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Quoten-Bullshit

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Re: Quoten-Bullshit

    Autor: Clown 28.10.21 - 10:16

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du meinst, du kannst dir die wenigen aus allen damit befassten Studien
    > raussuchen, die irgendetwas in dieser Richtung hergeben, die dann noch mit
    > bösem Willen unzulässig absolut setzen, und das dann als die einzige
    > Wahrheit verkünden.

    "We now know that DNA differences are the major systematic source of psychological differences between us. Environmental effects are important but what we have learned in recent years is that they are mostly random – unsystematic and unstable – which means that we cannot do much about them." ~ Plomin (2018, xii)

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  2. Re: Quoten-Bullshit

    Autor: Clown 28.10.21 - 10:31

    Richtig. Prägung findet per Definition ausschließlich in der Sozialisierungsphase statt.

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  3. Re: Quoten-Bullshit

    Autor: Clown 28.10.21 - 10:34

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach, und noch ein Fehler: Wenn heute der Frauenanteil im Informatikstudium
    > 20% beträgt, während der zu meiner Zeit noch einstellig war, ist "ohne
    > Erfolg" wohl doch auch eher falsch.

    Während ich verstehe, dass Du auf diese Schlussfolgerung kommst, lassen die Zahlen alleine aber gar keinen solchen Schluss zu. Korrelation vs Kausalität.

    Während meines Studium war die Zahl auch noch einstellig. Schön, dass sich das jetzt besser verteilt.

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  4. Re: Quoten-Bullshit

    Autor: demon driver 28.10.21 - 11:56

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ach, und noch ein Fehler: Wenn heute der Frauenanteil im Informatikstudium
    > > 20% beträgt, während der zu meiner Zeit noch einstellig war, ist "ohne
    > > Erfolg" wohl doch auch eher falsch.
    >
    > Während ich verstehe, dass Du auf diese Schlussfolgerung kommst, lassen die
    > Zahlen alleine aber gar keinen solchen Schluss zu. Korrelation vs
    > Kausalität.

    Mein Einwand war richtig, er hätte lediglich präziser formuliert werden können: eine Annahme, die Bemühungen zur Steigerung der Frauenanteile seien "ohne Erfolg" gewesen, ist aufgrund der tatsächlichen Entwicklung der Frauenanteile nicht haltbar. Es wäre theoretisch denkbar, dass die Bemühungen nicht das Geringste mit der Entwicklung zu tun hatten oder haben, aber es lässt sich ganz sicher nicht ausschließen. Und die Annahme, dass das Gegenteil richtig sein könnte, ist mindestens naheliegend.

    > Während meines Studium war die Zahl auch noch einstellig. Schön, dass sich
    > das jetzt besser verteilt.

    Ja.

  5. Re: Religion, Ideologie, PC und woke-neß?

    Autor: demon driver 28.10.21 - 11:59

    hevilp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zu 1.: Das ist kein konkretes Hindernis.

    So what? Es war nie spezifisch von "konkreten" Hindernissen die Rede, was auch immer du unter "konkret" in diesem Kontext verstehen willst. Es war von "Hindernissen" die Rede.

    > Nach der Auffassung gibt es dann für dich kein Geschlecht mehr?
    > Ist ja alles anerzogen?

    Nein. Womit soll ich das gesagt haben?

    > zu 2.2: Das dort viele Männer sitzen, ist in Hindernis?
    > Ich musste hart lachen [...]

    Danke für die Bestätigung.

  6. Re: Quoten-Bullshit

    Autor: mnementh 28.10.21 - 12:37

    Gambolputty schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann zitier mir doch mal die Forschung, die belegt, dass angeborene
    > Geschlechterunterschiede einen Unterschied von ca. 40 Prozentpunkten zur
    > Gleichverteilung erklären.

    Das war nicht was Du sagtest, sondern:
    > Wenn wir davon ausgehen, dass Frauen
    > nicht von Geburt aus eine biologisch bedinkte Abneigung gegenüber
    > technischen Berufen haben

    Aussagen mit Prozenten sind sowieso ohne den richtigen Kontext nahezu wertlos. Vor 100 Jahren war der Einfluss der Gesellschaft auf die Berufswahl von Frauen größer als er heute ist, weshalb im Vergleich die Gene heute eine größere Rolle spielen. Das negiert auch nicht den gesellschaftlichen Einfluss, was ich ja auch nicht tat. Du dagegen hast in Deiner ursprünglichen Aussage den biologischen Einfluss komplett negiert, was halt der wissenschaftlichen Erkenntnis entgegensteht. Wenn Du jetzt Deine Aussagen aufweichst dann ist das gut, denn es passt besser zur bekannten Forschungslage.

  7. Re: Quoten-Bullshit

    Autor: demon driver 28.10.21 - 12:39

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Du meinst, du kannst dir die wenigen aus allen damit befassten Studien
    > > raussuchen, die irgendetwas in dieser Richtung hergeben, die dann noch mit
    > > bösem Willen unzulässig absolut setzen, und das dann als die einzige
    > > Wahrheit verkünden.
    >
    > "We now know that DNA differences are the major systematic source of
    > psychological differences between us. Environmental effects are important
    > but what we have learned in recent years is that they are mostly random
    > – unsystematic and unstable – which means that we cannot do
    > much about them." ~ Plomin (2018, xii)

    Selbst wenn das tatsächlich der breit akzeptierte "Stand der Wissenschaft" wäre, was ich so auch weiterhin nicht akzeptiere, auch den in dem Satz liegenden Schluss nicht, ist das nicht genug für die Behauptung einer genetisch vom Geschlecht vorbestimmten Neigung oder Abneigung zu bzw. gegen "Technik" oder "MINT-Fächer", zumal derselbe Text erklärt, dass Verhaltensmuster in der Regel nicht von ein paar wenigen Genen bestimmt werden.

  8. Re: Quoten-Bullshit

    Autor: gaym0r 28.10.21 - 12:41

    KnutRider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zerzadha schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > KnutRider schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > >Vielleicht will sie nur Anreize für Frauen schaffen. Ist doch legitim.
    > > Das wird doch bereits seit 20 Jahren mit viel verbranntem Geld und ohne
    > > Erfolg gemacht.
    > > Das ist wie mit den ganzen Kommunisten. Irgendwann muss man doch mal
    > > merken, dass es nicht klappt. Frauen wollen in der Breite halt lieber
    > was
    > > mit Menschen machen als mit Computern.
    > Das heißt aber noch lange nicht das zB geschlechtsneutral erzogen wird.

    XD mmd

  9. Re: Religion, Ideologie, PC und woke-neß?

    Autor: hevilp 28.10.21 - 13:35

    Ich (der Fragensteller) wollte Hindernisse von dir Wissen.
    Du hast drauf geantwortet, aber nichtssagend.
    Ich(der Fragensteller) sage dir, das ist nicht konkret genug.
    Du sagst, konkrete sollte es nicht sein.
    Doch sollte es, vllt habe ich meine Frage zu weich formuliert, du hättest nachlegen können, konntest du aber nicht.
    Soweit ich das im Forum überblicke bist du sehr weit links und dadurch verbohrt. Übrigens ich bin auch links.... Aber mit solchen Scheinargumenten hilft man niemanden, nicht mal denen für die du deine Stimme erhebst
    Bsp: Ein Hindernis ist ein NC. Ein Hindernis ist eine Treppe als Rollstuhlfahrer.
    Mehr Personen in einem Raum ist kein Hindernis. Das Problem: Du nennst Argumente die keine sind und machst damit eine Diskussion überflüssig, vermutlich selbst wenn du in einer Weise recht hättest.

  10. Re: Quoten-Bullshit

    Autor: Clown 28.10.21 - 13:56

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Selbst wenn das tatsächlich der breit akzeptierte "Stand der Wissenschaft"
    > wäre, was ich so auch weiterhin nicht akzeptiere, auch den in dem Satz
    > liegenden Schluss nicht, ist das nicht genug für die Behauptung einer
    > genetisch vom Geschlecht vorbestimmten Neigung oder Abneigung zu bzw. gegen
    > "Technik" oder "MINT-Fächer",

    Ich kann ja auch nur das widerspiegeln, was ich u.a. dort lese. Davon ausgehend, dass die Majorität der behavioralen Muster tatsächlich genetischen Ursprungs sind, liegt es mindestens nahe, dass auch Präferenzen im Sinne der (Ab-)Neigung mindestens zu einem großen Teil genetisch veranlagt sind. Auch liegt es nahe, dass Studien, die einen genetischen Einfluss grundsätzlich ausschließen oder auch stark herunterspielen, platt formuliert falsch liegen.
    Aber trotzdem wird - da geb ich Dir recht - ein gewisser Anteil Erziehung und Sozialisierung eine Rolle spielen (das ist ja auch aus dem Text zu lesen). Gekrönt wird dies aber durch die Fähigkeit sich selber weiterzuentwickeln und damit den beiden anderen Voraussetzungen entgegenzuwirken. Meines Erachtens wird das noch zu wenig beleuchtet.

    > zumal derselbe Text erklärt, dass
    > Verhaltensmuster in der Regel nicht von ein paar wenigen Genen bestimmt
    > werden.

    Das passt ja auch zur Forschung genetischer Unterschiede zwischen den Geschlechtern oder auch Ethnien.

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  11. Re: Quoten-Bullshit

    Autor: demon driver 28.10.21 - 14:43

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Selbst wenn das tatsächlich der breit akzeptierte "Stand der Wissenschaft"
    > > wäre, was ich so auch weiterhin nicht akzeptiere, auch den in dem Satz
    > > liegenden Schluss nicht, ist das nicht genug für die Behauptung einer
    > > genetisch vom Geschlecht vorbestimmten Neigung oder Abneigung zu bzw. gegen
    > > "Technik" oder "MINT-Fächer",
    >
    > Ich kann ja auch nur das widerspiegeln, was ich u.a. dort lese. Davon
    > ausgehend, dass die Majorität der behavioralen Muster tatsächlich
    > genetischen Ursprungs sind, liegt es mindestens nahe, dass auch Präferenzen
    > im Sinne der (Ab-)Neigung mindestens zu einem großen Teil genetisch
    > veranlagt sind. Auch liegt es nahe, dass Studien, die einen genetischen
    > Einfluss grundsätzlich ausschließen oder auch stark herunterspielen, platt
    > formuliert falsch liegen.
    > Aber trotzdem wird - da geb ich Dir recht - ein gewisser Anteil Erziehung
    > und Sozialisierung eine Rolle spielen (das ist ja auch aus dem Text zu
    > lesen). Gekrönt wird dies aber durch die Fähigkeit sich selber
    > weiterzuentwickeln und damit den beiden anderen Voraussetzungen
    > entgegenzuwirken. Meines Erachtens wird das noch zu wenig beleuchtet. [...]

    Ok. Wobei ich weiterhin skeptisch bin, was die Behauptung angeht, dass "die Majorität der behavioralen Muster tatsächlich genetischen Ursprungs" sei, zumal ich meine, dass "Verhaltensmuster" tendenziell deutlich simplere Aspekte menschlichen Verhaltens meinen als sowas wie ein Interesse für Technisches vs. eine Ablehnung von Technischem. Ich tendiere da auch zu der Annahme, dass Interesse (für alles!) bei Kindern gleich welchen Geschlechts grundsätzlich ja doch eigentlich das "Normale" ist, das einem Kind erst mal – selektiv oder, noch schlimmer, pauschal – abtrainiert werden müsste...

    Das Ganze sieht für mich aber tatsächlich so aus, als hätte sich der wissenschaftliche Nature-v.-Nurture-Diskurs mehr zugunsten von genetischem Einfluss verschoben, als das große Teile der damit befassten Wissenschaften noch vor einigen Jahren für möglich hielten, und da werde ich mir wohl nochmal ein bisschen Arbeit machen müssen, um mich auf einen aktuellen Stand zu bringen. Insofern danke für den Hinweis.

  12. Re: Religion, Ideologie, PC und woke-neß?

    Autor: demon driver 28.10.21 - 14:55

    hevilp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich (der Fragensteller) wollte Hindernisse von dir Wissen.
    > Du hast drauf geantwortet, aber nichtssagend.
    [...]
    > Mehr Personen in einem Raum ist kein Hindernis
    [...]

    Tut mir leid, aber da hast du in so vielen Punkten Unrecht, dass ich mir nicht mehr die Mühe mache, im Einzelnen darauf einzugehen.

    Nur soviel. Du bestehst hier auf einem selbstdefinierten, künstlich eingeengten Hindernisbegriff, obwohl der Begriff schon im allgemeinen, erst recht im wissenschaftlichen Sprachgebrauch viel mehr umfasst. Nämlich alles, was irgendetwas be- oder verhindert. Beide von mir beispielhaft genannte Aspekte gehören selbstverständlich dazu und speziell der erste war bereits Gegenstand entsprechender wissenschaftlicher Ergebnisse zum diskutierten Thema. Und wenn junge Frauen sich inmitten einer riesigen Überzahl ungewaschener Neckbeards mit schlechten Manieren und mindestens latent frauenfeindlichen Ansichten nicht wohlfühlen, dann ist das ein objektives Hindernis. Im Grunde sogar ein höchst konkretes. Und daran ändert sich genau nichts, wenn irgendjemand kommt und sagt, das "ist kein Hindernis". (Und mit irgendjemandes politischer Haltung oder Position hat das Ganze auch sehr wenig zu tun, die tut hier überhaupt nichts zur Sache.)

  13. Ich nehme jetzt mal deine Hindernissdefinition

    Autor: HierIstMarco 28.10.21 - 15:39

    Nehmen wir mal deine allgemeine Hindernissdefinition:

    Ein Hinderniss H ist etwas, das X dabei behindert, Y zu erreichen.

    Y instantiiere ich jetzt mal mit dem Informatik-Master.

    Die Definition eines Abschlusses sehe ich so: Ein Abschluss Y bestätigt dem Abschlusshalter gewisse Fähigkeiten, Hindernisse H selbstständig meistern zu können.

    Diese Definition muss sein, denn andernfalls wäre Y beliebig, denn 100% der Menschen könnte sich mit Y schmücken.

    Was genau unterscheidet nun deine sogenannten ungewaschenen Nerds H1 (kenne ich nicht in meinem Studiengang) von der LinAlg-Prüfung H2, welche die erlernten Mathematikfähigkeiten abprüft?

    Wenn H2 jemanden von der IT abhällt, so ist diese Person nicht geeignet.

    Schauen wir uns H1 an, so kann man durchaus den selben Schluss ziehen, denn es ist ein deutlich niedrigeres Hinderniss, und wenn dieses bereits nicht gemeistert wird, ist man vielleicht wirklich gut in anderen Bereichen aufgehoben, in denen solche Hindernisse nicht existieren. Vor allem, wenn auch soziale Fähigkeiten wichtig sind, und zu diesen Fähigkeiten gehört eben auch der Umgang mit unterschiedlichen Arten von Menschen. Und die Fähigkeit, persönliche Abneigungen hier zu überwinden, ist in IT-Teams besonders wichtig.

  14. Re: Religion, Ideologie, PC und woke-neß?

    Autor: mnementh 28.10.21 - 15:53

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wenn junge Frauen sich inmitten einer riesigen
    > Überzahl ungewaschener Neckbeards mit schlechten Manieren und mindestens
    > latent frauenfeindlichen Ansichten nicht wohlfühlen, dann ist das ein
    > objektives Hindernis. Im Grunde sogar ein höchst konkretes.
    Whoah, dafür dass Du angeblich gegen Stereotype kämpfst packst Du plötzlich selbst sehr viele auf den Tisch. Um mal auf den Boden zu kommen: wir reden hier von Studenten im Informatik-Studiengang, nicht vom jährlichen Incel-Treffen. Du unterstellst hier den Studenten gerade unhygienisch und frauenfeindlich zu sein (ohne irgendein Indiz dafür zu liefern). Fahr mal gerade Deine Aggressivität so 80% runter und schau Dir aml eine echte Uni an, nicht die die anscheinend in Deinem Kopf existiert.

  15. Re: Ich nehme jetzt mal deine Hindernissdefinition

    Autor: demon driver 28.10.21 - 16:09

    HierIstMarco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Schauen wir uns H1 an, so kann man durchaus den selben Schluss ziehen, denn
    > es ist ein deutlich niedrigeres Hinderniss

    Mindestens drei grobe sachlich-logische Fehler allein schon in diesem Teil.

    Erstens begründest du hier den Anspruch, dass die Meisterung einer beliebigen Begleiterscheinung eines Studiums auch legitime Anforderung zur Erreichung des Abschlusses sei, mit der bloßen Existenz dieser Begleiterscheinung. Mit der Logik ließe sich noch jede zusätzliche, künstliche Unzumutbarkeit im Hörsaal einführen und dann behaupten, ist halt so, gehört halt zum Studium.

    Zweitens ignorierst du den Aspekt, dass Frauen und Männer von der angesprochenen Begleiterscheinung unterschiedlich stark betroffen sind, und versuchst zu argumentieren, wer den Abschluss will, muss da halt durch. Allein der Denkansatz ist schon doppelt falsch, denn nicht nur verstößt er gegen den gesellschaftlichen, rechtlich garantierten Gleichstellungsgrundsatz, sondern war auch in der Essenz gar nicht das Thema. Thema war nicht, wer was soll, sondern was wen wovon abhält. Ob jemand sich von irgendwas nicht abhalten lassen sollte, weil du das so siehst, ist nicht Gegenstand der Diskussion – allein dass es stattfindet, ist entscheidend. Oder anders: du bezweifelst faktisch gar nicht meine Feststellung, dass es sich um ein Hindernis handelt, sondern sagst nur "das gehört so".

    Und drittens ist "deutlich niedrigeres Hindernis (sic)" nicht nur schon wegen Zweitens irrelevant, sondern nur eine Behauptung. Dir steht diese Bewertung überhaupt nicht zu.

  16. Re: Religion, Ideologie, PC und woke-neß?

    Autor: demon driver 28.10.21 - 16:10

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und wenn junge Frauen sich inmitten einer riesigen
    > > Überzahl ungewaschener Neckbeards mit schlechten Manieren und mindestens
    > > latent frauenfeindlichen Ansichten nicht wohlfühlen, dann ist das ein
    > > objektives Hindernis. Im Grunde sogar ein höchst konkretes.
    > Whoah, dafür dass Du angeblich gegen Stereotype kämpfst packst Du plötzlich
    > selbst sehr viele auf den Tisch. Um mal auf den Boden zu kommen: wir reden
    > hier von Studenten im Informatik-Studiengang, nicht vom jährlichen
    > Incel-Treffen. Du unterstellst hier den Studenten gerade unhygienisch und
    > frauenfeindlich zu sein (ohne irgendein Indiz dafür zu liefern). Fahr mal
    > gerade Deine Aggressivität so 80% runter und schau Dir aml eine echte Uni
    > an, nicht die die anscheinend in Deinem Kopf existiert.

    Hahaha, fühlst du dich beleidigt?

  17. Re: Quoten-Bullshit

    Autor: mnementh 28.10.21 - 16:32

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Ganze sieht für mich aber tatsächlich so aus, als hätte sich der
    > wissenschaftliche Nature-v.-Nurture-Diskurs mehr zugunsten von genetischem
    > Einfluss verschoben, als das große Teile der damit befassten Wissenschaften
    > noch vor einigen Jahren für möglich hielten, und da werde ich mir wohl
    > nochmal ein bisschen Arbeit machen müssen, um mich auf einen aktuellen
    > Stand zu bringen. Insofern danke für den Hinweis.
    Die Frage ist von welchen Wissenschaftlern Du redest. Denn in der Biologie, den Neurowissenschaften und großen Teilen der Psychologie wurde die Idee dass Eigenschaften biologisch verdrahtet sind nie verworfen. Natürlich nicht allein, es ist offensichtlich dass Lernen auch Einfluss hat.

    Allerdings gab es Bereiche der Soziologie, und in Teilen auch Psychologie, wo eine Tabula-Rasa-Theorie Fuss fasste, nämlich dass die Biologie nur einen sozusagen leeren Computer bereitstellt, und alle Inhalte und Programmierungen nur durch Lernen erfolgen (um einen IT-Vergleich zu bringen). Diese Theorie war aber immer nur postuliert, niemals durch tatsächliche empirische Daten belegt. In dem Maße in dem diese Theorien sich verbreiteten eckten sie bei Neurobiologen und Psychologen an, die dann entsprechend empirische Daten sammelten. Die halt dann recht eindeutig belegen, dass es einen genetischen Einfluss auf unsere Persönlichkeit, unser Verhalten und unsere Interessen gibt.

    Insofern, auf *welche* Wissenschaftler man hier hörte macht einen Unterschied.

    Ich denke, die Postulierung dass Biologie keinen Einfluss auf unsere geistigen Attribute hat war eventuell ein Resultat, dass man sich vom faschistischen Sozialdarwinismus abgrenzen wollte (der auf seine ganz eigene Weise komplett unwissenschaftlich ist). Aber das Postulat dass wir mit faktisch leerem Hirn auf die Welt kommen, dass dann durch Erziehung gefüllt wird ist auch komplett unwissenschaftlich gewesen, eine reine Annahme ohne Belege.

    Ich denke auch, dass der Konflikt Nature vs. Nurture von Laien oft ins Extrem getrieben wird - entweder ist alles genetisch oder alles Erziehung. Die Realität sieht da halt anders aus, beides hat signifikanten Einfluss. An manchen Stellen das eine mehr, an anderen das andere. Aber soweit ich es weiß, gibt es keinen Bereich der nur ausschließlich durch das eine bedingt wird.

    Zum Abschluss: ich bin immer skeptisch mit Prozentangaben, die sind meist sehr konkret auf etwas in der jeweiligen Studie gemünzt. Mein Problem damit ist, uist dass der reale Effekt nicht stabil ist. Im Mittelalter hatte das Kind eines Adeligen bessere Vorraussetzungen als ein Bauernkind. Das Adelskind hatte ausreichend Nahrung, einen Privatlehrer, keine Sorgen. Das Bauernkind dürfte eher mit Arbeit als mit Lernen beschäftigt gewesen sein. Dass unter diesen Vorraussetzungen der gesellschaftliche Einfluss jede genetische Anlage überflügelt ist relativ klar. Heute haben Kinder nicht die gleichen Voraussetzungen, aber deutlich besser angegelichene. Alle sollten zumindest hierzulande genug zu Essen und Bildung erhalten. Unter diesen Umständen können sich genetische Veranlagungen deutlich stärker zu ihrem vollen Potential entfalten. Wenn wir annehmen, dass wir in Zukunft alle gesellschaftlichen Einflüsse komplett entfernen (erscheint mir unmöglich, aber wer weiß), dann wären alle Unterschiede nur noch durch die Gene bedingt. Also dann hätten wir 100% genetischen Einfluss. Deshalb bin ich mit den Prozenten skeptisch, das verschiebt sich beständig in dem Maße in dem sich unsere Gesellschaft ändert.

    Links:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Tabula_rasa#Science
    https://en.wikipedia.org/wiki/Nature_versus_nurture

  18. Re: Religion, Ideologie, PC und woke-neß?

    Autor: mnementh 28.10.21 - 16:36

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mnementh schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > demon driver schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Und wenn junge Frauen sich inmitten einer riesigen
    > > > Überzahl ungewaschener Neckbeards mit schlechten Manieren und
    > mindestens
    > > > latent frauenfeindlichen Ansichten nicht wohlfühlen, dann ist das ein
    > > > objektives Hindernis. Im Grunde sogar ein höchst konkretes.
    > > Whoah, dafür dass Du angeblich gegen Stereotype kämpfst packst Du
    > plötzlich
    > > selbst sehr viele auf den Tisch. Um mal auf den Boden zu kommen: wir
    > reden
    > > hier von Studenten im Informatik-Studiengang, nicht vom jährlichen
    > > Incel-Treffen. Du unterstellst hier den Studenten gerade unhygienisch
    > und
    > > frauenfeindlich zu sein (ohne irgendein Indiz dafür zu liefern). Fahr
    > mal
    > > gerade Deine Aggressivität so 80% runter und schau Dir aml eine echte
    > Uni
    > > an, nicht die die anscheinend in Deinem Kopf existiert.
    >
    > Hahaha, fühlst du dich beleidigt?
    Ich bin kein Student mehr. Aber wenn ich es wäre, wäre ich dann eine zu empfindliche Schneeflocke oder wäre das eine angemessene Reaktion auf Deine stereotypische Darstellung? Hältst Du eine Empörung gegen vereinfachende und beleidigende stereotypische Darstellungen für überzogen oder berechtigt?

  19. Re: Ich nehme jetzt mal deine Hindernissdefinition

    Autor: HierIstMarco 28.10.21 - 16:43

    Zu Erstens: Ein Studium ist nicht nur ein Berufsabschluss. Ein Studium garantiert eine gewisse Reife. Dazu zählt der Umgang mit Menschen (eine Eigenschaft die witzigerweiße immer Frauen im zusammenhang mit "sozial" zugeschrieben wird, und die sich wohl in der hohen Quote der sozialen Studiengänge ausdrückt, hier aber plötzlich Frauen abhalten soll). Auch dazu zählen andere Begleiterscheinungen, etwa die Semesterplanung (Organisationstalent) , das Üben von nicht-fachlichen Aspekten (Präsentationsskills, Netzwerken, etc.), die erste eigene Wohnung mit allen zugehörigen Haushaltsfähigkeiten, der Umgang mit der Univerwaltung, und vieles mehr.

    Zu Zweitens: Da sind sie schon wieder, die Unterschiede. Warum sind Frauen von unangenehmen Persönlichkeiten stärker betroffen als Männer? Damit hast du erstens den selben Fehler begangen, wie ich bei der Beurteilung der Hindernisse. Entweder, man ist betroffen oder nicht. Aber niemals stärker, wenn ich mir das nicht anmaßen darf, dann gilt das auch für dich bei der Hindernissbeurteilung. Zweitens, wäre es dann nicht gut für Frauen, einen Beruf zu wählen, in dem man garnicht betroffen wäre, statt den Beruf zu verändern und Frauen in die Informatik zu nötigen?

    Zu drittens gebe ich dir vollkommen Recht. Ich habe das nicht zu beurteilen, ob die Ersti-Siebklausuren mit >60% Durchfallquote oder die Mitstudenten das größere Übel sind. Das steht mir nicht zu, tut mir leid. Ich halte jedoch die Fähigkeiten, beides zu meistern, für absolut essentiell für eine reife Persönlichkeit, die im Arbeitsleben jegliches Hinderniss überwinden kann und damit die Firma und uns alle voranbringt.

    Im Übrigen ist dies meine letzte Antwort, denn ich muss mnementh zustimmen. Jemand, der meint, irgendwelche Vorurteile und Menschentypen würden Frauen vom Studium abhalten, sollte zuallererst an seinen eigenen Vorurteilen arbeiten, bevor er irgendwelchr Maßnahmen für andere fordert. Dass du ihm mit sowas:

    "Hahaha, fühlst du dich beleidigt?"

    konntern musst, entbehrt jeder Sachlichkeit.

  20. Re: Religion, Ideologie, PC und woke-neß?

    Autor: hevilp 29.10.21 - 07:15

    Gut das du überhaupt keine Vorurteile hast.

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