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Keine Beweise, falsche Argumente und unverhältnismäßig hartes Vorgehen

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  1. Keine Beweise, falsche Argumente und unverhältnismäßig hartes Vorgehen

    Autor: eddie8 21.07.18 - 14:38

    "Auf Mobilgeräten mit Windows dagegen nutzten über 75 Prozent aller User die durch Microsoft vorinstallierte Suchmaschine Bing."

    Hätte Windows Phone/Mobile/10 einen vergleichbaren Marktanteil, wäre die Aussage korrekt! Aber die Masse (der Durchschnittsnutzer) hat kein Windows-Smartphone gekauft, sondern im wesentlichen Nutzer, die ganz gezielt Microsoft/Windows haben WOLLEN. Und selbst von diesen von Microsoft überzeugten Nutzern ist 1/4 wieder zur Google Suchmaschine gewechselt, so lesen sich die gleichen Zahlen plötzlich ganz anders!

    "Ohne den Playstore lässt sich ein Android-Smartphone heute kaum verkaufen."
    Auch das ist falsch: Amazon Fire Tablets und der chinesische Markt beweisen das Gegenteil: Amazon vertreibt genauso Android-Apps wie Google, und der Play Store ist in China komplett gesperrt und trotzdem werden jede Menge Android Geräte mit alternativen Stores verkauft.


    Google-Gängelung der Hersteller: Alle Behauptungen der EU sind bislang nicht bewiesen: KEIN EINZIGER Hersteller hat sich zu Wort gemeldet, und den Sachverhalt als korrekt hingestellt. Wenn es wirklich so wäre, wie die EU behauptet, dann müssten die Hersteller doch dieses Urteil lobend aufgreifen? Wenn ein Hersteller die Google-Dienste gegenüber dem FireOS bevorzugt, KANN es ja auch Gründe der Qualität/Brauchbarkeit haben, oder muss heutzutage jede Entscheidung gleich ein Verbrechen zur Ursache haben?

    Sollten die Behauptungen belegbar sein und zutreffen, dann wäre in der Tat eine Abmahnung fällig mit der Auflage, sich anders zu verhalten. Aber direkt eine Strafe? Microsoft hatte damals mehrfach Abmahnungen wg. dem IE bekommen, und erst DANN eine Strafe, die auch noch 1/8 der aktuellen Strafe sind. Gleichbehandlung ist das auch nicht! Zusammen mit den beiden o.g. falschen Argumenten frage ich mich umso mehr, ob die Behauptungen, auf denen die Strafe begründet ist, überhaupt korrekt sind? Wo sind die Beweise dafür? Wirklich nur falsche Behauptungen/Beobachtungen? Kann man DERART LEICHT ein Bußgeld über solch hohe Strafen in der EU verhängen???

    Zu guter letzt hat Pichar mit mindestens einem Punkt Recht: Das Bußgeld- auch wenn das in keinster Weise der Sachverhalt ist, worum es beim Bußgeld geht - ist ein FURCHTBAR FALSCHES Signal gegen freie und für proprietäre Software: Microsoft ist mit Windows nachwievor Monopolist im Desktop, dass es in Windows 10 komplizierter ist also zuvor den Browser und die Suchmaschine zu wechseln, dass man mit Warnungen davor abgehalten wird, das spielt keine Rolle! Ja, ich weiß, Bing ist bei den Suchmaschinen eben kein Monopolist, aber eine Ursache in Bereich A kann auch eine Wirkung in einem anderen Bereich B haben, und auch dies hätte die EU bei dem Bußgeld vorab bedenken müssen! Statt dessen werden aber die eigenen Regeln der EU, die ja laut eigener Aussage für jeden gelten, von der EU selbst überhaupt nicht beachtet, vgl. Ausschreibungsrecht: Und schon wieder zu Gunsten von Microsoft / proprietärer Software!

  2. Re: Keine Beweise, falsche Argumente und unverhältnismäßig hartes Vorgehen

    Autor: tomate.salat.inc 21.07.18 - 15:27

    Meine Lieblingspassage ist ja die hier:

    "... "Ein typischer Android-Nutzer installiert in Wirklichkeit rund 50 Apps selbst nach", argumentiert Pichai dagegen und verweist auf die über 100 Millionen Mal, die Firefox und Opera Mini aus dem Playstore heruntergeladen wurden. "

    Wenn man keine Zahlen hat, dann erfindet man also welche basierend auf zahlen die so direkt damit überhaupt nix zu tun haben? Damit stelle ich einfach mal alles in Frage, was diese Frau behauptet!

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