weg, nach einem weiteren halben Jahr, die Firma insolvent. ¯\_(ツ)_/¯

  3. Re: Paradox

    Autor: forenuser 15.11.19 - 13:48

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Spielt eine Fußballmannschaft schlecht, dann wird der Trainer gefeuert.
    > Meistens verbessert sich die Mannschaft schlagartig (das grundsätzliche
    > Potential ist also vorhanden).

    Naja, mit dem neuen Trainer klappt es dann solange bis er ein alter Trainer ist - und dann wird wieder durchgetauscht. "Gute" Vereine (und ich meine alle Teile des Vereins, inkl. der Fans (Kunden)) können mit (fast) jedem Trainer.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.11.19 13:48 durch forenuser.

  4. Re: Paradox

    Autor: KillerKowalski 15.11.19 - 14:18

    Guter Vergleich, danke für diesen Gedanken.

  5. Re: Paradox

    Autor: androidfanboy1882 15.11.19 - 14:40

    Spieler können innerhalb der Saison nicht wechseln.

  6. Re: Paradox

    Autor: ThaKilla 15.11.19 - 14:42

    Danke für diesen Kommentar.

    Diese Analogie werde ich mir, wenn gebraucht, ausleihen.

  7. Re: Paradox

    Autor: Schrödinger's Katze 15.11.19 - 14:54

    forenuser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, mit dem neuen Trainer klappt es dann solange bis er ein alter Trainer
    > ist - und dann wird wieder durchgetauscht. "Gute" Vereine (und ich meine
    > alle Teile des Vereins, inkl. der Fans (Kunden)) können mit (fast) jedem
    > Trainer.

    Ist das ein Schalke Witz?

  8. Re: Paradox

    Autor: Argh 15.11.19 - 15:58

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Spielt eine Fußballmannschaft schlecht, dann wird der Trainer gefeuert.
    > Meistens verbessert sich die Mannschaft schlagartig (das grundsätzliche
    > Potential ist also vorhanden). In der Arbeitswelt ist es das Gegenteil: Es
    > werden solange alle Mitarbeiter entlassen (oder lässt diese kündigen), bis
    > die Belegschaft zum VG passt.
    >
    > Das ist eine total paradoxe Situation.
    >
    > Bei uns gab es aus diesem Grund eine krasse Kündigungswelle, bei der 25%
    > der Belegschaft binnen drei Monaten gegangen sind. Konsequenzen? Keine.
    > Gehaltserhöhungen nach dem Gieskannenprinzip (ein Kriseninterventionsteam
    > raufte sich zusammen - das war deren Erkenntnis). Änderungen? Keine. Schuld
    > sind ja die Mitarbeiter.
    >
    > Aber diese mal zu fragen, warum sie gehen (bei einer derart krassen
    > Kündigungswelle erwarte ich das von den höheren Instanzen) - auf die Idee
    > ist niemand gekommen.

    Das hinkt allerdings vorne und hinten.
    Denn oft war der "alte" Trainer auch mal der "neue" Trainer. z.B. Tedesco bei Schalke (weil hier bereits erwähnt) und jetzt Wagner, Nahezu gleiches Team völlig unterschiedliche Ergebnisse.

    Die Teams spielen dann teilweise komplett anderen Fußball, siehe wieder Schalke Tedesco nur langer Hafer und jetzt Wagner, eher Ballstafetten. Ich hätte keinen Bock jedesmal wenn ein neuer Vortänzer kommt meinen Job komplett anders machen zu müssen.

    Spieler dürfen auch nur zwei mal im Jahr wechseln, Trainer zumindest in Deutschland unbegrenzt.

  9. Re: Paradox

    Autor: forenuser 15.11.19 - 17:47

    Ich hatte eher an den Hamburger Spaßverein gedacht...

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  10. Re: Paradox

    Autor: Tuxraxer007 15.11.19 - 17:50

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber diese mal zu fragen, warum sie gehen (bei einer derart krassen
    > Kündigungswelle erwarte ich das von den höheren Instanzen) - auf die Idee
    > ist niemand gekommen.
    Kommt mir bekannt vor von einer Firma, wo ich von 20 Jahren war - das Problem ist also nicht neu.

    Da wird auf der Betriebsversammlung der Personal-Vorstand gefragt, was er den zu unternehmen gedenke. um die hohe Kündigungsrate im IT-Bereich zu minimieren ( die lag in dem Jahr bei 35% ). Antwort: "Reisende soll man nicht aufhalten".
    Die Firma hat sich mittlerweil selber zerlegt und wurde vom Mitwettbewerber übernommen.

    Bei meinem letzten AG wurden jährlich die üblichen Mitarbeiterbefragungen durchgeführt. Die Ergebniss zur Zufriedenheit waren teilweise unterirdisch. Es wurde Besserung gelobt und etliche Arbeitsgruppen haben sich zusammen gesetzt.
    Was war das Ergebniss - die nächsten Mitarbeiterbefragung hatte die selben Ergebnisse, ergo "Viel Gerede - nichts gemacht"

  11. Re: Paradox

    Autor: Faksimile 15.11.19 - 20:45

    MrAnderson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kenne ich exakt so.
    > Firma lief schlecht, neuer Gefü kam, nach einem Jahr, alles super. Neuer
    > Gefü wird aus persönlichen Gründen gekündigt, der alte wurde wieder Chef.
    > Nach einem halben Jahr, waren alle fähigen Leute weg, nach einem weiteren
    > halben Jahr, die Firma insolvent. ¯\_(ツ)_/¯

    Weil dem Inhaber die Art der Führung des "neuen GFÜ" nicht gefallen hat? Weil für Ihn MA nur Kalkulationsmasse sind? Pech. Nun ist der Laden "auskalkuliert"

  12. Re: Paradox

    Autor: Faksimile 15.11.19 - 20:47

    Reden heißt nicht verstehen ...

  13. Re: Paradox

    Autor: Trockenobst 17.11.19 - 16:34

    Tuxraxer007 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Firma hat sich mittlerweil selber zerlegt und wurde vom Mitwettbewerber
    > übernommen.

    Ein alter Arbeitskollege in der Industrie, schwere Themen, Security, Chips, war in einer gut geführten Mittelstandsfirma. Hatten Patente, China/US Firmen riefen an, lief alles gut. doppelstelliger Millionenumsatz. 100+ Mitarbeiter in mehreren Ländern.

    Der Firmengründer ging in Rente, Sohn übernahm. Kaum war der Chef weg, wurde der Sohn zum Kontrollfreak. Die Stimmung ging runter. Rederunden gab es Ad Infinitum, aber es wurde nicht besser weil der neue Chef sich einfach nicht ändern wollte. Kritik an ihm war höchstpersönlich, höchst unerwünscht.

    Nach mehreren Monaten, und dem erfolglosen Bitten das der Vater zurück aus der Rente kommt, kündigte dann die gesamte Designabteilung, alles doppelte Dipl-Ings, Leute die man normaler Weise am freien Markt nur mit Headhunter findet. Schulterzucken vom Chef.

    Zwei davon landeten dann in Schottland, bei einer Firma die ähnliches macht, aber 500 Millionen Jahresumsatz. Das führte fast zur Insolvenz der Firma, während der neue Chef immer noch "Business as Usual" verkaufte.

    Am Ende hat die neue Firma des Kollegen die Paradestücke raus gekauft, um den Firmenrumpf zu retten. In dem Meeting saß der alte Chef an gekokst am Tisch und hat nach über drei Jahren ruinöser Firmenführung, privater Scheidung und Insolvenz immer noch nichts begriffen.

    Deswegen sind diese Nachfolge-Themen so schwierig. Da ist in der Vergangenheit viel im Mittelstand kaputt gegangen.

  14. Re: Paradox

    Autor: Faksimile 17.11.19 - 17:12

    Ob da wohl einiges in der Erziehung und Ausbildung schief gegangen ist?

  15. Re: Paradox

    Autor: kellemann 18.11.19 - 08:27

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tuxraxer007 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Firma hat sich mittlerweil selber zerlegt und wurde vom
    > Mitwettbewerber
    > > übernommen.
    >
    > Ein alter Arbeitskollege in der Industrie, schwere Themen, Security, Chips,
    > war in einer gut geführten Mittelstandsfirma. Hatten Patente, China/US
    > Firmen riefen an, lief alles gut. doppelstelliger Millionenumsatz. 100+
    > Mitarbeiter in mehreren Ländern.
    >
    > Der Firmengründer ging in Rente, Sohn übernahm. Kaum war der Chef weg,
    > wurde der Sohn zum Kontrollfreak. Die Stimmung ging runter. Rederunden gab
    > es Ad Infinitum, aber es wurde nicht besser weil der neue Chef sich einfach
    > nicht ändern wollte. Kritik an ihm war höchstpersönlich, höchst
    > unerwünscht.
    >
    > Nach mehreren Monaten, und dem erfolglosen Bitten das der Vater zurück aus
    > der Rente kommt, kündigte dann die gesamte Designabteilung, alles doppelte
    > Dipl-Ings, Leute die man normaler Weise am freien Markt nur mit Headhunter
    > findet. Schulterzucken vom Chef.
    >
    > Zwei davon landeten dann in Schottland, bei einer Firma die ähnliches
    > macht, aber 500 Millionen Jahresumsatz. Das führte fast zur Insolvenz der
    > Firma, während der neue Chef immer noch "Business as Usual" verkaufte.
    >
    > Am Ende hat die neue Firma des Kollegen die Paradestücke raus gekauft, um
    > den Firmenrumpf zu retten. In dem Meeting saß der alte Chef an gekokst am
    > Tisch und hat nach über drei Jahren ruinöser Firmenführung, privater
    > Scheidung und Insolvenz immer noch nichts begriffen.
    >
    > Deswegen sind diese Nachfolge-Themen so schwierig. Da ist in der
    > Vergangenheit viel im Mittelstand kaputt gegangen.

    Diese Generationsübergänge sind gefühlt einer der Hauptgründe für Firmen Niedergänge. Gerade solide Mittelstandsfirmen, welche aber 100% familiengeführt sind haben das Problem mit jeder neuen Generation.
    Kenne hier bei uns auch eine Firma, die haben den Wechsel vor ~10 Jahren gemacht, der Senior und alte Chef war total beliebt, hat sich auch jeden Mitarbeiter angenommen, hat im ganzen Ort sozusagen seinen ehrlichen und guten Respekt.
    Der Sohn ist das genaue Gegenteil, arrogant und hochnäsig. Schnell aufbrausend und laut, auch in der Firma. Er hat einfach den Vorteil, dass die Mitarbeiter keine guten anderen Jobs in der näheren Umgebung (<50km) finden, ansonsten wären einige Leute schon lange weg und hätten der Firma Probleme gemacht.

  16. Re: Paradox

    Autor: AllDayPiano 18.11.19 - 09:01

    Dafür oder dagegen ist man in einer Gewerkschaft. Die kann hier durchaus einiges reißen.

    Mitarbeiter sind aber meist dumme Schafe.

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