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Bedingungsloses Grundeinkommen

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: PampelHampel 10.09.14 - 21:56

    Dann wären alle abgesichert, man bräuchte keinen Mindestlohn und nicht zig regulierungen. Dann wäre die Armut auf einen Schlag abgeschafft und die Menschen könnten die zunehmende Automatisierung und Robotik als eine Befreiung von ihrer harten und monotonen Arbeit wahrnehmen. Ich mein wer steht denn schon gerne am Fließband packete verpacken den ganzen tag ? Da wäre Grundeinkommen und Automatisierung doch ne Befreiung.
    Die Gewerkschaften bräuchte man dann aber auch nicht mehr, denn mit BGE kann ich einfach kündigen wenn der Chef nen Arschloch ist oder mich nicht richtig bezahlen will. Folglich brauche ich dann auch nicht mehr die teure, langsame, ineffiziente und bürrokratische Vertretung meiner Interessen durch die Gewerkschaft da ich dann selbst auf Augenhöe zum Chef bin da ich einfach ohne große Konsequenzen fürchten zu müssen kündigen kann.

    Und was Crowdsourcing anbelangt, ich mach da mit weils mir Spass macht. Wenn die Gewerkschaftsheinis da Mindestlohn fordern dann gibt kein Crowdsourcing mehr in Deutschland, wäre schade. Auch dieses Forum wo viele Leute dazu beitragen ist ja im Grunde genommen crowd sourcing. Keinen Bock auf irgendwelche absurden, freiheitszerstörenden Regulierungen.

    Mit Grundeinkommen würde übrigens meine Zeit die ich auch mal in nicht kommerzielle Projekte investieren könnte erheblich ausweiten. Da könnten also völlig neue Formen der Kreativität und des Erfindungsgeistes entstehen.

    Den Maschinen die Arbeit, uns die Freiheit ! Grundeinkommen für alle !



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.09.14 21:58 durch PampelHampel.

  2. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: tibrob 10.09.14 - 22:01

    Ich fürchte, ein BGE wird sich nicht realisieren lassen. Schade - du musst leider weiter arbeiten (oder Stütze kassieren, kenne deine Verhältnisse nicht).

    Deine Jacke ist jetzt trocken!

  3. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: Little_Green_Bot 10.09.14 - 22:08

    Wenn man ein arbeitswilliges Volk hat, dann wäre BGE eine Revolution - eine Selbstbefreiung. Dann wird sich D allerdings vor Asylanten nicht mehr retten können, und wir müssten zusperren. :)

    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!

  4. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: DrWatson 10.09.14 - 22:12

    Little_Green_Bot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann wird sich D allerdings vor Asylanten nicht mehr
    > retten können, und wir müssten zusperren. :)


    Wieso? H4 bringt ja auch nicht mehr Asylanten nach DE, als in irgendein anderes Land.

  5. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: Little_Green_Bot 10.09.14 - 22:19

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso? H4 bringt ja auch nicht mehr Asylanten nach DE, als in irgendein
    > anderes Land.

    Weil H4 ein bürokratischer Schikanierbetrieb ist, der Asylanten abschreckt.

    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!

  6. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: PampelHampel 10.09.14 - 22:22

    BGE geht daher auch nur EU weit, um keine Anreize für EU Interne Migrationsprozesse zu bieten. Was Asylanten angeht, denen sollte man endlich mal erlauben zu arbeiten und die sind sicher nicht faul (die haben ja teils Großfamielie im Ausland usw zu versorgen). Da würden die sicher auch gerne mehr als nur ein GrundsicherungsBGE verdienen, man muss da halt nur klare Anreize setzen und klarmachen das sich "nichtstun" nicht unbedingt positiv auf eine weitere Aufenthaltsbewilligung nach dem Ende des Asylstatus auswirkt.

    Die jetzige Politik verbietet ja Asylbewerbern zu Arbeiten, aber gleichzeitig Geld auf Hartz4 niveau auszuschütten. Also definiv die falschen Anreize, was man aber eher nicht den Asylsuchenden vorwerfen kann (wie das die Rechtspopulisten tun).

    Und zugesperrt ist ja schon, schau dir doch mal die EU Grenzbefestigungen an. Da ist langfristig eher damit zu rechnen das der Zustrom abnehmen wird.

    Den Maschinen die Arbeit, uns die Freiheit ! Grundeinkommen für alle !

  7. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: Little_Green_Bot 10.09.14 - 22:33

    EU-weites einheitliches BGE? Das erleben wir nicht mehr. Und die EU-Grenzen sind auch nicht dicht. Frag' mal die italienische Küstenwache, oder die dt. IS-Kämpfer, die locker über die Türkei nach Syrien und in den Irak kommen.

    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!

  8. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: PampelHampel 10.09.14 - 23:04

    "u musst leider weiter arbeiten (oder Stütze kassieren, kenne deine Verhältnisse nicht)."

    Ein Großteil meiner Einkünfte sind Kapitaleinnahmen und n bischen Nebenher, Internet, coden, Serveradmin usw. Ich spekuliere mit Beteiligungen an technologie Startups (neben meinem Endlosstudium der Philosophie). Ist schon so ne art grundeinkommen, zwar (noch) auf sehr bescheidenem Niveau aber immerhin regelmäßige Dividenden ohne Bedingungen und genug um ein wenig davon wieder zu reinvestieren.

    Dennoch wäre es mir viel zu langweilig gar nix mehr zu tun, obwohl ich das wenn ich sehr sparsam leben würde (WG Zimmer und so) durchaus tun könnte wenn ich denn wollte.

    Den Maschinen die Arbeit, uns die Freiheit ! Grundeinkommen für alle !

  9. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: Garius 11.09.14 - 00:09

    Little_Green_Bot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > EU-weites einheitliches BGE? Das erleben wir nicht mehr. Und die EU-Grenzen
    > sind auch nicht dicht. Frag' mal die italienische Küstenwache, oder die dt.
    > IS-Kämpfer, die locker über die Türkei nach Syrien und in den Irak kommen.
    Weiß ja nicht wie alt du bist, aber ich wäre da zurückhaltender. Der nächste "große" Krieg scheint gar nicht so weit entfernt. Abgesehen davon, braucht es für ein BGE lediglich eine adäquate "Ablenkung", damit sich nicht all zu viele Freidenker bilden. Sieht man im übrigen auch an der Wahlbeteiligung. Viele sind gar nicht mehr daran interessiert, wie oder von wem sie regiert werden. Solang es ihnen gut geht. Immer mehr Jugendliche sind, selbst wenn sie wollten, gar nicht mehr in der Lage, acht Stunden am Stück zu arbeiten. Ihren Tag kriegen sie trotzdem irgendwie rum, ohne auf Ideen wie Umsturz und Rebellion zu kommen.

  10. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: tibrob 11.09.14 - 00:38

    Ganz ehrlich: Ich wäre absolut für ein Bedingungsloses Grundeinkommen, da hierbei der Mensch genau das tun dürfte, wofür er geschaffen worden ist: Mensch sein, ohne die Sorge, nichts mehr, man verzeihe mir die Wortwahl, zu Fressen zu haben und ein Leben leben könnte, was einem Menschen entspricht - einfach Leben von Tag zu Tag, den Hobbys (Hobbies?) fröhnen und viele andere Sachen, die man als *Arbeiter* leider nicht nachkommen kann.

    Leider wird das wahrscheinlich nicht eintreten ... *schön wäre es dennoch*

    Deine Jacke ist jetzt trocken!

  11. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: DrWatson 11.09.14 - 00:52

    tibrob schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz ehrlich: Ich wäre absolut für ein Bedingungsloses Grundeinkommen

    Ich bin auch für ein BGE, wobei ich das Modell der negativen Einkommensteuer für überlegen halte.

    Aber das:

    > was einem Menschen entspricht
    > - einfach Leben von Tag zu Tag, den Hobbys (Hobbies?) fröhnen und viele
    > andere Sachen, die man als *Arbeiter* leider nicht nachkommen kann.

    …bezweifle ich.

    Ich kann mir nicht vorstellen, das Menschen sich mit dem Minimum zufrieden geben würden oder wenn, dann nur ein sehr kleiner Anteil der Bevölkerung.

    Der Vorteil liegt viel mehr darin, dass die Menschen deutlich flexibler sind, wenn sie wissen, dass ein Gewisses Einkommen gesichert ist und so leichter Kündigen, wenn ihnen etwas nicht passt oder einfacher den Job wechseln können, wenn sie irgendwo etwas besseres finden.
    So würden nur Gewerkschaften und Kündigungsschutz obsolet werden, sondern die Freiheit der Menschen würde sich auch erhöhen.

  12. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: Sharra 11.09.14 - 01:20

    BGE ist leider sinnlos hierzulande. Mal davon abgesehen, dass du dafür niemals eine Mehrheit bekommen wirst.

    Aber:
    Wenn Leute hier BGE kassieren und im Ausland einkaufen, kippt das System
    Und hierzulande würde zwangsläufig einiges teurer, so dass vom BGE auch nichts übrig bleiben würde. Das wurde schon zigmal durchgerechnet, und es ist schlicht und ergreifend nicht langfristig finanzierbar.

    Und das sind nur 2 große Punkte von so einigen anderen.

  13. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: M. 11.09.14 - 02:04

    > Ich bin auch für ein BGE, wobei ich das Modell der negativen
    > Einkommensteuer für überlegen halte.
    Da besteht dann aber wieder die erhöhte Gefahr, dass sich Arbeit für Geringverdiener nicht lohnt, da sie dadurch am Ende nur geringfügig mehr als aus der negativen Einkommenssteuer erhalten. Das ist bei den aktuellen Systemen zwar auch so, da wird das aber durch den Zwang, sich um Arbeit zu bemühen, abgeschwächt.

    Ich halte das BGE in Reinform für das beste System. Giesskannenprinzip, Betrag X für jeden Bürger, ungeachtet von Vermögen und Einkommen. Das Grundeinkommen muss so hoch sein, um damit ein bescheidenes Leben zu finanzieren, nicht mehr.

    Sicher würden dann einige gar nichts mehr tun. Aber viele, gerade besser ausgebildete, schätzen ja ihren Job auch unabhängig vom Lohn. Wenns mir nur ums Geld ginge, könnte ich vermutlich für den Rest meines Lebens von Kapitaleträgen aus Vermögen und Mieteinkünften aus Immobilien leben. Will ich aber nicht, ich bin gerne wissenschaftlich im Bereiche Hochenergiephysik und Computing tätig und möchte das auch bleiben.
    Als Nebeneffekt des BGE müsste man dann bisherige 'niedere', aber harte Arbeiten, die keiner wirklich mag, besser bezahlen um noch Leute dafür zu finden. Schliesslich könnten die ja sonst einfach aufhören und vom BGE leben. Am Ende verdienen Strassenkehrer, Reinigungskräfte und Amazon-Lageristen mehr als Akademiker ... warum auch nicht?

  14. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: DrWatson 11.09.14 - 02:05

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BGE ist leider sinnlos hierzulande.

    Eine Begründung wäre jetzt schön.

    > Mal davon abgesehen, dass du dafür
    > niemals eine Mehrheit bekommen wirst.

    Das ist doch Endogen. Vor ein paar Jahren hatte die FDP 15% und die Menschen waren für Atomkraft.

    Kann sich alles ändern.

    > Aber:
    > Wenn Leute hier BGE kassieren und im Ausland einkaufen, kippt das System
    > Und hierzulande würde zwangsläufig einiges teurer, so dass vom BGE auch
    > nichts übrig bleiben würde. Das wurde schon zigmal durchgerechnet, und es
    > ist schlicht und ergreifend nicht langfristig finanzierbar.

    Die Rechnung würde ich gerne mal sehen.

    Ob du 624 Mrd für 30 verschiedene Sozialprogramme ausgibst, wie es jetzt der Fall ist, oder nur für einen Posten macht keinen Unterschied, wobei die Bürokratie dabei schon deutlich geringer werden dürfte.

  15. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: DrWatson 11.09.14 - 02:49

    M. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ich bin auch für ein BGE, wobei ich das Modell der negativen
    > > Einkommensteuer für überlegen halte.
    > Da besteht dann aber wieder die erhöhte Gefahr, dass sich Arbeit für
    > Geringverdiener nicht lohnt, da sie dadurch am Ende nur geringfügig mehr
    > als aus der negativen Einkommenssteuer erhalten.

    Das stimmt so nicht. Die negative Einkommensteuer ist nichts anderes als BGE + Flat Tax.

    Mal als Beispiel: 1800 Grundfreibetrag, 30% EK-Steuer

    Wenn du komplett Arbeitslos bist, bekommst du (1800 * 30% + 0 * 70%) = 540¤

    Man kann die Formel
    (Freibetrag * Steuer) + (Brutto * (100%-Steuersatz))

    also auch als (BGE + (Bruttogehalt - Steuer)) sehen.

    Gerechter geht es eigentlich nicht: Alle haben das gleiche Grundeinkommen und alle Zahlen die gleiche Steuer.

    Arbeitest du jetzt in Teilzeit zum Beispiel 10 Std pro Woche für 8¤, also 320¤ p.m. hast du Netto (1800 * 30% + 320 * 70%) = 764. Du hast dein Einkommen also durch 10 Std. Arbeit schon um 40% erhöht. Aufstocken usw. entfällt hier übrigens komplett.

    Die 764 sind nichts anderes als die 540 aus der vorherigen Rechnung + 320¤ abzüglich 30% Steuer.

    Arbeitest du jetzt Vollzeit für 8¤ pro Stunde, bzw. 1280¤ p.m., dann kommst du auf (1800 * 30% + 1280 * 70%) = 1436 netto.

    Das ist für einen Geringverdiener immer noch 200¤ mehr Netto pro Monat, als ohne Transfer. Ganz einfache Rechnung, keine Steuerklassen.

    Nehmen wir nun mal einen Ingenieuer an, der 5000¤ pro Monat verdient, dann bleiben ihm (1800 * 30% + 1280 * 70%) = 4040¤

    Ganz einfach.

    > Ich halte das BGE in Reinform für das beste System. Giesskannenprinzip,
    > Betrag X für jeden Bürger, ungeachtet von Vermögen und Einkommen.

    Da gibt es keinen Unterschied zur negativen Einkommensteuer.

    Der eigentlich Unterschied ist, dass das BGE, so wie es Propagiert wird nur eine halbe Lösung ist.

    D.h. beim BGE wird nur das Sozialsystem vereinfacht, bei der negativen Einkommensteuer wird auch das Steuersystem vereinfacht.

    > Das Grundeinkommen muss so hoch sein, um damit ein bescheidenes Leben zu
    > finanzieren, nicht mehr.

    Genau, das Grundeinkommen definiert das Minimum.

    > Sicher würden dann einige gar nichts mehr tun. Aber viele, gerade besser
    > ausgebildete, schätzen ja ihren Job auch unabhängig vom Lohn.

    Eben.
    Auf der anderen Seite lohnt es sich einfach etwas dazuzuverdienen, weil dein Grundeinkommen nicht sinkt.

  16. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: theonlyone 11.09.14 - 03:00

    Das Grundeinkommen würde ja erstmal nichts besser machen was das reine Gehalt angeht.

    Den wenn "alle" auf jeden fall betrag X bekommen, dann ist das praktisch gleich 0, den es zählt ja nur das was man "mehr" bekommt als den Grundwert.

    Den klar ist auch, so ein Grundeinkommen hätte Auswirkungen auf die Währung allgemein, die Preise allgemein und wenn die Kaufkraft dadurch kurz steigt (weil die Leute "plötzlich" mehr Geld haben) , dann greift die Inflation eben und die Preise steigen genauso, bis das Grundeinkommen praktisch wieder keinen Effekt hat, weil zwar alle ihre sagen wir 1000¤ bekommen, aber das bringt einem garnichts, weil alles eben um den Faktor teurer geworden ist, dass das Grundeinkommen schon wieder verpulvert wird.


    ABER, das ganze Tra-Ra um das wenige Geld ist schon ein gigantischer Bürokratie Wulzt.

    Ich meine ganz ehrlich, wer sich Arbeitslos meldet, der sollte komplett unbürokratisch einfach sein Geld bekommen für eine Zeit.

    Man muss Menschen an die arbeit heranführen ohne zu Schikanieren.

    Das ist das eine.

    Zum anderen muss für eine paar Euro so viel Bürokratie Müll erledigt werden, das ist schlichtweg unzumutbar ; das wird noch lächerlicher wenn man bedenkt, das die ganzen Infos eigentlich sowieso schon beim Staat vorhanden sind ; nur eben bei anderen Stellen ; wäre da die Koordination effektiver (oder überhaupt erstmal existent) , wäre die Bürokratie praktisch um 99% reduziert.

    Schaut euch mal ein Arbeitsamt an, wie viele Leute da einfach "rumsitzen" / "warten" , einfach ausgefragt werden, Blätter ausfüllen, warten die Blätter abzugeben, warten das die Blätter ausgewertet werden, warten das sie alle Daten zusammensuchen und warten das sie Geld bekommen ;
    so eine unnötige Sache, so ein bürokratischer Schwachsinn, der genau garkeinem etwas nützt und die menschen AKTIV daran hindert ihre Situation zu verbessern.

    Beim Kindergeld gehts weiter, jeden Furz anmelden, alle möglichen Extra Zahlungen muss man beantragen, wieder Kilo weiße Blätter ausfüllen, den Mist persönlich abgeben (zu Zeiten an denen kein arbeitender Mensch hin kommt) ; das ganze ist ein Blödsinn ohne Ende ; das muss so einfach wie nur möglich gehalten werden, praktisch nach "Ich brauche Geld für XY" und man bekommt das Geld "vorerst" (kann ja immer noch nachträglich geprüft werden ob da Betrug dahinter steckt, aber unterstellt doch nicht jedem schon VORHER das es Betrug ist, erstmal soll geholfen werden).

    Die paar wenigen die "tatsächlich" aktiv Geld aus dem System ziehen kann man an einer Hand abzählen ; wenn die Bürokratie auf ein Minimum reduziert wird, dann hilft sich der größte Teil der Menschen schonmal selbst und die welche wirklich Hilfe benötigen, um die kann man sich dann getrennt aktiv kümmern, OHNE zu Schikanieren, mit Strafen zu drohen und direkt üble Hintergedanken zu unterstellen.

    ---------------

    Von daher würde ich ein "bedingungsloses Grundeinkommen" nicht wirklich gut heißen.

    Es ist auch gar nicht nötig, da man sofern man die aktuellen Möglichkeiten alle nutzt, sowieso genug Geld bekommt vom Staat.

    Aber genau das wird ja so schwer wie nur möglich gemacht, durch die Unmengen von SonderRegeln, Ausnahmen, Formular 1A bis 0815XYZ und dem ganzen Rattenschwanz an Bürokratie und Zeitverschwendung in Warte-Räumen.

    Reduziert die Bürokratie und der Großteil der Probleme löst sich schon von selbst ; für den Rest der bleibt, kann man dann das Geld wirklich sinnvoll verwenden ; anstatt pauschal für alle irgendwelche "pseudo" Fortbildungsmaßnahmen zu veranstalten, soll man die Leute die wirklich Hilfe brauchen in echte Kurse stecken und die anderen nicht damit belästigen und runterziehen.

  17. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: Sharra 11.09.14 - 03:04

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sharra schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > BGE ist leider sinnlos hierzulande.
    >
    > Eine Begründung wäre jetzt schön.
    Die Begründung folgte weiter unten.
    >
    > > Mal davon abgesehen, dass du dafür
    > > niemals eine Mehrheit bekommen wirst.
    >
    > Das ist doch Endogen. Vor ein paar Jahren hatte die FDP 15% und die
    > Menschen waren für Atomkraft.
    >
    > Kann sich alles ändern.
    Klar kanns sich ändern. Aber solange groß und breit das Erfolgsmodell gemäß Arbeit=Geld propagiert wird, und der Großteil der Bevölkerung das auch so sieht, wird das wohl nichts.
    >
    > > Aber:
    > > Wenn Leute hier BGE kassieren und im Ausland einkaufen, kippt das System
    > > Und hierzulande würde zwangsläufig einiges teurer, so dass vom BGE auch
    > > nichts übrig bleiben würde. Das wurde schon zigmal durchgerechnet, und
    > es
    > > ist schlicht und ergreifend nicht langfristig finanzierbar.
    >
    > Die Rechnung würde ich gerne mal sehen.

    Google ist dein Freund. Es gibt einige Berechnungen, und alle kommen zum Schluss, dass es isoliert machbar wäre, solange wir aber offene Grenzen haben wird das System binnen kurzer Zeit kollabieren.
    >
    > Ob du 624 Mrd für 30 verschiedene Sozialprogramme ausgibst, wie es jetzt
    > der Fall ist, oder nur für einen Posten macht keinen Unterschied, wobei die
    > Bürokratie dabei schon deutlich geringer werden dürfte.

    Ja, das stimmt. Die Bürokratie könnte man nahezu auf 0 zurückfahren, da ja im Grunde nichts verwaltet werden muss. Antrag und Zahlung könnten die Finanzämter übernehmen. (Auch wenn unserer Regierung dafür wieder eine neue Behörde gründen würde...)

    Deine 600-700Mrd sind übrigens die Kosten für das gesamte Sozialsystem. Darunter fallen auch z.B. Krankenkassen. Den Anteil muss man aber aus dem zur "Verfügung" stehenden Pool herausrechnen. Und dann muss man zwangsweise neben einem BGE noch Wohngeld dazurechnen. Denn realistisch wäre ein BGE um die 500-600¤. Davon aber leben UND eine Wohnung mit Nebenkosten etc. bezahlen wird dann leicht utopisch, auch insofern, dass die Mieten derzeit ins uferlose steigen.

    Wie gesagt, mach dir mal die Mühe, und such mal nach Berechnungen und Konzepten, aber nicht von den Leuten die das gerne hätten, sondern von Leuten, die mit der Materie arbeiten. Es hat schon seinen Grund, warum alle Parteien, ausser der Linken derzeit gegen ein BGE sind. Die Linke polarisiert gerne, liefert aber leider keine Möglichkeit, WIE sie es umsetzen würde. Solche Aussagen von Parteien und Gruppen sind nutzlos.

  18. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: M. 11.09.14 - 03:09

    > Die 764 sind nichts anderes als die 540 aus der vorherigen Rechnung + 320¤
    > abzüglich 30% Steuer.
    Das stimmt zwar, beim reinen BGE wäre allerdings ggf. noch ein Steuerfreibetrag zu berücksichtigen, d.h. in deinem Beispiel würde man mit 540 EUR BGE und 320 EUR Verdienst (unterhalb des Freibetrags) auf 860 EUR Netto kommen. Bei der negativen Einkommenssteuer 'zahlt' man Steuern ab dem ersten verdienten Euro. Wenn der Steuersatz recht niedrig ist, kann man das machen. Allerdings müsste man dann gleichzeitig auch die 'Flat Tax' (die eigentlich nicht flach, sondern linear ist) einführen, damit das System funktioniert. Nicht, dass ich da was dagegen hätte, aber das ist noch unwahrscheinlicher als ein BGE.

  19. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: M. 11.09.14 - 03:19

    > Und dann muss man zwangsweise
    > neben einem BGE noch Wohngeld dazurechnen. Denn realistisch wäre ein BGE um
    > die 500-600¤. Davon aber leben UND eine Wohnung mit Nebenkosten etc.
    > bezahlen wird dann leicht utopisch, auch insofern, dass die Mieten derzeit
    > ins uferlose steigen.
    Nein, die Idee ist ja gerade, dass mit dem BGE *alle* staatlichen Sozialleistungen pauschal abgegolten sind. Ggf. müsste das BGE halt noch 100 EUR höher sein, und ich schätze, von 600-700 EUR könnte man in DE schon leben, inklusive (1-Zimmer-)Wohnung. Und nicht vergessen: Es wird nichts 'bedarfsgerecht angerechnet' oder so, was man dazu verdient, kommt noch dazu.

  20. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: PampelHampel 11.09.14 - 03:26

    Kommt aufs Modell drauf an, Negative Einkommenssteuer wäre da je nach modell realistischer da mit einkommen verrechnet der Staatshaushalt nicht so groß sein müsste.

    Den Maschinen die Arbeit, uns die Freiheit ! Grundeinkommen für alle !

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