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Bis zu 50% Abbrecherquote?

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  1. Bis zu 50% Abbrecherquote?

    Autor: Butterfinger 25.11.11 - 15:19

    Da würd mich doch wirklich mal genauer interessieren, in welchen Regionen Deutschlands diese Zahlen zustande kommen. Hab selber noch nicht so lange meinen Abschluss, aber da waren aber ganz andere Zahlen zu bemerken. Von ca. 130 Anfängern in meinem Informatikstudiengang haben gerade mal 8 inklusive mir, den Abschluss geschafft. In allen Informatikstudiengängen aus dem gesamten Jahr waren es gerade mal 34 Absolventen. Allerdings weiß ich nicht wieviele da überall ursprünglich angefangen hatten.

    Vielleicht kommen die niedrigen Zahlen auch zustande, dass nur "echte" Abbrecher gezählt werden. Also Leute, die danach tatsächlich nicht mehr studieren. Es gibt nämlich neuerdings einen Trend, genauer gesagt seit dem Bachelor. Die oberen Semester sind da praktisch leer (kann mich nur auf meine Hochschule beziehen). In den unteren wechseln die Leute spätestens im 3 Semester den Studiengang, weil sie einfach nichts zusammen bekommen. Deshalb platzen die unteren Semester auch aus allen Nähten. Einige Studiengänge sind derzeit sogar auslaufend, weil in den oberen Semestern nicht genug Studenten zusammenkommen.

    Meine Beobachtungen beziehen sich allerdings nur auf Informatik. Die BWLer z.B. bekommen die Abschlüsse reihenweise geschenkt. Komischer Weise müssen die aber auch z.B. gerade mal halb soviel Mathe machen, wie die Informatiker. Als ob die Welt noch mehr Wirtschafter brauchen würde, die nicht rechnen können...

  2. Re: Bis zu 50% Abbrecherquote?

    Autor: Jonah Ltd. 25.11.11 - 15:34

    Die Berufswahl ist frei und -grundsätzlich- auch die Wahl der Ausbildung. Wenn man sich zum BWLer oder Germanisten ausbilden lassen will, dann darf man das gerne tun. In beiden Bereichen gibt es keinen Mangel an Absolventen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen (Angebot bzw. Nachfrage). Entsprechend sehen dort die Arbeitsverhältnisse aus. Einen Informatiker kriegt man mit einem befristetem Vertrag und unterdurchschnittlicher Bezahlung nicht mal in eine Einstiegsposition, bei BWLern ist das üblich. Wenn man im Studium dickere Bretter bohrt, kriegt man die Belohnung hinterher. Jedem, wie es ihm gefällt.

  3. Re: Bis zu 50% Abbrecherquote?

    Autor: Butterfinger 25.11.11 - 15:49

    Stimmt schon, als Informatiker bekommt zur Zeit wahre Traumgehälter, 45.000 - 55.000 Einstiegsgehalt sind die Regel für Leute mit guten Abschlüssen. Dabei spielt die Art des Abschlusses auch gar keine entscheidende Rolle mehr. Allerdings ist das Stand heute^^ Die, die heute ihr Studium anfangen, werden davon in 3 - 4 Jahren wahrscheinlich nichts mehr sehen. In vielen derzeit durch China boomenden Branchen werden hierzulande nur Luftschlösser gebaut. Das hält nicht auf Dauer.

  4. Re: Bis zu 50% Abbrecherquote?

    Autor: gauss 25.11.11 - 15:53

    Butterfinger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stimmt schon, als Informatiker bekommt zur Zeit wahre Traumgehälter, 45.000
    > - 55.000 Einstiegsgehalt [...]

    hast du da eine quelle an der hand? ich hätte das niedriger eingeschätzt

  5. Re: Bis zu 50% Abbrecherquote?

    Autor: Gu4rdi4n 25.11.11 - 15:56

    ich denke er meint Studierte einsteiger ;) Ich sage mal aus erfahrung, dass normal ausgelernte an die 25 - 35 k bekommen. So wars bei mir auch

  6. Re: Bis zu 50% Abbrecherquote?

    Autor: Butterfinger 25.11.11 - 16:05

    Google einfach mal "Einstiegsgehalt Informatik" da findest genug. Sonst kann Ichs dir nur aus eigener Erfahrung berichten. Hab damals freiwillig direkt den Bachelor angefangen und verdiente im ersten Job mit Bonus im Schnitt knapp über 50.000. Sicher spielt die Branche auch eine entscheidende Rolle, hätte vermutlich besser rüberkommen müssen.

    Mein Tipp heute: Dass der Bachelor kein Popelstudum, sondern ziemlich hart ist hat sich weitgehend herumgesprochen. Also lasst euch bei Gehaltsverhandlungen nicht darauf festnageln. Euer erstes Gehalt ist ganz entscheidend für euren späteren Berufsverlauf und besonders euer weiteres Gehalt. Verlangt mindestens soviel wie Diplomanten, ruhig auch mehr. Hab ich auch gemacht und habs bekommen. Natürlich müsst ihr auch was vorweisen können, sprich einen super Abschluss.

  7. Re: Bis zu 50% Abbrecherquote?

    Autor: s1ou 25.11.11 - 16:28

    Bei uns an der Uni belegt man als BWLer Mathe 1-4 + Vertiefungen wie Operations Research 1-2 und anderer. Das macht ein Drittel das ganzen Studienumfangs aus.

    Das is wesentlich mehr Mathe als etwa für Maschienenbau oder Informatik. Vielleicht ist deine Uni halt einfach nicht darauf spezialisiert sondern bietet BWL nur an um die gefallenen Informatiker aufzunehmen.

  8. Re: Bis zu 50% Abbrecherquote?

    Autor: mariop 25.11.11 - 16:28

    Naja, hängt auch von der Region ab....hier in Berlin kann man von 50000 nur träumen. Realistisch sind da eher 30k.

  9. Re: Bis zu 50% Abbrecherquote?

    Autor: s1ou 25.11.11 - 16:37

    mariop schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, hängt auch von der Region ab....hier in Berlin kann man von 50000 nur
    > träumen. Realistisch sind da eher 30k.

    Das ist auch da was google für Bachelor absolventen ausspuckt. Wenn man in einer Gegend wohnt wo die Lebenshaltungskosten das doppelte betragen, hat man auch nichts gewonnen wenn man 5.000¤ mehr verdient.

  10. Re: Bis zu 50% Abbrecherquote?

    Autor: Wulfen 25.11.11 - 19:05

    50k _direkt_ nach dem Studienabschluss sind definitiv weit über dem Durchschnitt und sicher nicht die Regel. Ich hab gerade meinen Bachelor in Wirtschaftsinformatik mit 2,0 gemacht und konnte in NRW "gerademal" 39k fürs erste Jahr herausholen. Wenn auch in einem kleineren Unternehmen, wo halt generell kleinere Brötchen gebacken werden. Vor den Vorstellungsgesprächen habe ich intensiv geforscht und man darf wohl mit 36-44k rechnen, je nach Abschluss, Region und Unternehmensgröße.

    Was die Abbrecherquote angeht, kann ich dem Threadersteller nur zustimmen. 50% sind vermutlich sehr optimistisch gerechnet. An meiner FH beispielsweise wurde Mathe im ersten Semester in einem vollen Hörsaal angeboten und in einen weiteren, vollen Hörsaal per Beamer übertragen. Dann folgten die Notenlisten für Matheprüfungen und Fächer wie theor. Informatik oder Algorithmen... ein Meer aus 5,0en ;). Im sechsten Semester saß ich dann schließlich in den Vorlesungen mit vielleicht 15 weiteren Studenten. Was der Rest treibt oder nicht mehr treibt.... das würde ich sehr gerne wissen - sehr viele habe ich jedenfalls nach dem Grundstudium nie wieder gesehen, bzw. ein überraschend großer Teil ist zum BWL Studium gewechselt, wie ich das so mitbekommen habe.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.11.11 19:07 durch Wulfen.

  11. Re: Bis zu 50% Abbrecherquote?

    Autor: Butterfinger 25.11.11 - 20:27

    Mein Kommentar mit den Wirtschaftlern hätte ich mir wohl sparen sollen. Wollte niemanden beleidigen, gibt ja wie überall natürlich gute und schlechte Leute. Doch das mit den Gehältern hab ich schon so gemeint. Also ich arbeite in der Automobilbranche, dort sind meine Gehaltsangaben absolut realistisch. Allerdings muss man halt auch wirklich einen guten Abschluss haben, idealer Weise sogar die Arbeit beim zukünftigen Arbeitgeber geschrieben haben.

    Dazu kommt, dass es verschiedene Studienrichtungen gibt, die alle irgendwas mit Informatik heißen. Da variieren die Gehälter wirklich stark. Ein Kollege der Medieninformatik studiert hatte, freute sich wie ein Schneekönig, dass er nach der Probezeit 36.000 bekommt. Konnte ich auch erst nicht glauben, aber da scheinen die Gehälter wohl wirklich deutlich niedriger zu sein.

    Wie auch immer, wer ein Informatikstudium absolviert ist z.Z. auf gar keinen Fall arbeitslos nach seinem Abschluss. Arbeit gibt es wie Sand am Meer. Und was die Gehälter angeht, naja. Letzten Endes ist man halt schon selber seines Glückes Schmied. Hängt euch rein, dann müsst ihr auch nicht die Stellen nehmen, die keiner will. Klingt hart aber so ist es nunmal.

  12. Re: Bis zu 50% Abbrecherquote?

    Autor: kolem 26.11.11 - 00:34

    Butterfinger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Beobachtungen beziehen sich allerdings nur auf Informatik. Die BWLer
    > z.B. bekommen die Abschlüsse reihenweise geschenkt.

    Nun ja, vielleicht ist das so, aber fuer einen Abschluss in Informatik muss man auch nicht gerade ein Held sein. (Es sei denn, du willst am Ende eine 1,0 auf dem Zeugnis stehen haben. Dafuer muesste man sich schon etwas anstrengen bzw. Talent haben.)

    > Komischer Weise müssen
    > die aber auch z.B. gerade mal halb soviel Mathe machen, wie die
    > Informatiker. Als ob die Welt noch mehr Wirtschafter brauchen würde, die
    > nicht rechnen können...

    "Halb soviel Mathe"? Was BWLer und Informatiker machen, ist doch gar nicht vergleichbar! So ein Unsinn, da von "halb soviel" zu reden.

  13. Re: Bis zu 50% Abbrecherquote?

    Autor: bugmenot 27.11.11 - 16:02

    kolem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Butterfinger schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Komischer Weise müssen
    > > die aber auch z.B. gerade mal halb soviel Mathe machen, wie die
    > > Informatiker. Als ob die Welt noch mehr Wirtschafter brauchen würde, die
    > > nicht rechnen können...
    >
    > "Halb soviel Mathe"? Was BWLer und Informatiker machen, ist doch gar nicht
    > vergleichbar! So ein Unsinn, da von "halb soviel" zu reden.


    Wenn man es von der Komplexität her betrachtet schon. Bei uns in der Uni ist es bei den Informatikern üblich, dass wenn man an einem Mathe-Pflichtmodul scheitert man eben den Studiengang umschreibt zu Wirtschaftsinformatik, sowohl weniger Mathe-Pflichtmodule in absoluter Zahl, als auch deutlich einfachere Mathemodule unter den Pflichtkandidaten.

  14. Re: Bis zu 50% Abbrecherquote?

    Autor: /mecki78 05.12.11 - 12:42

    Butterfinger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Von ca. 130 Anfängern in meinem Informatikstudiengang haben gerade
    > mal 8 inklusive mir, den Abschluss geschafft.

    130? Wow, was für ne kleine Uni/TH war das denn? Da bin ich aber andere Zahlen gewohnt ;-)

    Und was heißt hier "geschafft"? Also zu meiner Zeit war das Problem nicht, dass viele Studenten es nicht geschafft hätten, sondern dass sie es gar nicht mehr schaffen wollten, da sie freiwillig abgebrochen haben. Das die Abrecherquote sehr hoch ist, liegt IMHO daran, dass die meisten ganz falsche Vorstellungen von Informatik haben. Ich finde ja Informatik einfach ein total bescheuerter Name, man sollte den internationalen Begriff lieber korrekt übersetzen: Computer Wissenschaft(en). Das macht deutlich, dass es sich bei Informatik mehr um eine Wissenschaft handelt, was vielen anscheinend nicht im Vorfeld klar ist.

    /Mecki

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