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Deutsche Bahn nein Danke
Autor: numantic 17.05.23 - 11:38
Zumindest auf den Strecken wo ich mich so bewege. Letzte drei Fahrten.
01. 2,5 Stunden Verspätung
02. Gestrandet am Arsch der Welt und kein Anschluß. Weiterfahrt am nächsten Morgen.
03. Probleme mit Stellwerk mit vier Stunden Verspätung
Ansonsten ist auch der hohe Grad an Kriminalität auf vielen der großen Bahnhöfe eine Katastrophe. Jedenfalls wenn man sich um 00:00-02:00 dort bewegen muss. Positiv sind die Mitarbeiter der Bahn, immer nett und bemüht soweit ich das beurteilen kann. Aber das nützt auch nicht wirklich wenn man nach einer Bahnfahrt völlig platt ist. Da bleibe ich lieber bei Auto und Flugzeug. Auch nicht ohne Probleme aber zumindest für mich weit weniger Ärger. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: DASPRiD 17.05.23 - 11:59
Ich versuche tatsächlich sowohl Auto als auch Flugzeug zu vermeiden, wenn es praktikabel ist.
Ich hatte glaub ich ein mal wirklich eine größere Verspätung mit der Bahn, ansonsten hat sich das alles im Rahmen gehalten und ich bin den Großteil der Zeit schneller als mit dem Auto oder Flugzeug am Ziel, grade auch weil ich von Karlsruhe aus Direktverbindungen zu all meinen üblichen Zielen in Europa habe. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: derdiedas 17.05.23 - 12:20
Das spannende ist ja das ein Kilometer Schiene rund das 5 fache eines Kilometers BAB kostet, und das bei einem Bruchteil der Transportkapazität.
CO2 Bilanz eines Fahrgastes auf 100km 3,2 KG
CO2 Bilanz eines Verbrenner auf 100km bei 5l Verbrauch = 11,85 KG. Verteilt auf 4 Personen = 2,9KG
CO2 Bilanz eines BEV auf 100km (Drittelmix) 380g pro kwh bei 16kwh = 6KG verteilt auf 4 Personen = 1,5KG
Kurzum die Bahn ist nur dann Umweltschonender wenn man alleine reist, ignoriert das man am Zielort meist noch weiter reisen muss, Umwege von teilweise ohne Probleme einhundert Kilometer fährt und das beim Drittelmix der bei vielen BEV Fahrern die PVA Anlage haben oder wie ich Ökostrom beziehen komplett ignoriert.
Der Umweltvorteil der Bahn ist in einigen Fällen gegeben, aber es ist mitnichten die Regel sondern eher die Ausnahme. Wer mit der Familie in den Urlaub fährt ist mit einem Leihwagen ökologischer unterwegs als mit der Bahn.
Gruß DDD -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: orcymmot 17.05.23 - 12:29
derdiedas schrieb:
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> CO2 Bilanz eines Fahrgastes auf 100km 3,2 KG
> CO2 Bilanz eines Verbrenner auf 100km bei 5l Verbrauch = 11,85 KG. Verteilt
> auf 4 Personen = 2,9KG
Da hat aber jemand nen Master in Milchmädchenrechnung…
Zeig mir mal den Durchschnitt der PKW, der mit vier Personen besetzt ist. Selbst bei zwei Personen wird es im täglichen Pendelverkehr schon eng und deutlich darüber vermutlich nur im Urlaubs-/Reiseverkehr. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: randalica 17.05.23 - 12:40
In Österreich fährt die Bahn zu 100% mit Ökostrom aus Solar- und Wasserkraft.
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Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: thorben 17.05.23 - 12:47
in Deutschland auch..
aber wen interessieren schon Fakten...
Man sollte halt keiner Statistik glauben, die man nicht selber gefälscht hat ;-) -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: Conqi 17.05.23 - 12:57
derdiedas schrieb:
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> Das spannende ist ja das ein Kilometer Schiene rund das 5 fache eines
> Kilometers BAB kostet, und das bei einem Bruchteil der Transportkapazität.
Was für ein Bruchteil? Eine gut ausgelastete Schienenstrecke schlägt (zumindest beim Personenverkehr) praktisch alles.
Außerdem: woher diese Zahlen? Ich finde sowohl für Schienen als auch Autobahn ähnliche Werte von 5 bis etwas 20 Millionen Euro pro Kilometer (beides mit Ausreißern nach oben).
> Kurzum die Bahn ist nur dann Umweltschonender wenn man alleine reist,
> ignoriert das man am Zielort meist noch weiter reisen muss, Umwege von
> teilweise ohne Probleme einhundert Kilometer fährt und das beim Drittelmix
> der bei vielen BEV Fahrern die PVA Anlage haben oder wie ich Ökostrom
> beziehen komplett ignoriert.
Und dass der Fernverkehr der Bahn komplett mit Ökostrom fährt spielt keine Rolle? Abgesehen davon ist eine Rechnung von 4 Personen im Auto halt schon die absolute Ausnahme.
Dazu kommen die ganzen Aspekte wie Flächenversiegelung und Platzbedarf durch Parkplätze, Feinstaubbelastung, Lärm, Unfälle etc. Das Auto ist voll von externalisierten Kosten. Wer vom Zug auf U-Bahn/Bus/Rad umsteigt ist in den allermeisten Fällen deutlich umweltfreundlicher unterwegs als ein Autofahrer. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: Weitsicht0711 17.05.23 - 12:58
numantic schrieb:
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> Zumindest auf den Strecken wo ich mich so bewege. Letzte drei Fahrten.
>
> 01. 2,5 Stunden Verspätung
> 02. Gestrandet am Arsch der Welt und kein Anschluß. Weiterfahrt am nächsten
> Morgen.
> 03. Probleme mit Stellwerk mit vier Stunden Verspätung
>
> Ansonsten ist auch der hohe Grad an Kriminalität auf vielen der großen
> Bahnhöfe eine Katastrophe. Jedenfalls wenn man sich um 00:00-02:00 dort
> bewegen muss. Positiv sind die Mitarbeiter der Bahn, immer nett und bemüht
> soweit ich das beurteilen kann. Aber das nützt auch nicht wirklich wenn man
> nach einer Bahnfahrt völlig platt ist. Da bleibe ich lieber bei Auto und
> Flugzeug. Auch nicht ohne Probleme aber zumindest für mich weit weniger
> Ärger.
Dies waren die letzten 3 Fahrten? Komisch dass dies immer bei Menschen passiert die so gut wie nie bahn fahren. Ich fahre ja einiges an Bahn und erlebe dies nicht, was mache ich da bitte falsch. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: MarcusK 17.05.23 - 13:01
derdiedas schrieb:
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> Das spannende ist ja das ein Kilometer Schiene rund das 5 fache eines
> Kilometers BAB kostet, und das bei einem Bruchteil der Transportkapazität.
Bitte verbreite nicht so weiter, die zahlen sind einfach nicht schlüssig. Entweder wurden hier ICE-Schnellstecke mit Dorfstasse verglichen oder es waren andere umstände.
Edit:
https://puertosanto.mx/all/was-kostet-1-km-autobahn-bauen.html
> Die pro Kilometer können zwischen 6 Millionen und 20 Millionen Euro
https://www.monumentocruzdeltercermilenio.cl/blog/all/was-kostet-1-km-bahnstrecke.html
> Die Kostenhöhe erklärt sich durch den immensen Aufwand an Maschinen und Material.
> So kostet ein Kilometer Gleisbau rund 750.000 Euro
> Der Umweltvorteil der Bahn ist in einigen Fällen gegeben, aber es ist
> mitnichten die Regel sondern eher die Ausnahme. Wer mit der Familie in den
> Urlaub fährt ist mit einem Leihwagen ökologischer unterwegs als mit der
> Bahn.
auch das stimmt nicht pauschal, wenn es eine Direktverbindung mit dem ZUG gibt und keine weiteren Anfahrten zu machen sind stimmt es halt nicht.
Man kann alles sich schön rechnen. Die Bahn hat ihre Berechtigung, aber halt nicht für jeden und alles.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.05.23 13:04 durch MarcusK. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: 43rtgfj5 17.05.23 - 13:06
Weitsicht0711 schrieb:
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> Dies waren die letzten 3 Fahrten? Komisch dass dies immer bei Menschen
> passiert die so gut wie nie bahn fahren. Ich fahre ja einiges an Bahn und
> erlebe dies nicht, was mache ich da bitte falsch.
Bezogen auf die letzten 3 scheint mir das auch übertrieben oder einfach ultra Pech.
Ich bin aber während des Studiums mit dem Zug ca. 1h zur Arbeit gefahren, und hab mir dabei immer die Zeit aufgeschrieben wann ich da sein sollte, und wann ich real da war. Ich kam auch ca. 40% der Fahrten die verspätet waren, und diese Verspätung hieß bei mir meistens 20, oft 60 Minuten, je nachdem ob die S-Bahn betriffen war (20Min) oder die RB, mit der ich vorher gefahren bin (60Min bei Ausfall, und das war zu Randzeiten echt oft).
Jetzt fahre ich direkt in Köln mit Bus und Bahn zur Arbeit, aber auch da hab ich sehr oft Verspätungen und Ausfälle. Meistens zurzeit, zumindest laut Ansage, wegen Personalmangel. Zweithäufigster Grund bei der Bahn sind Ermittlungsarbeiten, bei der KVB (Bus/Straßenbahn) technische Probleme. Am dritten Platz bei der Bahn kommen technische Probleme, bei der KVB auf dem dritten Platz ist spontanes verschwinden der Bahn, also die existiert einfach plötzlich nicht mehr. Es kommt nix, aus App und Fahrplan ist sie einfach verschwunden.
Mein Vorteil in Köln ist nur, dass ich mit verschiedenen Straßenbahn-, Bus- und Bahnlinien zu Arbeit komme. Wobei da grade eine S-Bahn Linie quasi komplett wegfällt wegen Personalmangel, und eine Buslinie, auch Personalmangel.
Edit: Achja, geschrieben aus der S-Bahn mit mittlerweile 10 Minuten verspätung, weil wir diese 10 Minuten jetzt einfach vor Deutz auf den Schienen standen und gewartet haben. Grund kenne ich nicht.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.05.23 13:07 durch 43rtgfj5. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: derdiedas 17.05.23 - 13:07
"Da hat aber jemand nen Master in Milchmädchenrechnung… " den gebe ich Dir gerne zurück!
Das ist auf den typischen Urlaub gerechnet - da fährt die komplette Familie. Beim pendeln (wo viele alleine fahren oder Einkaufen, Baumarkt usw... usw.. usw... hilft die Bahn 99% der Menschen nicht die Bohne!
Sobald aber 3 Personen im Auto sitzen ist das Auto immer Umweltfreundlicher, beim BEV ist des schon bei 2 Personen der Fall.
Verschwiegen wird bei der Bahn vieles was in deren Umweltbilanz nirgendwo auftaucht, etwa das die Bahn in Deutschland größter Verbraucher von Glyphosphat ist. Sprich die Bahnstrecken und alles drum herum wird permanent mit Pflanzenschutzmitteln vergiftet.
Machen wir es doch umgekehrt, wann ist die Bahn denn umweltschonender als das eigene Auto wenn man annimmt das man des eh braucht, genauso wie ein funktionierendes Straßennetz für den Transport von Gütern von und bis zum Zielort.
Gruß DDD -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: Shred 17.05.23 - 13:11
numantic schrieb:
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> Aber das nützt auch nicht wirklich wenn man
> nach einer Bahnfahrt völlig platt ist. Da bleibe ich lieber bei Auto und
> Flugzeug. Auch nicht ohne Probleme aber zumindest für mich weit weniger
> Ärger.
Kann ich gut nachvollziehen. Eigentlich mag ich Zug fahren. Vor allem, wenn es so zuverlässig und komfortabel ist wie in Japan. Wenn man dort eine Fahrt plant, kommt man auch zur geplanten Zeit am Ziel an. Sogar, wenn man dazwischen noch Umsteigen muss und dafür nur wenige Minuten hat.
Hier in Deutschland habe ich schon genug Stress mit der S-Bahn, mit der ich zur Arbeit pendele. Verspätungen und Ausfälle sind dort an der Tagesordnung, und das meine ich wörtlich. Mittlerweile in einem Maß, das einem der Chef nicht mehr glauben mag, wenn man wieder einmal zu spät ist.
Aber auch die wenigen ICE-Fahrten waren meistens mit Problemen verbunden. Einmal zum Beispiel umgekehrte Wagenreihung, die NICHT auf der Tafel angekündigt war, plus Anschiss vom Personal, warum man nicht auf jene Tafel geschaut hat.
Letztens dachte ich an einen Städtetrip von NRW nach Berlin.
- Flugzeug: Aufwand mit Gepäck, Check-In und Sicherheitskontrollen, die den Geschwindigkeitsvorteil zeitlich aufzehren. Zudem teuer.
- Auto: Lange Strecke, und keine große Lust, sich am Ende noch mit dem Auto durch den Berliner Stadtverkehr zu quälen.
- Bahn: Wäre eigentlich das Verkehrsmittel der Wahl gewesen. Komfortabel, schnell, umweltfreundlich, keine Parkplatzsuche, während der Fahrt kann man was machen. Aber in der Praxis: Unzuverlässig, Stress, das Risiko, den Anschlusszug zu verpassen und irgendwo zu stranden.
Ich habe es dann ganz gelassen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.05.23 13:23 durch Shred. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: mackes 17.05.23 - 13:14
Weitsicht0711 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> numantic schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Zumindest auf den Strecken wo ich mich so bewege. Letzte drei Fahrten.
> >
> > 01. 2,5 Stunden Verspätung
> > 02. Gestrandet am Arsch der Welt und kein Anschluß. Weiterfahrt am
> nächsten
> > Morgen.
> > 03. Probleme mit Stellwerk mit vier Stunden Verspätung
> >
> > Ansonsten ist auch der hohe Grad an Kriminalität auf vielen der großen
> > Bahnhöfe eine Katastrophe. Jedenfalls wenn man sich um 00:00-02:00 dort
> > bewegen muss. Positiv sind die Mitarbeiter der Bahn, immer nett und
> bemüht
> > soweit ich das beurteilen kann. Aber das nützt auch nicht wirklich wenn
> man
> > nach einer Bahnfahrt völlig platt ist. Da bleibe ich lieber bei Auto und
> > Flugzeug. Auch nicht ohne Probleme aber zumindest für mich weit weniger
> > Ärger.
>
> Dies waren die letzten 3 Fahrten? Komisch dass dies immer bei Menschen
> passiert die so gut wie nie bahn fahren. Ich fahre ja einiges an Bahn und
> erlebe dies nicht, was mache ich da bitte falsch.
Wundert mich auch. Bis auf die zwei Stunden Wartezeit in Kassel wegen eines Stellwerksausfalls letzte Woche kann ich mich an keine größeren Probleme erinnern. Und ich fahre seit fast 10 Jahren mindestens viermal im Monat längere Strecken. Dafür musste ich aber schon sehr oft stundenlang auf der A7 durch Baustellen schleichen. Ach und einmal gab es sogar eine stundenlange Vollsperrung bei Schnee und Eis. Dagegen war das Warten mit einem kühlen Bier im Bordrestaurant ganz angenehm. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: Rypsteri 17.05.23 - 13:24
derdiedas schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> "Da hat aber jemand nen Master in Milchmädchenrechnung… " den gebe
> ich Dir gerne zurück!
>
> Das ist auf den typischen Urlaub gerechnet - da fährt die komplette
> Familie. Beim pendeln (wo viele alleine fahren oder Einkaufen, Baumarkt
> usw... usw.. usw... hilft die Bahn 99% der Menschen nicht die Bohne!
>
> Sobald aber 3 Personen im Auto sitzen ist das Auto immer
> Umweltfreundlicher, beim BEV ist des schon bei 2 Personen der Fall.
>
> Verschwiegen wird bei der Bahn vieles was in deren Umweltbilanz nirgendwo
> auftaucht, etwa das die Bahn in Deutschland größter Verbraucher von
> Glyphosphat ist. Sprich die Bahnstrecken und alles drum herum wird
> permanent mit Pflanzenschutzmitteln vergiftet.
>
> Machen wir es doch umgekehrt, wann ist die Bahn denn umweltschonender als
> das eigene Auto wenn man annimmt das man des eh braucht, genauso wie ein
> funktionierendes Straßennetz für den Transport von Gütern von und bis zum
> Zielort.
>
> Gruß DDD
Du willst deinen Master in Milchmädchenrechnung unbedingt bestätigen oder?
Natürlich war die Bahn mit 75 Tonne der größte Einzelverbraucher von Glyphosat, aber Mengenmäßig ist es eben nichts im Vergleich zur Gesamtsumme von 5000 Tonnen (ja tausend). Dazu kommt, dass die Bahn seit 2023 komplett auf Glyphosat verzichtet. Hier werden z.B. auch neue Verfahren wie Behandlung mit Dampf erprobt.
Und 99% nutzen nicht den ÖPNV für die Arbeit? Die Angabe trifft vielleicht auf dein 200 Seelen Dorf zu aber nicht auf den Querschnitt der Gesellschaft. Übrigens sind es pro Person 13,8kg CO2 pro 100 im Schnitt. Da wärst du also selbst mit 4 Personen ohne Berücksichtigung des relativen Anstiegs aufgrund des höheren Gewichts bei 3,45kg. Dazu kommt, dass ja auch die Werte bei der Bahn mit der durchschnittlichen Auslastung der Züge berechnet werden und nicht mit einer Optimalbesetzung.
Alles in allem, führ deine Rechnungen fort, dann bekommst du auch noch einen Doktor in Milchmädchenrechnung. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: Weitsicht0711 17.05.23 - 13:27
derdiedas schrieb:
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> "Da hat aber jemand nen Master in Milchmädchenrechnung… " den gebe
> ich Dir gerne zurück!
Er hat aber recht.
> Das ist auf den typischen Urlaub gerechnet - da fährt die komplette
> Familie. Beim pendeln (wo viele alleine fahren oder Einkaufen, Baumarkt
> usw... usw.. usw... hilft die Bahn 99% der Menschen nicht die Bohne!
Ach jetzt pickt man sich nur den Urlaub raus für die Berechnung. Stimmt, klingt nicht nach Milchmädchenrechnung, ganz und gar nicht. Stimmt und die wo die Bahn benutzten, müssen leider verhungern.
> Sobald aber 3 Personen im Auto sitzen ist das Auto immer
> Umweltfreundlicher, beim BEV ist des schon bei 2 Personen der Fall.
Nur leider sitzen so selten 3 Personen im Auto. Mit den 1,4 Person die so im Auto sitzen wurden schon gerechnet und dann ist dies rausgekommen.
https://www.umweltbundesamt.de/bild/vergleich-der-durchschnittlichen-emissionen-0
> Verschwiegen wird bei der Bahn vieles was in deren Umweltbilanz nirgendwo
> auftaucht, etwa das die Bahn in Deutschland größter Verbraucher von
> Glyphosphat ist. Sprich die Bahnstrecken und alles drum herum wird
> permanent mit Pflanzenschutzmitteln vergiftet.
Du bist ja mal wieder hinten dran. https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/DB-besiegelt-Glyphosat-Ausstieg-ab-2023--10414622
Und es waren 0,4% der gesamten Menge in Deutschland. Gut gebrüllt Tigerkatze.
> Machen wir es doch umgekehrt, wann ist die Bahn denn umweltschonender als
> das eigene Auto wenn man annimmt das man des eh braucht, genauso wie ein
> funktionierendes Straßennetz für den Transport von Gütern von und bis zum
> Zielort.
>
> Gruß DDD
In dem man nicht einfach mal annimmt und sich an die Fakten hält. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: numantic 17.05.23 - 13:36
Ich will damit nicht sagen das alle meine Bahnfahrten schlecht waren. Allerdings eben die letzten drei. Und ehrlich gesagt habe ich keine Lust mich immer wieder zu ärgern nur weil wieder irgendwas nicht klappt. Aber im Schnitt würde ich sagen 30% von all meinen Fahrten hatten Probleme, teils massiv. Bezieht sich auf Strecken von mehr als 500km.
mackes schrieb:
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> Weitsicht0711 schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > numantic schrieb:
> >
> ---------------------------------------------------------------------------
>
> > -----
> > > Zumindest auf den Strecken wo ich mich so bewege. Letzte drei Fahrten.
> > >
> > > 01. 2,5 Stunden Verspätung
> > > 02. Gestrandet am Arsch der Welt und kein Anschluß. Weiterfahrt am
> > nächsten
> > > Morgen.
> > > 03. Probleme mit Stellwerk mit vier Stunden Verspätung
> > >
> > > Ansonsten ist auch der hohe Grad an Kriminalität auf vielen der großen
> > > Bahnhöfe eine Katastrophe. Jedenfalls wenn man sich um 00:00-02:00
> dort
> > > bewegen muss. Positiv sind die Mitarbeiter der Bahn, immer nett und
> > bemüht
> > > soweit ich das beurteilen kann. Aber das nützt auch nicht wirklich
> wenn
> > man
> > > nach einer Bahnfahrt völlig platt ist. Da bleibe ich lieber bei Auto
> und
> > > Flugzeug. Auch nicht ohne Probleme aber zumindest für mich weit
> weniger
> > > Ärger.
> >
> > Dies waren die letzten 3 Fahrten? Komisch dass dies immer bei Menschen
> > passiert die so gut wie nie bahn fahren. Ich fahre ja einiges an Bahn
> und
> > erlebe dies nicht, was mache ich da bitte falsch.
>
> Wundert mich auch. Bis auf die zwei Stunden Wartezeit in Kassel wegen eines
> Stellwerksausfalls letzte Woche kann ich mich an keine größeren Probleme
> erinnern. Und ich fahre seit fast 10 Jahren mindestens viermal im Monat
> längere Strecken. Dafür musste ich aber schon sehr oft stundenlang auf der
> A7 durch Baustellen schleichen. Ach und einmal gab es sogar eine
> stundenlange Vollsperrung bei Schnee und Eis. Dagegen war das Warten mit
> einem kühlen Bier im Bordrestaurant ganz angenehm. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: DaVi_AC 17.05.23 - 13:42
numantic schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Zumindest auf den Strecken wo ich mich so bewege. Letzte drei Fahrten.
>
> 01. 2,5 Stunden Verspätung
> 02. Gestrandet am Arsch der Welt und kein Anschluß. Weiterfahrt am nächsten
> Morgen.
> 03. Probleme mit Stellwerk mit vier Stunden Verspätung
>
> Ansonsten ist auch der hohe Grad an Kriminalität auf vielen der großen
> Bahnhöfe eine Katastrophe. Jedenfalls wenn man sich um 00:00-02:00 dort
> bewegen muss. Positiv sind die Mitarbeiter der Bahn, immer nett und bemüht
> soweit ich das beurteilen kann. Aber das nützt auch nicht wirklich wenn man
> nach einer Bahnfahrt völlig platt ist. Da bleibe ich lieber bei Auto und
> Flugzeug. Auch nicht ohne Probleme aber zumindest für mich weit weniger
> Ärger.
Ich pendle dreimal pro Woche mit der DB Fernverkehr ins Büro und habe statt einem Auto eine BahnCard 100. Mit ca. 300 Fahrten im Fernverkehr der DB (allein schon zwei, wenn ich ins Büro fahre) liegt meine Stichprobe wohl eher über der "üblichen" Menge an Fahrten im Fernverkehr. Und ja, ich betone die DB Fernverkehr, weil die organisatorisch erst einmal nichts mit der DB Regio und/oder den anderen lokalen Anbietern des SPNV zu tun hat - sie nutzen nur das gleiche (Schienen-) Netz.
2,5h Verspätung kommen vor, sind aber tatsächlich die Ausnahme. Das Risiko steigt mit der Anzahl der Umstiege. Wer hier allerdings mit weniger als 15 Minuten Umsteigezeit plant, macht in meinen Augen einen Fehler. Bei mehr als 15 Minuten Umsteigezeit setze ich mich als Vielfahrer einfach in die Lounge und lass' es mir da gutgehen - hier könnte man die Anzahl der Premium-Lounges gern erhöhen, von denen gibt es nur fünf. Vielleicht hilft auch etwas mehr Gelassenheit. Ich habe zum Glück einen Arbeitgeber, der zwar nicht meine BahnCard 100 bezahlt, mir aber ggfs. die Anreise am Vortag oder eine Anschlussübernachtung ermöglicht, damit ich nicht gerade mitten in der Nacht irgendwo "strande".
Was das "Stranden im Nirgendwo" natürlich nicht erwähnt ist, dass dies alles auf Kosten der DB geht. Ich bin auch schon von Frankfurt nach Köln mit dem Taxi gefahren, als bei der DB nichts mehr ging - auch auf Kosten der DB. Flexibilität hilft und wer nur das Problem (ich komme nicht weiter) schaut, sieht vielleicht die Lösung nicht. Aber hier fehlen mir Detailinformationen zum eigentlichen Vorfall.
Insgesamt habe ich bei der Bahn schon alles erlebt, von überpünktlich bis "Zwangs"-Übernachtung im Hotel, Suizide und Brand mit Evakuierung auf freier Strecke. Wenn ich dann nach Feierabend mal 30 Minuten Verspätung habe, stresst micht das auch nicht mehr sonderlich. Aber ich bin sicherlich nicht der Durchschnitt. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: MarcusK 17.05.23 - 13:43
derdiedas schrieb:
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> "Da hat aber jemand nen Master in Milchmädchenrechnung… " den gebe
> ich Dir gerne zurück!
fahre einfach mal mit dein Tesla auch die 200km/h wie der Zug und vergleiche dann man den verbrauch. Dann wirst du sehen das deine Rechnung genauso wenig stimmt. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: BlubbError 17.05.23 - 13:47
Shred schrieb:
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> Letztens dachte ich an einen Städtetrip von NRW nach Berlin.
>
> - Flugzeug: Aufwand mit Gepäck, Check-In und Sicherheitskontrollen, die den
> Geschwindigkeitsvorteil zeitlich aufzehren. Zudem teuer.
> - Auto: Lange Strecke, und keine große Lust, sich am Ende noch mit dem Auto
> durch den Berliner Stadtverkehr zu quälen.
> - Bahn: Wäre eigentlich das Verkehrsmittel der Wahl gewesen. Komfortabel,
> schnell, umweltfreundlich, keine Parkplatzsuche, während der Fahrt kann man
> was machen. Aber in der Praxis: Unzuverlässig, Stress, das Risiko, den
> Anschlusszug zu verpassen und irgendwo zu stranden.
>
> Ich habe es dann ganz gelassen.
Was für ein Anschlusszug? Die Sbahn? Zwischen NRW und Berlin fahren so viele Züge. Bei einer Verspätung und in dessen Folge Verpassen des Anschlusszuges darf man jeden Zug benutzen das ist doch einfach nur Stimmungsmache. Natürlich wenn ich auf Kante plane und unbedingt den 23 uhr ice nehmen will ..., aber warum sollte man das tun? Vor allem wenn man den Tag selber plant. -
Re: Deutsche Bahn nein Danke
Autor: Shred 17.05.23 - 13:50
DaVi_AC schrieb:
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> Wenn ich dann nach Feierabend mal 30 Minuten Verspätung
> habe, stresst micht das auch nicht mehr sonderlich.
Vielleicht sind es die Gesamtumstände. Ich kann mir vorstellen, dass sich nach 3 Stunden Fahrzeit eine 30-minütige Verspätung besser verkraften lässt, als wenn die Fahrt eigentlich nur 20 Minuten dauert, aber dann 30 Minuten Verspätung hat.
Eine Lounge trägt da auch sicher zur Entspannung bei. Ich habe hier schon bei Minustemperaturen 50 Minuten an einem kleinen Bahnhof ausharren müssen, weil wir dort wegen einer technischen Störung herausgeschmissen wurden. Der Folgezug "gleich hinter uns" fiel ebenfalls aus, und der darauf folgende Zug hatte massiv Verspätung. Durchsagen gab es natürlich keine, das macht es noch spannender.



